|
|
|
Unternehmen > Identität >> FabrikGalerie
|
|
Sigrid Müller
"Acryl-Collagen"
01.04.2000 - 31.05.2000
Ihre Liebe zum Malen entdeckte Sigrid Müller erst in dem Alter, in dem Schwaben angeblich "erst gescheit" werden. Nach mehreren Kursen an privaten Kunstakademien schwingt die Autodidaktin aus Heilbronn-Biberach nunmehr seit zehn Jahren den Pinsel. Ihre Aquarelle und Acryl-Collagen sind klar, von überraschender Vielfalt und eindrucksvoller Aussagekraft.
Sigrid Müller hatte schon einen ziemlich erfüllten Lebens-abschnitt hinter sich, ehe sie zur Malerei kam. Die gelernte Industrie-Kauffrau und Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern war dreizehn Jahre lang halbtags am Therapeutikum für psychisch Kranke in Heilbronn-Sontheim beschäftigt. Zuerst in der Verwaltung, später im therapeutischen Einsatz. Das hat sie geprägt. Bereits damals, Mitte der achtziger Jahre, suchte sie einen Weg, "etwas zu schaffen, an dem Menschen ihre Freude haben". Sigrid Müller ist eine, die zupackt, Dinge angeht. Genauso hat sie auch die Welt der Farben, Motive und Darstellungsweisen für sich erschlossen. Konsequent und zielstrebig – sehr zum Erstaunen ihres familiären Umfeldes, aber auch zu deren Freude und Begeisterung.
Bei einem Aufenthalt in Oberammergau im Jahre 1988 lernte sie im Aufzug einen Maler kennen. Zusammen mit zwei anderen bereitete dieser gerade eine Ausstellung in dem bayerischen Kurort vor. Er ermutigte sie, es doch auch einmal zu probieren und lieh ihr sogar seine Malutensilien aus. Von da an war sie infiziert. Der Virus hieß moderne Malerei und hatte sie gründlich befallen. Wieder zu Hause besuchte sie die angebotenen Volkshochschulkurse für Aquarell-Technik und musste feststellen, dass Landschaften und Blumenmotive nichts für sie sind.
An einer privaten Kunstschule im Schwarzwald fand sie schließlich, was sie suchte: Kurse für moderne Aquarell-Malerei. Die Spätberufene entpuppte sich als eifrige und talentierte Schülerin. Sie tauchte ein in die Welt des Malens, verbrachte Stunde um Stunde, oft bis weit nach Mitternacht, an der Staffelei und tobte sich aus mit Pinsel und Farbe. Eines jedoch hatte sie sich damals noch nicht ausgemalt: dass binnen weniger Jahre ihre Bilder die Wände von Industriebetrieben, Arztpraxen, Restaurants, Banken und Gemeindehäusern zieren würden.
In den letzten Jahren hat sich Sigrid Müller hauptsächlich mit dem Thema Acryl-Collagen befasst. Collagen sind plastisch, oft lebendiger und bieten vielfältige Möglichkeiten der Darstellung. Das entspricht ihrer Intention. Sie meint: "Ich möchte, dass meine Bilder bewegt sind und durch ihre Spontaneität den Betrachter individuell ansprechen". Hässliche oder bedrückende Motive sind nicht ihre Sache. Sie tendiert eher dazu, sich die Welt schön zu malen. Trotzdem bleibt sie mit ihren Bildern nicht an der Oberfläche. Offenheit, Träume und menschliche Beziehungen – all das ist in ihren Bildern zu entdecken.
Weitere Informationen: www.sigrid-mueller.de
< zurück
|

|