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Rudolf Kurz
Rätselhaftes wird zum Geheimnisvollen
01.10.2005 - 30.11.2005
Die Doppelausstellung von Rudolf Kurz im Caritas Krankenhaus in Bad Mergentheim und in der FabrikGalerie ist kein Leichtgewicht. Die Ausstellung "Bilder, Plastik und Skulpturen" von Rudolf Kurz setzt Offenheit und die Bereitschaft voraus, sich mit ernsten Themen zu beschäftigen. Der 1952 in Ellwangen geborene Künstler Rudolf Kurz ist ein klassischer Bildhauer und hat im künstlerischen Umfeld keinen leichten Stand. Auf der Traditionslinie von Michelangelo-Rodin-Hrdlicka fühlt sich auch Kurz der gerechten Behandlung des Materials verpflichtet. Dabei begegnet man in seinen Ausstellungen Sandstein, Marmor und Basalt im Zusammenklang mit Metall-Stahl und Bronce.
Die Auseinandersetzung des Künstlers mit christlichen Motiven führte dazu, einen Teil der Ausstellung in einem konfessionellen Krankenhaus zu etablieren. Mit den Themen "Körper – Kreuzträger, der Mensch in seinen Zwängen und Leiden" wolle man das Krankenhauspublikum, also Leidende, Begleitende oder Behandelnde mit kritischen Situationen und Krankheiten konfrontieren, um in der Betrachtung der künstlerischen Arbeiten Trost und Lichtblicke zu finden.
Die in der FabrikGalerie ausgestellten Bilder und Skulpturen von Rudolf Kurz sind eine hervorragende Ergänzung zu den Ausstellungstücken im Caritas-Krankenhaus, wobei die variantenreichen "Lichtstücke" in Form von Bildern und die "Torsi" in den gezeigten Skulpturen ein intensives Betrachten erfordern um ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen und die "Verästelungen" zu lösen. Mit seinem Tun stemmt sich Rudolf Kurz gegen die Welt der schnellen Bilder, von denen wir heute täglich umgeben sind. Er will nicht konkret werden. Er lässt uns auch Rätsel und das Rätselhafte wird zum Geheimnisvollen.
Viele seiner Werke sind auf öffentlichen Plätzen und in vielen Kirchen im Südwesten sowie auch in Rom
(Hauskapelle von Kardinal Dr. Kaspar und Collegium Germanicum), aber auch in der Kirche in Schrozberg und in der Krankenhauskapelle in der Virngrundklinik Ellwangen zu besichtigen. Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie DR. R. WOBSER, Pfarrstraße 41-43 ist während der Geschäftszeiten noch bis Ende November 2005 zu besichtigen.
Foto: Hammer/Tauberzeitung
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