
LAUDA Messestand mit Team analytica 2026 © Foto Besserer
Weltmarktführer steigert Kundenkontakte erneut
Die analytica 2026, Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, ist in München nach vier erfolgreichen Messetagen zu Ende gegangen. Mit 1.135 Ausstellern aus 40 Ländern bestätigte die internationale Fachmesse einmal mehr ihre Rolle als wichtigster Branchentreff. Für die LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG, Weltmarktführer für exakte Temperierung, war die analytica 2026 ein besonderer Auftritt: Das Familienunternehmen feiert das ganze Jahr sein 70-jähriges Jubiläum und trat mit dem klaren Anspruch an, die Öffentlichkeit zu begeistern. Die Rechnung ging auf: Die Kundenkontakte verzeichneten – auch angesichts geopolitisch bedingter Reiseeinschränkungen – ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Ein festlicher Abend mit internationalen Gästen rundete den Messeauftritt ab und unterstrich die enge Verbundenheit von LAUDA mit seinen Partnern.
Neue LAUDA Universa Gerätelinie und digitale Lösungen im Mittelpunkt
Unter dem Messemotto »LAUDA – The Home of Innovation. Since 1956« präsentierte der Temperierspezialist in Halle B1, Stand 504, sein Standkonzept rund um drei zentrale Themen: die neue modulare Gerätelinie LAUDA Universa, umfassende Digitalisierungslösungen sowie erweiterte Service-Angebote. Das Fachpublikum zeigte großes Interesse an der vollständig neu entwickelten Universa Gerätelinie, die erstmalig in allen drei Leistungsklassen – ECO, PRO und MAX – auf der analytica gezeigt wurde. Mit einem Temperaturbereich von -90 bis 300 °C, einer Temperaturkonstanz bis zu ±0,01 K sowie modularem Aufbau und natürlichen Kältemitteln setzt die Gerätelinie neue Maßstäbe für Flexibilität, Leistungsstärke und Nachhaltigkeit im Labor.
Viel Beachtung fand zudem die LAUDA Mobifreeze, die erste mobile, akkubetriebene Ultratiefkühltruhe der Welt, die einen netzunabhängigen Betrieb bis zu -86 °C ermöglicht und die Kühlkettenlogistik für temperatursensitive Substanzen grundlegend verändert.
Am Digitalisierungs-Podest des LAUDA Stands erlebten Besuchende live, wie die LAUDA Command App, die Cloudlösung LAUDA.LIVE Services und ein KI-gestützter Chat- und Sprachassistent die Gerätebedienung, Fernwartung und Serviceerreichbarkeit rund um die Uhr sicherstellen. Darüber hinaus beteiligte sich LAUDA an der Sondershow »Digitale Transformation« mit einer Kombination von Universa Badthermostaten, intelligenter Sensorik und einem Cobot-Roboterarm als vollintegrierter, automatisierter Laborworkflow.
»In unserem 70. Jubiläumsjahr stand für uns auf der analytica eines im Vordergrund: nah bei unseren Kaufenden zu sein, sie mit unseren Lösungen zu begeistern und echten Mehrwert zu schaffen. Die starke Resonanz auf unsere Universa Gerätelinie, die digitalen Lösungen und unsere Service-Innovationen bestätigt uns darin, dass wir in Zukunft hier noch mehr Fahrt aufnehmen«, resümiert Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von LAUDA und zusätzlich Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Messe. »Die analytica als Weltleitmesse ist dafür der ideale Rahmen – und motiviert uns, die Entwicklung präziser Temperiertechnik mutig voranzutreiben.«
Presse-Get-Together am LAUDA Stand
Für Vertretende der Fachmedien fand erneut ein Presse-Get-Together am LAUDA Stand statt. Geschäftsführung und Produktmarketing führten die Pressevertretenden durch den Messestand, stellten die Innovationen vor und standen für Fragen zur Verfügung.
Nach der analytica setzt LAUDA sein aktives Messejahr nahtlos fort: Ab April ist das Unternehmen auf insgesamt 13 weiteren Fachmessen als Aussteller vertreten – darunter die Hannover Messe, die Battery Show in Stuttgart, die Automotive Testing Expo ebenfalls in Stuttgart sowie Lab Supply Veranstaltungen an verschiedenen Standorten deutschlandweit. Die Messepräsenzen bieten LAUDA die Gelegenheit, seine Innovationen einem breiten Fachpublikum aus weiteren Branchen und Anwendungsfeldern vorzustellen und den Dialog mit Kunden und Partnern kontinuierlich zu vertiefen.

Der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Gunther Wobser (Mitte) empfing zusammen mit Dr. Mario Englert und Dr. Marc Stricker die Verantwortlichen der LAUDA Auslandsgesellschaften zum ersten World Jour Fixe des Jahres am Hauptsitz in Lauda-Königshofen. Zu dem jährlichen Strategiemeeting kommen die Geschäftsführenden der weltweiten Tochtergesellschaften gemeinsam mit dem LAUDA Führungskreis zusammen. © LAUDA
LAUDA Führungsteam startet Strategieprozess beim World Jour Fixe 2026
Das internationale Führungsteam von LAUDA traf sich vom 18. bis 20. März 2026 zum World Jour Fixe am Hauptsitz in Lauda-Königshofen. Die Geschäftsführer der weltweiten Tochtergesellschaften kamen erstmals auch im Frühjahr mit dem Führungskreis der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG zusammen – kurz nach dem 70-jährigen Unternehmensjubiläum und unmittelbar vor der Fachmesse analytica in München.
Im Mittelpunkt des dreitägigen Strategiemeetings stand neben dem allgemeinen Austausch die Entwicklung konkreter Zukunftsszenarien sowie die Weiterentwicklung der unternehmensweiten ›Objectives and Key Results‹ (OKR). In funktionsübergreifenden Arbeitssessions zu Vertrieb, Produktion und den unterstützenden Funktionen Finanzen, Personal und IT erarbeiteten die Teilnehmenden Szenarien und Maßnahmen, die den Erfolgskurs von LAUDA in den kommenden Jahren sichern sollen.
»Der World Jour Fixe hat eindrucksvoll bestätigt, dass wir als Führungskreis geeint und entschlossen sind, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen«, betont der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Gunther Wobser. »Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele beim Umsatz und Auftragseingang zu erreichen – und durch das Gewinnen neuer Großprojekte idealerweise sogar zu übertreffen.«
Der Standort Lauda-Königshofen bot dabei mehr als nur den organisatorischen Rahmen: Als Hauptsitz des Familienunternehmens steht er für die Wurzeln von LAUDA und war in diesem Jubiläumsjahr der zentrale Ausgangspunkt, um den Blick gemeinsam nach vorn zu richten. Ein Eröffnungsabend im »REBgut« sowie ein gemeinsames Abendessen in Markelsheim mit anschließendem Bowlingturnier stärkten den Teamgeist.
Die erarbeiteten Szenarien und Maßnahmen werden in den kommenden Monaten weiter konkretisiert, um den Wachstumskurs von LAUDA als Weltmarktführer für exakte Temperierung konsequent fortzusetzen.

LAUDA präsentiert die neue Universa Gerätelinie und digitale Innovationen
Die LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen und präsentiert sich auf der analytica 2026 als Weltmarktführer für exakte Temperierlösungen. Unter dem Messemotto „LAUDA – The Home of Innovation. Since 1956" zeigt das Familienunternehmen vom 24. bis 27. März in München sein modernes Standkonzept mit drei zentralen Themen: die neue modulare Gerätelinie LAUDA Universa, umfassende Digitalisierungslösungen für das Labor der Zukunft sowie neue Service-Angebote für maximale Verfügbarkeit und Betriebssicherheit.
Universa im Zentrum – Modular, nachhaltig, digital und leistungsstark
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die LAUDA Universa Gerätelinie, eine komplett neu entwickelte Generation innovativer Bad- und Umwälzthermostate. Die zukunftsweisenden Geräte vereinen fortschrittliche Technologie mit umweltfreundlicher Kältetechnik und bieten hoch flexible Lösungen für zahlreiche wichtige Anwendungen.
LAUDA präsentiert auf der analytica erstmalig alle drei Leistungsklassen der Universa Gerätelinie. Den Anfang macht Universa ECO U 8 E als kosteneffizientes Einstiegsgerät mit 8-L-Bad. Universa PRO wird sowohl als Einhängethermostat als auch als U 420 P mit 4-L-Bad für vielseitige Standardanwendungen gezeigt. Für anspruchsvolle Anwendungen können Universa MAX U 845 M mit 8-L-Bad sowie Universa MAX U 2040 M mit Kalibriereinsatz und 20-L-Bad in Aktion erlebt werden.
Die Gerätelinie basiert auf vier zentralen Säulen: Individualisierbarkeit, Leistungsstärke, Konnektivität und Nachhaltigkeit. Dank des modularen Aufbaus können Bäder, Kontrollköpfe und Kälteaggregate flexibel kombiniert und auch nachträglich erweitert werden. Mit einem Temperaturbereich von -90 bis 300 °C, einer Temperaturkonstanz bis zu ±0,01 K sowie Heizleistungen bis zu 3,6 kW und Kälteleistungen bis zu 1,6 kW eignen sich die Universa Thermostate für zahlreiche Anwendungen in Forschung, Wissenschaft und Industrie.
»Die LAUDA Universa Gerätelinie steht in der stolzen Tradition des ersten Universalthermostaten der Welt, den mein Großvater und Firmengründer Dr. Rudolf Wobser bereits 1949 entwickelte«, so Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter bei LAUDA. »Mit der neuen Universa Generation transportieren wir diese Innovation in die Gegenwart und prägen erneut das Temperieren der Zukunft.«
Digitalisierung großgeschrieben – Von der Command App bis zur KI-Readiness
Digitalisierung ist bei LAUDA integraler Bestandteil der Produktentwicklung und Unternehmensstrategie. Am Digitalisierungs-Podest am LAUDA Stand erleben Besuchende die umfassenden digitalen Lösungen des Unternehmens live.
Alle Universa Thermostate sind serienmäßig mit USB-, Ethernet- und sogar Wi-Fi-Schnittstellen ausgestattet und lassen sich problemlos in bestehende Laborsysteme integrieren. Über die LAUDA Command App können die Geräte kabellos mit Smartphone, Tablet oder PC ferngesteuert werden. Temperaturverläufe lassen sich analysieren, Programme verwalten und Geräteeinstellungen bequem anpassen – unabhängig vom Standort.
Die Varianten Universa PRO und MAX können zudem mit bis zu elf verschiedenen Schnittstellenmodulen erweitert werden – von analog über EtherCAT bis OPC/UA. Durch die Anbindung an die Cloudlösung LAUDA.LIVE Services sind Fernwartung, Monitoring und Datenerfassung für eine gesteigerte Betriebssicherheit umsetzbar. Die zukunftssichere Architektur macht die Geräte bereit für KI-gestützte Optimierungen, an denen LAUDA bereits heute in universitären Partnerschaften forscht und entwickelt.
Sondershow Digitale Transformation – Automatisierte Temperierprozesse mit Cobot-Integration
LAUDA beteiligt sich zudem an der Sondershow Digitale Transformation in Halle B2, Stand 331. Dort wird eine Kombination aus LAUDA Universa Badthermostaten, amensio Sens'O'Spheres-Sensor und dem UR5e Cobot Roboterarm vorgestellt. Diese intelligente Laborautomatisierung ermöglicht die direkte Kerntemperaturmessung in der Probe und die dadurch ausgelöste, automatisierte Weiterverarbeitung. Durch das Zusammenspiel aus intelligenter Sensorik, hochpräziser Temperierung und automatisierter Handhabung entsteht ein vollintegrierter Workflow mit reproduzierbaren Ergebnissen bei minimalem Personaleinsatz. Die komfortable digitale Bedienung erfolgt über die LAUDA Command Professional App mit Echtzeitmonitoring via LAUDA.LIVE.
Service neu gedacht – Chat- und Sprach-KI sorgt für Erreichbarkeit rund um die Uhr
LAUDA erweitert sein Service-Portfolio um innovative Lösungen, die die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit für Kunden weiter erhöhen. Mit einem KI-gestützten Chat- und Sprachassistenten zeigt das Unternehmen eine Lösung, die Service-Erreichbarkeit auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten absichert. Trainiert auf die LAUDA Gerätelinien Universa, Integral, Variocool und PRO, kann der Assistent Fragen zur Handhabung, Fehlerbehebung und zu technischen Daten beantworten.
Highlights aus dem LAUDA Portfolio – Zum ersten Mal komplett mit natürlichen Kältemitteln
Neben den drei Hauptthemen präsentiert LAUDA zusätzliche Innovationen und bewährte Lösungen. Besondere Aufmerksamkeit verdient LAUDA Mobifreeze, die erste mobile, akkubetriebene Ultratiefkühltruhe der Welt. Die aktiv gekühlte Truhe ermöglicht einen netzunabhängigen Betrieb von bis zu 4 h und bis zu -86 °C und revolutioniert die Kühlkettenlogistik für temperatursensitive Substanzen – ganz ohne Trockeneis oder Phase Change Materials (PCM).
Aus dem umfassenden Portfolio von LAUDA werden zudem Geräte der Linien Puridest, Hydro, PRO und LOOP ausgestellt. Erstmalig sind alle ausgestellten Alpha und Microcool sowie Integral und Variocool Geräte auf natürliche Kältemittel umgestellt, sodass alle Thermostaten für gegenwärtige und künftige Nachhaltigkeitsanforderungen gerüstet sind.
»In unserem 70. Jahr blicken wir stolz auf eine erfolgreiche Geschichte zurück und gestalten aktiv die Zukunft der Temperiertechnik«, betont Dr. Gunther Wobser. »Mit Universa, den digitalen Lösungen und erweiterten Service-Angeboten beweisen wir auf der analytica, wie Innovation, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung zusammenwirken – getreu unserem Motto: ›Mit exakten Temperaturen gemeinsam die Welt verbessern‹.«
LAUDA präsentiert seine Innovationen auf der analytica 2026 vom 24. bis 27. März in München, Halle B1, Stand 504. Die Teilnahme an der Sondershow Digitale Transformation erfolgt in Halle B2, Stand 331.
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Die neue LAUDA Universa Gerätelinie vereint modularen Aufbau, Leistungsstärke, umfassende Konnektivität und Nachhaltigkeit – für das Labor der Zukunft. © LAUDA
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Digitale Transformation bei LAUDA: Von der Command App über LAUDA.LIVE bis zur Cobot-Integration – präzise Temperierung trifft intelligente Automatisierung. © LAUDA
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LAUDA Mobifreeze revolutioniert die Kühlkettenlogistik mit mobilem, akkubetriebenem Ultratiefkühlen bis -86 °C. © LAUDA

Elmar Mohr (Mitte) wurde für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit bei LAUDA vom Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Gunther Wobser (rechts) geehrt. Es gratulierten (v.l.n.r.) Dr. Mario Englert (CFO), Uwe Stastny (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender), Dr. med. Sabine Möhrlein, Bürgermeister Dr. Lukas Braun (Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen) und Dr. Marc Stricker (COO). © LAUDA
Jahrzehntelanges Engagement beim Weltmarktführer
Die LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG ehrte in einer Feierstunde das 40-jährige Betriebsjubiläum von Elmar Mohr. Im Beisein des Führungskreises, der Geschäftsführung sowie einiger Ehrengäste wurde der langjährige Betriebsratsvorsitzende für sein außergewöhnliches Engagement und seine Treue zum Familienunternehmen gewürdigt.
Elmar Mohr begann seine berufliche Laufbahn bei LAUDA am 27. Januar 1986 in der Großkälte. Der ausgebildete Werkzeugmacher wechselte nur ein Jahr später in den Werkzeugbau und Versuchsbau der Entwicklungsabteilung, wo er über zwei Jahrzehnte seine handwerkliche Expertise einbrachte. Seit März 2010 ist er als Betriebsratsvorsitzender tätig und prägt seitdem die Zusammenarbeit zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft. Neben seiner Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender war er von 1995 bis Dezember 2017 Mitglied im Redaktionsteam der Firmenzeitschrift »WIR bei LAUDA«.
Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter, würdigte in seiner Laudatio die besonderen Verdienste des Jubilars: »Elmar Mohr vereint handwerkliches Können mit ausgezeichnetem betriebswirtschaftlichem Verständnis. Seine Kreativität und Vielseitigkeit machen ihn zu einem geschätzten Gesprächspartner mit der Geschäftsführung. In Verhandlungen überzeugt er durch Lösungswillen, bleibt dabei stets ruhig und sachlich, zeigt aber auch die nötige Bestimmtheit sowie Rückgrat. Auch nach seinem baldigen Ausscheiden wünsche ich mir, weiterhin im Dialog mit ihm zu bleiben.« In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste erhielt Elmar Mohr die LAUDA Ehrenurkunde.
Als Betriebsratsvorsitzender begleitete Mohr das Unternehmen durch wechselvolle Zeiten und trug entscheidend zum konstruktiven Miteinander bei. »Die Tradition des Werkzeugmachers ist mir wichtig geblieben«, betonte Mohr in seiner Dankesrede. »Diese handwerkliche Präzision habe ich auch in meine Arbeit als Betriebsratsvorsitzender eingebracht.«
Dr. Lukas Braun, Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen, richtete die Glückwünsche der Stadt sowie des Ministerpräsidenten an den Jubilar. Er hob hervor, dass Elmar Mohr gelebte Sozialpartnerschaft verkörpere und seine konstruktive Arbeit wesentlich zum guten Betriebsklima bei LAUDA beigetragen habe. Dies stärke nicht nur das Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Lauda-Königshofen, sondern die gesamte Region. Der Bürgermeister überreichte ein Weinpräsent sowie die Urkunde des Landes Baden-Württemberg.
Uwe Stastny, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, sprach im Namen der Belegschaft und würdigte die gemeinsame Arbeit im Gremium. Er betonte, dass Elmar Mohr den Betriebsrat über 16 Jahre mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein geführt habe. Seine kontinuierliche Weiterbildung und sein Engagement für die Belegschaft hätten Maßstäbe gesetzt.
Für Elmar Mohr beginnt am 1. April 2026 die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Der passionierte Tischtennisspieler und Radfahrer wird dann mehr Zeit für seine Hobbys haben.

Muleta, Werkverzeichnis 16072 © Edith Hultzsch
Edith Hultzsch – Meisterin des Augenblicks: Wiederentdeckung einer vergessenen Künstlerin in der LAUDA FabrikGalerie
Die FabrikGalerie der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG lädt zur Eröffnung der Ausstellung ›Kairos‹ mit Werken der Künstlerin Edith Hultzsch ein. Sie bildet die zweite Kunstveranstaltung der Reihe ›Art After Work‹ im 70. Jubiläumsjahr von LAUDA und präsentiert einen umfassenden Querschnitt durch das Schaffen der 1908 in Berlin geborenen und 2006 verstorbenen Malerin. Die Vernissage findet am Mittwoch, den 8. April 2026 um 17:00 Uhr statt. Dr. Günter Hultzsch, Großneffe der Künstlerin und Verwalter des Nachlasses, wird bei der Eröffnung anwesend sein. Die Ausstellung ist bis 27. Mai 2026 zu sehen.
Edith Hultzsch studierte von 1930 bis 1932 an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg, eine von Bruno Paul gegründete, durch das Bauhaus inspirierte Kunsthochschule, bei den bedeutenden Künstlern Emil Orlik und Hans Meid. Sie gehörte von 1940 bis 1954 dem Verein der Berliner Künstlerinnen an, dem ältesten heute noch existierenden Zusammenschluss bildender Künstlerinnen in Deutschland, in dem unter anderem Käthe Kollwitz als Lehrerin wirkte und Paula Modersohn-Becker Schülerin war. Nach dem Krieg lebte Hultzsch zunächst in Minden, wo sie Malunterricht gab, ab 1952 dann in Düsseldorf, wo sie bis 1995 ihr Atelier führte. Sie hatte eine Dozentur für figürliches Zeichnen an der Volkshochschule Düsseldorf und lehrte von 1963 bis 1965 an der Düsseldorfer Werkkunstschule.
Ihr Werk wurde zu Lebzeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt: in Galerien, Kunstvereinen, Museen und Instituten in Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Argentinien. Eine besondere Auszeichnung erhielt sie 1981, als sie als erste nichtspanische Künstlerin den Plakatwettbewerb zur Fiesta Sanfermin in Pamplona gewann. Von 1967 bis 1972 tourte eine große Wanderausstellung unter dem Titel ›Taureaux‹ durch 25 Städte. 1974 drehte das Westdeutsche Fernsehen ein Porträt über ihre Arbeit.
Der Ausstellungstitel ›Kairos‹ bezieht sich auf den griechischen Gott des günstigen Augenblicks, des rechten Zeitpunkts – und trifft damit den Kern von Hultzschs künstlerischem Schaffen. »Mein Anliegen ist die Darstellung von Bewegung«, beschrieb die Künstlerin selbst ihr zentrales Thema. Ihre Tuschpinselzeichnungen in Schwarzweiß, Gouachen auf Papier und Ölbilder auf Leinwand zeigen Sport, Tanz und vor allem den Stierkampf. Es ist der flüchtige Augenblick, den sie meisterlich und mit großer stilistischer Originalität einzufangen weiß. Die Pinselzeichnungen entstanden direkt in den Sportstätten, beim Tanz oder in der Stierkampfarena – ohne spätere Nacharbeit oder Korrektur im Atelier. »Ich konnte dem Zwang zu skizzieren nie widerstehen«, charakterisierte Hultzsch 1984 ihren Schaffensprozess.
Studienreisen führten die Künstlerin 1955 und 1957 in den Vorderen Orient und später alljährlich nach Südfrankreich in die Camargue sowie nach Spanien und Portugal – der Stiere, des Stierkampfs und der Pferde wegen. Sei es beim Bogenschießen, Fußball, Tennis, Polo, Basketball oder Fechtsport, beim Tanz oder in der Stierkampfarena – Edith Hultzsch gelang es, jede schnelle Aktion, jeden typischen Bewegungsablauf in ein charakteristisches Bild zu fassen. Dabei ging es ihr darum, »das, was Bewegung ausmacht, auf das Wesentliche zu reduzieren«. Diese eindrucksvolle Unmittelbarkeit macht die besondere Qualität ihrer Arbeiten aus.
Neben der Malerei entstanden zahlreiche Entwürfe für die Architektur. Neunzehn Projekte wurden realisiert, darunter Glas- und Betonglasfenster, Wandgestaltungen, Mosaiken, Plastiken und Brunnen für die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen. Diese Arbeiten erhielten verschiedene Preise bei Kunst am Bau-Wettbewerben. Ihre Werke befinden sich heute im Besitz der Bundesregierung und des Landes Nordrhein-Westfalen, im Besitz mehrerer Städte sowie in Museums- und Privatbesitz des In- und Auslandes.
Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie bietet die Gelegenheit, das fast vergessene Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin wiederzuentdecken und die Meisterin des Kairos in ihrer ganzen künstlerischen Vielfalt kennenzulernen.
Die Ausstellungseröffnung am 8. April 2026 ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, wir freuen uns über zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Anzahl der Teilnehmenden an der Eröffnung aus Platzgründen begrenzt ist, daher bitten wir um vorherige Anmeldung.