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Paul Swiridoff

Meisterportraits "Gesichter einer Epoche"

01.07.2005 - 15.08.2005

In Zusammenarbeit mit dem Museum Würth ist ein Teil der exzellenten Portraitausstellung "Gesichter einer Epoche" von Paul Swiridoff in der LAUDA FabrikGalerie für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Paul Swiridoff wurde 1914 im Wladikawkas/Kaukasus geboren. In den Jahren 1934 bis 1940 lebte er in Berlin, war von 1940 zehn Jahre in Ludwigsburg ansässig und siedelte 1950 nach Schwäbisch Hall über, wo er bis 1980 ein eigenes Fotostudio betrieb. Swiridoff war unter anderem von 1971 bis 1991 Chefredakteur und Herausgeber der Firmenzeitung “Würth report” des weltweit agierenden Würth-Konzerns, eine Tätigkeit, die ihn sowohl als Fotograf wie als Journalist, die Würth-Welt erkundend, um den Globus führte. Im Jahr 2002 stirbt Paul Swiridoff in Schwäbisch Hall. Am Anfang seiner Karriere ging es um Landschaften und Städtebilder, dann kamen die ersten Portraits, die ihn berühmt machten, und nach langer Pause hatte er den Ehrgeiz, für die Hälfte des letzten Jahrhunderts in den Gesichtern der führenden Persönlichkeiten das Wesen der Zeit zu erspüren. Sein Buch “Gesichter einer Epoche”, könnte als letztes Kapitel und als Brücke zwischen einer zur Legende gewordenen Nachkriegszeit und der Welt am Ende des letzten Jahrhunderts verstanden werden. Mit diesem 50. Bildband hat Swiridoff eine Zeitspanne von 50 Jahren als Ergebnis seiner leidenschaftlichen Suche nach den Rätseln in den Gesichtern seiner Zeitgenossen festgehalten. Im letzten Absatz seines Vorwortes ”Marginalien zu meinen Begegnungen in fünf Jahrzehnten” schreibt Swiridoff: Vielleicht ist dieses Buch auch deswegen ungewöhnlich, weil sich in diesen Gesichtern Menschliches, Allzumenschliches und Ewigmenschliches über Jahrzehnte hinweg, vom gleichen Autor sichtbar gemacht, spiegeln. Eine stumme Aufforderung, in den Gesichtern zu lesen. Eine irdische Schöfung erweckt zuletzt doch ein tieferes, menschliches Interesse und eine größere Verzauberung als die Schöfpung selbst. Oft spricht er von der Landschaft, die das menschliche Antlitz darstellt. Wer seine Portraits betrachtet wird ihm Recht geben: Niemand kam umhin, bei der Betrachtung von Adenauers Abbild an eine uralte schrundige Gebirgslandschaft zu denken. Swiridoff sagte: “Nirgends manifestiert sich das Wunder der Schöpfung des Menschseins ergreifender als in der Landschaft des menschlichen Gesichtes.” Es ist faszinierend, am Ende dieses Jahrhunderts den Blick zurückzuwerfen auf einige Köpfe, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben. Wer zunächst vermisst, dass keine Kategorien gebildet wurden – also Politiker, Künstler, Intellektuelle-, dem wird nach der Betrachtung der Ausstellung klar geworden sein, dass dies gar nicht möglich ist. Die hochinteressante Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist während der Geschäftszeiten noch bis Anfang August 2005 zu besichtigen. Das Foto zeigt den Meisterfotografen Paul Swiridoff hinter seiner beliebten Rolleifex-Camera. Das Swiridoff-Protrait wurde am 3. Mai 2001 von Jürgen Weller Fotografie in Schwäbisch Hall aufgenommen.

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