
Invest-Gespräche in Zeiten von Corona: Markus Stein, CEO von watttron, begrüßte die Investoren per Videokonferenz. Auf dem Bildschirm, von links oben nach rechts unten: Dr. Mario Englert, Geschäftsführer LAUDA DR. R. WOBSER Beteiligungs-GmbH, Ronald Claus von Nordheim, CPO von watttron, Michaela Wachtel, COO von watttron, Dr. Sascha Bach, CTO von watttron, Dr. Matthias Kalbus, Beteiligungsmanager TGFS, Arno Langwieser, Investment Manager CNB, Rico Kleinhempel, Business Angel, Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter LAUDA DR. R. WOBSER Beteiligungs-GmbH sowie Jan K. Verweyen, Beteiligungsmanager SKion GmbH
LAUDA intensiviert Engagement bei innovativem Start-up watttron
Die LAUDA DR. R. WOBSER GmbH & Co. KG, der Weltmarktführer für exaktes Temperieren, hat seine Unterstützung für das sächsische Technologie-Start-up watttron erneuert. Gemeinsam mit weiteren renommierten Investoren stellt LAUDA neben Expertise frisches Kapital in Höhe von 3,4 Mio. Euro zur Verfügung. Damit unterstreicht LAUDA die Bedeutung der im Jahr 2018 begonnenen erfolgreichen Kooperation mit dem jungen Unternehmen aus Freital bei Dresden. Das mehrfach preisgekrönte Start-up entwickelt und fertigt intelligente Heizsysteme, die in der Lage sind, punktgenau zu heizen. Dies ist vor allem in der Verpackungsindustrie von großer Bedeutung, da sich mit dem neuartigen Verfahren Energie und Material einsparen lassen. Gemeinsam mit LAUDA werden Vermarktungschancen in der Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie auf dem nordamerikanischen Markt bearbeitet. Darüber hinaus arbeiten beide Unternehmen an einem Prototyp, der in der Lage ist, nicht nur pixelgenau zu heizen, sondern auch zu kühlen.
Mit der aktuellen Finanzierungsrunde will watttron die eigene Entwicklung beschleunigen, neue Partner auf globaler Ebene gewinnen und neue Industriezweige, etwa Biotechnologie, Chemie oder 3D-Elektronik, erschließen. LAUDA als Partner glaubt fest an den Erfolg des jungen Unternehmens und ist von der gemeinsamen Partnerschaft überzeugt: »Wir sind seit rund zwei Jahren Kooperationspartner von watttron, weil wir bereits 2018 den Nutzen der patentierten Heiztechnologie über den Verpackungsmarkt hinaus gesehen haben und aktiv unterstützen«, so Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von LAUDA. »Die positive Entwicklung der letzten Jahre hat uns darin bestätigt, weiter in watttron zu investieren.«

LAUDA stellt sein Portfolio an thermoelektrischen Prozessthermostaten neu auf. Die LAUDA Semistat Gerätelinie vereint Energieeffizienz und die branchenweit kleinste Stellfläche. Zum Einsatz kommen Semistat Thermostate in der Halbleiterindustrie.
LAUDA führt neue thermoelektrische Prozessthermostate ein
Seit dem Jahr 2014 sind die thermoelektrischen Prozessthermostate, die ihren Einsatz bei der Temperierung von Ätzprozessen in der Halbleiterindustrie finden, durch die Akquisition von Noah Precision (jetzt LAUDA-Noah) fester Bestandteil des umfangreichen Portfolios von LAUDA. Jetzt hat der Weltmarktführer für exaktes Temperieren die bisherige POU Gerätelinie unter der Gerätelinie ›Semistat‹ komplett neu entwickelt und erweitert.
Die neue LAUDA Semistat Gerätelinie umfasst drei Modelle: Mit dem Semistat S 1200 bietet LAUDA ein günstiges Einstiegsgerät, das im Vergleich zur Vorgängerserie mit einer noch kleineren Standfläche punkten kann – bei einer gleich gebliebenen Kälteleistung von 1,2 kW bei 20 °C. Beim neu entwickelten Semistat S 2400 bleibt der bewährte mechanische und hydraulische Aufbau der Reihe erhalten. Der Prozessthermostat nutzt außerdem die jüngsten Fortschritte im Bereich der Thermoelektrik. So kommen leistungsfähige Peltierelemente der neusten Generation zum Einsatz, die neben einer größeren Leistungsdichte eine weitere Erhöhung der Zuverlässigkeit garantieren. Mit dem Semistat 4400 bringt LAUDA eine neue Leistungsklasse mit 4,4 kW Kälteleistung auf den Markt. Dieser Prozessthermostat wurde speziell für Anwendungen mit 300 mm-Wafern mit hohem Leistungsbedarf bei tiefen Temperaturen entwickelt.
Thermoelektrische Prozessthermostate für die Halbleiterindustrie von -20 bis 90 °C
Die Semistat Prozessthermostate sind optimiert für die exakte Temperaturregelung bei Plasmaätzanwendungen in der Halbleiterindustrie. Beim Ätzprozess werden definierte Bereiche auf der Oberfläche der Wafer entfernt. Die Wafer-Chucks, die sich innerhalb der Plasmaätzkammer befinden, werden durch eine dynamische Temperaturregelung auf konstanter Temperatur gehalten, damit Temperaturdrifts verhindert werden. Die konstante Temperatur ist von entscheidender Bedeutung, um ein stabiles Ätzprofil und damit eine qualitativ hochwertige Oberfläche zu erhalten. Durch den Einsatz der Peltiertechnik kommen bei dieser Anwendung die beiden größten Vorteile der Semistat Prozessthermostate zum Tragen: Energie- und Platzeinsparung bei maximaler Dauerbetriebssicherheit.
Die neuen Prozessthermostate arbeiten sehr energieeffizient, da sie nur dann temperieren – und damit Energie verbrauchen – wenn innerhalb der Ätzkammer ein Bedarf zum Heizen oder Kühlen besteht. Da mit der gleichen Komponente, nämlich dem Peltierelement, geheizt und gekühlt wird, ist ein sehr platzsparender Aufbau möglich. Durch die kompakte Bauweise und optionale Unterflurinstallation wird minimaler Platz im kostenintensiven Reinraum verbraucht. Ein kleines internes Flüssigkeitsvolumen und kurze Schlauchverbindungen vom Gerät zur Anwendung bedeuten, dass weniger Energie notwendig ist, um das Volumen zu temperieren. Insbesondere ermöglicht das geringe Temperierflüssigkeitsvolumen rasche Temperaturänderungen. Semistat Temperiersysteme verringern gegenüber kompressorbasierten Systemen den Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent.
Die Semistat Gerätelinie hat wie seine bewährten Vorgänger einen Arbeitstemperaturbereich von -20 bis 90 °C mit einer hohen Temperaturkonstanz von ±0,1 K. Mit Kälteleistungen von 1,2 bis jetzt 4,4 kW können die wassergekühlten Geräte bei einer Vielzahl von Kammer- und Plattformtypen eingesetzt werden.
Die wichtigen Funktionen der LAUDA Semistat Prozessthermostate

Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs
Die weltweite Lage bezüglich des Coronavirus hat sich dramatisch verändert und ungeahnte Ausmaße angenommen. Wir haben heute im Unternehmen zum wiederholten Male wichtige Maßnahmen definiert, die auch Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb haben. Wir haben eine Planung erstellt, die unseren Geschäftsbetrieb so lange als möglich aufrechterhält. Es kann aber zu gewissen Einschränkungen bei der Erreichbarkeit kommen.
Wir haben beschlossen, dass ab dem 17. März 2020 alle Geschäftsreisen von Deutschland ins Ausland zu unterlassen sind. Außerdem empfangen wir ab dem 17. März bis auf Weiteres keine Geschäftsbesuche aus dem Ausland. Wir bitten um Verständnis. Uns ist es wichtig zu betonen, dass die Gesundheit unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns jederzeit im Vordergrund steht.
Darüber hinaus versuchen wir unseren Geschäftsbetrieb so zu betreiben, dass unsere Kunden möglichst wenig davon betroffen sind. Gewisse Auswirkungen lassen sich aufgrund der Epidemie jedoch nicht vermeiden. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und stehen für Fragen zur Verfügung.

Alle Hydro Gerätetypen sind mittels Wassermangelsicherung sowie der optionalen Wasserniveauregelung vor Überhitzung bei Trockenlauf geschützt und garantieren damit einen zuverlässigen Dauerbetrieb. (Quelle: LAUDA)
Neue LAUDA Hydro Wasser- und Schüttelwasserbäder bis 100 °C – hochwertig, intuitiv, zuverlässig
LAUDA, der Weltmarktführer für Temperiergeräte und -anlagen zur exakten Temperaturerzeugung, erweitert sein Portfolio im Bereich der Labortechnik. Mit der neuen Gerätelinie der LAUDA Hydro Wasserbäder bietet LAUDA ein erheblich erweitertes Sortiment, verstärkt durch den Zusatz »GFL Technology«. Damit greift LAUDA die Tradition der Marke GFL auf, die in Laboren seit über 50 Jahren für ihre Langlebigkeit und höchste Qualität geschätzt wird. Das Unternehmen GFL gehört seit Beginn 2019 der LAUDA Gruppe an und soll als Entwicklungs- und Fertigungsstandort weiter ausgebaut werden.
LAUDA Hydro Wasserbäder: Für jede Laboranwendung ausgestattet
Wasserbäder sind ein unentbehrlicher Bestandteil vieler Prozessketten in Laboren. Mit sechs Wasserbädern, zwei Wasserbädern mit Umwälzfunktion sowie drei Schüttelwasserbädern bietet die Hydro Produktpalette die perfekte Ausstattung für jede Laboranforderung. Die Wasserbäder LAUDA Hydro mit einem Innenraum aus hochwertigem Edelstahl besitzen die passenden Badtiefen und -öffnungen für jede Anwendung mit Badvolumen von 4 bis 41 Liter. Mit ausgezeichneter Temperaturhomogenität, optionaler Umwälzung oder Schüttelfunktion sind sie für die Bedürfnisse von biologischen, medizinischen oder biochemischen Laboratorien ausgelegt.
Homogene Temperaturverteilung
Die Heizung der LAUDA Hydro Wasserbäder befindet sich direkt unter dem Siebboden, was für eine homogene Temperaturverteilung und ein schnelles Erreichen der gewünschten Temperatur mit hoher Temperaturstabilität von ±0,1 K sorgt. Die Heizleistung ist dabei an die jeweilige Badgröße angepasst. Die optionale Umwälzfunktion ist ideal für Anwendungen, die neben einer zeitlichen auch eine räumliche Temperaturverteilung im gesamten Bad benötigen. Die Temperaturhomogenität bei Wasserbädern mit Umwälzsystem liegt bei hervorragenden ±0,02 K.
Alle Wasserbäder bieten einen Temperaturbereich von bis zu 100 °C, der auch Anwendungen im Siedebereich ermöglicht. Über eine Timer-Funktion lassen sich eine Einschaltverzögerung und die Dauer der Betriebszeit sowohl nach einer Einschaltverzögerung als auch nach Erreichen der Solltemperatur einstellen. Der kontraststarke 3,5 Zoll TFT-Display zeigt alle Einstell- und Betriebswerte an. Zusätzlich besitzt der Regler eine elektronische Funktionskontrolle mit optischer und akustischer Alarmmeldung im Fehlerfall. Der zweifache Übertemperaturschutz erlaubt einen zuverlässigen Dauerbetrieb auch in Abwesenheit des Bedieners.
LAUDA Hydro Schüttelwasserbäder von 10 bis 100 °C – hochwertig, intuitiv, zuverlässig
Die Schüttelwasserbäder der LAUDA Hydro Reihe erfüllen, je nach Anforderung, unterschiedliche Aufgaben im Labor. Während die Typen H 20 S und H 20 SW für eine lineare, oszillierende Schüttelbewegung ausgelegt sind, bewegt der Gerätetyp H 20 SOW die Probe kreisförmig, da je nach Applikation eine unterschiedliche Durchmischung der Proben notwendig ist. Anwendungen in der Biotechnologie beispielsweise setzen häufig auf eine orbitale Schüttelbewegung.
Der eingebaute Drehzahlregler ermöglicht eine lastunabhängige, stufenlos einstellbare Schüttelbewegung mit einem sanften Anlauf. Die beiden Schüttelwasserbäder H 20 SW und H 20 SOW sind serienmäßig mit einer Kühlschlange ausgestattet. Durch Anschluss an die Hauswasserversorgung oder an handelsübliche Umlaufkühler kann der Temperaturbereich der Schüttelwasserbäder nach unten auf bis zu 10 °C erweitert werden.
LAUDA Hydro: Anwendersicherheit und lange Lebensdauer
Alle Hydro Gerätetypen sind mittels Unterniveauschutz vor Überhitzung bei Trockenlauf geschützt. Die Hydro Schüttelwasserbäder besitzen standardmäßig eine Wasserniveauregelung, die einen zuverlässigen Dauerbetrieb garantiert. Darüber hinaus bestehen sie aus einem korrosionsbeständigen Außengehäuse aus elektrolytisch verzinktem, pulverbeschichtetem Stahlblech, die Gehäuseinnenteile sowie der Rohrheizkörper sind aus Edelstahl gefertigt. Der doppelwandige, wärmeisolierte, mit innerer Wölbung versehene Deckel verhindert zuverlässig das Zurücktropfen von Kondensat. Die zurückgesetzten Bedienelemente schützen die Elektronik vor Tropfwasser und Verschmutzung. Das erhöht die Lebensdauer und sorgt für hohe Anwendersicherheit.
Für Spezialanwendungen wie das schonende Abdampfen aus Erlenmeyerkolben, das Strecken und Trocknen geschnittener Gewebeproben rundet LAUDA seine neue Linie an Wasserbädern mit Abdampfbädern sowie einem Paraffinstreckbad ab. Die neuen LAUDA Hydro Wasserbäder sind ab sofort erhältlich und lösen damit die bisherige Linie der LAUDA Aqualine Wasserbäder zum Ende März 2020 ab.

Der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, Dr. Gunther Wobser (l.), begrüßt die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, gemeinsam mit Campus-Leiter Prof. Dr. Kim (2. v. l.) und dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (r.). (Quelle: Ludmilla Parsyak Photo-graphy / Fraunhofer IAO)
LAUDA setzt Impulse beim Popup Labor Baden-Württemberg
Mit einem »Werkstattblick in die Digitalisierung bei LAUDA« hat der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, Dr. Gunther Wobser, am 10. Februar mit einer Keynote die Vortragsreihe beim Aktionstag »Digitalisierung und Nachhaltigkeit für BW und weltweit« eröffnet. Der Aktionstag ist Teil des 6. »Popup Labor BW«, einem Digitalisierungsprojekt des Landes Baden-Württemberg. Ziel des Popup Labor BW ist es, kleinen und mittleren Unternehmen des Landes innovative Technologien oder Geschäftsmodelle näher zu bringen und anhand von Workshops oder Best-Practice-Beispielen konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.
Bausteine der digitalen Strategie des Weltmarktführers
In seinem Vortrag verwies Dr. Wobser vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf die hohe Bedeutung der Digitalisierung in der Branche. Die exponentiell ansteigende technische Entwicklung, z. B. das Mooresche Gesetz der Computerleistung, stehe im Kontrast zur linearen menschlichen Anpassungsfähigkeit. Neue Unternehmen mit disruptiven Kräften drängen dadurch verstärkt in den Markt. LAUDA begegne dieser Herausforderung unter anderem durch die strategische Zusammenarbeit mit Startups wie ENER-IQ, Coolar und watttron, so Dr. Wobser. Das eigene LAUDA Innovationslabor im Silicon Valley und die an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Digitale Agenda seien weitere Bausteine der digitalen Strategie von LAUDA.
Appell an die Politik
Mit eindringlichen Worten wandte Dr. Wobser sich am Schluss seines Impulsvortrags an die Politik: Der Main-Tauber-Kreis sei bei der Innovationsfähigkeit mit Platz 39 von 44 in der Schlussgruppe der Landkreise, Tendenz sinkend. Hier bedürfe es weiterer, tatkräftiger Unterstützung, etwa beim Ausbau der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach mit dem Campus Bad Mergentheim als »Ankerpunkt der Digitalisierung«. Zu oft müssten mittelständische Unternehmen aufwändige Digitalisierungsprojekte ohne Unterstützung des Landes mit eigener Kraft stemmen, als Investition sofort die Ergebnisse reduziere, bemängelte Dr. Wobser.
Am Stand von LAUDA konnte sich die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, begleitet von Campus-Leiter Prof. Dr. Kim und dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, ein Bild von zwei digitalen Projekten von LAUDA machen. So zeigte das Familienunternehmen mit dem LAUDA Showroom eine praktische Anwendung der virtuellen Realität. Zusätzlich demonstrierte LAUDA die Anbindung der industriellen Umlaufkühler an die eigene LAUDA Cloud inklusive Datenvisualisierung über ein Tablet. Anwender werden so in die Lage versetzt, den Gerätestatus jederzeit ortsunabhängig zu überprüfen und auch Parameter direkt zu verändern.