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Eva Okrslar

Virtuose transparent zarte Farbspiele

01.06.2004 - 01.07.2004

Seit Anfang Juni 2004 sind in der LAUDA FabrikGalerie über zwei Dutzend Bilder von der 1952 in Würzburg geborenen Eva Okrslar-Benninger ausgestellt. Eva Okrslar absolvierte von 1968 bis 1971 an der ehemaligen Würzburger Werkkunstschule ihr Studium bei dem Maler Wolfgang Lenz und war danach als Kunstpädagogin tätig. Nach längerem Aufenthalt in Slowenien lebt und arbeitet sie heute als freischaffende Künstlerin im oberbayerischen Ohlstadt bei Murnau am Staffelsee. Das künstlerische Werk der Malerin Eva Okrslar – Ölbilder, Hinterglasbilder, Objekte – lädt den Betrachter dazu ein, sich Zeit zu nehmen, einzutauchen in ein ungewöhnliches visuelles Angebot. Virtuos beherrscht die Malerin transparente, zarte Farbenspiele wie auch expressive Farbenklänge. Geordnete Strukturen, Ausgewogenheit, Symmetrie, eine zuweilen ornamentale Komposition sind allen Bildwerken der Malerin zu Eigen. Es ist eine abstrakte Malerei im eigentlichen Sinne. Immer wieder wird der Betrachter auf identifizierbare Motive und Sujets verwiesen, die allerdings nicht abgebildet werden, sondern auf weitere Bedeutungsebenen verweisen. Es ist ein Naturalismus des Transzendenten, des Phantastischen, der Eva Okrslar mit den Surrealisten verbindet. Oder anders ausgedrückt: die Suche nach den vielfältigen Erscheinungsformen unsichtbarer Welten, die Absicht, dem Formlosen Gestalt zu geben. Scheinbar Geringes, einfache Formen des Lebens, Wimperntierchen, Moose mit all den ihnen immanenten Möglichkeiten des Werdens und Vergehens finden Eingang in die Bilderwelt der Malerin. Gerade die mythischen und spirituellen Ikonen uralter Frömmigkeit sind wichtige Sujets der Malerin. Jede Biographie hinterlässt Spuren im Oeuvre eines Künstlers. So setzt sich auch Eva Okrslar mit der sie umgebenden Kulturlandschaft kreativ auseinander. Gleichzeitig ist sie eine sensible Sammlerin zeitgenössischer Volkskunst, deren Motive immer wieder in das künstlerische Werk einfließen. Die magische Kraft der ausgestellten Hinterglasbilder kommt dem Gestaltungswillen der Künstlerin entgegen. Diese anspruchsvolle Technik ist nicht zuletzt ein Reflex auf den Lebensraum Murnau, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon Künstler wie Kandinsky und Gabriele Münter zum Experimentieren mit der Hinterglasmalerei angeregt hat. Unser Foto zeigt die Künstlerin Eva Okrslar (rechts außen) mit interessierten Besuchern vor dem Bild mit dem Titel "Opfer" gemalt in der Technik Öl auf Leinwand aus dem Jahre 2000.

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