
Der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, Dr. Gunther Wobser, mit seinem Buch »Neu erfinden: Was der Mittelstand vom Silicon Valley lernen kann«.
Dr. Gunther Wobser veröffentlicht in dem Buch »Neu erfinden« Erkenntnisse aus seiner Zeit im Silicon Valley
Dr. Gunther Wobser, der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA DR. R. WOBSER, hat sein neues Buch unter dem Titel »Neu erfinden: Was der Mittelstand vom Silicon Valley lernen kann« im Berliner Verlag Beshu Books veröffentlicht. Darin verarbeitet er die Erkenntnisse aus seinem einjährigen Aufenthalt im Silicon Valley im Zeitraum 2017/2018 und entwickelt seine eigene Vision von Innovation im deutschen Mittelstand.
In seinem Vorwort hebt der bekannte Bestseller-Autor und Unternehmer, Christoph Keese, die persönliche Erfahrung des mittelständischen Unternehmers hervor: »Innovation und Disruption zur Chefsache zu machen, anstatt sie in die zweite Ebene zu delegieren. Mit Gunther Wobser ist dieser Idealtyp Wirklichkeit geworden. « Dr. Gunther Wobser ist sich sicher, dass es immer um die Innovationsstrategie in ihrer Gesamtheit gehen müsse: »Innovation entsteht nicht automatisch durch einen Außenposten im Silicon Valley«. Wie das funktionieren kann, wie der Weg zu nachhaltiger Innovation im Unternehmen aussieht und warum es notwendig ist, die Komfortzone der Zufriedenheit im deutschen Mittelstand zu verlassen, beschreibt Dr. Gunther Wobser auf 145 Seiten. Anschaulich und mit vielen persönlichen Einblicken in die Unternehmensgeschichte von LAUDA erzählt der Autor von seinen Beweggründen, zusammen mit seiner Familie für ein Jahr ins Silicon Valley zu ziehen. Er zeigt die Dilemmata des deutschen Mittelstandes auf und beschreibt Lösungen, um dem Spannungsfeld zwischen Kerngeschäft und Start-up Business, klassischer Produktentwicklung oder agiler Innovation zu begegnen. Mit konkreten Beispielen aus der Unternehmensentwicklung bei LAUDA, etwa dem Aufbau eines strategischen Ideenmanagements oder der Gründung des Innovationslabors new.degree in Sunnyvale, CA, USA, illustriert der promovierte Diplom-Kaufmann die Theorie mit realer Praxis – und spart dabei auch eigene Misserfolge nicht aus. So entsteht ein ehrlicher, ungeschönter Blick auf den deutschen Mittelstand, die progressive Denkweise im »mächtigsten Tal der Welt« und die Erfolge und Schwierigkeiten bei der Implementierung von nachhaltiger Innovation im eigenen Unternehmen. Dr. Gunther Wobser stellt aus seiner persönlichen Perspektive klar, dass es keine universelle Erfolgsformel gibt, sondern dass die persönliche Einstellung und eigene Erfahrungen den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Die Zeit im Silicon Valley hat Dr. Gunther Wobser sehr geprägt: »Ich habe mich als Mensch neu erfunden, und Produkte müssen neu erfunden werden, damit wir gerade in diesen Zeiten als Mittelstand zukunftsfähig bleiben.« Sein Buch »Neu erfinden« gibt dafür die Richtung vor.

V. l. n. r.: Der Geschäftsführer Dr. Marc Stricker, der Geschäftsleiter Heiz- und Kühlsysteme ppa., Alfred Semrau, die Jubilarin und Leiterin Konstruktion Heiz- und Kühlsysteme, Gabriele Wobser, der Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen, Dr. Lukas Braun, der Betriebsratsvorsitzende Elmar Mohr, die Jubilarin und Vertriebsspezialistin OEM, Jutta Mark, der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Gunther Wobser, der Geschäftsleiter OEM, Thorsten Eilers sowie der Geschäftsführer Dr. Mario Englert.
LAUDA ehrt zwei Mal 40 Jahre Betriebszugehörigkeit
Nachdem LAUDA im September bereits drei Mitarbeiter für ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum ehren durfte, konnte der Weltmarktführer jetzt zwei Mitarbeiterinnen zu ihrem 40-jährigen Jubiläum gratulieren. Jutta Mark und Gabriele Wobser wurden am 30. September 2020 für ihre langjährige Treue von der Geschäftsführung im Beisein des Führungskreises, des Bürgermeisters von Lauda-Königshofen, sowie Freunden und Weggefährten geehrt.
»Heute feiern wir zwei Mal 40 Jahre Betriebszugehörigkeit«, eröffnete der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, Dr. Gunther Wobser, die Veranstaltung, die unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt wurde. Er begrüße hier »zwei ganz besondere Menschen«, so Dr. Gunther Wobser, die sich seit vier Jahrzehnten mit Engagement und Hingabe den Herausforderungen eines internationalen Industrieunternehmens stellen. Als Anerkennung ihrer langjährigen Treue überreichte der Geschäftsführende Gesellschafter den beiden Jubilarinnen die LAUDA Ehrenurkunde.
Die 1963 in Würzburg geborene Jutta Mark begann am 8. September 1980 Ihre Ausbildung zur Bürokauffrau beim Weltmarktführer. Ihre Sprachkenntnisse, so Dr. Gunther Wobser, hätten sie dabei besonders ausgezeichnet, nur folgerichtig war deshalb 1982 der Start im Vertrieb Export – ihre Traumabteilung, wie Jutta Mark selbst sagt: »Das war für mich die große weite Welt«. Als für LAUDA die Kunden des Geschäftsbereichs OEM (engl. Original Equipment Manufacturer) immer wichtiger wurden, wechselte Jutta Mark 2009 in den Vertrieb OEM und war dort stark in die Gesamtorganisation eingebunden. Mit »Mut« hebt Dr. Gunther Wobser diesen Wechsel hervor, »Neugierde« nennt es Jutta Mark. Bei OEM wird Jutta Mark zum Dreh- und Angelpunkt der Kundenkommunikation und eignet sich mit vielen Lehrgängen ein geschätztes Fach- und Produktwissen an. Thorsten Eilers, Geschäftsleiter OEM, bedankte sich bei Jutta Mark in seiner Laudatio als »die gute Seele von OEM«, die mit ihren ausgezeichneten Fremdsprachenkenntnissen den Kunden stets mit Rat und Tat zur Seite stehe.
Gabriele Wobser, geboren 1963 in Tauberbischofsheim, begann ihre Karriere bei LAUDA mit einer Ausbildung zur Technischen Zeichnerin. Nach dem erfolgreichen Abschluss wechselte sie in den Bereich Entwicklung/Konstruktion, heute Forschung & Entwicklung, dem sie für die nächsten 20 Jahre treu blieb. Ihre Arbeit dort war, so Dr. Gunther Wobser, »immer eine Herausforderung«, und »immer an kritischen Schnittstellen«. So verantwortete Gabriele Wobser unter anderem die zeitkritische Erstellung von Betriebsanleitungen. Im Jahr 2004 wechselte Gabriele Wobser zur Sparte LAUDA Heiz- und Kühlsysteme, dem Anlagenbau des Temperiergeräteherstellers. Dort wurde sie 2009 zur Leiterin Konstruktion und Dokumentation ernannt, seit 2014 ist sie Leiterin Konstruktion Heiz- und Kühlsysteme. Dabei scheute sie keine Herausforderung, berichtete Dr. Gunther Wobser, was sich auch am Wandel ihres ursprünglichen Berufsbildes hin zu 3D-Konstruktion mit komplexen digitalen Programmen und einer entsprechend hohen Zahl an Fortbildungen der Jubilarin zeigte. Auch ihr Vorgesetzter, der Geschäftsleiter Heiz- und Kühlsysteme ppa., Alfred Semrau, erinnerte in seiner Laudatio an die handwerklichen Höchstleistungen von Technischen Zeichnern in den 80er Jahren. Heute sei dieser Beruf arbeitstechnisch und auch kommunikativ intensiver und komplexer geworden, so Alfred Semrau. Gabriele Wobser habe sich damals »ruckzuck« integriert und sei nicht nur dank ihrem technischen Interesse schnell zur geschätzten Kollegin geworden.
Lobende Worte fand auch Bürgermeister Dr. Lukas Braun, der innerhalb von wenigen Wochen bereits zum zweiten Mal die Ehre hatte, langjährige Jubilare bei LAUDA zu beglückwünschen. »Man merkt nicht nur am Namen, dass LAUDA ein Familienunternehmen ist, sondern auch an der Taktung der Jubilare«, so Dr. Lukas Braun. Bei LAUDA sehe man gut gelebte, mittelständische Familienkultur, ein »wichtiges Gut in Zeiten wie diesen«. »LAUDA ist ein Hort der Stabilität in der Region«, schloss Dr. Lukas Braun und überreichte den beiden Jubilarinnen die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg.
Im Namen der gesamten Belegschaft bedankte sich der Betriebsratsvorsitzende Elmar Mohr, bei den beiden Jubilarinnen und hob ihre Leistung in einer von Männern dominierten Branche hervor. Gerade in technischen Berufen seien Frauen noch immer viel zu selten, erklärte Elmar Mohr.

Dr. Gunther Wobser, der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, feiert am 23. September 2020 seinen 50. Geburtstag.
Erfolg durch Fleiß und Pioniergeist
Bei LAUDA, dem Weltmarktführer für Temperiergeräte und -anlagen, gibt es einen runden Geburtstag zu feiern. Der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Gunther Wobser wird 50 Jahre alt. Der promovierte Diplom-Kaufmann führt das Unternehmen bereits in dritter Generation. Gegründet wurde LAUDA mit Stammsitz in Lauda-Königshofen im Jahr 1956 von seinem Großvater, Dr. Rudolf Wobser.
Nach Studium und ersten Erfahrungen in einem internationalen Konzern begann Dr. Gunther Wobser im Juli 1997 zunächst als Leiter Marketing. Seit 2003 führt er den Temperierspezialisten als Geschäftsführender Gesellschafter. Bis 2010 teilte Dr. Gunther Wobser die Verantwortung mit seinem Vater, Dr. Gerhard Wobser, heute wird er von den beiden Geschäftsführern Dr. Mario Englert und Dr. Marc Stricker tatkräftig unterstützt.
Internationale Expansion des Temperierspezialisten
Ein wichtiger Fokus der Arbeit von Dr. Gunther Wobser liegt auf der Internationalisierung des mittelständischen Unternehmens. So gründete er im Jahr 2005 mit LAUDA France S.A.R.L. die erste Auslandsgesellschaft, heute gehören insgesamt neun Vertriebsgesellschaften im Ausland zu LAUDA. Neben Neugründungen akquirierte der promovierte Diplom-Kaufmann insgesamt vier Unternehmen, davon drei im Ausland. Mit dem jüngsten Neuzugang, der LAUDA-GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH in Burgwedel bei Hannover, erweiterte Dr. Gunther Wobser die LAUDA Gruppe um einen fünften Produktionsstandort und ergänzte das Produktprogramm im wichtigen Kernmarkt Labor. Der Umsatz des Unternehmens ist von rund 18 Mio. Euro im Jahr 1997 auf heute rund 92 Mio. Euro stetig gewachsen. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 180 auf heute 520 Personen, davon über 100 im Ausland. Auch in den aktuell herausfordernden Zeiten kommt der größte Arbeitgeber in Lauda-Königshofen ohne Kurzarbeit aus und stellt weiter ein. Kürzlich wurde mit neun Neuzugängen die höchste Auszubildendenzahl der Firmengeschichte gemeldet. Das globale Familienunternehmen ist für seinen fairen Umgang mit seinen qualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bekannt und genießt regional sowie in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf.
Führungsrolle bei Innovationen und Digitalisierung
Mit seinem aktuellen Fokus auf Innovation und Digitalisierung treibt Dr. Gunther Wobser die Erfolgsgeschichte von LAUDA weiter voran. So führte er ab Juli 2017 das Unternehmen ein Jahr lang vom Standort Silicon Valley und baute dort das eigene Innovationslabor new.degree auf, das jetzt zum neu geschaffenen Innovationsteam in Deutschland gehört. Im neu geschaffenen »Maschinenraum« in Berlin, einer innovativen Kollaborationsplattform für den Mittelstand, wurde im September ebenfalls ein Standort eröffnet. Aufgaben sind neben der Steuerung des Ideenmanagements das Testen von Ideen außerhalb des Kerngeschäfts und die Zusammenarbeit mit Start-ups, etwa dem vielfach prämierten Heizspezialisten watttron. So passt es auch, dass der Pionier pünktlich zu seinem Geburtstag seine Erkenntnisse in einem zur Frankfurter Buchmesse erscheinenden Buch festgehalten hat.

Das Kältesystem Kryopac wurde an die speziellen Bedürfnisse des Endkunden angepasst. Das Bild zeigt die fertige Anlage. (Bild: LAUDA)
LAUDA temperiert Gefriertrocknungsanlagen auf -80 °C
Seit über 50 Jahren stellt LAUDA, der Weltmarktführer für Temperiergeräte und -anlagen, kundespezifische Kälteanlagen für Pharmaunternehmen her. Jetzt hat das Unternehmen ein Tiefkältesystem für den Einsatz in einer pharmazeutischen Gefriertrocknungsanlage fertiggestellt. Damit lassen sich Arzneistoffe bei -80 °C schonend einfrieren. Der Auftrag dazu kommt von der Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH, einem der weltweit führenden Unternehmen für Gefriertrockner mit mehr als 70 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. Zur zuverlässigen Bereitstellung der Tiefkälte vertraut Martin Christ auf die Expertise von LAUDA. Für die notwendige Kälte sorgt eine Kryopac Sekundärkreisanlage von LAUDA Heiz- und Kühlsysteme, dem Anlagenbau des Temperierspezialisten, der exakt nach Kundenwunsch plant und fertigt.
Medikamente und Impfstoffe sind für die Behandlung von Krankheiten und die Gesundheit der Menschen weltweit essenziell. Da viele Arzneimittel in Wasser gelöst nur kurz haltbar wären, setzt die Pharmaindustrie zur längeren Konservierung auf produktschonendes Gefriertrocknen. Um eine Gefriertrocknungsanlage für ein internationales Pharmaunternehmen zu fertigen, stand LAUDA als Tiefkälteexperte für Martin Christ schnell fest. Neben dem umfassenden Know-how von LAUDA verbindet die beiden Unternehmen eine seit vielen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit. »Wir sind Spezialisten für besonders tiefe Temperaturen und haben auf diesem Gebiet über viele Jahre wertvolle Erfahrungen sammeln können«, betont Ralph Herbert, Projektleiter Heiz- und Kühlsysteme.
Flüssigstickstoff ermöglicht Temperaturen bis -115 °C
Die exakte Temperierung für den Gefriertrockner liefert eine LAUDA Kryopac Sekundärkreisanlage, mit der sich Tieftemperaturreaktionen sicher beherrschen lassen. Besonders wichtig für diese Kälteanlage ist dabei die Möglichkeit zur individuellen Temperierung der Stellplatten und des Eiskondensators. Das Herzstück aber ist das Kryopac System – ein Wärmetauscher, der speziell zum Verdampfen von flüssigem Stickstoff entwickelt wurde. Flüssigstickstoff siedet bei -196 °C und ist damit als Kältemittel besonders geeignet für Anwendungen, die tiefste Temperaturen erfordern. Abhängig vom Aufbau der Kryopac-Anlage sind Temperaturen von bis zu -115 °C im sekundären Kälteölkreislauf möglich. Die für den Gefriertrockner gewünschten -80 °C werden so schnell und gradgenau erreicht. Bei flüssigem Stickstoff handelt es sich außerdem um ein nicht brennbares Kältemittel, was nicht nur der Endkunde, sondern die Pharmaindustrie im Allgemeinen bevorzugt. Weitere Vorteile umfassen wirtschaftliche, sowie sicherheits- und umwelttechnische Aspekte, wie geringe Investitionskosten und fehlende Abfallprodukte. Je nach Spezifikation der Anwendung kann der Stickstoffbedarf durch die Anpassung der von LAUDA konzipierten Regelung reduziert und so die Betriebskosten deutlich gesenkt werden.
Die Wärmetechnik der Kryopac Anlage stammt aus den bewährten LAUDA Wärmeübertragungsanlagen, die bei vielen Kunden zum Einsatz kommen. Sie erzeugen eine temperierte Flüssigkeitsströmung und werden als kompaktes, vollständig isoliertes, anschlussfertiges System mit Schaltschrank ausgeliefert. Der Vorteil: Einfrierprobleme in den Wärmetauschern gibt es hier nicht. Gradgenaue Temperierung, kompakter Aufbau und hohe Anlagenverfügbarkeit waren für den Kunden von Martin Christ besonders wichtig. Auch diese Anforderungen erfüllt die LAUDA Kryopac Sekundärkreisanlage problemlos.
Gefriertrocknung nutzt physikalisches Phänomen
Das Gefriertrocknen ist ein besonders schonendes Konservierungsverfahren, da die chemischen Eigenschaften der Ausgangssubstanzen nicht verändert werden. In pharmazeutischen Produkten bleiben so alle Wirkstoffe erhalten. Anwendung findet diese Art der Konservierung unter anderem auch bei der Probenvorbereitung in Laboren, in der Lebensmittelindustrie oder Archäologie, etwa um feuchtes Leder oder Holz zu erhalten.
Das Kältesystem der Kryopac Anlage kühlt die Stellplatten, auf welchen mit Arzneistoffen gefüllte Gefäße stehen, mit einer Kälteleistung von 30 kW bei -80 °C und friert so die Pharmazeutika in zweieinhalb Stunden. Während des Evakuierens, dem Luftentzug durch Herstellen eines Vakuums, wird wieder Wärme zugeführt. Dabei kommt es zu einem physikalischen Phänomen, Sublimation genannt: Ohne sich vorher zu verflüssigen, verdampft das gefrorene Wasser. Das Arzneimittel wird direkt aus dem gefrorenen Zustand getrocknet. Der entstandene Wasserdampf schlägt sich in Form von Eiskristallen am Eiskondensator des Gefriertrockners nieder. Der Eiskondensator wird durch die Kryopac Anlage auf einer Temperatur von -80 °C gehalten. Ein gesamter Gefriertrocknungsvorgang dauert typischerweise 48 Stunden.
Vor der Auslieferung des Gefriertrockners an den Endkunden wurde die Kryopac Anlage zunächst bei LAUDA komplett geprüft und dann bei Martin Christ als gesamtes System einer weiteren, gründlichen Prüfung unterzogen. Die Zusammenarbeit ist damit aber nicht beendet. Aufgrund der erfolgreichen Kooperation und Umsetzung dieses Projekts hat Martin Christ bereits zwei weitere LAUDA Kryopac Sekundärkreisanlagen geordert.

V. l. n. r.: Matthias Kraft, Leiter Versuchsbau & Teilefertigung, Christof Geiger, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Heilbronn-Franken, Elmar Mohr, Betriebsratsvorsitzender, Jubilar Otto Heissenberger, Dr. Lukas Braun, Bürgermeister von Lauda-Königshofen, Jubilar Hermann Heisler, Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter, Jubilar Reinhold Hofmann, Dr. Gerhard Wobser, Beirat und Gesellschafter, Thomas Hahn, Leiter Kältemontage, Dr. Mario Englert, Geschäftsführer und Manfred Pfeuffer, Leiter Produktion Heiz- und Kühlsysteme.
LAUDA ehrt gleich drei langjährige Mitarbeiter
LAUDA hat drei Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet. Hermann Heisler, Otto Heissenberger und Reinhold Hofmann sind seit 1970 bei LAUDA beschäftigt und haben damit in diesem Jahr ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum erreicht – eine herausragende Leistung, die beim Weltmarktführer für Temperiergeräte und –anlagen traditionell in großer Runde gewürdigt wird. Bei LAUDA konnten bereits acht Mitarbeiter dieses außergewöhnliche Jubiläum feiern.
Zu der Feier, die nach einem strengen Hygienekonzept durchgeführt wurde, konnte der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Gunther Wobser, neben dem LAUDA Führungskreis und vielen Angehörigen und Wegbegleitern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter anderem Bürgermeister Dr. Lukas Braun, Christof Geiger, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Heilbronn-Franken, die ehemaligen Geschäftsführer Karlheinz Wobser und Dr. Gerhard Wobser sowie Marguerite Sigwalt-Fischer, die Vorsitzende des LAUDA Seniorenclubs.
In diesen »herausfordernden Zeiten für Wirtschaft und das gemeinsame Miteinander« käme einer Jubiläumsfeier wie dieser eine besondere Bedeutung zu, erklärte Dr. Gunther Wobser in seiner Laudatio. »50 Jahre, das ist ein ganzer Lebensabschnitt«, so Dr. Gunther Wobser. » Hermann Heisler, Otto Heissenberger und Reinhold Hofmann sind Zeitzeugen unserer Firmengeschichte und haben diese aktiv mitgestaltet. Auf ihrer Leistung beruht der Erfolg von LAUDA«, lobte Dr. Gunther Wobser. Zur Anerkennung ihrer Leistung überreichte der Geschäftsführende Gesellschafter den Jubilaren zusätzlich zu Urkunde und Geschenk die nach dem Firmengründer benannte Dr.-Rudolf-Wobser-Ehrenmedaille in echtem Gold.
Drei Mal ein halbes Jahrhundert Betriebszugehörigkeit
Hermann Heisler, geboren 1955 in Lauda, begann am 7. September 1970 im Alter von gerade mal 15 Jahren seine Ausbildung als Mechaniker bei LAUDA. Nach seinem erfolgreichen Abschluss wurde Hermann Heisler in der Abteilung Kleinkälte eingesetzt, bevor er für seinen Wehrdienst 1975/76 pausierte. Nach seiner Rückkehr blieb er der Kleinkälte bis 1986 treu und fand danach in der Abteilung Großkälte bis heute ein neues Zuhause. Dabei habe er, so Dr. Gunther Wobser, viele Gerätegenerationen gesehen und zuverlässig geprüft. Seine Hilfsbereitschaft wurde dabei von allen Kollegen und besonders auch den Auszubildenden geschätzt, ergänzte Thomas Hahn, Leiter Kältemontage. Zudem ist er sehr sportlich und erreichte sowohl im Tennis als auch beim Fußball beachtliche Erfolge.
Otto Heissenberger startete am selben Tag seine Ausbildung bei LAUDA. Nach erfolgreichem Abschluss begann der Elektromechaniker in der Abteilung ITH-Bau (heute Heiz- und Kühlsysteme), der er bis heute treu geblieben ist. Er habe, so Dr. Gunther Wobser, den Werdegang des Unternehmens immer »zuverlässig und kritisch« begleitet. Dabei prüfte er immer akribisch und zuverlässig »seine Geräte«, Manfred Pfeuffer, erzählte Leiter Produktion Heiz- und Kühlsysteme in seiner Laudatio. Einen sportlichen Rekord setzte Otto Heissenberger als Spielführer der LAUDA Fußballmannschaft von 1974 bis 1984. Über 200 Einsätze hatte er für die damalige Firmen-Elf absolviert.
Die berufliche Laufbahn von Reinhold Hofmann begann ebenfalls beim Temperierspezialisten. Er begann eine Ausbildung zum Dreher, die er im Juni 1973 erfolgreich beendete. Bis 2018 war Reinhold Hofmann ein fester Bestandteil der Teilefertigung, die als interner Zulieferer wichtige Komponenten für LAUDA Geräte jeder Größenordnung herstellt. Durch Weiterbildungen erlernte Reinhold Hofmann in den Jahren seiner Mitarbeit bei LAUDA unter anderem das Programmieren von CNC-Maschinen und erweiterte sein Wissen über spanabhebende Fertigung. Der Digitalisierung, so lobte ihn der Leiter Versuchsbau & Teilefertigung, Matthias Kraft, habe er sich damit in seinem Berufsfeld erfolgreich angenommen.
Ein Gruß von Ministerpräsident Winfried Kretschmann
»50 Jahre Betriebszugehörigkeit ist eine Zahl, die man nicht jeden Tag feiert«, betonte Bürgermeister Dr. Lukas Braun, der in dieser Funktion zum ersten Mal im Unternehmen zu Gast war. Es zeige die Verbundenheit des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern und sei ein Zeichen für die außerordentliche Familienkultur bei LAUDA, so Dr. Lukas Braun. Zur Anerkennung ihrer Leistung überreichte der Bürgermeister den Jubilaren die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg mit Grußworten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie ein Weinpräsent.
Mit Ihrer Treue, Tatkraft und Kompetenz hätten die drei Jubilare über Jahre zum Erfolg des Unternehmens beigetragen, erklärte IHK-Geschäftsführer Christof Geiger in seiner Laudatio. »Es ist etwas Besonderes, so lange Zeit in einem Betrieb zu bleiben«, so Christof Geiger weiter. Er überreichte den drei Mitarbeitern die Ehrenurkunde der IHK Heilbronn-Franken. Abschließende lobende Worte mit unterhaltsamen, persönlichen Einblicken fand anschließend der Vorsitzende des Betriebsrats, Elmar Mohr, der sich im Namen der gesamten Belegschaft für 50 Jahre Treue bedankte. Otto Heissenberger sprach im Namen der Jubilare dem Unternehmen und speziell der Familie Wobser seinen Dank aus. Wenn man gefragt würde, so erzählte er, wo man denn »schaffe« und mit »beim Wobser« oder jetzt »bei LAUDA« antwortete, erhielt man immer anerkennendes Nicken. Alle drei Jubilare hätten »alles richtig gemacht«.