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Prof. Adam Lude Döring - bedeutendster figurativer Künstler in unserer Zeit
“Menschenbilder” - Doppelausstellung im Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim und in der FabrikGalerie
07.02.2003 - 31.03.2003
In der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER ist in den Monaten Februar und März 2003 ein repräsentativer Querschnitt des vielseitigen Schaffens von Adam Lude Döring ausgestellt. In arbeitsreichen Jahrzehnten ging Lude Döring seinen Weg, der in Sachsen begann und nach dem Krieg und entbehrungsreichen Anfängen im Westen konsequent zur künstlerischen Selbstfindung und Befreiung fand. Lude Döring lebt und arbeitet seit 1978 in Sachsenheim-Häfnerhaslach nahe Bietigheim-Bissingen. Neben erfolgreichen Ausstellungen in Stuttgart und der Region hatte der Künstler auch Ausstellungen in Berlin, München und Paris.
Das Markenzeichen Lude Dörings sind seine Hundertfeldkompositionen; Der Bildfläche wird systematisch ein Raster unterlegt, das aus 100 gleichmäßigen Quadraten besteht. Auf diesem geteilten Feld vollzieht sich spontan das Spiel der Linien, Figuren, Formen und Farben. Einzelne Leitmotive sind Frakmente, Figuren, Hände, Gesichter, Profile, Finger, Gesten, Gelenke werden geometrisch gegliedert und verschränkt durch Segmente, Kurven, Raster, Gitter, Netze, Streifen, Stäbe, Schrägen, Instrumente, Accessoires, Assoziationen, die zur Methamorphose beitragen. Momentane Augenblicksskizzen aus Ballettsaal, Alltag, Spiel und Sport gehören zu den Kostbarkeiten dieser schwerelosen und doch gesetzmäßigen Kunst.
Adam Lude Döring hat in den sechziger Jahren mit Köpfen angefangen und er hat das Thema beibehalten, obwohl ihn ein alter Kunstprofessor davon abhalten wollte: “Das wird doch nichts”. Immer gerieten die Augen und die Augenbrauen zu groß. “Schuld” daran war wohl auch Picasso. Die von innen heraus entstehende Form ist für ihn das Stabile, nicht die Farbe. Und dennoch halten auch die meist klaren Farben die Bilder zusammen, der charakteristische Dreiklang gelb-schwarz-rot etwa oder das durchscheinende, typische Blau. In der Quadratform ist alles möglich. Da stößt die lebendige Linie an die geometrische Form und der Künstler beobachtet, wer mehr Macht hat. So wird aus der Geometrie Poesie. Das Formale des Bildaufbaues, ist eine Folge der Arbeit, nicht ihre Voraussetzung. Von außen, sagt der Künstler, könne er nichts aufbauen. “Ich arbeite von innen heraus. Wenn ich formal arbeite, werde ich schlecht”. Die hochinteressante Doppelausstellung ist im Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim und in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER zeitgleich zu sehen.
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