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Ausstellungswechsel in der FabrikGalerie LAUDA:  Eine Foto-Ausstellung - die vierte im Reigen der reichen Palette verschiedenster (insgesamt 129) Ausstellungen seit Bestehen der von Dr. Gerhard Wobser begründeten FabrikGalerie -  zeigt eine ungewohnte Sicht auf Alltägliches und Morbides, auf abgeplatzte Fassadenfarbe, auf verrottende Oberflächen und ihre für "normale" Augen verborgene Schönheit und ihren Zauber.

Eine weite Reise, stellt Dr. Gunther Wobser bei der Eröffnung der Ausstellung anerkennend fest, habe der Fotokünstler Ralf Claußen von Hamburg nach Lauda angetreten, um hier seine Werke zu präsentieren; alte seit Jahrzehnten bestehende Verbindungen zwischen dem Firmenchef und  dem Künstler wurden hier zu beiderseitiger Freude erfolgreich reaktiviert. Im Gespräch verriet Claußen außerdem, wie sehr er sich über den passenden Start seiner Präsentation zum Sommeranfang gefreut habe. Ein Zitat aus Claußens Vita kennzeichnet seine außergewöhnliche Kunst: "Der passende Augenblick und der richtige Blickwinkel sind die Quelle für Ralf Claußen´s Inspiration und Wahrnehmung. Ob schnelle, flüchtige Szenen oder scheinbar unauffällige Details, es sind Momente, in denen sein inneres Auge und sein geschulter Blick zu einem Motiv verschmelzen."

"Summertime" - ein Titel zum Träumen? Der Betrachter kann vor allem beim Anblick der Serie "Legs in the City" oder den "Moving Moments" sehr wohl ins Träumen geraten; die verwischten Konturen in leuchtenden Farben vermitteln den Eindruck wunderschöner Gemälde. In der Serie "Follow me" ist es der Kontrast von standfesten Männerbeinen und den grazilen Beinen der Dame, der auch (oder gerade?) in der Unschärfe fasziniert. Was die Fotokunst von Ralf Claußen über den geschulten Blick hinaus so einmalig macht, ist der Verzicht auf jegliche Nachbearbeitung, die Wiedergabe der spontan eingefangenen Momente im Original.

In seiner Laudatio stellte Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, die grundsätzliche Frage: "Was ist eigentlich Fotografie?" - und er fand die einfache Lösung in der einschlägigen Literatur: "Fotografie ist die Wiedergabe von sichtbar Vorhandenem" - Punkt. Aus drei der von ihm festgestellten Kategorien - des "dokumentarischen Fotos", des "inszenierten Bildes" und des "schönen Bildes" - sieht er Claußen "in der Kategorie 'Schönes Bild' zuhause. Bei der Suche nach immer neuen Motiven, sagt Gleich, wird der Fotograf zum "Bildmacher". Er sucht und findet seine Motive in der Natur, in der Landschaft, in der Architektur und Technik, und auch rein zufällig, fast täglich, auf der Fahrt zur und nach der Arbeit. So weit Norbert Gleich.

Besucher können bis zum 21. Juli nach Anmeldung (E-mail: fabrikgalerie@lauda.de oder Telefon 09343/503-0) die Ausstellung erleben. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr.

"schön und gut" steht als Titel über der neuen Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie - und die ersten Bilder führen mitten hinein in die Großstadt. Die Bilder "Kreuzung", "Second Avenue" und "East Village" zeigen diese dem Betrachter wie auch die "kleine Pfütze" ein paar Schritte weiter von einer im Normalfall kaum wahrgenommenen attraktiven Seite. Das norwegisch-deutsche Künstlerehepaar Eva Nordal und Sven Wiebers zeigt Werke von ganz eigener Schönheit, präzise wie Fotos und doch in ihrer Intention und ihrem Titel frappant hintergründig.

Kosmopolitisches nach Lauda und zu LAUDA gebracht habe das Künstlerehepaar Nordal und Wiebers, stellte Dr. Gunther Wobser in seiner Begrüßung fest, und erinnerte auch rückblickend an die sehr emotionale japanisch geprägte Kato-Ausstellung in den letzten zwei Monaten. Nun also zwei Aussteller aus Berlin; über die dauerhafte geschäftliche und künstlerische Verbindung zu dieser Stadt zeigte sich Dr. Wobser angesichts der neu konzipierten Präsentation sehr erfreut.

Einen langen künstlerischen Weg attestierte Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, der im norwegischen Bergen geborenen Malerin Eva Nordal in seiner Künstlervorstellung. Mit 19 Jahren nach Westberlin ausgewandert, wandte sie sich zuerst der Modebranche zu, um danach eine Ausbildung als Restauratorin zu absolvieren und im Schloss Charlottenburg die erworbenen Fähigkeiten einzusetzen. Es folgten mehrere Asienreisen und nach ihrer Rückkehr ein Studium der Wandrestaurierung in Potsdam. Doch seit 1994 waren es über lange Zeit die plastischen Werke der nun freischaffenden Künstlerin, die ihr in zahlreichen Galerien viel Anerkennung einbrachten. Nun ist es die außergewöhnliche Malerei, die ihre Kreativität herausfordert und den Betrachter fasziniert.

Im sächsischen Glauchau kam Sven Wiebers zur Welt; er übersiedelte 1983 nach Westberlin, wo er ein Studium im Bereich der visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste aufnahm und seit 1986 als freischaffender Künstler arbeitet. Seine Ausstellungen, etwa 40 an der Zahl, waren in namhaften Galerien im In- und Ausland zu sehen;  Messebesucher in Amsterdam, Florenz, Berlin, Düsseldorf, Regensburg, Köln und bei der ART Karlsruhe bewunderten seine atmosphärisch dichten Landschaften, in denen meist das Licht eine entscheidende Rolle spielt. Unzählige Ausstellungen im In- und Ausland hat er zusammen mit seiner Ehefrau Eva Nordal bestritten; in der aktuellen Ausstellung der FabrikGalerie zeigen beide Künstler einen Querschnitt aus Werken der letzten fünf Jahre.

Besucher können bis zum 16. Juni nach Anmeldung (E-mail: fabrikgalerie@lauda.de oder Telefon 09343/503-0) die Ausstellung erleben. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr.

„Großer Bahnhof” in der LAUDA FabrikGalerie: Atsuko und Kunihiko Kato präsentierten ihre letzte Ausstellung, ehe sie nach über 40 Jahren in Deutschland in ihre Heimat Japan zurückkehren. Eine hochkarätige Ausstellung nannte Dr. Gunther Wobser die aktuelle Präsentation der Bilder von Atsuko und der Skulpturen von Kunihiko Kato und erinnerte an die erste Ausstellung 1998 - damals schon mit absolutem Besucherrekord - und einen wunderschönen Abend. „In Dankbarkeit” steht als Titel über der aktuellen Ausstellung und auch Dr. Gunther Wobser sagte dem Ehepaar Kato Danke für „40 Jahre Taubertal”. „Eine geheime Poesie und zugleich die ursprüngliche Kraft, die aus dem Einklang von Natur und Mensch kommt, machen Malerei und Skulpturen von Atsuko und Kunihiko Kato zu einem Stück Schöpfungsgeschichte“, so Laudator, Norbert Gleich.

„,Alte Bäume verpflanzt man nicht‘, so ein Sprichwort gibt es in Deutschland und wir verstehen es sehr gut, dennoch machen wir ,den Sprung ins kalte Wasser‘ in diesem Herbst, Rückkehr zur alten Heimat Japan”, sagt Atsuko Kato, und sie betont, dass Deutschland eine zweite Heimat mit vielen lieben Freunden wurde. „Wir nehmen viele gute Erinnerungen und wertvolle Erlebnisse aus unserer zweiten Heimat Deutschland nach Japan mit.” Hoffnung schwang in Atsukos Worten mit „Auf Wiedersehen – das Wort ist schön, weil es nicht endgültig Abschied bedeutet” und zum Abschied überreichte sie sowohl an Dr. Wobser als auch an Norbert Gleich je eines ihrer wunderschönen Bilder.

Premiere in der LAUDA FabrikGalerie: Mit der Erweiterung des gesamten Gebäudekomplexes bei LAUDA, der zum 60jährigen Bestehen mit einem „Tag der Offenen Tür“ gefeiert wurde, erhielt auch die repräsentative Galerie ein neues Gesicht – und in neu gestalteter Umgebung startete die 125. Ausstellung der FabrikGalerie mit der Mosbacher Künstlerin Elke Vater. Die engagierte Altenpflegerin hat hier mit ihren Werken ein zauberhaftes Umfeld geschaffen und bereits bei der Eröffnung ein zahlreiches Publikum angelockt und begeistert. Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter, ist begeistert und fordert die Anwesenden am Ende seiner Begrüßung der teils weit angereisten Gäste auf: „... schnallen wir uns an – die Reise beginnt durch die Kunst von Elke Vater...“

Die Ausstellung mit dem Titel „Metamorphosis“ (griech. Verwandlungen) zeigt diese in Bildern und Skulpturen und zieht damit Parallelen zu steten Verwandlungen im Leben. Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, macht in seiner Vorstellung diese Parallelen deutlich, sieht auch Beispiele in der Märchenwelt wie den verzauberten Prinzen im „Froschkönig“, der durch den Kuss der Prinzessin seine Rückverwandlung erfährt. Doch schon bei Ovid, als Dichter der Antike bekannt, sind bereits von Erschaffung der Welt an Verwandlungen ein wichtiges, in zahlreichen Bänden behandeltes Thema. Das Vorwort einer Taschenbuch-Ausgabe mit einer Auswahl dieser Gedichte nennt die Gesamtausgabe „ein viele tausend Verse umfassendes Märchen-Sammelwerk...“ – ein früher Beweis für die große Attraktivität der in Geschichten (oder wie bei Elke Vater in Bildern) verpackten Verwandlungen. Die „Trilogie“ und „Aurum de Anima“ – Gold der Seele – in Gold und Schwarz als Entree der gesamten Ausstellung stimmt den Besucher bereits auf geheimnisvolle Weise in das Thema ein; den Treppenaufgang begleiten farbintensive Schöpfungen und „Springtime“ – der Frühling – beherrscht in explosiver Farbigkeit den Raum am Ende der Treppe. Gleich daneben ein kleines Bild „Vergänglichkeit“ – zeigt es genau hier die eingetretene „Verwandlung“? Elke Vater jedenfalls freut sich über den großen Zuspruch und über die Erfüllung ihres Wunsches, in der LAUDA FabrikGalerie ausstellen zu können.

Ein neues „Gesicht“ zeigt sich in den nächsten zwei Monaten im Entree der Firma LAUDA Dr. R. Wobser. Die 124. Ausstellung seit Bestehen der FabrikGalerie LAUDA sollte angesichts des bevorstehenden Firmenjubiläums schon etwas aus dem gewohnten Rahmen fallen – da bot sich eine Präsentation von H. D. Tylle mit ungewohnten und in der Kunst ungewöhnlichen Motiven an. Tylle, in Bayreuth geboren, studierte fünf Jahre freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel bei Professor Manfred Bluth. Zahlreiche Ausstellungen, Industrieprojekte mit verschiedenen Unternehmen und seine Werke in vielen deutschen Museen zeugen von einer breiten Palette künstlerischen Schaffens. Der Künstler mit „fränkischen Wurzeln“, wie es Dr. Gunther Wobser in seiner Begrüßung der Gäste ansprach, ist ein gefragter Industriemaler, der auch bereits einen Produktionsraum der Firma LAUDA „portraitiert“ hat. Zusammen mit diesem Bild aus dem Haus der Firma Wobser ist im Eingang der FabrikGalerie auch eine Leihgabe des Pharma- und Chemiekonzerns Merck in Darmstadt ausgestellt; sie zeigt im Hintergrund unübersehbar das Logo der Firma LAUDA.

„Eine Kunstrichtung, die wir in diesem Hause noch nicht gesehen haben, sind die Werke eines der erfolgreichsten deutschen Maler der Gegenwart“, stellt Laudator Norbert Gleich fest und nennt ihn „mit Schwerpunkt seines Schaffens einen der bedeutendsten Maler dieses Genres: Industriemaler in Deutschland, eine künstlerische Nische, die er seit Jahren erfolgreich besetzt hat.“ Doch es sind nicht nur die Industrie und die Stadtlandschaften, die sein Oeuvre umfasst – hier wird auch schon mal ein steiler Gips-Berg der Firma Knauf in Iphofen zum „Matterhorn“, nächtliche Hausfassaden zu lauschigen Winkeln, nüchterne Kräne vor einem Wolkenhimmel vermitteln sogar eine gewisse Romantik und auch Venedig zeigt sich von ganz eigenem Reiz. Ein Iphofener Weinberg bildet einen wunderschönen Kontrast zu den Bildern von Abbau und Verarbeitung des gefragten Naturmaterials Gips – und das Bild der beiden „Kumpels“ im Berg erzählt eine ganze Geschichte. Ein Rundgang in dieser Ausstellung vermittelt ganz neue Eindrücke.

Eine Einschätzung von Norbert Gleich sei noch abschließend genannt: „Der Maler Tylle ist ein Künstler, der als Zeitzeuge – sozusagen als 'Auge des Jahrhunderts' – alles das für uns festhält, was wir in seiner eigentlichen Qualität vermutlich erst in fünfzig oder hundert Jahren ganz ermessen können. Dann nämlich, wenn wir nicht länger bloße Industriebilder sehen, sondern die eines Ist-Zustandes unserer Geschichte.“

Bis zum 9. Oktober ist die Ausstellung nach Voranmeldung zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr zu sehen.

„In Motion“ - in Bewegung: Das Thema der aktuellen Ausstellung von Arno Benninger griff Dr. Gunther Wobser bei der neuen „Art after Work“ im Vergleich mit steten Veränderungen und Erweiterungen, eben mit der Beweglichkeit der Firma, ihren Produkten und auch ihren Mitarbeitern in aller Welt auf. Besonders willkommen heißen konnte Wobser bei dieser Gelegenheit ausländische Gäste; mit seinen Worten: „Elf Geschäftspartner aus neun Ländern“, für die er eigens Norbert Gleichs Laudatio ins Englische übersetzen ließ.

Als „echten Laudemer“ hatte Dr. Wobser den Künstler bezeichnet, dessen Weg Kunstkreis-Vorsitzender Gleich nachzeichnete. In Lauda geboren und aufgewachsen, lebte er von 1967 an in Boxberg, wo er auch die Schule besuchte. Zur Kunst fand Benninger in Osterburken; hier legte er seine Abitur-Prüfung ab und hier erkannte und förderte der Kunstlehrer die Begabung seines Schülers, der bereits als Kind begeistert malte. Das Studium der Diplompädagogik führte ihn zur Arbeit in der Jugendhilfe; im Kinder-und Jugendheim St. Kilian in Walldürn betreut er junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren.

Dem Besucher der Ausstellung begegnen Bilder sehr unterschiedlicher Motive und Techniken. Im Eingangsbereich überraschen farbstarke exotische Vögel, gefolgt von eigenwilligen Landschaften und ersten Spiral-Bildern. Bezaubernde Tanzszenen, filigrane Mädchen im Reigen fesseln das Auge - bereits hier dominiert die Bewegung. Bewegung ist es schließlich auch, die Benningers neuen Malstil schafft; in der Rotationstechnik ist die eigene Gestaltung nur bedingt möglich. „Die unterschiedliche Konsistenz der Farben und die Rotationsgeschwindigkeit führen am Ende dieses Vorganges zu dem gewünschten Motiv“ - so beschreibt es Norbert Gleich. Und doch - was hier fast explosionsartig entsteht, sind vielseitig interpretierbare Werke. Ob der Betrachter ein Gesicht, eine halb verborgene Maske erkennt oder sich auch ganze Geschichten im Bild erzählen lässt; seine Sicht bestimmt den Bildinhalt. Hier scheint ein Engel durch den Raum zu schweben, ein winziger Schritt zur Seite kann das Bild völlig verwandeln: Die eigene Fantasie schafft Neues.

Bis zum 22. Juli 2016 können Besucher nach Anmeldung (E-Mail: info@lauda.de, Telefon 09343/503-0) die Ausstellung nach Voranmeldung zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

Über „große Resonanz für große Kunst“ freute sich Dr. Gunther Wobser bei der Eröffnung der Ausstellung „Bilder aus Landschaften“ von Franziska Kunath aus der sächsischen Heimat der Unternehmerfamilie Wobser in der LAUDA FabrikGalerie. Die „sächsische Achse“ als lebendige Verbindung betonend, ging er auf den Geburtstag des vom Großvater gegründeten Unternehmens ein, das am 1. März 2016 sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte, und kündigte für den 9. Oktober 2016 angesichts dieses Jubiläums einen „Tag der Offenen Tür“ an. Seine zuvor ausgesprochenen Grußadressen schlossen neben persönlichen Weggefährten auch den sehr aktiven LAUDA Seniorenclub ein.

Von der Maschinenbau-Zeichnerin zur Künstlerin – diesen Weg trat Franziska Kunath 1992 bis 1997 mit ihrem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden an. Kunstkreis-Vorsitzender Norbert Gleich schlug in der von ihm vorgetragenen Vita der Künstlerin einen Bogen zum Namensgeber eines Stipendiums, das die Studentin als eine ihrer Auszeichnungen entgegennehmen durfte. Sein Name: Otto Niemeyer-Holstein; sein Atelier-Museum in Lüttenort/Usedom haben Christa und Norbert Gleich bei diversen Aufenthalten auf Usedom besucht. In den „kraftvollen Landschaftsbildern von Franziska Kunath“ findet Gleich „gewisse inhaltliche Parallelen zum Werk des Usedomer Künstlers ...“

Es sind „Traum- und Seelenlandschaften“, die das Schaffen von Franziska Kunath bestimmen; nur eine Ahnung von dem Tor zeigt ihr Bild „Einlass“ und die „Wanderung“ lässt das Auge eine menschliche Figur zwischen Schwänen ertasten. Der Betrachter wird gefordert, die Traum- und Seelenlandschaften nachzuvollziehen, sich den Träumen auszuliefern. Eine fiktive, eine künstliche Welt, sagt Gleich, schöpft die Künstlerin aus Fragmenten, aus Bruchstücken der realen Welt. Keine Skizzen, wie man vielleicht vermuten könnte, seien ihre acht ausgestellten Tuschezeichnungen im Gegensatz zu den sonstigen Werken, denn „Farben spielen in ihren Werken eine ganz besondere Rolle“, man findet sie „gleichsam als Reflexion in den Seelenlandschaften wieder“, stellt der Kunstkreis-Vorsitzende fest.

Bis zum 30. Mai können Besucher nach Anmeldung (E-Mail: info@lauda.de, Telefon 09343/503-0) die Ausstellung mit beeindruckenden Landschaftsbildern erleben. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

„Eine bunte Farbpalette“ steht als Titel über der aktuellen Ausstellung in der FabrikGalerie LAUDA. Es ist eine Doppelausstellung mit Werken von Anastasia Lang und Viktoriya Schelhorn aus Bad Mergentheim, von Laudator Norbert Gleich als etwas „ganz Besonderes“ bezeichnet: Schülerin und Lehrerin stellen gemeinsam aus.

Sichtlich erfreut über die zahlreichen Besucher zeigte sich Dr. Gunther Wobser anlässlich der Eröffnung mit Werken der bisher jüngsten Künstlerin Anastasia Lang und ihrer Kunstlehrerin Viktoriya Schelhorn in der 121. Ausstellung der FabrikGalerie – ein guter Beginn des Neuen Jahres, in dem LAUDA sein 60jähriges Jubiläum feiern darf. Anlässlich der Ausstellung gab es eine weitere Freude für Dr. Gunther Wobser und Norbert Gleich: Blumen, dieses Mal den Herren von den Damen überreicht.

20 Jahre alt ist Anastasia Lang; im September letzten Jahres konnten die Besucher der Kunstkreis-Galerie „das auge“ in Lauda bereits eine Auswahl ihrer Bilder bewundern - und schon hier begeisterte sie eine große Fan-Gemeinde mit ihren Zeichnungen und Gemälden. Jedes ihrer Bilder lässt großes Talent erkennen. Noch besucht sie das Deutschorden-Gymnasium in Bad Mergentheim, wo das Fach „Bildende Kunst“ zu ihren Lieblingsfächern gehört; ein Studium für „Medienkommunikation“ nach dem Abitur hat sie schon fest im Blick. Doch ihre Passion, die Malerei, hält Anastasia Lang seit etwa vier Jahren gefangen. Neben der Schule besucht sie regelmäßig Malunterricht, wo sie sich durch Viktoriya Schelhorn die verschiedenen Zeichen- und Maltechniken als solide Grundlage für ihre Kunst aneignet. Ihre zauberhaften Bilder muss man einfach gesehen haben.

Viktoriya Schelhorn, in der Ukraine geboren und aufgewachsen, absolvierte zwar an der Juristischen Akademie in Odessa ihr Jura-Studium, wandte sich jedoch letztendlich ihrer Leidenschaft, der Malerei zu. Nach ihrem Umzug 2003 ins baden-württembergische Bad Mergentheim widmete sie sich auch beruflich der Malkunst, trat damit in die Fußstapfen von Vater und Großvater. Heute ist sie eine vielseitige Künstlerin, die nicht nur mit wunderschönen Bildern bezaubert und Kinderbücher illustriert, sondern auch ihr Wissen und ihre Begeisterung für die Kunst weitervermittelt. Auch Kinder vermag die Autodidaktin zum Malen und Zeichnen zu animieren; 2010 startete sie eine Mal-Aktion für Kinder aus der Region. Lohn für die jungen Künstler von 6 Jahren an war eine Ausstellung ihrer Werke im Dominikanerkloster Bad Mergentheim, die viel Beachtung fand. In der FabrikGalerie zeigt Viktoriya Schelhorn Bilder in frappierenden Farben, darunter „Die Sirene“, ein Bild aus der griechischen Mythologie, und ein romantisches Selbstportrait inmitten bunter Kugeln - oder sind es vielleicht Seifenblasen, die ihre Träume symbolisieren? Glück und Reichtum - so jedenfalls sieht es eine asiatische Weisheit – holt die Malerin mit einem Bild zarter bunter Fische ins Haus.

Die  Ausstellung kann bis zum 30. März nach Anmeldung (E-Mail: fabrikgalerie@lauda.de, oder Tel. 09343/503-0) Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr besucht werden.

Foto: Peter D. Wagner

„Iktus“ lautet der Titel einer außergewöhnlichen und hoch sehenswerten Ausstellung des Bildhauers Rainer Englert, die derzeit in der FabrikGalerie der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO in Lauda-Königshofen präsentiert wird.

Im Mittelpunkt dieser aktuellen Ausstellung steht das breite künstlerische Spektrum des Bildhauers Rainer Englert mit lebensgroßen Holzskulpturen, Kleinplastiken aus Stein oder Marmor sowie zumeist großformatigen Bildern mit ausdrucksstarken Farben. Zu den Werken Englerts bei der FabrikGalerie in Lauda zählen zudem auch etwa fünf Meter hohe, extrem schlanke Holzskulpturen („Vater mit Sohn“, „Der Rufer“, „Die Tänzerin“ und „Familie“), die den Besucher bereits vor dem Gebäude auf dem Werkegelände erwarten sowie neugierig auf den Aussteller und seine Werke werden lassen.

Der in Heidelberg gebürtige und jetzt in Neusaß bei Walldürn lebende Künstler begann bereits früh, sich der Holzbildhauerei zuzuwenden. Nach dem Erlernen des Handwerks eines Wachsbildners wurde er zum Bildhauer ausgebildet, unter anderem bei dem berühmten Künstler Alfred Hrdlicka an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1985 hat sich Englert als freischaffender Bildhauer und Maler mit Ausstellungen im In- und Ausland einen Namen gemacht.

„Alle Macht in der Kunst geht vom Fleisch aus“ sei eine Sichtweise, die Rainer Englert auf seine Weise umgesetzt und realisiert habe, charakterisierte Norbert Gleich in seiner einführenden Laudatio den Künstler und dessen Schaffen. Deshalb beherrsche die menschliche Figur sein Werk. Lange Studienreisen hätten Englert durch vier Kontinente, so auch Studienaufenthalte in Kanada, USA, Afrika und Indien geführt. „Mit wachem Blick nahm er Ideen und Ausdrucksformen anderer Kulturen in sich auf und setzte sie in der Folgezeit in seinem Schaffen mit ein“, berichtete der Kunstkreis-Vorsitzende weiter. Der Ausstellungstitel „Iktus“ (lateinisch Hieb oder Stoß) weise auf Englerts Schaffensweise hin. „Schlag um Schlag holt der Künstler das Seelenleben der Menschheit aus einem rohen Block heraus und konfrontiert den Betrachter in einem ganz eigenen Stil.“

Mit seinen Werken und seinem individuellen Stil wolle Englert informieren, mahnen, aufrütteln sowie „seine Kunst“ und „seine Message“ ohne Schnörkel unaufdringlich und dennoch effektiv vermitteln. „Diese Kombination aus Unaufdringlichkeit und Effektivität ist es, die im Rahmen seiner aktuellen Ausstellung in der FabrikGalerie begeistert“, betonte Gleich. „Das künstlerische Profil, das uns in den Englerts Bildhauerarbeiten entgegentritt, bietet auch die Möglichkeit, durch persönliche Auseinandersetzung mit der einen oder anderen Plastik Zugang zu seinem Werk zu finden, es zu verstehen.“

Bei der feierlichen Vernissage konnte die FabrikGalerie zugleich mehrere spezielle Jubiläen zum Jahresende feiern: Ganz genau 20 Jahre nach der ersten Kunstschau und dem damit initiierten Start der Ausstellungsserie sei es jetzt sowohl die 120. Ausstellung als auch die 20. Auflage einer besonders großen Vernissage, die von der FabrikGalerie seit ihrem Premierenjahr einmal jährlich im Dezember präsentiert werde, berichtete Dr. Gerhard Wobser, Beirat und Initiator der FabrikGalerie sowie Senior-Chef der Firma LAUDA, zur Eröffnung der Ausstellung.

„Bereits zum dritten Mal sind wir zu einer Ausstellungseröffnung mitten in unserer Fertigungshalle und betonen damit den einzigartigen Charakter der FabrikGalerie“, hob Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG, bei der Vernissage hervor. Mit den Ausstellungen in der Fabrik biete das Unternehmen Kunst sowohl für Menschen, die hier arbeiten, als auch für Gäste und Besucher. „Die menschliche Figur fasziniert mich ebenfalls, denn es ist ein wichtiges Credo unseres Unternehmens“, betonte Wobser unter anderem auch auf Englerts menschliche Skulpturen bezugnehmend.

Von Beginn an vor zwei Jahrzehnten kooperiere die FabrikGalerie “unter anderem mit dem Kunstkreis Lauda-Königshofen“, betonte Dr. Gunther Wobser, der zugleich den beiden Vorständen, Norbert Gleich und Hanni Schifferdecker, für diese kontinuierliche Zusammenarbeit dankte. Sechs Vernissagen pro Jahr seien für das Unternehmen nur aufgrund eines zuverlässigen Kooperations- und Unterstützungs-Teams zu schaffen, zu dem auch weitere Initiativen wie etwa der örtliche Heimat- und Kulturverein sowie der Kunstverein Tauberbischofsheim zählten.

Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Vernissage von der Sängerin, Musikerin, Schauspielerin und Entertainerin Tina Speidel, begleitet von dem Bildhauer Rainer Englert an der Gitarre.

Die Ausstellung „Iktus“ des Bildhauers Rainer Englert in der LAUDA FabrikGalerie ist bis zum 29. Januar 2016 nach Anmeldung (E-Mail: fabrikgalerie@lauda.de, Tel. 09343 503-0) zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag: von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

Autor: Peter D. Wagner

Zahlreiche Erinnerungen klangen an bei der Eröffnung der 10. Ausstellung der Reihe „Art After Work“ in der LAUDA FabrikGalerie mit Werken von Carola Mast. Zum 109. Mal insgesamt wurde im repräsentativen Entree der Firma LAUDA DR. R. Wobser GMBH & CO. KG eine Ausstellung präsentiert; auch den „Erfinder“ dieser erfolgreichen Reihe in der FabrikGalerie, seinen Vater Dr. Gerhard Wobser, konnte Dr. Gunther Wobser zusammen mit zahlreichen anderen Gästen begrüßen. Darüber hinaus weckte er die Erinnerung an die erst im August verstorbene große Künstlerin Gertrude Reum, deren Metallrelief die FabrikGalerie schmückt.

„Unter (Hoch) Druck“ - dies ist der beziehungsreiche Titel der Ausstellung mit Holzschnitten von Carola Mast. Die geborene Berlinerin lebt seit 2003 in Tauberbischofsheim, wie man bei ihrer Vorstellung durch Norbert Gleich, dem Vorsitzenden des Kunstkreises Lauda-Königshofen, erfahren konnte. Hierbei schlug er den Bogen dieser Kunstrichtung vom Mittelalter mit Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern und Albrecht Dürers Holzschnitten bis in die Gegenwart, nannte die größten deutschen Holzschneider der jüngsten Vergangenheit. HAP Grieshaber als „Initialzündung“ für seinen eigenen Weg zum Holzschnitt durfte in dieser Riege keinesfalls fehlen. Den künstlerischen Weg der Ausstellerin, die bereits als Jugendliche kunstinteressiert war und zahlreiche Kunstausstellungen und Galerien im In- und Ausland besuchte, gelegentlich auch ihre Reiseziele danach auswählte, zeichnete Gleich in markanten Strichen nach - von der ersten Fotoausstellung über die Malerei bis zum Holzschnitt. In Workshops konnte sie ihre Technik verfeinern und ihren eigenen Stil finden, ja sogar ihr Talent und handwerkliches Können in die besonders riskante Technik der „verlorenen Platte“ investieren. „Bei dieser Technik“, so erläutert es Norbert Gleich, „wird nach jedem Farbwechsel auf dem Druckstock immer mehr vom Motiv weggeschnitten, sodass am Ende – und das im Extremfall – auf der Platte nichts mehr stehen bleibt. Dieses Druckverfahren hat Konsequenzen, das heißt: Ein Nachdruck der vorhergegangenen Blätter ist nicht mehr reproduzierbar.“

An die Doppeldeutigkeit des Begriffs „Hochdruck“ knüpfte Carola Mast in ihren abschließenden Worten an - ja, mit Hochdruck habe sie für die Ausstellung gearbeitet und nicht nur 25 Exemplare wie angekündigt, sondern 42 Kunstwerke hierfür geschaffen. Für ihre erste große Ausstellung fürchtete sie „nicht gut genug zu sein“ und analog zum geflügelten Wort „Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter“ nannte sie „die Angst des Künstlers vor der Vernissage“ - natürlich war diese angesichts ihres Erfolges völlig unbegründet.

Eine Überraschung für Dr. Gunther Wobser hatte Carola Mast noch in petto; dieses Mal erhielt ausnahmsweise der Firmenchef ein Geschenk von der Künstlerin - ein Bild des neu gestalteten Eingangsbereichs vor dem Fabrikgebäude. Im Gegenzug wechselte ein Blumenstrauß den Besitzer, ehe sich Künstlerin und Besucher in gemütlicher Runde trafen.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 21. November jeweils nach Voranmeldung von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr.

Zum neunten Mal konnte Dr. Gunther Wobser die Gäste der LAUDA FabrikGalerie zur „Kunst nach Feierabend“ begrüßen und an die Anfänge der FabrikGalerie vor 20 Jahren, ins Leben gerufen von „Initiator und Vordenker“  Dr. Gerhard Wobser, erinnern. Bereits zwei Jahre später 1997 waren es Bilder von Anneliese Sack-Meixner, die in der FabrikGalerie zu sehen waren. Nun stellt diese Künstlerin unter dem Titel „Vollkommene Freiheit“ eine ganz neue Variante ihrer Bilder aus; Barbara Kerschkowsky, seit Jahrzehnten mit Anneliese Sack-Meixner und ihrer Arbeit vertraut, schaut in der Laudatio auf Stationen im künstlerischen Leben von Anneliese Sack-Meixner zurück und zeigt sich „zutiefst überrascht über den Umfang und die Vielfalt Deiner künstlerischen Arbeit und ihrer Themen...“. Sie erinnert an Aktivitäten und Aktionen in Haus und Garten der Künstlerin, und „die Begegnungen dort mit Kunst und Künstlern aus Deutschland und Europa.“

„Ungemein farbenfroh und lebendig“ nennt Barbara Kerschkowsky die Werke der Künstlerin, die selbst ihre Werke treffend beschreibt: „Das Künstlerische ist grenzenlos wie die Metamorphosen in der Natur. Es setzt sich beständig über das Durchschnittliche im Empfinden, Denken und über die von Menschen gemachten Gesetzmäßigkeiten hinweg, weil es vom Ursprünglichen ausgeht“. Und sie gewährt dem Betrachter einen gewissen Einblick in den Entstehungsprozess mancher Bilder: „Beim Malen erst“, so beschreibt Anneliese Sack-Meixner, „kristallisiert sich heraus, was daraus werden soll. Ich habe also nicht immer ein fertiges Bild im Kopf, das ich auf die Leinwand bringen will, sondern ich entscheide beim Malprozess, was ich heraushebe oder verwerfe, was ich korrigieren möchte oder auch schon mal übermale.“ Barbara Kerschkowsky fordert den Betrachter direkt auf, „sich Zeit zu nehmen bei der Betrachtung der Bilder, ihre Farbe und Leuchtkraft wirken zu lassen und auszukosten und mit ihrer Fantasie zu spielen...“.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 25. September während der Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag jeweils zwischen 9 und 16 Uhr, an den Freitagen von 9 bis 14 Uhr nach Anmeldung unter Tel. 09343/503-0 oder unter Mail-Adresse fabrikgalerie@lauda.de.

Eine neue Ausstellung prägt das Gesicht der FabrikGalerie LAUDA - und Dr. Gunther Wobser stellte in seiner Begrüßung zur Eröffnung den Bezug zu Dresden, Heimat seiner Familie her; aus diesem Umfeld sind es im Wechsel mit den Künstlern aus dem Taubertal immer wieder Kunstschaffende, die das Ausstellungsspektrum erweitern. Eine noch nie gesehene Technik, die ihm besonders gefalle, überrasche ihn in den Bildern von Doreen Wolff, so formuliert er seine Bewunderung für diese Arbeiten. Im Kreis der Anwesenden begrüßte Dr. Wobser auch Gertrude Reum, die das beherrschende Metallbild im repräsentativen Treppenhaus der Firma LAUDA schuf.

"Harmonische Impulse" steht als Titel über der Präsentation der Werke von Doreen Wolff. Naumburg ist ihre Heimat und an der Bauhaus-Universität in Weimar begann sie ihr erstes Studium. Doch das vom Vater favorisierte Bauingenieur-Studium gab sie nach zwei Jahren auf und wandte sich einem ganz anderen Metier zu; an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena waren ihre Studienfächer Kunstgeschichte, Archäologie und Psychologie. In zahlreichen Studienreisen fand Doreen Wolff entscheidende Impulse für ihre Kunst. Ihrer lebendigen Schilderung über Gedankengänge zu Entstehung und Namensgebung der Werke lauscht man gespannt, schaut der Künstlerin in Gedanken über die Schulter, während Punkt für Punkt ein neues Bild entsteht.

"In der traditionellen Malerei", so sagt es der Kunstkreis-Vorsitzende Norbert Gleich in seiner Künstler-Vorstellung, "stehen Malpinsel oder Spachtel als primäres 'Handwerkszeug' unangefochten an erster Stelle. Bei ihr stellt sich das ganz anders dar.  Sie malt - so muss man das eigentlich auch nennen - mit Holzstäbchen - Punkt für Punkt auf die Bildflächen, akkurat geordnet zu Mustern und Ornamenten, zu Zeichensymbolen mit einer eigenwilligen Poesie, in der ihre Bildideen realisiert werden". Fasziniert steht der Betrachter vor Bildern, plastisch, als seien kleine Perlen zu Mustern gefügt, zugleich mystisch in Form und Farbe, bringen sie ihn zum Staunen.

Doch diese wunderschönen Bilder sind nur Teil ihres Schaffens; zusätzlich überraschen die plastischen Werke in vollendeter Formensprache. Hier steht der "Wächter der Zufriedenheit" eindeutig an erster Stelle; er strahlt Ruhe und Harmonie aus. Kleinplastiken, darunter auch die Miniatur-Nachbildung der klassischen Schönheit "Uta von Naumburg", sind Ausdruck intensiver Hingabe an die Kunst. Der Betrachter sollte sich Zeit nehmen, sich den Zauber der ausgestellten Werke zu erschließen. Zu sehen sind sie nach vorheriger Anmeldung bis zum 21. Juli während der Geschäftszeiten.

Zwei Künstler - zwei Welten - eine Harmonie. Der Besucher steht gebannt vor der neuen Ausstellung "Abstrakte Malerei trifft Metall und Stein" in der FabrikGalerie LAUDA mit den Werken von Prof. Dr. Volkmar Goymann und Gert Schwartz. Eine Premiere nannte Dr. Gunther Wobser diese nach insgesamt 116 und in der Reihe "Art after work" - Kunst nach Feierabend - weiteren fünf Ausstellungen erstmals durch zwei Künstler gestaltete Präsentation. Als spontanes Ergebnis eines zufälligen Zusammentreffens von Prof. Dr. Volkmar Goymann aus Essen, Gert Schwartz aus Berlin und dem Ehepaar Koschker aus Lauda entstand eine Ausstellung, die man als wahren Glücksgriff sehen darf. Als einen  Erfolgspfeiler bezeichnete Dr. Wobser bei der Eröffnung die Zusammenarbeit mit dem Kunstkreis Lauda-Königshofen, dessen Vorsitzender Norbert Gleich auch hier wieder die Vorstellung der beiden so grundverschiedenen Künstler übernahm.

Schon beim Betreten des Firmengebäudes fallen die ersten plastischen Werke von Prof. Dr. Goymann aus Essen ins Auge; die fragilen Gebilde scheinen zu schweben, die Härte des verarbeiteten Materials vergessend. Am Fuß des repräsentativen Treppenhauses, zusammen mit weiteren Goymann-Plastiken, sind es drei Tuschezeichnungen von Gert Schwartz, die den Blick auf sich ziehen, den Weg nach oben begleiten seine abstrakten Werke in Mischtechnik auf Baumwolle. Hier gibt Gert Schwartz keine Titel vor - er überlässt dem Betrachter die Deutung der Kunstwerke. Als "reduktive Kunst" - so stellt Norbert Gleich fest, beschreibe Gert Schwartz seine Arbeiten. Gleich sieht "in der Bildverarbeitung und Bildfindung auf der einen Seite eine gewisse Strenge und andererseits eine rhythmische Gliederung im Bildgefüge mit starkem Ausdruck". Gert Schwartz, der nach seinem Studium an der Pädagogischen Hochschule in Erfurt Mathematik und Kunst lehrte, konzentrierte sich ab 1984 ganz auf seine künstlerische Karriere. Kunsttheoretische und philosophische Interessen, so beschreibt er es selbst, lenken Entstehungsprozesse und bestimmen damit Form und Inhalt seiner Werke. Er ist Mitbegründer der Galerie ICON in Berlin.

Prof. Dr. Volkmar Goymann aus Essen, im Berufsleben als Chirurg Chefarzt und Ärztlicher Direktor des St. Josefs-Zentrums für Orthopädie  und Rheumatologie in Wuppertal, ließ sich im "Ruhestand" von einem überraschend gefundenen Stück Bandstahl "verzaubern", das wie zufällig von seinen Händen zu einem Herz geformt wurde, und beschäftigte sich künftig anstelle der chirurgischen Instrumente und der Klinikleitung mit der künstlerischen Seite des sonst nur technisch genutzten Materials. Als eine wahre "Fundgrube" erwies sich die Möglichkeit zum Erwerb von 896 m Bandstahl zu einem moderaten Preis; etwas über 300 m davon sind bereits verarbeitet. Bezeichnungen seiner Werke lassen die Intention hinter seinen Arbeiten spüren, sei es die "Unendlichkeit von Alpha und Omega", "Narziss tanzt Solo", "Lächler" oder auch Titel wie "Beiläufige Zärtlichkeit" und "Begrüßung des neuen Morgen". In über 50 Plastiken begegnen dem Besucher Ideenreichtum, Intuition und künstlerische Vielfalt in Vollendung. irg

„Seit ich einen Stift halten kann, male ich" - dies sagte Viola Schöpe bei der Eröffnung ihrer Ausstellung der Reihe „Kunst nach Feierabend in der LAUDA FabrikGalerie", die bis 31. März zu sehen ist. Dr. Gunther Wobser konnte hierzu wieder zahlreiche Gäste, darunter auch Aussteller(innen) aus vergangener Zeit, Rotarier- und Geschäftsfreunde begrüßen. Als „etablierte Künstlerin" stellte er die vielgereiste Dresdnerin vor, deren ganz eigenen Stil er betonte. Bei dieser Gelegenheit machte Dr. Wobser die Anwesenden mit José-Antonio Morata, dem künftigen Betreuer der Ausstellungen, bekannt.

Vorgestellt wurde Viola Schöpe von Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, mit dem die Verantwortlichen der FabrikGalerie seit Beginn zusammenarbeiten. In seiner Laudatio schreibt Gleich der Künstlerin einen festen Platz in der Kunstszene Dresdens mit ihren kulturellen Bildungsstätten zu und stellt fest, dass sie sich nicht nur dort, sondern auch an vielen Orten Europas einen festen Platz in der Kunst geschaffen hat. Ihr künstlerischer Werdegang vom Studium an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste über die Tätigkeit als Bühnen- und Kostümbildnerin, als Wandbild- und Fassadengestalterin an und in renommierten Häusern und Einrichtungen führte sie schließlich zu anspruchsvollen Aufgaben im Ausland, unter anderem in Afrika und Frankreich; seit über 20 Jahren ist sie freischaffende Künstlerin. Bei Naturvölkern in Brasilien, Nordamerika und dem afrikanischen Wüstenstamm der Tuareg sucht und findet Viola Schöpe Wurzeln der Kunst. Ihre „Reise in unbekannte Welten" wurde schließlich zum Thema ihrer Ausstellung „unknown worlds". Die Künstlerin selbst berichtet in mitreißender Begeisterung von ihren Begegnungen, von Eindrücken beim „Friedensfestival" mitten in der Wüste Gobi, von der Inspiration durch diese Reisen zu fremden Völkern und Kulturen, nimmt auch die Besucher der Ausstellung mit auf ihre faszinierenden Reisen. Die Bilder der Ausstellung tragen Namen wie „Blaues Tier", „Feuertrommel" oder auch „Grüner Elefant". Man sollte, verrät die Künstlerin, letztgenanntes Bild auf den Kopf gestellt betrachten, um ganz neue Varianten zu entdecken. Zu entdecken gibt es in der FabrikGalerie einen kleinen Ausschnitt aus dem reichen Schaffen der Künstlerin Viola Schöpe.

Farbig, fließend und mehrschichtig wie das Leben

Ihre Kunst braucht Raum und sie öffnet Räume. Besonders dann, wenn die Skulpturen und Holzschnitte des Künstlers Giorgio, die Musik von Peter Stannecker und der Tanz von Giorgio mit seiner Frau Stephanie zu einem Gesamtkunstwerk zusammen finden. Das erlebten bei der 20. Dezember-Vernissage der FabrikGalerie der Firma Lauda rund 170 Gäste, die sich von dieser außergewöhnlichen künstlerischen Konstellation in den Bann ziehen ließen.

Der besondere Reiz dieser Vernissagen lebt auch von den Gegensätzen die die FabrikGalerie bietet: die Arbeitswelt mit High Tech auf der einen und die Präsentation Bildender Kunst auf der anderen Seite, Fertigungshallen, in denen wenige Stunden zuvor noch an hoch komplizierten Geräten gearbeitet wird und wo kurz darauf eine festlich gestimmte, erwartungsvolle Gesellschaft willkommen ist. Hier begrüßte Dr. Gunther Wobser die Besucher, unter ihnen auch zahlreiche Künstler, die in der Galerie bereits ausgestellt hatten, und dankte vor allem Norbert Gleich vom Kunstkreis Lauda-Königshofen für seine langjährige zuverlässige Mitarbeit als Kurator der Ausstellungen und bei der Zusammenstellung des beliebten Galerie- Kalenders, der auch in diesem Jahr wieder zugunsten des Vereins "Hilfe für Kinder in Not" verkauft wird.

Mit 420 Mitarbeitern, über 60 Millionen Umsatz und elf Auslandsgesellschaften sei das Unternehmen "der weltweit führende Hersteller von innovativen Temperiergeräten und -anlagen für Forschung, Anwendungstechnik und Produktion sowie von hochwertigen Messgeräten", so Dr. Wobser über das Unternehmen.

Holz als wichtiger Grundstoff

„Giorgio vielschichtig" ist das Thema der 114. Ausstellung, und das bezieht sich nicht nur auf die Technik des Künstlers, sondern besonders auf sein umfangreiches Werk. Für den aus dem Allgäu kommenden Künstler Giorgio, (mit bürgerlichem Namen Jürgen Moos, sein Künstlername ist eine Liebeserklärung an Italien, wo er die meiste Zeit des Jahres lebt), ist Holz der wichtigste Grundstoff seiner Arbeit. Das zeigen die moderne Umsetzung der alten Technik des Holzschnitts als auch seine Engelskulpturen, die aus Oliven-, Kastanien- oder Kirschholz gefertigt werden. "Alle meine Holzschnitte sind Unikate. Ich verwende die Druckstöcke als Module, setze sie neu zusammen und bearbeite sie weiter", erläutert Giorgio seine Arbeitsweise. Nach seinem Kunststudium bildete er sich bewusst autodidaktisch weiter, "um seinen ganz eigenen Weg zu finden." Seit 1981 ist er mit seinen Werken in vielen Galerien im In- und Ausland vertreten.

"Was du in Anderen entzünden willst, muss in dir brennen", zitierte Peter Stannecker Kirchenvater Augustinus. Und mit diesem inneren Feuer sprach er über seinen Künstlerfreund Giorgio - mit einfachen, warmherzigen, fast innigen Worten. Er kommt wie Giorgio aus dem Allgäu, nennt seine Musik und was er sonst noch macht "Fuimera", was aus dem Bayerischen übertragen "viel mehr" heißt.

Er erzählt, wie Giorgios Engel entstehen, wenn er sie in Ligurien mit der Motorsäge aus einem groben Holzklotz herausschneidet. Obwohl die harten Schnitte und Furchen erkennbar sind, wirken sie filigran und leicht, als schwebten sie durch den Raum. Dieser Arbeit geht oft eine lange meditative Phase voraus, in der "die Engel zum Künstler kommen", wie er diesen Zustand des Freundes schildert.

"Farbig, fließend und mehrschichtig wie das Leben" nennt Peter Stannecker die Holzschnitte Giorgios, der vom Holzstock mehrere Blätter auf Seidenpapier zieht und dann schichtweise auf Holzkistenbretter überträgt.

Der Tanz Giorgios mit seiner Frau Stephanie entstehe aus der Improvisation, erfordere Aufmerksamkeit und gegenseitige Achtsamkeit, die ihnen Freude und Lebenskraft schenke. Ihre Bewegungen sind leicht und grazil, der Mann umwirbt die Frau, fängt sie mit behutsamen und zärtlichen Gesten auf, die sie vertrauensvoll erwidert. Man spürt die körperliche und geistige Harmonie der Beiden und ist berührt von dieser Vertrautheit im Tanz. Als Dritter in diesem Bunde begleitet Peter Stannecker, auch er ein Meister der Improvisation und dem Jazz näher als der Folklore, mit seinem Tenorsaxophon den Tanz der Freunde und gewinnt mit seiner Fröhlichkeit und seinem Charme die Herzen der Gäste im Flug. Zu allem, was dies Künstler tun, gehört Leidenschaft und Empathie und ihr Zusammenspiel beruht auf dem Gleichklang, den sie in ihrer Kunst gefunden haben.

Nach der Eröffnung der Ausstellung durch Dr. Gerhard Wobser waren es für die Besucher nur ein paar Schritte von der Fertigungshalle in das Foyer der Galerie, wo die explodierende Leuchtkraft und Farbigkeit schon des ersten Bildes von Giorgio gefangen nimmt. Und das setzt sich fort von Bild zu Bild, die durch Farbe, Bewegung, durch zarte Intensität und ungewöhnliche Komposition bestechen. Dazwischen die Engel aus Holz oder Bronze, archaisch, bodenständig, tanzende Wesen, die man nicht nur betrachten, sondern auch berühren mag, vielleicht, um ein weiteres Wort von Augustinus zu verstehen, das Peter Stannecker in seiner Laudatio anführte: "Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen." Die Ausstellung sollte man gesehen haben. Ky

Andrea Huber heißt die Künstlerin, deren Werke im Oktober und November in der FabrikGalerie LAUDA zu bewundern waren. Geboren wurde sie in Nordrhein-Westfalen; ihr künstlerisches Interesse und damit auch ihre künstlerische Entwicklung begann nach Abitur, Studium und Familienphase. Im baden-württembergischen Nürtingen fand sie bei der freischaffenden Künstlerin Gisela Finger Inspiration und künstlerische Ausbildung, wurde 1998 selbst Dozentin für Aquarellmalerei in der Erwachsenenbildung der VHS Nürtingen und widmete sich von diesem Zeitpunkt an dieser Aufgabe auch in anderen Institutionen, ist seit 2011 Mitglied im Syrlin-Kunstverein e.V. international und hat sich in zahlreiche Ausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Projekte seit 2007 eingebracht. Im eigenen Atelier mit Galerie arbeitet die freischaffende Künstlerin seit 2003.

"Leichtigkeit - die schwebende Kraft" nennt Andrea Huber als Titel ihrer Ausstellung und Dr. Gunther Wobser zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über den großen Zuspruch der kunstinteressierten Besucher. Anstelle der Laudatio des erkrankten Kunstkreisvorsitzenden Norbert Gleich führte Stefanie Dörflinger mit der Ausstellerin ein lebendiges und aufschlussreiches Künstlergespräch über Beweggründe für ihre Motive der "Urmutter",  "Venus" oder auch "Madonna", ihre Beschwingtheit in den Bildern "Sommertag" oder die Leichtigkeit der Vögel. "Das Göttlich-Weibliche" liebt die Künstlerin in den Frauenfiguren, "Vögel und Federn" sieht sie als Inbegriff von Freiheit und Leichtigkeit. Ein frecher "Schräger Vogel" schafft Kontraste. Und durch jede Antwort schimmert ihr Bestreben, Kreativität zu wecken. Letzte Frage: Das Besondere an Lauda? Ganz einfach - kunstinteressierte Menschen.

Schon seit Jahrhunderten fasziniert ein Land große Gelehrte und Künstler: Mexiko! „Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, ist es Mexiko." Diese Worte des Universalgelehrten Alexander von Humboldt zitiert Roland Reif, dessen „Mexikanische Impressionen" im August und September in der LAUDA FabrikGalerie zu sehen sind, in seinen Aufzeichnungen über das auch von ihm bereits mehrere Male bereiste Land. Reif verweist in seinen Notizen ebenso auf Albrecht Dürer, den der Anblick von Schätzen aus Mexiko zu einem begeisterten Eintrag in sein Tagebuch veranlasste: „…diese Ding sind alle köstlich gewesen, dass man sie beschätzt um hunderttausend Gulden wert…".

In der Reihe „Art after Work – Kunst nach Feierabend“ hieß auch dieses Mal Dr. Gunther Wobser „die Fans der FabrikGalerie", darunter als seltenen Gast den Ersten Landesbeamten Ulrich Derpa, willkommen und stellte unter anderem fest, die Ausstellung wecke spontan Urlaubsgefühle. Karl von Baumbach nahm in Vertretung des Kunstkreis-Vorsitzenden Norbert Gleich bei der Vorstellung des Künstlers und seiner Werke die zahlreichen Anwesenden mit in die mystische Welt der mexikanischen Kunst, wie der Aussteller sie sieht. In insgesamt fünf Reisen hat sich der Autodidakt Reif, der sich mit den Techniken der Malerei in einigen Kursen bei Rudolf Neugebauer vertraut machte, intensiv mit der Kultur dieser Welt beschäftigt; er hat Natur, Landschaft und Tierwelt in Pastellfarben festgehalten. Seine Quellen fand er in Fachliteratur über die alten Kulturen, die ihn zunehmend faszinierten. Im Rückblick stellt Reif fest: „Je tiefer ich in die Materie eindrang, desto größer wurde meine Begeisterung" - und an anderer Stelle: „Ohne meine tiefe Bewunderung für die Jahrtausende alte Geschichte Mexikos, seine faszinierende Mythologie und seinen sagenhaften kulturellen Reichtum, der selbst den Vergleich mit dem alten Ägypten nicht zu scheuen braucht, hätte ich weder die Kraft noch die Geduld aufgebracht, derartige Skulpturen anzufertigen." Lebendige Tierportraits sind das erste, was dem Besucher am Fuß des repräsentativen Treppenhauses begegnet. Geheimnisumwitterte Steingesichter, aztekische Symbole und traumhafte Landschaften begleiten ihn im Treppenaufgang, darunter die bedeutendste Maya-Stätte „Palenque" im Dschungel der Grenzregion zu Guatemala, und ein unterirdisches Wasserreservat mit dem Namen „Cenote", als größtes Höhlensystem der Welt bekannt. Fehlen darf in dieser Sammlung keinesfalls der immer noch aktive Vulkan „Popocatepetl" und sein inzwischen erloschenes Pendent „Iztaccihuatl". Zahlreiche Schnitzereien, den Originalen aus der Hochkultur nachempfunden, entstanden in mühevoller Kleinarbeit - und auch hiervon sind einige Exemplare in der außergewöhnlichen Ausstellung zu sehen.

In der Ausstellung vom Juni bis Ende Juli waren in der LAUDA FabrikGalerie Werke von Susanne Wolfsgruber aus Ansbach zu sehen. Faszinierende Farbspiele empfangen den Besucher bereits im Eingangsbereich der FabrikGalerie und setzten sich konsequent im lichtdurchfluteten Treppenhaus fort. Vom tiefen Blau über lebendige Grün- und Brauntöne, vom tiefsten golddurchwirkten Schwarz über lilafarbene Variationen, zart schimmerndes Grau-Blau-Türkis bis zum flammenden Rot wird der Ausstellungstitel „Farbe, die bewegt" lebendig.

Mittlerweile zur Institution geworden sei die FabrikGalerie mit ihren Ausstellungen, stellte Dr. Gunther Wobser in seiner Begrüßung zur Ausstellung von Susanne Wolfsgruber fest und zeigte sich erfreut über die neuen, farbenstarken Werke im LAUDA Werk.

Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen stellte auch dieses Mal die Künstlerin vor und beschrieb in seiner Laudation vor allem Wolfsgrubers Beziehung zu den Farbwelten. Den Aspekt des Sinnenerlebnisses, der Farbempfindung und des Farbreizes sieht Gleich bei Susanne Wolfsgruber als bestimmendes Element und die Farbstimmung jedes einzelnen Bildes als einzigen Anhaltspunkt für den Betrachter. „Die Themen werden nach Gedichten, Gesprächen und Ereignissen des Alltags verarbeitet." Wie sehr die Farbe Schwarz Susanne Wolfsgruber fasziniert und bewegt, ihre gedachten Wege aufzeigt, wird in einer Aussage unter einem tiefschwarzen Bild mit goldfarbenen Einsprengseln deutlich: „Und alles ist noch immer in mir und alles kann ich noch werden". Doch es ist keineswegs allein die Farbe, mit der die Künstlerin experimentiert; ihren Werken – meist Acryl auf Leinwand – verleiht sie mit Seidenpapier, Holzspänen und anderem Füllmaterial Struktur und Plastizität. 

Werke mit starker Ausstrahlung Ölmalereien mit einer starken Ausstrahlung zeigt die Fabrik-Galerie in Lauda in ihrer zweiten Ausstellung der neuen Reihe "Art after Work".

 

"Abenteuer Farbe" steht als Titel über der neuen Ausstellung in der Lauda Fabrik-Galerie. Es ist, wie Dr. Gunther Wobser betont, nun die zweite Präsentation in der neuen Reihe "Art after Work" und in der gesamten Ausstellungsreihe bereits das 110. Mal, dass die Idee von Dr. Gerhard Wobser, auch der Belegschaft Gelegenheit zur Begegnung mit Kunst und Künstlern zu geben, verwirklicht wurde. 

Mit von der Partie war von Anfang an Werbeleiter Franz Prinz. Er betreute bisher Künstler, Gestaltung der Ausstellungen, Vernissagen, Termine - nun genießt er seinen Ruhestand. Die neue Reihe "Art after work", nur mit Christine Beck aus Heilbronn fortgesetzt, wird vorläufig von einem Team betreut. 
Mit der Vita der Malerin macht Kunstkreisvorsitzender Norbert Gleich die Gäste vertraut. Die in Hamburg geborene Künstlerin erlebte Kindheit und Schulzeit im Allgäu und in Rottweil am Neckar. In ihrem Studium am Pädagogischen Institut in Esslingen entschied sie sich für den Schwerpunkt Kunst, in Stuttgart und Tübingen war die Heilpädagogik ihr Studienfach.

Aufgewachsen und früh musikalisch ausgebildet in einem musikalisch geprägten Elternhaus, wirkte sie in Heilbronn lange Jahre im Collegium Musicum und im Nicolai-Ensemble als Geigerin. Zertifizierte Studienaufenthalte und Seminare mit Schwerpunkt Malerei und Druckgrafik führten sie ab 1968 unter anderem nach Marrakesch, Ungarn, Venedig, Siena, München. Vom Jahr 2000 an rückte mit der Gründung der Ateliergemeinschaft "Beck, Simpfendörfer, Volland" die Malkunst endgültig in den Mittelpunkt, ein Jahr später beendete Christine Beck den Schuldienst als Sonderpädagogin.

Es folgten Mitgliedschaft in Künstlerbund und Kunstverein, dazwischen von 2004 bis 2009 die Leitung der Galerien im Künstlerbund und von 2006 an das eigene Atelier. 2009 wurde sie Jury-Mitglied des Künstlerbundes Heilbronn. "Ihre leuchtenden Ölbilder haben eine Ausstrahlung, die sich noch verstärkt, wenn man nah an sie herangeht", so charakterisiert Gleich die Kunst von Christine Beck mit einem Beispiel. Das Bild "Sommergarten" , das ihm auf den ersten Blick spontan als Pastellbild erschien, erkannte er beim näheren Hinschauen als Ölgemälde. " Die Farbe dominiert - ob im Frauenbild oder der eigenwillig interpretierten Landschaft. Gelegenheit zum Betrachten gibt es bis zum 27. Mai während der Öffnungszeiten der Firma Lauda nach vorheriger Anmeldung per E-Mail: fabrik-galerie@lauda.de oder Telefon: 0 93 43 / 50 30

Dem Beginn einer neuen Baugeschichte der Firma Lauda schließt sich nun fast nahtlos eine neue Ära der Kunst-Präsentation in der attraktiven Fabrikgalerie an. Mit der Vernissage "Natur und Menschen - Berührungspunkte" von Agnes Loose löst die Reihe "Art after Work" - Kunst nach Feierabend in der Fabrikgalerie - die bisherige "Ma(h)lzeit" ab, die seit April 2010 alle zwei Monate insgesamt 22 Mal stattfand.

Es gibt, wie Dr. Gunther Wobser bei seiner Begrüßung der Gäste betont, einige Gründe hierfür, unter anderem die Problematik der Durchführung in der Mittagspause. Dr. Wobser möchte mit dieser Regelung sowohl den Mitarbeitern der Firma nach ihrer Arbeit als auch Gästen von außerhalb am späten Nachmittag eine Möglichkeit zur Teilnahme bieten und gleichzeitig die Vorstellung der Künstler und ihrer Werke aufwerten. Bei einem Glas Sekt und kleinen Snacks besteht die Möglichkeit, sich mit Künstlern und weiteren Gästen im Gespräch auszutauschen.

Es ist die 109. Ausstellung, seit Dr. Gerhard Wobser im Jahr 1995 die Fabrikgalerie initiierte. Hier durfte der Dank an den Kunstkreis Lauda-Königshofen und seine beiden Vorsitzenden Norbert Gleich, der von Anfang an die Reihe mit betreute, und Hanni Schifferdecker nicht fehlen. Von den über 100 Besuchern, die Dr. Gunther Wobser willkommen hieß, seien hier besonders die Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel (SPD) und der neue Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Tauberfranken Peter Vogel genannt und unter anderem auch der Vorsitzende des Kunstvereins Tauberbischofsheim Volker Weidhaas.

"Die aktuelle Ausstellung ist", wie Dr. Wobser betonte, "ein absoluter Kontrast zur vorherigen, räumlich dominanten und abstrahierten Kunst von Professor Ben Willikens in sehr zurückhaltenden Farben"; in Agnes Looses naturalistischen Bildern sind meisterliche Wiedergabe von Natur und Farbe Trumpf. Zauberhafte Gärten und Blumenarrangements wetteifern mit wildbewegtem Meer und Portraits. In seiner Laudatio zeigte sich Kunstkreis-Vorsitzender Norbert Gleich erfreut, Agnes Loose und ihre Werke vorstellen zu dürfen, die bereits seit 1980 zu den Mitgliedern des Kunstkreises zählt und deren Ausstellung in der Galerie "Das Auge" 2011 zum Publikumsmagnet wurde. Zur Malerei kam sie über die Fotografie, mit der sie in schwarz-weiß nie das ausdrücken konnte, was sie sah. So entschloss sie sich zum Malen. In Zeichen- und Malkursen entwickelte sie ihr Talent, bestritt erste Ausstellungen und kam 1980 zum Kunstkreis. Stimmungen möchte sie ausdrücken, nicht einfach nur etwas darstellen. Auch die Abstraktion ist nicht das, was Agnes Loose liebt. "Ihr Ding ist", so sagt Norbert Gleich, "bei aller Nähe zur Fotografie nicht die Dokumentation, sondern die Inspiration und etwas zu interpretieren, das ist eine ganz persönliche Angelegenheit."

In den Monaten Februar und März 2013 zeigt die Bad Mergentheimer Künstlerin Jana Inka Krenk einen Querschnitt ihres Schaffens in der LAUDA FabrikGalerie. Die gebürtige Pragerin, Jahrgang 1956, ist von Beruf diplomierte Volkswirtin und Dozentin an der Fachhochschule Heilbronn. In ihrer Freizeit hat sie sich der Malerei, genauer gesagt, der Intuitiven Malerei verschrieben. Die Intuitive Malerei ist eine Faszination, die sich stets weiter entwickelt und immer neue Abenteuer bietet. Die Bilder sprechen in ihrer eigenen Sprache und ihre Botschaften sind voll Phantasie, Freude und Gelassenheit. Mit einer technischen Vielfalt wie Öl, Acryl, Aquarell und diversen Mischtechniken gestaltet sie überwiegend abstrahierte Landschaftsbilder. Ihre ausdrucksstarke, farbenfrohen und teils verträumten Bildmotive inspirieren den Betrachter immer wieder auf das Neue.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende März 2013 zu besichtigen.

Susanne Bauer aus Neckarsulm beschäftigt sich in ihrer Malerei mit dem Arbeitstitel „Der Kreislauf des Lebens“. Dabei stehen religiöse und metaphysische Fragen nach dem Werden und Vergehen im Vordergrund. In 13 Arbeiten auf Papier und Leinwand, die alle in den vergangenen drei Jahren entstanden sind, wird die Metamorphose einer Stein-Form als immer wiederkehrendes Motiv dargestellt. Die kantigen, rechtwinkeligen und geometrischen Bereiche gehen in die organischen, amorphen oder gar aufgelösten Bereiche über und stellen so – mit malerischen Mitteln – den Kreislauf von „Werden, Vergehen und Neuwerden“ dar.

Nahezu harmonisch und ergänzend fügen sich die gefertigten dreidimensionalen Plastiken und Skulpturen von Holger Thullner aus Distelhausen in die ausgestellten Bilder von Susanne Bauer ein. In einer Vielzahl an unterschiedlichen Darstellungsformen und Arbeitstechniken werden Fragmente des menschlichen Körpers in gestreckter, teil überdehnter Weise gezeigt, in dessen Partien tiefe Versenkungen und Durchdringungen bis hin zur Auflösung sichtbar werden. Aber auch zeitkritische Themen aus Vergangenheit und Gegenwart finden in seinen Arbeiten eine dreidimensionale Umsetzung.

Die Doppelausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Mai 2013 zu besichtigen.

Christiane Versbach, aus dem Würzburger Stadtteil Versbach, will mit ihrer abstrakten Acrylmalerei und ihren facettenreichen Farbspielen den Betrachter förmlich einfangen. Ihre eindrucksvollen Kunstwerke, in kräftigen Farben aufgetragen und mit einem glänzenden Firnis überzogen, bringen die Augen sprichwörtlich zum Leuchten. Durch die collageartige Einarbeitung von Spachtelmasse, Mosaiksteinen, Windowcolors und Pappe erzielt sie in ihren Arbeiten eine zusätzliche plastische Wirkung. Dabei halten sich Spannung und Harmonie in ihren Arbeiten die Waage. „Meine Bilder sollte man nicht beschreiben“, so Christiane Versbach. Ob sie den Betrachter erreichen, berühren und erfassen, liegt an jedem Einzelnen, der sich auf dieses stille Zwiegespräch einlässt. Es ist die Magie der Farben, die uns fasziniert, Gefühle weckt, zum Träumen bringt und uns ein Stückchen von dem „Hier und Jetzt“ entführt.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Juli 2013 zu besichtigen.

Die Ausstellung des Tauberbischofsheimer Künstlers Hans Kreim wurde am Montag, den 5. August 2013 im Rahmen der Ma(h)lzeit von 12:30 bis 13:00 Uhr in der LAUDA FabrikGalerie eröffnet. Hierzu waren zahlreiche Kunstfreunde aus nah und fern gekommen.

Der in Impfingen lebende Künstler ist im Kunstkreis Tauberbischofsheim engagiert und durch seine Aquarellmalerei, eine Technik, in der er seine Sensibilität für Farbe, Form und Stimmungen besonders gut zum Ausdruck bringt, bestens bekannt.

In den letzten Jahren entdeckte Hans Kreim die Ölmalerei für sich und schuf eine Vielzahl von ansehnlichen Bildern von form- und farbkräftiger Aussage. Die Motive dieser Gemälde waren größtenteils aus der Welt der Architektur entnommen. Aus dieser Phase stammten viele der in der FabrikGalerie gezeigten Arbeiten.

Die Bilder aus der Welt der Architektur waren für die kunstinteressierte Bevölkerung von Anfang August bis Ende September 2013 in der LAUDA FabrikGalerie nach Anmeldung während der Geschäftszeiten zu besichtigen.

Eine neue Ausstellung von Leo Stang wurde Anfang Oktober 2013 in der LAUDA FabrikGalerie im Rahmen der Ma(h)lzeit eröffnet. Hierzu waren zahlreiche Kunstfreunde erschienen. 

Leo Stang, in Assamstadt geboren und aufgewachsen, war bereits im Kindesalter ein Junge mit viel Fantasie. Parallel zu seiner beruflichen Karriere als Heizungsbauer und später Technischer Leiter von drei Altenpflegeheimen hat Mitte der 90er Jahre seine Begabung und seine Liebe zur Malerei wiederentdeckt. Die technische Seite dieser Kunst erarbeitete er sich in mehreren Mal- und Zeichenkursen unter anderem bei Rudi Neugebauer. 

Stangs Werke pendeln zwischen Traum und Wirklichkeit. Seine großformatigen Bilder in Aquarell und Acryl mit Tusche sind Reflexionen aus seinem persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichem Umfeld. Sie laden zum Träumen ein, regen die Fantasie an und entführen den Betrachter in völlig neue Bewusstseinsebenen. 

Die „Traumbilder“ von Leo Stang in der LAUDA FabrikGalerie sind in den Monaten Oktober bis Ende November 2013 während der Geschäftszeiten nach Anmeldung zu besichtigen.

 

Lauda-Königshofen, 6. Dezember 2013 – Der Tradition folgend eröffnete der Temperierspezialist auch dieses Jahr am ersten Donnerstag im Dezember eine Kunstausstellung in seinen Hallen – Dieses Jahr eine der besonderen Art. Der international renommierte Künstler Professor Ben Willikens stellt dort bis Ende Januar 2014 ausgewählte Arbeiten von 2011 bis 2013 aus. Sein Sujet der „Räume“ passt zur aktuellen Umgestaltungsphase bei LAUDA; erst Ende November hatte der Weltmarktführer „neue Räume“ – ein Logistikzentrum und eine Produktionshalle – eingeweiht. Zur neunzehnten Vernissage in der FabrikGalerie kamen über 200 geladene Kunstfreunde.

In den vergangenen Jahren hat sich viel bei LAUDA getan. Das starke Umsatzwachstum auf über 60 Millionen Euro und das Überschreiten der 400-Mitarbeiter-Grenze erforderte ein Neugestalten der internen Prozesse und schließlich auch den Bau neuer Industriebauten. „Als Weltmarktführer haben wir den Anspruch, unsere Produkte und Prozesse ständig zu erneuern“, so der Geschäftsführende Gesellschafter von LAUDA, Dr. Gunther Wobser. „Auch das architektonische Gesicht von LAUDA in der Region hat sich geändert. Die beiden großzügigen Neubauten zeigen das in eindrucksvoller Weise.“

Die Ausstellung des renommierten Kunstprofessors und ehemaligen Rektors der Akademie der Bildenden Künste in München, Ben Willikens, passt ideal in diese Phase der Neugestaltung bei LAUDA. Der Kunsthistoriker Professor Dr. Walter Grasskamp schreibt in seinem Buch „Gespräche mit Ben Willikens“: „Über vier Jahrzehnte hinweg haben die malerischen und grafischen Arbeiten des Künstlers die historischen und symbolischen Dimensionen des Raums ausgelotet.

Einsetzend mit klinischen Interieurs, hat Willikens die Thematik des Raumes über die menschenleeren Variationen des Abendmahls und die tektonischen Gegenbilder bis hin zu den Bauten des Nationalsozialismus verfolgt, denen die Serie Orte gewidmet ist. Angesiedelt zwischen den Polen einer sachlichen Klaustrophobie und einer lichtgesättigten „Metaphysik des Raumes“ (Heinrich Klotz) sind die Veduten von Willikens mehr als Architekturbilder, nämlich Versuche, den Raum als Metapher der Befindlichkeiten des Menschen zu erfassen.“

Die Einführung in die Ausstellung und Laudatio über den Künstler übernahm Dr. Marc Gundel, Direktor der Kunsthalle Vogelmann und der Städtischen Museen Heilbronn. Lena Willikens, Musikerin aus Köln und Tochter des Künstlers, begeisterte die Gäste mit ihrer modernen, auf die Ausstellung ihres Vaters zugeschnittenen Musikgestaltung des Abends.

„Wir freuen uns, dass wir Ben Willikens durch seine besonderen Beziehungen zur Region und zu unserem Unternehmen für die LAUDA FabrikGalerie gewinnen konnten“, erklärt Dr. Gunther Wobser. „Wir wünschen allen Betrachtern dieser besonderen architektonischen Kunst viel Vergnügen und eine spannende Auseinandersetzung mit der faszinierenden Interpretation der Räume.“

In der LAUDA FabrikGalerie stellen seit 1995 alle zwei Monate Künstler, meist aus der Region, ihre Werke vor. Insgesamt wurden bereits über 100 Ausstellungen organisiert, die in dem jährlich erscheinenden Kunstkalender dokumentiert sind. Die einmalige und hochkarätige Ausstellung von Ben Willikens in der FabrikGalerie ist noch bis Ende Januar 2014 auch für kunstinteressierte Besucher geöffnet. Eine Anmeldung ist erwünscht, per E-Mail an anmeldung@lauda.de oder per Telefon unter 09343 503-0.

Seit Anfang Februar bis Ende März 2012 zeigt die Autodidaktin Doris Tuma aus Lauda-Königshofen ihr künstlerisches Schaffen in der LAUDA FabrikGalerie. Anfang der 90er Jahre fing sie zaghaft an, sich mit der Bildenden Kunst zu beschäftigen. An Aquarell- und Ölfarben fand sie Gefallen, konnte mit diesem Medium gut umgehen und hatte auch erste malerische Erfolge. Um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, wurde sie Mitglied im Kunstkreis Lauda-Königshofen e.V. Ihr Ziel war es in dieser Zeit, sich technisch und künstlerisch weiterzubilden.

Die Teilnahme an den Sommerakademien in Trier, Bad Reichenhall und Schwalenberg (1994-2000) war für sie der Schlüssel zur eigenen kreativen Entwicklung. Diese dort erworbenen Erkenntnisse führten zu der ihrer heute eigenen stilistischen Aussage. Sie liebt Serien, zeigt damit Veränderungen der Formen und die Sicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Mit Vorsicht legt sie Hand an, tastet sich in das Bild, in die Skulptur oder in eine Collage hinein. Harmonie und Wirkung will sie erreichen, dabei ist sie immer auf der Suche nach der seelischen Mitte. Dies gilt insbesondere bei ihren Arbeiten mit Speckstein. Ihre Bilder und Skulpturen sind Reaktionen, sagt die Künstlerin, auf eigene Veränderungen, auf Notwendigkeiten, die im Laufe der Zeit zu persönlichen Wegweisern geworden sind und sich in ihren Arbeiten widerspiegeln. In ihren neuesten Kreationen verarbeitet sie mit Vorliebe „Schwemmholz“, das sie vorwiegend aus den bayerischen Gebirgsflüssen- und Seen bei ihren Urlaubsreisen findet. Mit viel Liebe zum Detail, einer ungehörigen Portion an Kreativität und in harter Handarbeit, veredelt sie diese ausgewählten Findlinge mittels Blattgold in einzigartige Unikate, zu echten Goldstücken. Diese neuen Arbeiten sind erstmalig in der LAUDA FabrikGalerie zu besichtigen.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende März 2012 zu besichtigen.

Die Bilder und Zeichnungen der Mosbacher Künstlerin Gudrun Schillinger strahlen Kraft und Sinnlichkeit aus und nehmen mit ihrer Farbintensität und Leuchtkraft den Betrachter gefangen. Eindeutig steht der Mensch, genauer gesagt der weibliche Körper im Mittelpunkt des Schaffens der Künstlerin.

Mit einer breiten, weichen Konturlinie lässt die 1942 in Mannheim geborene Malerin in ihren Bildern die Figur von einem farbintensiven Hintergrund entstehen und verzichtet zu Gunsten der großen Form gänzlich auf die Widergabe von Details. Collagehaft integriert Gudrun Schillinger textile Elemente. Als Malgrund verwendet sie grobe Leinwand, Rupfen, aber auch transparente oder semitransparente Materialien wie Vlieseline, Pauspapier oder Organza, die wiederum den Bildträger durchscheinen lässt. Besonders ansprechend sind die kräftigen Farben, die wie die Oberfläche ein eigenständiges Bildmittel und Gestaltungsmerkmal bleiben. Die farbige Gestaltung greift auf das gesamte Bildformat über, die Struktur der Bildoberfläche lässt Figur und Grund zur Einheit verschmelzen. Eindrücke der besonderen Art holt sich Gudrun Schillinger auf ihren zahlreichen Reisen. Es ist der Versuch, sich durch die ungewohnte Umgebung anregen zu lassen und die Atmosphäre eines Ortes einzufangen, nicht selten über eine spezifisch vibrierende Farbigkeit. Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist für die kunstinteressierte Bevölkerung noch bis Ende Mai 2012 während der Geschäftszeiten nach Anmeldung zu besichtigen.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Mai 2012 zu besichtigen.

Der heute 73-jährige Kunstmaler Reinhard Framke wurde 1939 in Mecklenburg geborgen, ist in Köln aufgewachsen und seit einigen Jahren in Freiburg ansässig. Unter dem Motto: „Die Natur und ihre Schönheit“ sind seine Ausstellungen bekannt. Doch nicht nur die Natur spiegelt sich in seinen Bildern. Oft sind es Seelen- und Gemütszustände, Traumwelten, die sich auch bei längerem Einwirken nicht ins Gegenständliche auflösen und verflüchtigen. Oft ist es ein Meer von Formen und Farben, das den Betrachter als erstes gefangen nimmt und in dem sich Berge und Seen, Wälder und Wiesen, Blumen und Blüten verbergen. Stilelemente des Impressionismus aber auch des Expressionismus findet man in diesem vielseitigen Spiel der Farben, das noch wenig konkretes verrät, aber Stimmungen vermittelt, wie aus dem Nebel steigen gegenständliche Formen und Objekte auf; klar gezeichnet oder mit feinem Pinsel aufgetragene Blumen, Blüten und Blätter, aber auch Tiere, vor allem Vögel, die den Betrachter aus der Welt des Gefühls, des Traumes wieder zurückholen und zu sagen scheinen: „Schau her, hier ist die Wirklichkeit“, es gibt mich nicht nur in deiner Vorstellung. Wer die Ausstellung sieht, kann sich kaum vorstellen, dass Reinhard Framke auch schon Motive mit technischem Hintergrund gemalt hat, so etwa eine Industrielandschaft, die man ohne weiteres in die Chefetage eines großen Chemiekonzernes hätte hängen können. Alle seine Arbeiten sind auf Leinwand gemalt, mit Acrylfarben in verschiedenen Techniken, wie Spachtel- Collage oder Mischtechnik.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Juli 2012 zu besichtigen.

Kurzbiograpgie Hermann Trabold

Hermann Trabold, 1961 in Königheim geboren, hat bereits mit 17 Jahren während seiner Ausbildung zum Holzmechaniker großes gefallen am Drechselhandwerk gefunden. Die spätere Fortbildung zum Holztechniker und die Teilnahme an diversen Workshops waren Grundlage für die stetige Weiterentwicklung seines Hobbys.

Der Künstler bevorzugt Obst und Laubhölzer von Streuwiesen und Waldstücken aus der hiesigen Region, wobei er vorwiegend Wurzelhölzer, Astgabelungen und teilverstocktes Holz für seine Kunstwerke einsetzt. Jedes Stück hat seine eigene, unverwechselbare Sprache. Es erzählt von seinem Wesen und von äußeren Umständen, wie z. B. Standort, Klima und Krankheiten. Risse, Pilze und Narben gehören zur Geschichte des Baumes und bergen in sich eine eigene Ästhetik, die formbildend in den Entstehungsprozess eines Objektes einbezogen werden.

Auf zahlreichen Ausstellungen wie im Palatin in Wiesloch, diversen Kunstmärkten im Odenwald oder erst kürzlich im Kloster Bronnbach beim Kunstmarkt „Unikat sucht Liebhaber“ konnten seine Werke begutachtet werden.

Kurzbiographie Bettina Haller

Bettina Haller wurde 1971 in Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz, geboren. Nach Schulbesuch und Abitur folgte 1990 bis 1995 das Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Fachbereich Buchgestaltung. Im Verlauf des Grundstudiums absolvierte sie die unterschiedlichsten Kurse und erlernte grafische Drucktechniken, eine spezielle Hinwendung zum Holzschnitt erfolgte während des Fachstudiums bei Prof. Rolf Felix Müller. 1995 erhielt Bettina Haller das Diplom (Künstlerbücher). Während des Meisterschülerstudiums bei Prof. Karl-Georg Hirsch von1995 bis 1998 beschäftigte sich Bettina Haller intensiv mit der Technik des Acrylstiches, der nun neben dem Holzschnitt und dem Fertigen von Künstlerbüchern den Hauptanteil ihrer Arbeit als freiberufliche Grafikerin in Chemnitz (seit 1998) und Betreiberin einer kleinen Druckwerkstatt für künstlerischen Handpressendruck einnimmt (SONNENBERG-PRESSE, Aufbau mit Andrea Lange, jetzt mit Birgit Reichert. Seit 1992 nahm sie an zahlreichen Ausstellungen und Buchmessen im In- und Ausland teil.

Über ihre Acrylstiche schreibt Matthias Zwarg: "Es sind Bilder der Entschleunigung, Illustrationen zu einem Märchen von der wiedergefundenen Zeit - die diese Zeit dem Künstler und dem Betrachter abverlangen und sie ihm gleichzeitig schenken. Er kann sich verlieren im feinen Gespinst der Flächen und Linien, des Schwarz und Weiß der Strukturen und manchmal versteckten Gegenstände, der selten angedeuteten Personen. Menschen haben Bettina Hallers Traum- und Phantasielandschaften meist schon verlassen, aber oft haben sie etwas zurückgelassen - einen Stuhl, ein Spielzeug, ein Papierschiffchen, das sich den Weg durch "Minos´ Gärten" bahnt - Reste der Zivilisation, die dem Land das Idyllische nehmen und es ins Reich der Kunst führen, wo sie Artefakte der Enttäuschung und der Erwartung gleichermaßen sind."

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende September 2012 zu besichtigen.

Eine neue Ausstellung mit Bildern und Objekten von Johann Stadler wurde am Dienstag, den 2. Oktober 2012 im Rahmen der Ma(h)lzeit von 12:30 bis 13:00 Uhr in der LAUDA FabrikGalerie eröffnet. Über die Bundeswehr kam der gebürtige Bayer zum Standort Lauda und trat bereits 1977 in den Kunstkreis Lauda-Königshofen e. V. ein. Zwischenzeitlich hat er an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland teilgenommen und hat sein Schaffen auch in mehreren Einzelausstellungen präsentiert. „In den gezeigten Landschaftsbildern von Stadler kann man spazieren gehen“. Daneben findet der Künstler auch Gefallen daran, altes Holz mit interessanten Strukturen und Formen neu in Szene zu setzen.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende November 2012 zu besichtigen.

Zur traditionellen Jahresabschluss-Vernissage Anfang Dezember 2012, wurde die neue Ausstellung mit dem Titel „What do you do?“ des katalonischen Künstlers Bernat Daviu in der LAUDA FabrikGalerie eröffnet. Dazu konnte Dr. Gunther Wobser rund 200 geladene Kunstfreunde aus Nah und Fern begrüßen.

Der junge Maler und Performance-Künstler Bernat Daviu stammt aus der Region Girona in Katalonien. Er studierte Bildende Kunst am Central Saint Martins College of Art and Design in London, einer der renommiertesten Kunsthochschulen in Großbritannien und Europa. Nach seinem Kunststudium in London hat er sich mit zahlreichen Ausstellungen und Performances in verschiedenen europäischen Ländern mit erst 27 Jahren ein beachtliches internationales Renommee erarbeitet. Dieses Jahr war er Finalist beim John Moores Painting Prize, dem renommiertesten Kunstwettbewerb Englands, der seit 1957 von der Walker Art Gallery in Liverpool vergeben wird.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Januar 2013 zu besichtigen.

Konrad Schmid, Jahrgang 1959, geboren in Rotthalmünster absolvierte nach seiner Schulzeit von 1974 bis 1977 eine Schriftsetzerlehre. Von 1980 bis 1992 war er als Buch-/Offset-Drucker und Grafiker tätig. Bereits seit 1982 versuchte er sich in seiner Freizeit in verschiedenen künstlerischen Drucktechniken wie der Radierung, Lithographie sowie dem Linol- und Holzschnitt. In zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen präsentierte er seine Arbeiten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz, Ungarn, Tschechien, Norwegen, Kanada, Japan, Italien und Jordanien. Seit 1992 ist er freischaffend tätig. In einem von ihm gegründeten Eigenverlag vertreibt er eine Reihe handgesetzter Bucheditionen und betreibt ein Atelier in Passau. Seine Werke sind inzwischen in verschiedenen Galerien im In- und Ausland sowie in öffentlichen Räumen zu sehen.

Konrad Schmids Holzschnitte sind wie folgt zu charakterisieren: „Nicht mit der Fülle der Farben und Formen, die das Auge hinreißen und überschwemmen, möchte er Begeisterung wecken, sondern mit ganz entgegengesetzten Mitteln, mit Andeutungen, mit Abstraktion und Reduktion. Diese Ästhetik verschiebt die Betonung von der äußeren Form auf einen geheimeren inneren Gehalt, der keine Schranken kennt und sich ins Endlose erstreckt. Schönheit entfaltet sich nur im freien Raum, selbst geringe und alltägliche Dinge gewinnen an Bedeutung, wenn der Raum sie umspült“. Ihren besonderen ästhetischen Reiz beziehen die Arbeiten von Konrad Schmid einerseits aus ihrer Konzeption, andererseits aus ihrer drucktechnischen Qualität. Der Künstler zieht alle seine Holzschnitte in kleinen Auflagen von Hand ab. Die Ausstellung in der FabrikGalerie ist von Dezember 2011 bis Ende Januar 2012 für die kunstinteressierte Bevölkerung nach Anmeldung zu besichtigen.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Januar 2012 zu besichtigen.

Im Rahmen der bereits obligatorischen „Ma(h)lzeit“ gab es in der FabrikGalerie Druckvorführungen, bei denen Norbert Gleich in die Technik seiner Arbeiten und die Geschichte seiner Holzschnitte einführte. Norbert Gleich ist Mitbegründer des 1977 ins Leben gerufenen Kunstkreises Lauda-Königshofen e.V. und noch heute als Vorsitzender (Organisation) tätig.

Norbert Gleich wurde 1940 in Waldbüttelbrunn bei Würzburg geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Feinmechanikerlehre und betätigt sich bereits seit 1954 künstlerisch als Autodidakt. Bereits seit 1975 beschäftigt sich der ehemalige Berufssoldat intensiv mit der Technik des Holzschnitts.

Die Arbeit an einem Holzschnitt erfordert handwerkliches Geschick, ein hohes Maß an Disziplin, Konzentration, Materialkenntnis und Geduld. Gerade an einem Farbholzschnitt mit mehreren Platten erstreckt sich der Arbeitsprozess über mehrere Tage, ja Wochen.

Seine Motive werden ausschließlich in seiner kleinen Werkstatt „hoch über den Dächern von Lauda“ zeichnerisch/bildnerisch erarbeitet und Grafisch umgesetzt. Es liegt in seiner Absicht, keine großen Druckauflagen zu erzielen. Es ist sein Bestreben im Umgang mit dem Medium Holz und den genutzten Grundfarben immer wieder neue Gestaltungsmöglichkeiten zu finden, was zwangsläufig zu geringen Druckauflagen im so genannten „Handabzugsverfahren“ führt.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende November 2011 zu besichtigen.

Ines Falcke alias ines j. plauen wurde 1965 in Plauen geboren. Von 1983 bis 1989 studierte Sie an der Kunstakademie in Dresden. Nach erfolgreichem Studienabschluss ist Sie als Kunstlehrerin und Dozentin tätig. Bereits seit 1995 ist Sie auch als freischaffende Künstlerin aktiv. In der Zeit von 1993 bis heute beteiligte Sie sich an verschieden Projekten und Ausstellungen unter anderem in den USA, Frankreich, Italien und Deutschland. Ihre Arbeitsbereiche finden sich in der Malerei, der Grafik und der Plastik. In dem vor kurzem von Ihr erworbenen „Haus Eigenregie“ in Eschenbach werden zukünftig Galerie, Kunst, Film, Lyrik, Konzerte und Workshops angeboten.

Sie ist Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund e. V., BDK-Fachverband für Kunstpädagogik und im Kunstverein Plauen. Kontakt: inesj.kunst@googlemail.com.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende September 2011 zu besichtigen.

Marianne Adam, Jahrgang 1954, fühlte sich schon seit frühester Kindheit der Malerei hingezogen. Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule in ihrem Heimatort Külsheim absolvierte Sie eine Lehre als Bauzeichnerin.

1974 gründete Sie eine Familie. Als junge Mutter gab sie ehrenamtlich Malunterricht an der Hauptschule in Külsheim und richtete später eine Mal-AG ein. 1997 wurde Sie Gründungsmitglied im Kunstkreis Külsheim.

Zwischenzeitlich mietete Marianne Adam ein Atelier an, in der Sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Zeit und Muse findet ihrer Leidenschaft, „dem Malen“ nachzugehen.

Inzwischen hat die Künstlerin in verschiedenen Städtchen wie Külsheim, Wertheim, Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Saarbrücken usw. ihre Arbeiten ausgestellt und auch verschiedene Preise gewonnen, zum Beispiel 1. Preis beim „Deutschen Kunstpreis der Hobby und Freizeitmaler in Saarbrücken“ unter der Schirmherrschaft von Oskar Lafontaine.

Ihr Motto: „Learning by doing“. Das Interessante für Sie in ihrer Malerei ist nicht nur das Ziel (das fertige Bild), sondern vor allem der Weg dahin. Malerei und auch die Musik leben von Fantasie in grenzenloser Freiheit, ohne die die Welt viel viel ärmer wäre.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Juli 2011 zu besichtigen.

Gudrun Reinheimer, Jahrgang 1950, geboren in Brensbach im Odenwald.

Bereits 1987 belegte die Mutter von zwei Töchtern beim Kunstkreis Tauberbischofsheim, erste Kurse für Aquarellmalerei. Weitere künstlerische Fortbildung mit Studien der abstrakten Malerei im Atelier „MM“ Bad Mergentheim, gefolgt von einer Studienreise in die Provence sowie weitere Besuche von Mal- und Zeichenkursen in Herrenberg, Bad Mergentheim und beim Kunstkreis Tauberbischofsheim.

Seit 2009 nimmt sie für drei Jahre an der Ausbildung „Freie Malerei“ der Freien Akademie für Kunst und Kreativität (akkrea), Ober-Ramstadt, teil. Bei dieser Ausbildung handelt es sich um eine ganzheitlich orientierte Kunstausbildung bei der sowohl die Grundlagen moderner Malerei vermittelt werden als auch Raum für individuelle Ausgestaltung gelassen wird.

Zitat Gudrun Reinheimer: „Meine Leidenschaft ist die Malerei. Durch sie kann ich mich ausdrücken und mitteilen“.

Ihre Art von Malerei lebt zum einen von einer sensiblen Wahrnehmung innerer und äußerer Impulse, von denen aber nie ein Diktat, sondern immer nur Inspiration ausgeht. Zum anderen zeichnet sie sich durch eine eigentümliche und originelle Art des Ausdrucks aus, der sich frei von jeglichen technischen oder inhaltlichen Zwängen entfalten kann.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Mai 2011 zu besichtigen.

Kurzbiographie

1977

In Bad Mergentheim geboren

1983-1994

Konventioneller schulischer Werdegang mit Fachschulreife

2002-2005

Studium am Institut für bildende Kunst und Kunsttherapie in Bochum

Studiengang Illustrations-Design, Schwerpunktthema fotorealistische Darstellung

Seit 2008

Ausstellungen:

  • Galerie "das Auge" Lauda
  • Sparkasse Bad Mergentheim
  • Marien Apotheke Bad Mergentheim

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende März 2011 zu besichtigen.

  • wurde 1975 in Lichtenstein/Sa. geboren
  • hat Schauwerbegestalterin und Heilerziehungspflegerin gelernt
  • arbeitet zur Zeit in einer Sozialtherapeutischen Einrichtung
  • seit 1996 zeigt sie Personalausstellungen (u. a. in Lichtenstein, Stollberg, Hohenstein-Ernstthal, Glauchau,   Chemnitz, Schmölln, Burgstädt, Göpfersdorf, Bad Reichenhall, Zwickau…)
  • stellt in Gemeinschaftsausstellungen aus
  • beteiligt sich an internationalen Kleingrafikbiennalen
  • nimmt seit 2001 am jährlich stattfindenden Holzbildhauersymposium in Göpfersdorf teil
  • 2003/2005 Beteiligung an internationalen Bilhauersymposien in Glauchau und im Daetz-Centrum, Lichtenstein
  • schreibt Lyrik und Textpublikationen sowie für Künstlerkataloge z. B. S.O.Hüttengrund, Peter Zaumseil, Katalog   Göpfersdorfer Kunstaktion
  • betätigt sich als Laudatorin bei Vernissagen
  • Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende September 2010 zu besichtigen.

Zehn Mitglieder der Gruppe „Ombre et Lumière“ aus der Partnerstadt von Lauda-Königshofen, Boissy-St. Léger, präsentieren in der LAUDA FabrikGalerie von Anfang Dezember 2010 bis Ende Januar 2011 ihre Arbeiten:

Jean-Marc Alric malt Pastelle in der Tradition der französischen Impressionisten.
E-Mail: jeanmarc.alric@get-your-addresses-elsewhere.sfr.fr

Die Liebe von Madeleine Deffieux gilt der Ölmalerei und thematisch insbesondere der Landschaftsmalerei.
E-Mail: m.deffieux@get-your-addresses-elsewhere.free.fr

Die Malerin Marie Christine Delvas verwendet in ihren Gemälden neben Öl- und Acrylfarben weitere Werkstoffe, um die Atmosphäre der Bilder zu beeinflussen.
E-Mail: delvas@get-your-addresses-elsewhere.hotmail.fr

Claude Evrard verarbeitet in seinen gegenständlichen Ölbildern Imagination, die er aus Reisen und Entdeckungen speist.
E-Mail: claudeevrard@get-your-addresses-elsewhere.orange.fr

„Die Umwelt mit anderen Augen wahrnehmen“ ist der künstlerische Impetus der Aquarellmalerei von Danielle Gachet.
E-Mail: danielle.gachet@get-your-addresses-elsewhere.free.fr

Line Germani findet die Anregungen für ihre figurative Ölmalerei in der Natur und auf Reisen.
E-Mail: line.germani@get-your-addresses-elsewhere.free.fr

Karin Langevin hat sich in einer langen Karriere von der gegenständlichen Malerei zur Verwendung abstrakter Themen gewandt.
E-Mail: karine.langevin@get-your-addresses-elsewhere.online.fr

Louis Leray hat sich auf Aquarellmalerei spezialisiert.
E-Mail: leray.louis@get-your-addresses-elsewhere.free.fr

Jean Marc Mellier nimmt die Zeichnung als Grundlage für seine in verschiedenen Maltechniken ausgeführten Werke.
E-Mail: jeanmarcmellier@get-your-addresses-elsewhere.yahoo.fr

Die Autodidaktin Orsolina Tessier thematisiert vor allem Spiegelungen und Sonnenuntergänge.
E-Mail: orsolina@tessier@orange.fr

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Januar 2011 zu besichtigen.

Hans-Georg Mayer wurde 1962 in Haslach i. K./Schwarzwald geboren und besuchte die Akademien für Gestaltung in Freiburg und Garmisch-Partenkirchen. Heute lebt der Künstler in Tauberbischofsheim. Sein Spektrum geht über die reine Malerei hinaus und zeigt auch Spuren seines Studiums für Form- und Raumgestaltung/Innenarchitektur sowie seine zahlreichen Weiterbildungen im gestalterischen Bereich.

Der Künstler liebt starke Farben als Ausdrucksmittel. Bei allen seinen in mehreren Ölschichten aufgetragenen Werken sind konkrete Abbildungen bis zu einem gewissen Maße reduziert. So ergibt sich nicht selten eine Kumulation der Fläche in Spachteleffekte. Diese sichtbaren Muster sind nicht realistisch, sondern führen losgelöst vom Gegenstand ein poetisches Eigenleben. Die leuchtende Wirkungskraft der Farben erfährt durch klare Linien des Raumes ein faszinierendes Ambiente.

Und dann sei da noch die Farbe: das dominante Rot. Mit Rot kombiniert Hans-Georg Mayer, mit Rot rhythmisiert er auch. Rot als kräftige Farbe der Emotion, teilweise begrenzt durch Linien oder herausgehoben durch Akzente, bringt die Bilder zum Erleben und suggerieren Wärme, Lebensfreude, Kraft und Energie. Das Betrachten macht auch dem ungeübten Auge Spaß, weil es sich nicht nur bei den roten Bildern um ein Feuerwerk der Farben handelt - „Mayer stellt Poesie dar.“Seine Bilder finden nicht nur große Resonanz in der Region, darüber hinaus, z.B. auch in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende November 2010 zu besichtigen.

Seine Kunst hat es bereits in ein Schulbuch des Klett-Verlages geschafft – nun stellt Manfred Knabe einige Monate nach der Präsentation seiner Collagen in der Kunstkreis-Galerie "das auge" auch in der FabrikGalerie LAUDA Dr.R.Wobser aus. Bei der neu eingerichteten Ma(h)lzeit erläutern die jeweils ausstellenden Künstler in einer Mittagspause der Firma LAUDA interessierten Belegschaftsmitgliedern ihre Werke und stehen auch bei Fragen Rede und Antwort. Einen Einblick in Leben und Schaffen des Künstlers gab Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen.

Manfred Knabe, als ausgebildeter Offsetdrucker 26 Jahre in Werbeagenturen tätig, absolvierte danach eine künstlerische Ausbildung in Zeichnen und Kompositionslehre, lernte bei renommierten Künstlern verschiedene Drucktechniken, Batik, Emaille-Arbeiten, Malen und Töpfern, dazu kam noch Unterricht in Kreativität und Typografie. In den 60er Jahren bestritt Knabe mehrere Ausstellungen im "Ländle" und übernahm als Urlaubsvertretung Kunsterziehung von Kindern und Jugendlichen in den von ihm erworbenen Techniken. Seit 2001 widmet sich Manfred Knabe wieder verstärkt der Kunst, stellt im Stuttgarter Raum und erstmals in der Galerie "das auge" beim Kunstkreis Lauda-Königshofen aus. Im Oktober 2006 erringt er eine neue Auszeichnung – einige seiner Collagen werden im Rahmen eines Mozart-Events am Goethe-Institut Melbourne an die Wand des Konzertsaales projiziert.

Als Mitglied des Kunstkreises Lauda-Königshofen präsentiert Knabe seine eigenwilligen Werke auch in den Gemeinschaftsausstellungen wie beispielsweise in der aktuellen Jubiläums-Ausstellung "30 Jahre Radweg Liebliches Taubertal"; sein "Mountain of Bikes" ist eine Bild gewordene Wortspielerei. Nun also sind seine kreativ verfremdeten Portraits, darunter Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang Goethe, Albert Einstein oder auch Marilyn Monroe (um nur einige zu nennen) zwei Monate lang in der FabrikGalerie LAUDA zu sehen, wo man sie während der Geschäftszeiten bewundern und den Besuch im ausgelegten Gästebuch dokumentieren kann.

Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann bis Ende Juli 2010 zu besichtigen.

Ma(h)lzeit! Bei der Firma LAUDA erhielt dieser etwas saloppe Mittagsgruß eine neue attraktive Bedeutung; unter diesem nur leicht modifizierten Begriff gibt es nun anlässlich neuer Ausstellungen um die Mittagszeit eine lockere Zusammenkunft, um die ausstellenden Künstler und ihre Werke etwas näher kennenzulernen. Ein Aushang in der Firma informiert die Belegschaft über das Angebot, "am Aufbautag einer Ausstellung zu Beginn der Mittagspause nach einer kurzen Einführung in die Ausstellung durch den Künstler, sich 'vor Ort und live' mit dem Aussteller zu unterhalten…und die Möglichkeit, die ausgestellten Exponate tiefer zu hinterfragen – und damit besser zu verstehen".

Bereits im Jahr 1995 entstand die FabrikGalerie LAUDA; ein neues Forum für Künstler aus dem Taubertal und darüber hinaus. Dr. Gerhard Wobser initiierte damals diese Reihe und bot damit auch der Belegschaft und seinen Geschäftspartnern eine immer wieder neue ansprechende Umgebung. Nun führt Sohn Dr. Gunther Wobser als sein Nachfolger in der Geschäftsleitung diese Reihe kontinuierlich fort und erweitert sie durch das genannte kleine "Highlight"; er zeigte sich bei der "Premiere" erfreut über die zahlreiche Teilnahme aus der Belegschaft an der neuen "Malzeit". Seine Grundidee sei, so betonte er, auch damit "die Kunst zu den Menschen zu bringen" – vielleicht auch einem größeren Personenkreis das Interesse für Kunst zu vermitteln. Die Vorstellung des aktuellen Ausstellers Gerd Vetter lag in den Händen von Norbert Gleich, der von Anfang an als Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen die Ausstellungen in der FabrikGalerie begleitete.

Es sind surreal anmutende Gebilde und Wesen, die unter den Händen von Gerd Vetter oft über Monate entstehen; gelegentlich liegen sogar Jahre zwischen Beginn und Vollendung eines Werkes. Bis zum Jahr 2000 waren es ausschließlich Kohle und Bleistift, mit denen Vetter seine Funde aus der Natur zu Papier brachte, nicht ohne sie dabei zu verfremden, ihnen die Gestalt ganz eigener Fabelwesen zu geben. Nach dem Jahr 2000 hat die Farbe in seine Arbeiten Einzug gehalten; in der Hauptsache sind es Ölgemälde, deren feinen Pinselstrich man einfach nur bewundern kann. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Kunst ist für Vetter, wie Gleich bemerkt, "Besinnung auf sich selbst: Den Gedanken freien Lauf lassen können, reflektieren über viele Dinge, u. a. auch die Bedeutung der entstehenden Motive erörtern…Das Arbeiten in den beschriebenen Bereichen hat zum Ziel, das auszudrücken, was man nicht in Worte fassen kann." Der Betrachter steht vor Bildern von ganz eigenem Reiz, vor Werken wie "Weg ins Nichts", Labyrinth oder "Flugunfähig", die auch seine Fantasie anregen und beschäftigen.

Diese sehenswerte Ausstellung steht bis Ende Mai jedermann während der Geschäftszeiten der Firma Wobser offen; die Verantwortlichen freuen sich über alle Besucher(innen), die den Weg in die FabrikGalerie finden und vielleicht sogar ihre Gedanken zur aktuellen Präsentation im ausgelegten Gästebuch festhalten.

In der LAUDA FabrikGalerie sind von Anfang Februar bis Ende März 2010 Bilder von der heute in Ravenstein-Merchingen lebenden Künstlerin Gisela Gatzke-Diefert zu besichtigen. Gisela Gatzke-Diefert, die 1939 in Wilhelmshaven geboren wurde und dort über 20 Jahre ihrer beruflichen Laufbahn als Finanzkauffrau verbrachte, kam 1980 ins Liebliche Taubertal. Hier arbeitete sie weitere zehn Jahre als Immobilienmaklerin in Tauberbischofsheim und verlegte mit Eintritt in den Ruhestand ihren Wohnsitz nach Merchingen. Damit verbunden war eine völlige Neuorientierung: Sie entdeckte ihr Maltalent, absolvierte 2004 ihren ersten Kurs bei Rudi Neugebauer und stellte bereits ein halbes Jahr später erstmals ihre Werke im Merchinger Schloss aus. Die Autodidaktin stellte fest, dass sie in der Malerei ihre Ideen ausleben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann. Nachdem die ersten Schritte getan waren, ist Gisela Gatzke-Diefert in einen regelrechten Malrausch gefallen und hat in wenigen Monaten rund 60 Bilder geschaffen. Dabei entdeckte sie die Acrylmalerei, die ihrer Geschwindigkeit durch die kurze Trockenzeit entgegen kam. Im Laufe der Zeit veränderten sich die Bilder durch Entwicklung, Erfahrung und den Austausch mit anderen in Technik und Lebendigkeit.

Die Künstlerin sucht in ihren malerischen Experimenten stets nach Neuem. Inzwischen umfasst ihr Schaffenswerk alle möglichen Stilrichtungen von naturalistischen Blumen- und Landschaftsdarstellungen über interessante Städte-Skylines bis zu völlig abstrakten Farbkompositionen. Schon allein die Farbgebung, mal kräftiges Rot, mal Gelb oder Grün, überträgt durch ihre Intensität Emotionen auf den Betrachter. Gisela Gatzke-Diefert hinterlässt flüssige Spuren auf dem Malgrund, wie angedeutete menschliche Körper in der Landschaft - oder verwandelt Städte zu kubistischen Skulpturen, wobei sie sich weniger, dafür umso leuchtenderer Farben der Farbskala bedient.

Bei einem Besuch der Ausstellung in der FabrikGalerie können sich Kunstinteressierte von der Wirkung der Emotionen und den erweckenden Farben überzeugen lassen. Die Ausstellung ist in den Wochentagen von Montag bis Freitag während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für jedermann noch bis Ende März 2010 zu besichtigen.

„Diese Art der Malerei ist nicht gerade zeitgemäß. Dennoch ist es eine Freude zu sehen, dass es – bei allem Schund der zurzeit auf dem Kunstmarkt zu finden ist – noch Künstler gibt, die handwerklich so sauber und solide arbeiten wie die Magischen Realisten.“ Mit diesen Worten beschrieb einer der Besucher der Dezember – Vernissage in der Lauda FabrikGalerie die Bilder der Petersburger Künstlergruppe, die hier noch bis Ende Januar 2010 ausgestellt sind. Seine Stimme blieb nicht allein. Die Magischen Realisten malen in ihren Stillleben fast ausschließlich mit der Lupe und erreichen damit selbst beim einfachsten Gegenstand höchste handwerkliche Präzision: in der feinen Franse einer Decke, im zarten Flügel eines Insekts oder in den Sprüngen einer zerschlagenen Tasse. Viele dieser Feinheiten sind vom Betrachter wiederum auch nur mit der Lupe zu entdecken.

Mit ihren zumeist kleinformatigen Bildern erzählen die elf jungen russischen Maler Geschichten des Alltags, von ihrer häuslichen Umgebung, von den Gegenständen, die sie umgeben, mit denen sie leben, die sie gebrauchen. Und so steckt die Magie ihrer Kunst vielleicht weniger in den Bildern selbst, als in der Art und Weise, wie sie entstehen und wodurch ihnen Leben eingehaucht wurde.

Bereits 1989 schloss Viktor Harms, ihr Entdecker und Mentor, die Magischen Realisten der Akademie für Kunst und Kultur in St. Petersburg zu einer Künstlergruppe zusammen, die sich vor allem der Aquarellmalerei und hier besonders der Verfeinerung der Maltechniken widmet. In seiner Einführung in die Ausstellung hob Viktor Harms auf die Einfachheit der Bilder ab, die nicht den Menschen zeigten aber seine Spuren deutlich machten. So komme oft dem „kleinsten Detail größte Bedeutung“ zu, weshalb die Bilder in ihrem „schlichten Ausdruck und bescheidenen Format“ eine „meditative Betrachtungsweise“ verlangten. Die Bildstrukturen entstehen nach den Worten von Harms durch die Verwendung feinster Pinsel, Lichteffekte kommen durch Kratzen in der Farbschicht zustande, was den Bildern eine „dreidimensionale Wirkung“ verleihe.

Die Lebensumstände der Magischen Realisten bestimmen auch ihre künstlerische Arbeit, so Viktor Harms. Sie lebten bescheiden, ihr Atelier sei zugleich ihre Wohnung, die gemalten Gegenstände dienten zum täglichen Gebrauch. Neben ihrem handwerklichen Können zeichne die Künstler „Improvisationstalent, Furchtlosigkeit vor Herausforderungen und Eigenverantwortung“ aus – „eine ganz andere Mentalität“, als sie in westlichen Ländern vertraut sei. „Es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt“ resümierte Viktor Harms und verwies auf eine stolze Ausstellungsbilanz der Magischen Realisten in Washington, Prag, London, New York und in zahlreichen Städten in Deutschland.

Ein Abend ganz im Zeichen Russlands, der auch deutlich machen sollte, wie vielfältig und lebendig die Geschäftsverbindungen der Firma zu diesem Land und zu ihrer Vertriebsgesellschaft Lauda Wostok in Moskau sind, betonten die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter, Dr. Gerhard Wobser und Dr. Gunther Wobser, in ihrer Begrüßung der rund 200 Gäste zur 15. Vernissage und inzwischen 84. Ausstellung seit Bestehen der FabrikGalerie.

„Der Russe liebt Gefühl und Poesie und immer auch Melancholie“, das habe er auf seinen Reisen nach Russland erleben dürfen, sagte Dr. Gunther Wobser. Und das spiegle sich in den Bildern der Magischen Realisten wider, die beim Betrachten „anfangen, sich zu bewegen, zu atmen und zu leben.“ „Das neue Russland“ zeichne sich trotz seiner riesigen Ausmaße und seiner zahlreichen Widersprüche „heute durch Wissen, Präzision und Ehrlichkeit aus – ein Stück davon findet sich in dieser Ausstellung wieder.“

Malerei und Musik, jeweils sorgsam ausgewählt von Dr. Gerhard Wobser, ergänzen sich bei den Vernissagen in der FabrikGalerie jedes Jahr auf besondere Weise, wie auch diesmal durch den Gesang des St. Peters – Quartetts, ebenfalls in St. Petersburg zu Hause. Mit den Sängern Anatoli Lumonov (Tenor), Arseni Garibian (Tenor) Igor Kroushelnitski (Bass) und Pavel Napálkov (Bariton) kam die „russische Seele“ hier stimmgewaltig und gefühlvoll in den traditionellen Liedern wie Moskauer Nächte, Wolgaschiffer, Abendglocken oder Stenka Rasin zum Ausdruck. Man schenkte ihrem treuherzigen Bekenntnis, dass „Deutschland ihre musikalische Heimat“ sei, gerne Glauben, denn sie fanden auch in Lauda mit ihrem Gesang den stürmischen Beifall ihrer Zuhörer. - Wie seit vielen Jahren geht auch der Erlös aus dem, während der Vernissage angebotenen, Lauda Kunst – Kalenders mit sechs Blättern der Ausstellungen 2009 dem Verein „Hilfe für Kinder in Not“ Lauda zu.

Die Ausstellung „Magische Realisten aus St. Petersburg“ ist in der Lauda FabrikGalerie ab sofort bis Ende Januar 2010 von montags bis freitags zu den Geschäftszeiten der Firma LAUDA DR. R. WOBSER geöffnet.

Lauda. In ihrer künstlerischen Arbeit geht es der Heidelberger Künstlerin Margarethe Krieger immer um den Menschen. Er steht im Mittelpunkt und füllt als Portrait oder mit kleinen Gruppen tausende von Blättern, von denen ein kleiner Ausschnitt ihres Schaffens der vergangenen 40 Jahre in der Ausstellung „Menschen“ der FabrikGalerie Lauda Dr. Wobser bis Ende November zu sehen ist. In einer kleinen Vernissage mit rund 40 Gästen sprach Dr. Gerhard Wobser über die wachsende Beliebtheit der FabrikGalerie als Forum für Künstler der Region und darüber hinaus, wie die aktuelle Ausstellung mit Werken von Margarethe Krieger, die von Dieter und Barbara Kerschkowsky (Lauda) angeregt und vorbereitet wurde. Für die wesentliche Hilfe beim Drucken der Holzschnitte mit seiner Kniehebel – Presse und bei der Hängung der Ausstellung dankte Dieter Kerschkowsky dem Vorsitzenden des Kunstkreises Lauda – Königshofen, Norbert Gleich, dem er einen der Holzschnitte überreichte.

Im Mittelpunkt also der Mensch: in Grenzsituationen, im Ausnahmezustand, der Mensch in Lebensphasen, die Entscheidungen fordern, der verfolgte, gedemütigte, geschundene Mensch, der Demut und Barmherzigkeit ebenso kennt wie Hochmut und Bosheit. Der große Ernst in den Bildern von Margarethe Krieger und die überwiegend abgründigen, dunklen und tragischen Facetten des dargestellten Menschen, kommt auch durch die von ihr bevorzugten Techniken: Holzschnitte in Schwarz – Weiß, Rohrfeder – und Kohlezeichnungen, frühe Radierungen. Entschlossen und kräftig, sicher und irgendwie radikal hat sie mit wenigen klaren Schnitten ihre ausdrucksstarken Menschenfiguren in groben Brettern umrissen. Für ihre Rohrfederzeichnungen auf zumeist großformatigen Büttenblättern verwendet sie zur Feder gespitztes Rohr aus stabilem Reet oder Bambus und Tusche.

Vor allem aber sind es die Themen ihrer Bilder, die sie beschäftigen, mit denen sie sich bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung auseinandersetzt, die den beschwörenden Ernst und die Traurigkeit ausmachen, die den Betrachter durch die Ausstellung begleiten. Wer sich aber auf die Bilder einlässt, sich ein wenig Zeit nimmt und erkennt, wie sich das Geflecht graphischer Linien zu einem Ausdruck formt, der seelische Befindlichkeiten klärt, die Ruhe eines Augenblicks oder seine Ruhelosigkeit deutlich macht, für den werden sie transparent und erscheinen plötzlich nicht mehr so dunkel und schwermütig, wie ein oberflächlicher Gang durch die Ausstellung vermitteln mag.

Die Portraits bedeutender Schauspieler zeigen nicht nur die Kunst Margarethe Kriegers, mit wenigen Strichen einen Charakterkopf zu zeichnen, sondern auch ihre enge menschliche Verbundenheit mit diesen Künstlern. Mit ihrer Neugier auf Menschen spürt sie auch deren Geheimnissen nach und hält sie im Bild fest. So in den Portraits des großen französischen Mimen Michel Simon, von denen mehr als fünfzig im Museum ihn La Ciotat in Südfrankreich zu sehen sind, in dem der dokumentarische Nachlass des Schauspielers aufbewahrt wird. Oder die Bilder des Bühnen – und Filmschauspielers Oskar Werner, dem bedeutenden Hamlet – Interpreten, mit dem die Künstlerin dreißig Jahre lang eine innige Freundschaft verband. In späteren Jahren begegnete sie dem alternden O.W. Fischer, dem sie in zahlreichen Bildern und in einem Buch mit seinen Gedichten ein Denkmal setzte. Auch von den Schauspielern Peter Passetti und Klaus Löwitsch existieren zahlreiche Portraits.

Das zweite große Thema ihrer Kunst sind ihre Interpretationen zu Werken der Weltliteratur: Shakespeares Hamlet, Goethes Faust, Cervantes Don Quichotte, Bert Brechts Dramen aber auch die Gedichte von Ana Simon oder ihre Hommage an die Dichter Bergengruen und Fechter. – Von besonderer Intensität ist ihre Auseinandersetzung mit biblischen Themen – „Der verlorene Sohn“, „Der barmherzige Samariter“ oder „Das Buch Ruth“ - und ungemein eindrucksvoll schließlich ihr Zyklus „Jüdische Passion“, mit dem sie die Schrecken des Holocaust verarbeitet.

Seit einem Schlaganfall vor drei Jahren ist Margarethe Krieger halbseitig gelähmt – eine Katastrophe für sie als Künstlerin. Doch hat sie mit großer Energie und mit ihrer linken Hand und dem Bleistift weit über hundert großartige Männer – und Frauenköpfe gezeichnet, die weicher, fast schwerelos wirken und auffällig anders sind, als alles vorher von ihr Geschaffene. Es scheint, dass sie mehr denn je aus tiefer gelegenen Wahrnehmungsbereichen schöpft, die ihren Blick, ihre Kunst, sanfter und heller machen. Ein Wort von Oskar Werner über sich und seine Arbeit: „Ich wollte nur eines, das Leid zum Singen bringen“, könnte auch die Kunst der Margarethe Krieger beschreiben.

Margarethe Krieger wurde 1936 in Heidelberg geboren. Sie studierte Kunst, Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie und lehrte am Gymnasium in Weinheim Kunsterziehung und Deutsch. Ihre Bilder waren und sind in zahlreichen Ausstellungen im In – und Ausland, und hier vor allem in der Schweiz und in Frankreich, zu sehen. Sie hat mehr als 30 Bücher illustriert und Preise für ihr künstlerisches Werk erhalten. In Lauda weilte sie oft als Kind und war vor rund 20 Jahren mit Bildern ihrer „Jüdischen Passion“ in der Dokumentation über „Jüdische Schicksale an Neckar und Tauber“ im Rathaus in Lauda vertreten. Die Ausstellung „Menschen“ ist im Oktober und November von Montag bis Freitag zu den Geschäftszeiten geöffnet.

Von Anfang August bis Ende September 2009 stellt in der LAUDA FabrikGalerie der im vogtländischen Cossengrün lebende und arbeitende Künstler Uwe Klos seine Bilder aus. An der thüringisch-sächsischen Grenze, einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend, entstehen seine Bilder. Als Maler, Zeichner, aber auch als Fotograf hat er sich nicht nur im Raum Gera und im Bundesland Thüringen einen Namen gemacht. Uwe Klos lebt und arbeitet mehr oder weniger zurückgezogen, doch keineswegs einsam, in spartanischer Umgebung und ohne nennenswerte Bindungen zu den Bewohnern des Ortes, dafür aber in tiefer Verbundenheit zu Natur und Garten. Gern und stets vergnüglich betont er sein Dasein als „unabhängiger Selbstversorger“, der seiner Berufung, dem Bildermachen, nahezu kompromisslos Folge leisten kann. Er verarbeitet Eindrücke, die von außen kommen sowie eigene Lebenserfahrungen. Das Ergebnis sind expressiv angelegte Bilder von ungestümer Wildheit und erzählerischer Kraft. Diese Landschaften und Gebilde lassen sich vornehmlich als innere Landschaften deuten, als Formulierungen, die sich nicht selten als träumerische Improvisationen, als in Farbe gefasste Emotionen verstehen. Seine Welt sind leuchtende, kräftige Farben, die er mit bewundernswerter Leichtigkeit und einem sicheren Gefühl für Rhythmus, Kontraste und Klänge erkundet und reflektiert. „Die Welt ist eine Ansammlung von Farbflecken“, hatte einst schon der englische Schriftsteller John Ruskin verkündet.

Doch immer seltener finden sich in Uwe Klos jüngeren, großformatigen Leinwandbildern Zeichen und Symbole, die Augen und Gedanken führen könnten. Auch die Linie, gern mit dem Stil des Pinsels durch die Farbe hindurchgezogen, scheint zugunsten einer aus Farbmassen bestehenden Malerei zunehmend an Relevanz zu verlieren. Konzeptionell wichtiger dagegen werden „Schichtungen“, als Schichten von Farben, als übereinandergelegte Gedanken, als Erinnerungsebenen, als abgelegte und zugleich zu bewahrende Ereignisse. Die im Jahr 2008 entstandenen, ausschließlich der Farbe Rot gewidmeten Malereien verweisen auf diesen Werkkomplex. Wie aufwändig, beinahe quälend der Bildentstehungsprozess sein kann, dokumentiert Uwe Klos auf den Rückseiten der Leinwände: tagesbuchähnlich notiert er das jeweilige Datum der Bearbeitung. Vollendet ist ein Werk erst dann, wenn es „klingt“, gleich einer gelungenen musikalischen Komposition. Erst dann hat es Gültigkeit. Und dann, so der Maler, wünscht er sich für sein Bild einen Raum, in dem die Betrachter die Kraft seiner von Lebensfreude und Zuversicht geleiteten Formulierungen erleben können und erfahren, dass er der Welt etwas Schönes, Unverwechselbares hinzugefügt hat. Die klingende und farbige Ausstellung können Interessenten während der Geschäftszeiten nach Anmeldung in der LAUDA FabrikGalerie besichtigen.

Unter diesem Motto gibt seit Anfang Juni 2009 der Künstler Ingo Maria Sternberg (bürgerlicher Name: Richard Hauck) in der FabrikGalerie in Lauda einen Einblick in das Spektrum seines künstlerischen Schaffens. „Immer positiv nach vorne schauen“ getreu seinem Motto begibt sich Sternberg immer mehr auf die europäische Bühne. Seine Bilder sind graphisch gestaltete Zauberwelten, eingebettet in eine fantastische 3-D-Miniatur-Dimension. Die künstlerisch aufwändig arrangierten Lebensszenerien bieten eine Fülle von Details, welche das Auge festhalten und zum Erforschen anregen. Faszinierend dabei ist die Symbiose von kreativen und poetischen Kunstanteilen. Die meditativen, motivierenden und auch humorvollen Zitate, Aphorismen und Gedichte runden die Kunstobjekte zu einem exklusiven und harmonischen Ganzen ab. Jedes Werk ist ein Unikat und wird in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Seine Gattin Ulrike, die ihn in allen Belangen tatkräftig unterstützt, ist hierbei stetige Begleiterin und oftmals auch notwendige, aber ebenso hilfreiche Kritikerin. Kunst ist „in“. Museen sind wieder populär und warten mit Shops, Jazznächten, Restaurants und Weinpartys auf. Sie werden mehr und mehr wie Unternehmen geführt und sind zunehmend damit befasst, Ausstellungen zu organisieren, Werke zeitgenössischer Künstler anzukaufen, in Auftrag zu geben oder gar als „Produzenten“ zu fördern. Auch das internationale Business bewegt sich zunehmend auf dieses Thema zu. Nicht nur um für sich selbst ein attraktives und wertsteigerndes Ambiente zu gestalten, sondern vor allen Dingen auch dann, wenn es darum geht, verdiente Mitarbeiter mit außergewöhnlichen und werthaltigen Preisen zu motivieren und auszuzeichnen. So zählen bekannte Firmengrößen wie z. B. die „Deutsche Bahn AG“, die „Porsche AG“, die „Deutsche Vermögensberatung“, die „Maritim-Hotelgruppe“, die „Würth-Gruppe“ oder auch der „FC Bayern“ zu seinen Kunden. Aber auch Privatpersonen, wie etwa der Boxer Axel Schultz, die Sängerin Cornelia Froboess, Karl-Heinz Rummenigge, haben schon Objekte von Ingo Maria Sternberg in ihren Räumen hängen. Eine ganz besondere Arbeit durfte er in 2006 für den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder fertigen. Neben seinen künstlerischen Objektarbeiten ist Ingo Maria Sternberg heute für eine deutschlandweit führende Druckerei im Kalendermanagement sowie in Design und Entwicklung tätig. Ebenso ist derzeit ein bundesweites Künstlerverzeichnis in Planung, welches die Kunstschaffenden der Bundesrepublik (sowohl Profis als auch Hobby-Künstler) mit ihren Werken samt Biographie in einem deutschlandweiten Web-Portal präsentieren wird. Neugierige können sich jetzt schon unter der E-Mail: info@artara.de vormerken lassen. Interessenten können die Werke während der Geschäftszeiten nach Anmeldung in der LAUDA FabrikGalerie besichtigen.

In der FabrikGalerie der Firma LAUDA gibt es für die nächsten zwei Monate wieder eine neue Ausstellung. Dr. Ulrich Jost, seit 30 Jahren als Arzt im Taubertal und seit 23 Jahren Mitglied im Kunstkreis Lauda-Königshofen, stellt allerneueste Werke aus. Als komplettes Ensemble waren sie noch nirgends zu sehen, wenn auch zwei der insgesamt 16 Exponate bereits anlässlich des Stadtjubiläums in Bad Mergentheim gezeigt wurden. Nun feiert diese künstlerische Ausdrucksform Premiere im Hause LAUDA Dr. Wobser, tatkräftig unterstützt vom Kunstkreis Lauda-Königshofen mit seinem Vorsitzenden Norbert Gleich. Mit 12 Jahren begann Jost zu fotografieren, interessierte sich bereits als Gymnasiast für die Bildenden Künste. Doch die beruflich-wissenschaftlichen Aspekte hatten erst einmal Vorrang. Nicht zuletzt die Mitgliedschaft im Kunstkreis Lauda-Königshofen weckte seine künstlerischen Ambitionen wieder; Jost absolvierte Mal- und Keramikkurse, wurde von mehreren Fotografenmeistern in der Region gefördert (kritisch, wie er selbst anmerkt) und beteiligte sich an mehreren Ausstellungen. Prämierungen bei regionalen und nationalen Fotowettbewerben, eigene Ausstellungen als Fotograf, Grafiker, Maler und Keramiker folgten. Auch der Kunstkreis konnte in seinen Gemeinschaftsausstellungen stets auf ihn und seine immer wieder neuen und überraschenden Arbeiten zählen. Im Jahr 2000 schuf Dr. Ulrich Jost für eine Ausstellung in der Kunstkreis-Galerie seine "Gnomaliens" - diese skurrilen plastischen Wesen verkörpern eine fantastische Mischung von Gnomen und Aliens – und weckte damit viele neugierige Fragen nach Material und Technik. Mit der aktuellen Ausstellung betritt der vielseitige Künstler wieder Neuland. Die Synthese von Fotografie, digitaler Bildbearbeitung mit allen nur möglichen Rafffinessen und dem Druck auf hochwertige Malerleinwand, fachmännisch auf Spannrahmen aufgezogen, ergibt Bilder von ganz eigenem Reiz. Jedes einzelne dieser künstlerisch bearbeiteten Fotos, darunter ein besonders gelungenes Exemplar vom Oberen Tor in Lauda, gibt wie die oben erwähnten Gnomaliens Rätsel auf über seine Entstehung. Auch Dr. Gerhard Wobser und die Kunstkreis-Mitglieder, denen Dr. Jost bei einem Rundgang einige seiner Bilder erklärte, ließ er nur ein wenig "in die Karten schauen". Diese außergewöhnliche Ausstellung steht allen Interessierten während der Geschäftszeiten der Firma LAUDA zur Besichtigung offen. irg/Bild:Jung 

Von Februar bis Ende März 2009 sind in der LAUDA FabrikGalerie Bilder der in Bad Mergentheim lebenden Malerin Marie-Therese Schmahl zu besichtigen. Die 1959 in Trier geborene Autodidaktin kam durch ihren Ehemann im Jahr 1992 nach Bad Mergentheim. Schon seit frühester Kindheit zeigt sie Interesse an künstlerischen und kunsthandwerklichen Dingen. Mit interesse verfolgte sie schon als Kind die Bleistiftzeichnungen ihres Vaters. Bedingt durch ihre Ausbildung als Krankenschwester und die spätere Konzentration auf die Familie wurde das Interesse an der Malerei zwischenzeitlich in den Hintergrund gedrängt. Um sich wieder auf ihre Fähigkeiten als Malerin einzulassen, brauchte sie einen Anstoß. Durch den Tod eines mit ihr verwandten und bekannten Bonner Malers, Paul Magar, lies sie sich wieder inspirieren und an die in ihr schlummernden Talente erinnern. Schon immer auf der Suche, wie wohl jeder künstlerisch veranlagte Mensch, finden sich in den Werken von Marie-Therese Schmahl die unterschiedlichsten Stilrichtungen und Ausdrucksmöglichkeiten: von Collagen mit unterschiedlichen Materialien bis hin zu Farben und Formen leise sprechender Bilder. Ihre Motivwahl besteht aus entscheidenden Augenblicken, die in einer ansprechenden Farbfreudigkeit mit kubistischen Spuren ihre Umsetzung finden. Titel wie „Herrenrunde, „Trennung“, „Auf zum Tanz“ und „Umarmung“, um nur einige zu nennen, fordern von den Besuchern der Ausstellung, dass sie Zeit und Muse finden, sich auf die unterschiedlichen Ansätze der Bilder einzulassen und das entsprechende Bild zu finden. Die ausgestellten stimmulierenden Exponate in dezenter Spachteltechnik sind in der LAUDA FabrikGalerie während der Geschäftszeiten nach Anmeldung für Kunstinteressierte noch bis Ende März 2009 zu besichtigen.

Die in Wendelstein bei Nürnberg lebende Künstlerin Kathinka Collin-Schönberg wurde am 24. Juni 1953 als - wie sie sich selbst bezeichnet - „schwarzes Schaf im Schwalbennest oder Kuckuck in der Herde“ geboren. Kurze Zeit später habe sie angefangen, "Regenwürmer zu sammeln, zu malen und zu zeichnen“. An der Kunstakademie Nürnberg wurde sie von Professorin Margarethe Zimmermann unterrichtet, den Professoren Hans Wiedemann und ganz besonders von Hermann Wilhelm, der sie in der Malklasse über viele Jahre betreute. Ihre Arbeit findet sie in "der Malerei, dem Tanz, und den Pferden“, (Reihenfolge ist chronologisch) wie sie sagt, und diese sind ein Dank an ihre Tiere und Menschen im Jenseits und hier, die ihr geholfen haben, das Leben lebenswert zu gestalten. Geprägt durch ihre Umwelt, deren Einflüsse und persönliche Erfahrungen, versucht sie, diese in ihren großformatigen Ölpastellbildern wiederzugeben. Die nahezu transparent wirkenden, mehrschichtigen Lasuraufträge mit farbverwandten Schattierungen und einer zum Teil hintergründigen Thematik - unter anderem in Form optischer Täuschungen - regen den Betrachter zum Nachdenken an. Vielfach ist in ihren Werken eine Anzahl von Rätseln eingebaut, die einer ganz persönlichen Lösung bedürfen. Die Künstlerin sucht in ihren Arbeiten einen Mittelweg zwischen figurengebundenem Ausdruck und freier Pantomime. Die Farb- und Ausdrucksintensität sowie der tänzerisch leichte Gestaltungsaufbau ihrer Bilder zeugen von der unverkennbaren Handschrift Kathinka Collin-Schönbergs. Titel wie „Auf und davon", "In Paradiesum", "Vor? Oder zurück?", "Die nackige Meia", "Heilige Elisabeth oder Pferdeharfe“ um nur einige zu nennen, inspirieren den Betrachter mit einer intensiven, nahezu philosophischen Ausdruckstiefe. Die ausgestellten vielschichtigen Ölpastell-Bilder sind in der LAUDA FabrikGalerie noch bis Ende November 2008 für interessierte Kunstfreunde während der Geschäftszeiten und nach Anmeldung unter Telefon 09343 503-0 zu besichtigen.

Armand Warin wurde 1944 in Lyon geboren und studierte 1962 an der dortigen „Ecole des Beaux-Arts“. Da ihm das Kunststudium zu traditionell und akademisch erschien, gab er noch im selben Jahr auf und ging jobbend auf Reisen. Von 1962 bis 1965 bereiste er Nordeuropa. Es folgte eine mehrmonatige Schiffsreise entlang der Küste Indiens, von 1965 bis 1967 ein zweijähriger Aufenthalt in Afrika sowie eine sechsmonatige Reise durch Spanien. Auf diesen langen Auslandsreisen lernte Armand Warin die verschiedensten Zivilisationen und deren künstlerische Ausdrucksformen kennen, die seine Entwicklung stilistisch und thematisch entscheidend prägten. 1968 kehrte er nach Paris zurück, wo er als Maler und Innenarchitekt arbeitete. Er entwickelte einen von Le Corbusier angeregten, abstrahierenden, klaren Stil, in dem vor allem runde und abgerundete Formen vorherrschten. 1972 verließ er die hektische Metropole Paris und kaufte ein altes Bauernhaus in der Bretagne, wo er sich selbstständig machte. In den achtziger Jahren entschloss er endgültig, sich der Malerei zu widmen und als Maler in Deutschland zu leben. Zunächst verschlug es ihn in den Heidelberger Raum, vor allem in die kleine, aber kunstaufgeschlossene Stadt Sinsheim, ehe er 1987, im Jahr der Documenta, nach Kassel ging, um Kontakte mit Museumsfachleuten und Künstlern zu knüpfen. Nach dieser Zeit des künstlerischen Austausches und „Documenta-Rummels“ erhielt er in Frankreich mehrere Angebote, so dass er von 1988 bis 1990 wieder in Paris lebte und arbeitete. Danach zog es ihn wieder nach Deutschland, genauer nach Frankfurt/Main und 1991 wieder nach Sinsheim. Ab 1996 wendet er sich in seiner Schaffensphase vom Motiv zur Abstraktion hin und arbeitet gelegentlich auch an Skulpturen. Unzählige Auftragsarbeiten, viele Ausstellungen in renommierten Instituten und Firmen sowie in namhaften Galerien sind der Vita des Künstlers zu entnehmen. Seit dem Jahr 2007 lebt und arbeitet der Künstler in seiner eigenen Galerie in Seckach im Odenwald vor den Toren Heidelbergs. Hier verfeinert er seine einzigartige Arbeitstechnik „Lackfarben auf Aluminium“, deren Farbverläufe mit außergewöhnlichen Mitteln immer wieder aufs Neue viele Menschen faszinieren. Eindrucksvolle, leuchtende Farben mit anmutenden Farbverläufen und ungewöhnlichen Formen lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen. Einen Teil der neueren einzigartigen Werke stellt der Künstler von Mitte August bis Ende September 2008 in der LAUDA FabrikGalerie aus. Kunstfreunde sind eingeladen, während der Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag in der Zeit von jeweils 8.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 16.00 Uhr, sowie am Freitag, von 8.00 bis 12.00 Uhr die Arbeiten des „Meister der Farben“ bei freiem Eintritt zu besichtigen.

In den Monaten April bis Ende Mai 2008 sind in der LAUDA FabrikGalerie dezente Farbholzschnitte von Christa John aus Weil der Stadt zu besichtigen. Die Künstlerin Christa John wurde 1941 in Polsnitz, Schlesien geboren. Sie entdeckte den Holzschnitt für ihr künstlerisches Schaffen relativ spät. Nach dem Studium an der freien Kunstschule Stuttgart lag der Schwerpunkt viele Jahre in der Temperamalerei. Zwischendurch entstanden Kreide-, Pastell- und Tuschezeichnungen, Gouachen und Monotypien. Im Jahre 1996 besuchte sie eine Ausstellung von Horst Janssen. Seitdem ist der Holzschnitt ihr Ausdrucksmittel Nummer eins, und sie schafft sehr malerische Holzschnitte, in denen auch die Zeichnerin zum Ausdruck kommt. Die handwerkliche Arbeit hat HAP Grieshaber einmal wie folgt beschrieben: „Im Prozess des Schneidens wird die Dynamik aus Gewaltsamkeit, aus Glück und Verzweiflung ausgelotet. Das Drucken selbst ist die Überraschung, das Erlebnis, ist Rausch des Machens und gleichzeitig Kontrolle darüber.“ Der Widerstand des Holzes ist Christa John lieber, als die Weichheit des Linoleum. Expressivität steht bei dieser Druckform eher im Vordergrund als das subtile Detail. Der Holzschnitt, so die Künstlerin, zwingt zur Reduktion auf das Wesentliche. Ihre Motive spürt die Künstlerin meist auf Wanderungen und Reisen auf. Beispiele werden auch in dieser Ausstellung gezeigt. Das Tessin, in dem Palmen neben Kastanien wurzeln und die Agave wächst, dessen Täler smaragdgrün schimmernde Flüsse durchziehen und dessen Dörfer aus Steinhäusern bestehen, die sich an die steilen Hänge klammern, hat auf Schriftsteller und Künstler schon immer eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Christa Johns Liebe gehörte von Anfang an dem ländlichen, dem ursprünglichen Tessin – abseits der Städte, der Autobahn und anderen lauten Straßen. Die ausgestellten Holzschnitte Tessin I, III und IV spiegeln diese Ursprünglichkeit wider. Die Stimmung, die von Holzschnitten ausgeht, und die Farben sind charakteristisch für die Täler wie das Valle Onsernone, das Valle Maggia oder das Valle Verzasca. Eine Wanderung im Herbst durch Weinberge inspirierte zu dem Sujet „Weinland“. Rebstöcke bilden Rebzeilen, Rebzeilen bilden Reblandschaften, deren Erscheinungsbild vor allem im Spätherbst an Kontrast und Reiz gewinnt und geradezu nach künstlerischer Umsetzung schreit. Das Auge kann sich nicht satt sehen an diesem Patchwork aus Blättern in Hellrot, in Dunkelrot und Orange, in Gelb und Gelbgrün. Die ausgestellten Motive Weinland I bis IV gehören zusammen, weil sie einander ergänzen. Sie sind gespiegelt und jeweils positiv und negativ ausgeführt. Man muss nicht unbedingt Weinliebhaber sein, um sich am Bukett zu berauschen, das diese Bilder verströmen. Das Sujet „Formation“ zeigt eine Folge von Gesteinsgeschichten, die sich in einem größeren erdgeschichtlichen Zeitraum abgebildet haben. Ein Porphyritsteinbruch stand Modell für die Motive Formation I und II sowie für das Motiv Landschaft mit Steinbruch. Ein Aufenthalt am Meer inspirierte die Künstlerin zur Holzschnittserie „Maritimus“ (lat. zum Meer gehörig, am Meer befindlich). Wellen hinterlassen Arrangements aus Tang, Muscheln und Steinen. Festgehalten ist der flüchtige Zustand eines Augenblicks, der von der im nächsten Moment heranrollenden Welle verformt wird. Die sehenwerte Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist für Kunstinteressierte während den Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9.00 bis 12.00 sowie von 13.00 bis 16.00 Uhr und am Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr zu besichtigen.

Es lebe das Leben, so der Titel der neuen Ausstellung von Ingrid Pfeffer, die seit dem 18. Februar bis Ende März 2008 in der LAUDA FabrikGalerie für Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Malerin Ingrid Pfeffer, geborene Götz wurde 1967 in Mosbach (Baden) geboren und ist eine künstlerische Autodidaktin. Dort hat sie auch ihr Atelier und ihren Wohnsitz. Im Jahr 1996 absolvierte die Künstlerin Studienlehrgänge in „Grafik-Design“ bei der Fachhochschule Hagen. Neben ihrer Teilzeittätigkeit in den Bereichen Grafik und Werbung, arbeitet sie als freischaffende Künstlerin.

Wenn die Malerin Ingrid Pfeffer einen Pinsel in die Hand nimmt, wird dieser gleich von Herzen gelenkt. Ihre Bilder und Gemälde sind Ausdruck ihres Empfindens, Gefühle bestimmmen die Farb-Kompositionen. Die Künstlerin hält sich nicht an traditionelle Malmethoden oder Farbgebungen, sie empfindet und denkt in Farben.

Vielleicht hat sie es gerade diesem Umstand zu verdanken, dass sie einen eigenständigen Stil entwickelt hat. Sie ist nie der Versuchung erlegen, die Werke großer Meister zu kopieren. Die Gemälde von Ingrid Pfeffer zeigen die Seele des Dargestellten – ungeschmikt. Ihre Bilder trägt sie lange Zeit im Kopf und im Herzen, lässt sie reifen und wachsen, bis sie in spontaner Eingebung Verwirklichung finden – finden müssen. Sie malt mit Acrylfarben großflächige abstrahierte Kompositionen auf Leinwand, setzt fotorealistische Stillleben mit Pastellkreide auf Velourspapier um und gibt Kindern aus den Krisengebieten dieser Welt mit Kohlezeichnungen ein Gesicht. Sie schafft Gemälde – die als geballte Kraft einer explosiven seelischen Entladung den Betrachter fesseln. Ihre Bilder sprechen eine Sprache, die jeder versteht.

Regelmäßige Mal-Aufenthalte im In- und Ausland, in Frankreich, Italien, Peru oder Mexiko und die Begegnungen mit den Menschen sind ihre Inspiration. Die in der FabrikGalerie ausgestellten Bilder zeigen Hoffnung, Liebe, Schönheit, Einsamkeit und Schmerz – in nahezu allen Facetten des Lebens. Die sehenswerte Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist für Kunstfreunde während der Geschäftszeiten von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 16.00 Uhr zu besichtigen.

Text entnommen aus der Tauber-Zeitung vom 31. Oktober 2007:

Holzschnitte, Lithographien und Gemälde des zeitgenössischen Künstlers Walter Habdank sind derzeit sowohl in der Galerie des Caritas-Krankenhauses in Bad Mergentheim als auch in der „Fabrik-Galerie" der Firma Lauda in Lauda-Königshofen zu sehen.

MAIN-TAUBER-KREIS - Walter Habdank habe durch seine eindrucksvollen Werke „die Sinne geöffnet für diese Welt und die andere, die unserem simplen Blick entzogen ist". Das hob Diplom-Theologe Thomas Wigant M.A., der Hausobere der Klinik, hervor. Prof. Dr. Hans-Dieter Bundschu, der die Ausstellung in die Wege geleitet und mit Dr. Gerhard Wobser konzipiert hat, verwies darauf, dass Habdank „wie kein anderer Künstler unserer Zeit biblische Themen dargestellt hat - nicht nur in Holzschnitten, sondern auch in Wand- und Altarbildern, Glasfenstern und Mosaiken". Merkwürdigerweise sei der vor sechs Jahren verstorbene Künstler, obwohl Sohn eines evangelischen Diakons, bei den Katholiken bekannter als unter den Protestanten. Während die Ausstellung im Caritas sich auf die Holzschnitte konzentriere, könne man in der „Fabrik-Galerie" von Dr. Gerhard Wobser Ausschnitte des Frühwerks mit Gemälden, Portraits und Stadtszenen und des Spätwerks mit Aquarellen bewundern.

Pfarrer und Diplom-Volkswirt Johannes Habdank, Sohn des Künstlers, führte in die Ausstellung ein. Walter Habdank sei geboren in Schweinfurt und habe in München das humanistische Gymnasium besucht. Schon damals habe man seine künstlerische Begabung erkannt und gefördert. Nach dem Krieg habe er sich mit der modernen französischen Malerei und dem deutschen Expressionismus auseinandergesetzt, immer wieder Studienreisen nach Südeuropa und Nordafrika unternommen und seine Eindrücke in Öl und Aquarell „zu Seelenlandschaften umkomponiert, die das Auge des Betrachters in Bann ziehen". 1962 habe er Friedgard Hofmann geheiratet und in der Ehe seien drei Söhne geboren.

In den 50-er Jahren habe Walter Habdank zur „Renommierjugend" der Münchner Kunstszene gehört, andererseits sei er wegen seiner kompromisslosen Gegenständlichkeit heftig kritisiert worden. Als Holzschneider zu biblischen Themen habe er sich in den 70-er Jahren etabliert. Er habe Brunnen und Plätze gestaltet, plastische Darstellungen zum Gedenken an den Holocaust - doch „der offizielle Kunstbetrieb nimmt mit des Künstlers zunehmender Fokussierung auf religiöse Themen so gut wie keine Notiz von Habdank". Anerkennung habe er vorwiegend von der „traditionell bilderfreundlicheren katholischen Seite" erfahren.

Walter Habdank bediene sich expressionistischer Darstellungsmittel. So entstehen „formal und inhaltlich komprimierte Bilder, archetypische Gestalten und Szenen, die den Betrachter herausfordern zu einer eigenen Stellungnahme zum Leben, zu sich selbst und seiner Welt". Die vom Künstler gewünschte Wirkung sei „Gemütserhellung".

Dr. Wobser dankte Friedgard Habdank als Leihgeberin und dem Caritas-Krankenhaus sowie Prof. Dr. Bundschu, der das Projekt mit Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit verfolgt habe. Die Habdank-Ausstellung im Caritas-Krankenhaus ist bis Ende Januar täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, die in der Fabrik-Galerie bis Ende November.

„Doppelt genäht hält besser“: Frei nach diesem Sprichwort wartet die FabrikGalerie mit einer Doppel-Ausstellung auf. Die Präsentation des Künstler-Ehepaares Christa und Helmut Stiegler zeigt dabei Bilder der Malerin in Verbindung mit hochinteressanten Plastiken des Bildhauers, wobei sich die Werke in Komposition und Anordnung hervorragend ergänzen. Seit 1990 agiert Christa Stiegler nunmehr als freischaffende Malerin und Seminarleiterin für intuitive Malerei mit einem Atelier und einer eigenen Galerie in Steinersdorf bei Ansbach. Zuvor absolvierte die 50-Jährige ein achtjähriges Privatstudium in Kunst und Malerei. Die Künstlerin, die seitdem regelmäßig in Galerien und öffentlichen Räumen ausstellt, kann außerdem eine Ausbildung in Gesprächsbegleitung, Lebensberatung und Psychoonkologie vorweisen. Die Bilder beschreiben keine körperhaften, sichtbaren Dinge, sondern Gegebenheiten der geistigen Welt. Dadurch entstehen Exponate in Mischtechnik mit Acrylfarben, überarbeitet mit Öllasurschichten und Ölkreide, manchmal kombiniert mit Struktur- und Collagematerial. Auch die verschiedenen Farben mit ihren unterschiedlichen Schwingungszahlen und Wellenlängen stehen ihrer physikalischen Eigenart entsprechend für körperlich-geistig-seelische Aspekte des Menschen. Durch diese Schwingungszahlen der Farben wird gewissermaßen eine Brücke vom Sichtbaren zum Unsichtbaren geschlagen. Erstmalig ist in der FabrikGalerie ein Möbelstück zu sehen, das Kunst und Möbelhandwerk zusammenführt. Der kunstinteressierte, kreative Schreiner Lukas Buckel aus Aurach fügt ein Bildmotiv in die Tür eines Hängeschrankes ein und verbindet so Kunst mit praktischer Nutzung - ein Vorteil für kleine Wohnungen mit begrenzten Wandflächen. Bei Helmut Stiegler ist es zum besseren Verständnis der ästhetischen Schönheit der Arbeiten hilfreich, in den Entstehungsprozess seiner Werke einzutauchen. Dieser „Vorlauf“ beginnt lange vor der eigentlichen handwerklichen Tätigkeit im Atelier. Oftmals verbindet der Künstler seine Gebilde mit Sinnfragen. Er will damit den Betrachter zu einer inneren Kommunikation mit sich selbst über das Kunstwerk einladen, denn „Kunst ist Nahrung für die Seele“, so eine zentrale Aussage des Bildhauers. Für alle Kunstfreunde besteht die Möglichkeit, diese außergewöhnlichen Exponate voll Phantasie in der FabrikGalerie des Unternehmens LAUDA während der üblichen Geschäftszeiten noch bis Mitte Oktober zu besichtigen.

Eine neue Ausstellung schmückt die Räume der LAUDA FabrikGalerie. Seit Anfang Juni 2007 zeigt die gebürtige Königshöferin Christel Krüger einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens. Schon seit ihrer Schulzeit begeistert und beschäftigt sich Christel Krüger als Autodidakt mit der Malerei. Die inzwischen pensionierte Postbeamtin hat sich in der Vergangenheit neben dem Beruf nie mit der sicherlich ausfüllenden Rolle als Hausfrau und Mutter begnügt. Neben ihrem langjährigen sportlichen Engagement als Übungsleiterin hat sie noch genügend Zeit gefunden, sich ihrem Hobby, der Malerei und dem Arbeiten mit Ton zu widmen. Hierzu hat die Königshöferin in den siebziger Jahren in einen eigenen Brennofen investiert, um die entstandenen Figuren selbst zu brennen. Anfang der 90er Jahre entdeckte die Künstlerin ihre Liebe zur Malerei wieder; die anfangs gegenständliche Darstellung wandelte sich allmählich zur Abstraktion. Mittlerweile „zerlegt“ sie ein Gesicht oder Motiv in grafische Farbflächen, gestaltet ineinander greifende Farbsegmente, Spiralen, krakenähnliche Gebilde, kontrastiert von strengen geometrischen Linien – wobei immer die Farbe als phantasievolles Farbenspiel dominiert. Typisch, ja charakteristisch an der grafisch-bildnerischen Kunst von Christel Krüger ist, dass sie ihre eigenen Phantasien und Ideen umzusetzen versteht, wobei sie es gleichzeitig schafft, ihre persönliche und optisch-visuelle Sprache zu verwirklichen. Die ausgestellten Bilder in der LAUDA FabrikGalerie beinhalten eine souveräne Balance zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Die leuchtenden Acrylfarben motivieren in einem facettenreichen und phantasivollen Farbenspiel den Betrachter - der gefordert ist - sich auf die verschiedenen Motive einzulassen, sie genau zu betrachten, zu entdecken und natürlich auch zu hinterfragen. Das phantasievolle Farbenspiel in der LAUDA FabrikGalerie ist für Kunstfreunde während der üblichen Geschäftszeiten noch bis Ende Juli 2007 zu besichtigen.

Von A wie Angst über L wie Liebe bis Z wie Zeit. Was auf den ersten Blick wie eine Auflistung von Lexikonsbegriffen erscheint, ist in Wirklichkeit Teil des „menschlichen Alphabets“ das in der LAUDA FabrikGalerie seit Anfang Februar zu besichtigen ist. In 26 kolorierten Zeichnungen hat der Industrie- und Grafik-Designer Bernhard Schwan aus Gamburg den einzelnen Buchstaben des Alphabets jeweils Begriffe zugeordnet, die für ihn den Charakter des Menschen ausmachen. Inspiriert während eines Toskana-Urlaubes im Jahr 2000, zeichnete Schwan mit Buntstiften die dreidimensional anmutenden Skulpturen, die jeweils eine Interpretation eines Begriffs aus dem menschlichen Leben darstellen. Bernhard Schwan, 1933 in Karlsruhe geboren, absolvierte ein Gebrauchsgrafik-Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste und auch ein Design-Studium an der Werkkunstschule Kassel. Seit 1962 ist Schwan als selbstständiger Industrie-Designer tätig, seit 1970 mit Atelier in Gamburg im Lieblichen Taubertal. Seine Buchstaben-Welt lässt die Herkunft von Grafik und Design erkennen; Schwan zeichnet klare Strukturen, die er mit spielerischen Komponenten versieht. Aufgeblasenheit, Falschheit – das lehnt der Mann der klaren Striche auch in Form und Inhalt ab. In seinen Zeichnungen erzählt der Grafiker immer eine Geschichte. Die Ideen seien hintergründig, teilweise sogar bösartig, meint er. So etwa beim R, das für Reichtum steht, oder auch bei U wie Unrat. Lustig und spielerisch seien dagegen das N wie Neid oder F wie Freude. Begierde, Habgier oder Vertrauen – dies sind alles menschliche Eigenschaften, die Schwan in seinem Leben erlebt und durchlebt hat. Aber auch seine Assoziationen zu Politik, Kirche und Sexualität hat der Künstler auf dem Zeichenblock festgehalten. Bei der grafischen Umsetzung dieser Erfahrungen bediente er sich der Anfangsbuchstaben der Begriffe. Sie spiegeln in Anordnung und Gestalt die Gedanken des Künstlers wider. Es sind alphabetische Allegorien. Die Kreativität versinnbildlicht Schwan durch den Anfangsbuchstaben K, den er in verschiedenen Größen, Formen und Farben stehen, liegen oder auf dem Kopf stehen lässt und damit dem Betrachter vor Augen führt, was Kreativität zu bewirken vermag. Viel Mühe habe ihm der Buchstabe D wie Dummheit bereitet, in dem viele perspektivisch nicht passende D's zu sehen sind. Der Clou: „Hier stimmt gar nichts, das ist perspektivisch alles falsch.“ Das Fazit: „Der Mensch lässt sich manipulieren“: Überhaupt soll sich jeder Betrachter eigene Gedanken machen. Dabei ist es dem Künstler wichtig, dass seine Zeichnungen keiner großartigen Erklärungen bedürfen. „Mann muss kein Kunsthistoriker sein, um sie zu verstehen. „Aber die Bilder haben alle eine positive Richtung“, gibt er dem Betrachter mit auf den Weg. Der Blick richte sich stets nach rechts oben, in die Zukunft. Das mit vielen Emotionen gespickte „menschliche Alphabet“ ist in der LAUDA FabrikGalerie für Kunstliebhaber während der Geschäftszeiten noch bis Ende März 2007 zu besichtigen.

LAUDA lobte anlässlich des 50. Firmenjubiläums einen Kunstpreis aus. An diesem hochkarätigem Wettbewerb mit dem Thema „Wie Innovationen den Menschen helfen“ nahmen 41 Künstler teil. Die Preise waren mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert. Die Preisträger wurden bei den Jubiläumsfeierlichkeiten bekannt gegeben. Zusätzlich wurde ein Publikumspreis vergeben. Rang 1 erzielte Doris Tuma aus Lauda-Königshofen. „Entwicklung von Schrift und Zahl als Schlüssel für Innovation“ nennt die Künstlerin ihr Gemälde.Wolfgang Blechschmidt aus Frankenstein (2. Preis) verbirgt in seinem Werk „Innovation“ mit der magischen Zahl neun einen Code, der vom Betrachter auf Anhieb nicht zu lösen ist. Dreimal drei Gesichter eines Mannes zwingen zum Hinschauen, zum Nachdenken, zum Entschlüsseln. Mario Urlaß aus Schönbach (3. Preis) setzt sich in seiner Collage „Chromosom 1“ mit dem Thema Innovation auseinander. Die Elemente seines Bildes sind Chromosomen, Träger von Erbanlagen, Chromatiden, wissenschaftliche Textfetzen oder Laboreintragungen. Den Publikumspreis erhielt am „Tag der offenen Tür“ Doris Rudolph aus Wertheim-Kembach für ihr Bild „Mensch und Innovation“. Die Werke sind mit der Preisübergabe in den Besitz der LAUDA FabrikGalerie übergegangen. Dr. Gerhard Wobser hat 1995 die LAUDA FabrikGalerie ins Leben gerufen. Seitdem fanden dort über 60 Ausstellungen von Künstlern und Künstlerinnen statt. Für nicht wenige von ihnen war dies ein wesentliches Sprungbrett für ihre künftige Karriere.

Evelin Neukirchen lebt und arbeitet seit zwei Jahren in Würzburg. Sie beschäftigt sich bereits seit 1980 mit der Malerei, zuerst autodidaktisch, später nimmt sie Unterricht und arbeitet sich in die Aquarelltechnik ein. Mittlerweile zieht sie Mischtechniken vor und arbeitet überwiegend mit Acrylfarben sowie Gouache und Ölkreide. Für Evelin Neukirchen ist der Wald in der ganzen Fülle seiner Erscheinungsweisen ein Refugium. Wir sehen in den Bildern den jahreszeitlichen Rhythmus der Bäume, dem der Jahresrhythmus entspricht, den jeder Mensch bei sich selbst erfährt. Wenn bei der Künstlerin eine besondere Vorliebe für den Herbst durchzuspüren ist, dann entspricht das seiner einmaligen Verbindung von Farbenrausch einerseits und der Melancholie des Verfalls andererseits. Der Frühling, meint die Künstlerin, hält nicht alle seine Versprechen. Der Herbst dagegen ist um so verschwenderischer. Die in der LAUDA FabrikGalerie gezeigten Bilder sind nie direkt vor Ort gemalt worden, sondern im Atelier. Sie sind keine optischen Abschilderungen des objektiv Vorhandenen, sondern die künstlerische Umsetzung von ganz persönlichen Eindrücken, die sie gesammelt und verarbeitet hat. Jedes Bild ist ein eigenes Schauspiel, in dem Farben und Formen ihre Rollen zugeteilt bekommen haben. Hier steigert sich Farbigkeit zu prächtiger Fülle, dort löst sie sich auf, hier herrschen fließend weiche Übergänge, dort prallen Gegensätze aufeinander. Die Bilder sind schön, was manche heutigen Künstler ihren Werken nicht mehr zu sein gestatten. Doch überall ist ein spannungsreicher Widerstreit zu spüren, der vom flächigen Auftrag und von linearen Strukturen, der verhindert, dass das Farbenspiel sich im Wohlgefälligen verliert. Es ist eine alte Annahme, dass Farbe eher für das Emotionale steht und die lineare Form für das Rationale. Auch wenn die Verhältnisse tatsächlich komplexer sind, lassen sich die Bilder verstehen als eine dynamische Verbindung von Emotion und Ratio, und der Betrachter vermag in beiderlei Hinsicht sich auf die Bilder einzulassen, mancher eher vom Gefühl und mancher eher vom Verstand her. Die Künstlerin möchte es ganz den interessierten Besuchern der Ausstellung überlassen, sich auf ihre Weise von den Bildern ansprechen zu lassen. Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist von Anfang Oktober bis Ende November 2006 während der Geschäftszeiten bei freiem Eintritt zu besichtigen.

Mehr Informationen zur Künstlerin: www.evelin-neukirchen.de

Nach Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten 50 Jahre LAUDA, sind in der LAUDA FabrikGalerie wieder die Künstler an der Reihe. Ab Anfang August 2006 sind Werke des Karlsruher Künstlers Dieter Roth zu besichtigen. Über den Umweg der Literatur kam Dieter Roth durch eine befreundete Künstlerin zur Malerei – dem Metier, das mittlerweile sein Leben und somit seine Kunst bestimmt. Dazu seine Lebensphilosophie: „Wer seine Träume nicht lebt, kann sie nicht verwirklichen“, sagt Dieter Roth, der am liebsten seinen Beruf als Bibliothekar „an den Nagel“ hängen würde, um alleine von der Kunst, genauer gesagt von der Malerei zu leben. Alle Bilder die Roth malt, sind in Roths Kopf bereits fix und fertig durchkomponiert, ehe die Hand mit Stift und Pinsel ansetzt. So gibt es leuchtend blaue Häuser vor einem ebenso leuchtend gelben Hintergrund und lilafarbene Berge und Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Überwältigend in ihrem Farbenspiel und ihren Konturen sind die „Wüstenträume“, in ihren unterschiedlichsten Variationen. Klare Farben und strenge graphische Gestaltung sind in all seinen Werken zu finden. Dazu Roth: „Ich möchte lieber schockieren als langweilen.“, das ist eine Antwort auf die Frage nach den Bildern und Farben, die die Stimmungen des Künstlers ausdrücken. Von abstrakt bis gegenständlich umfasst die gezeigte Ausstellung des Karlsruher Künstlers eine breite Palette, in denen die Farbe als Stimmungsbarometer eine wesentliche Rolle spielt. Die gezeigten Farbträume in der LAUDA FabrikGalerie sind von Anfang August bis Ende September während der Geschäftszeiten für die kunstinteressierte Bevölkerung zu besichtigen.

Der polnische Künstler Jan Zwolicki wurde 1967 in Swiecie an der Weichsel geboren und besuchte von 1982 bis 1987 das Lyzeum für Bildende Kunst in Bydgoszcy. Seit 1989 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Bzowo nahe Danzig. Bereits 1992 gelang es Jan Zwolicki, Kontakte zur Miltenberger Kunstszene aufzubauen, die in den nachfolgenden Jahren durch viele Ausstellungen im Miltenberger Raum intensiviert wurden. Zwolicki zeigte seine Arbeiten bereits schon einmal in Lauda. Er malt seine Bilder in farblich und formal geradezu explosiver Gestaltung des jeweiligen Bildgegenstands. Thematisch reicht die Bandbreite von liebevoller Ironie über mitunter entlarvende Satire bis zu dynamischer Bewegung. In den neuesten ausgestellten Bildern von Jan Zwolicki herrscht eine eigenartige Stimmung. Sie sind voll vibrierender Spannung. Das Leben in ihnen hat etwas Laszives, aber auch etwas Kämpferisches. Die in seinen Bildern dargestellten Menschen sind vereinzelt, auch wenn sie in Gruppen auftreten. Ihre Farben glühen, aber sie kommunizieren kaum miteinander. Die durchleuchtenden Töne von Rot, Orange, Türkis, Gelb und Blau sind fließend gesetzt. Sie lösen die touchierenden Dissonanzen in Bewegung auf und sind scheinwerferartig erhellt: Der Einzelne inszeniert sich selbst vor einem diffusen Hintergrund. Sehr deutlich zeigt sich das bei dem Ölgemälde “Familie”, das drei Personen zeigt. Ein “Bergsteiger” stemmt sich gegen die von außerhalb des Bildes einwirkende, unsichtbar ziehende Kraft. Mit aller Gewalt und unter höchstem Körpereinsatz hält er dagegen, sodass aus der diagonalen Kraftanstrengung eine Gegenachse wächst, die im Zusammenhang mit den Farben die brandheiße, lebensbedrohende Situation assoziiert. Immer wieder sucht der Maler in seinen Motiven diesen Zwiespalt, das Unerklärliche, das auch bei dem Motiv “Geheimnis” ins Leere läuft und bei der Szene “Straße” die Kontaktaufnahme des Mannes mit den beiden Passanten scheitern lässt. Die unter Hochspannung stehenden Ölbilder von Jan Zwolicki sind für Kunstinteressierte in der LAUDA FabrikGalerie während der Geschäftszeiten noch bis Ende März 2006 zu besichtigten.

Dresden und die Nähe zu dieser Stadt bedeuten, so scheint es, für einen Künstler, einer Tradition verpflichtet zu sein, in der viele Jahrhunderte hindurch Maler, Dichter und Denker, Baumeister und Musiker Bemerkenswertes geschaffen haben. Einer, der in dieser Tradition der Sachsen mit ihren vielfältigen Begabungen, Talenten, Ideen und Visionen steht und arbeitet, ist Michael Hofmann. Seine Holzschnitte und Collagen nehmen mit ihrer Bewegtheit, ihrer Farbigkeit und Themenvielfalt den Blick des Betrachters gefangen, und so steht denn auch über der Ausstellung, die bis in den Januar 2006 hinein in der LAUDA FabrikGalerie zu sehen ist, beziehungsreich und vieldeutig das Wort “Blickfang”. Die Vernissage war wieder einmal ein rundum ergötzlicher und inspirierender Abend. Michael Hofmanns Bilder sind von ebenso fröhlicher wie ernsthafter Lebendigkeit, weshalb er auch von seinen Freunden der “Fröhlich-Ernsthafte” genannt wird. Denn sanft und heiter sind die Szenen aus seiner Heimat Radebeul bei Dresden, die Elbaue, das Belvedere, die Weinberge an der Elbe, seine Stilleben. Die zuweilen strenge oden gar harte Linienführung des Holzschneidens wird immer wieder durch die Poesie seiner Farben und den Schwung seiner feinen und lebhaften Bewegungen aufgelöst. Seine Spanienbilder mit so klangvoller Beschreibung wie “Grandiosa Corrida de Toros” erinnern an Picassos genialen Pinselstrich, mit dem, wie auch bei den Holzschnitten von Michael Hofmann, auf wenig und Wesentliches reduziert, ein dennoch ungemein scharfes Bild entsteht. Nicht politisch und nicht sozialkritisch wie bel dem großen HAP Grieshaber sind die Engel von Michael Hofmann, sondern anmutige Gestalten, wachsame Begleiten des Menschen, Schutzengel. Sie sind wie auch der Tod, dem Hofmann den Schrecken nimmt, weil er ihn als wichtigen Teil des Lebens sieht, zentrale Themen. Seine Glasfenster, die er für zahlreiche Kirchen und Gemeindehäuser schuf, sind weitere Zeugnisse seiner vielgefächerten Arbeitswelt. Kantig und plakativ ist die Serie der Flötenspieler so, wie der bekannte Dresdener Holzschneider Conrad Felixmüller in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zahlreiche seiner prominenten Zeitgenossen porträtierte. Hofmann erzählt in seinen Bildern Geschiechten - leicht und farbenfroh, klar, heiter und oft augenzwinkernd, aber auch geheimnisvoll, mit einer versteckten Botschaft, einer Aussage, die es zu entdecken, zu enträtseln gilt. Wollte man das Wort neben das Bild stellen, um es zu beschreiben, reichte es von zarter Lyrik bis zur sprachgewaltigen Ballade. Die Begeisterung fur das eigene Metier und für den Künstlerkollegen war zu spüren, als Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, die Figuren- und Landschaftswelt des Michael Hofmann vonstellte. 1944 in Chemnitz geboren, kam er üiber eine Lehre als Reproduktionsfotograf zum Kunststudium in Dresden und Leipzig und wusste mit dem Abschluss des Diploms, dass der Schwerpunkt seines Schaffens die Malerei, den Farbholzschnitt auch die Gestaltung von Glasfenstern sein würde. Themen des Alltags, die alle eine vielfältige Interpretation zulassen, sind Sujets seiner Arbeit. (Auszug: Kerschkowsky).

Die Doppelausstellung von Rudolf Kurz im Caritas Krankenhaus in Bad Mergentheim und in der FabrikGalerie ist kein Leichtgewicht. Die Ausstellung "Bilder, Plastik und Skulpturen" von Rudolf Kurz setzt Offenheit und die Bereitschaft voraus, sich mit ernsten Themen zu beschäftigen. Der 1952 in Ellwangen geborene Künstler Rudolf Kurz ist ein klassischer Bildhauer und hat im künstlerischen Umfeld keinen leichten Stand. Auf der Traditionslinie von Michelangelo-Rodin-Hrdlicka fühlt sich auch Kurz der gerechten Behandlung des Materials verpflichtet. Dabei begegnet man in seinen Ausstellungen Sandstein, Marmor und Basalt im Zusammenklang mit Metall-Stahl und Bronce. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit christlichen Motiven führte dazu, einen Teil der Ausstellung in einem konfessionellen Krankenhaus zu etablieren. Mit den Themen "Körper – Kreuzträger, der Mensch in seinen Zwängen und Leiden" wolle man das Krankenhauspublikum, also Leidende, Begleitende oder Behandelnde mit kritischen Situationen und Krankheiten konfrontieren, um in der Betrachtung der künstlerischen Arbeiten Trost und Lichtblicke zu finden. Die in der FabrikGalerie ausgestellten Bilder und Skulpturen von Rudolf Kurz sind eine hervorragende Ergänzung zu den Ausstellungstücken im Caritas-Krankenhaus, wobei die variantenreichen "Lichtstücke" in Form von Bildern und die "Torsi" in den gezeigten Skulpturen ein intensives Betrachten erfordern um ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen und die "Verästelungen" zu lösen. Mit seinem Tun stemmt sich Rudolf Kurz gegen die Welt der schnellen Bilder, von denen wir heute täglich umgeben sind. Er will nicht konkret werden. Er lässt uns auch Rätsel und das Rätselhafte wird zum Geheimnisvollen. Viele seiner Werke sind auf öffentlichen Plätzen und in vielen Kirchen im Südwesten sowie auch in Rom (Hauskapelle von Kardinal Dr. Kaspar und Collegium Germanicum), aber auch in der Kirche in Schrozberg und in der Krankenhauskapelle in der Virngrundklinik Ellwangen zu besichtigen. Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie DR. R. WOBSER, Pfarrstraße 41-43 ist während der Geschäftszeiten noch bis Ende November 2005 zu besichtigen. Foto: Hammer/Tauberzeitung.

Lichtblicke nennt der Werdauer Künstler Jürgen Szajny seine Auswahl an Malerei und Grafik in der LAUDA FabrikGalerie. Jürgen Szajny, 1944 in Chemnitz geboren, absolvierte eine Dekorationslehre und besuchte von 1961 bis 1963 die Mal- und Zeichenschule bei Prof. Karl Michel in Zwickau. Ab 1969 erfolgte eine intensive künstlerische Anleitung durch den Zwickauer Maler und Grafiker Edgar Klier. Jürgen Szajny, der seit 1967 in Werdau wohnt, schloss 1977 ein Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und 1991 ein Studium der Kulturwissenschaft ab. Seit 14 Jahren ist er als Museumspädagoge im Agrar- und Freilichtmuseum auf Schloss Blankenhain tätig. Er ist Mitglied des Zwickauer Kunstvereins und Vorsitzender des Kunstvereins Pleissenland des Kreises Zwickauer Land. Seit 1999 wirkt er als Vorsitzender des Kulturraumes Zwickauer Land. Künstlerische Arbeiten von ihm befinden sich in privaten Sammlungen in Deutschland und Frankreich sowie in vielen öffentlichen Einrichtungen. In der Tat stellen die in der FabrikGalerie ausgestellten schönen Landschaften in satten Farben “Lichtblicke” im langsam weichenden "Grauweiß des Alltags" dar, die eine wohltuende Wirkung auf die Seele des Betrachters ausstrahlen. Die ausgewählten künstlerischen Arbeiten seines jüngeren Schaffens gewähren Einblicke in die Kulturlandschaften Südfrankreichs zwischen Marseille und den Pyrenäen, der Rhone und den Cevennen. In seinen Bildern möchte der Künstler die Betrachter teilhaben lassen an der Einmaligkeit dieser reichen Landschaften, die geprägt sind durch die archaische Verbindung von Natur und Mensch. In den Cevennen zu Leben bedeutet ständige Auseinandersetzung mit der Natur. Bedeutet Verwurzelung, Standhaftigkeit und Liebe zu dem Stück Erde, das auch eine unbegrenzte Freiheit ermöglicht. Stand doch am Anfang der Arbeiten des gebürtigen Chemnitzers in den 70-er Jahren das Menschenbild im Vordergrund, so folgten in den 80-er Jahren Stadtansichten und Reflektionen seiner Reisen in die damalige Sowjetunion, die von der Malkunst der sogenannten Dresdner Schule geprägt war. Stilistische sind die Arbeiten des Künstlers Szajny in den expressiven Impressionismus einzuordnen. Kunstinteressierte Besucher haben noch bis Ende September 2005 während der Geschäftszeiten die Möglichkeit, durch den Einblick in die FabrikGalerie, die Lichtblicke des Jürgen Szajny zu erleben. Bild: Der Künstler Jürgen Szajny (links) übermittelt den beiden Betrachtern die "Lichtblicke" vor dem Motiv "Cevennenherbst". Die ausgestellten Aquarelle und Acrylbilder gewähren Einblicke in die Kulturlandschaften Südfrankreichs zwischen Marseille und den Pyrenäen, der Rhone und den Cevennen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Museum Würth ist ein Teil der exzellenten Portraitausstellung "Gesichter einer Epoche" von Paul Swiridoff in der LAUDA FabrikGalerie für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Paul Swiridoff wurde 1914 im Wladikawkas/Kaukasus geboren. In den Jahren 1934 bis 1940 lebte er in Berlin, war von 1940 zehn Jahre in Ludwigsburg ansässig und siedelte 1950 nach Schwäbisch Hall über, wo er bis 1980 ein eigenes Fotostudio betrieb. Swiridoff war unter anderem von 1971 bis 1991 Chefredakteur und Herausgeber der Firmenzeitung “Würth report” des weltweit agierenden Würth-Konzerns, eine Tätigkeit, die ihn sowohl als Fotograf wie als Journalist, die Würth-Welt erkundend, um den Globus führte. Im Jahr 2002 stirbt Paul Swiridoff in Schwäbisch Hall. Am Anfang seiner Karriere ging es um Landschaften und Städtebilder, dann kamen die ersten Portraits, die ihn berühmt machten, und nach langer Pause hatte er den Ehrgeiz, für die Hälfte des letzten Jahrhunderts in den Gesichtern der führenden Persönlichkeiten das Wesen der Zeit zu erspüren. Sein Buch “Gesichter einer Epoche”, könnte als letztes Kapitel und als Brücke zwischen einer zur Legende gewordenen Nachkriegszeit und der Welt am Ende des letzten Jahrhunderts verstanden werden. Mit diesem 50. Bildband hat Swiridoff eine Zeitspanne von 50 Jahren als Ergebnis seiner leidenschaftlichen Suche nach den Rätseln in den Gesichtern seiner Zeitgenossen festgehalten. Im letzten Absatz seines Vorwortes ”Marginalien zu meinen Begegnungen in fünf Jahrzehnten” schreibt Swiridoff: Vielleicht ist dieses Buch auch deswegen ungewöhnlich, weil sich in diesen Gesichtern Menschliches, Allzumenschliches und Ewigmenschliches über Jahrzehnte hinweg, vom gleichen Autor sichtbar gemacht, spiegeln. Eine stumme Aufforderung, in den Gesichtern zu lesen. Eine irdische Schöfung erweckt zuletzt doch ein tieferes, menschliches Interesse und eine größere Verzauberung als die Schöfpung selbst. Oft spricht er von der Landschaft, die das menschliche Antlitz darstellt. Wer seine Portraits betrachtet wird ihm Recht geben: Niemand kam umhin, bei der Betrachtung von Adenauers Abbild an eine uralte schrundige Gebirgslandschaft zu denken. Swiridoff sagte: “Nirgends manifestiert sich das Wunder der Schöpfung des Menschseins ergreifender als in der Landschaft des menschlichen Gesichtes.” Es ist faszinierend, am Ende dieses Jahrhunderts den Blick zurückzuwerfen auf einige Köpfe, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben. Wer zunächst vermisst, dass keine Kategorien gebildet wurden – also Politiker, Künstler, Intellektuelle-, dem wird nach der Betrachtung der Ausstellung klar geworden sein, dass dies gar nicht möglich ist. Die hochinteressante Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie ist während der Geschäftszeiten noch bis Anfang August 2005 zu besichtigen. Das Foto zeigt den Meisterfotografen Paul Swiridoff hinter seiner beliebten Rolleifex-Camera. Das Swiridoff-Protrait wurde am 3. Mai 2001 von Jürgen Weller Fotografie in Schwäbisch Hall aufgenommen.

In der lichtdurchfluteten LAUDA FabrikGalerie ist von den kühlen Kapriolen des Monats April wenig zu spüren. Von den Wänden lodert förmlich eine Farbenvielfalt, die den Betrachter auf den Frühling und den Wonnemonat Mai einstimmt. Dafür sorgen siebenundzwanzig Acrylbilder der Künstlerin Irmin Beck, die heute in Sörnewitz unweit von Dresden lebt und arbeitet. Die gebürtige Miltenbergerin studierte zu Beginn der 60er Jahre an der Werkkunstschule in Würzburg und arbeitete nach ihrer Übersiedlung nach Berlin als Illustratorin, daneben als Volontärin in einer chemographischen Kunstanstalt. Hier setzte sie ihre Kunstausbildung fort und absolvierte noch ein Studium der Biologie. Seit 1980 ist Irmintraud Beck als medizinische und naturwissenschaftliche Illustratorin tätig. Mit ihrem Umzug nach Dresden im Jahr 1995 ist eine biografische Zäsur verbunden. In Dresden fand sie den Mut, die Kraft und die Muße, ihrem Drang nach künstlerischer Freiheit nachzugeben und auf dem Leinwandgevierten endlich ihre ureigensten Phantasien – ohne "Wenn" und "Aber" auszuleben. Fernab aller Anatomien und klinischen Fallstudien. Von Anfang an sind komplexe Raumkonstellationen und Strukturfantasien pflanzlichen Lebens ihre Themen. In den ausgestellten Arbeiten werden vor allem Pflanzen und Blumen in leuchtenden Farben dargestellt. Es sind keine realen Abbildungen, sondern phantasievolle, zum Teil märchenhafte Nachsichten und "florale Strukturen", wie Irmin Beck selbst ihre Bilder bezeichnet. Ein urwaldhaftes Gewirr von Knospen, Ästen und Stielen scheint einem Nerven-Blutgefäß-System zu gleichen. Exotische Blumengärten, üppige Unterwasserwelten, imaginäre Wüstenlandschaften, tropische Dschungelidyllen, märchenhafte Phantasien, aber auch chaotische und zugleich streng geordnete Röhren- und Kapillarsysteme fesseln reizvoll das Auge des Betrachters. Irmin Beck spielt in ihren Arbeiten mit der überquellenden Formenfülle der Natur und erfindet stille in sich ruhende unsentimentale Bildmuster, es handelt sich um Farbklänge, die auch zur Kennzeichnung des menschlichen Blutkreislaufsystems in medizinischen Fachbüchern Verwendung finden. Ihre Kunst atmet die Kälte technischer Präzision, einer Präzision äußerster zeichnerischer Schärfe auf homogen lasurartig behandelten Bildflächen. Man könnte diese distanzierte Malweise als eine neue Form eines Realismus bezeichnen, dem ein romantischer Geist nicht fremd ist. Irmintraud Beck arbeitet ohne Vorzeichnung, lässt den Kosmos ihrer Bilder wie einen lebendigen Organismus auf den Bildgründen wachsen. Innen- und Außenwelten verschmelzen. Ihre Kunst ist ein stilles, vollkommenes Echo ihrer Selbst, "das schwebende Lächeln einer scharfen Intelligenz". Unser Foto zeigt die Künstlerin Irmin Beck in der LAUDA FabrikGalerie vor ihrem Gemälde "Imaginäre Landschaften".

Seit Anfang Februar 2005 zeigt die in Wertheim lebende Künstlerin Astrid Ritter in der LAUDA FabrikGalerie ein wahres Feuerwerk an Farben und Strukturen. Astrid Ritter, Jahrgang 1945, Absolventin der Würzburger Werkkunstschule studierte an den Kunstakademien in Mannheim und Nürnberg. Zwischenzeitlich kann sie auf eine lange Reihe erfolgreicher Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken. Astrid Ritter zeigt in der LAUDA FabrikGalerie Bilder in einer ganz besonderen Technik, die sie geradezu erfunden hat. Es ist eine Verbindung von Hinterglasmalerei und Collage in einer einmaligen Kombination. Ihre Herkunft als Illustratorin und Ikonenmalerin kann und will sie nicht verleugnen, aber alle Strenge hat sie inzwischen abgelegt. Immer wieder übereinander geschachtelte Vielfalt, die in einem langen Schaffensprozess heranwächst, das ist ihr Credo. Und dafür bedient sie sich aller nur eben möglichen Ausdrucksformen um mit dem Betrachter auf lange Entdeckungsreisen zu gehen. Strenge Formen, übergeordnete Farben, dekorative Ornamentik, Schrift- und Gesichtszüge, alles auf verschiedene Bildebenen verteilt: Das spricht von Fabulierlust, von Lust an Farben und Rätseln, von kombinatorischem Geschick und Farbsensibilität. Arbeitstitel wie: Krieg der Gefühle, Traumtänzer, Regenbogenschlange, Kreuzfeuer und viele mehr, versetzen den Betrachter in einen wahren Farbenrausch. Ihre Themen kreisen immer wieder um die menschliche Existenz, für die sie verästelte, metaphernreiche Bilder findet, die von Motiven aus Mythen, Sagen und Märchen abgeleitet sind. Abstraktion und Figuration, Ornamentik und expressive Elemente verbinden sich mit einer reichen Farbpalette zu faszinierenden, doppeldeutigen Werken. In jüngster Zeit greift die Künstlerin Formen der Farbfeldmalerei auf und verknüpft starkfarbige Flächen mit gegenständlichen Einsprengseln und realen Versatzstücken zu wirkungsvollen Erinnerungsbildern. Immer wieder lässt Astrid Ritter in ihren Bildern Witz und Humor aufblitzen und zeigt damit, dass ihre nachdenkliche Sicht der Welt nie ohne Hoffnung ist. Unser Foto zeigt zwei kunstinteressierte Mitarbeiter vor den Hinterglasbildern von Astrid Ritter, welche von links nach rechts die Regenbogenschlange, den Traumtänzer und den Krieg der Gefühle als Arbeitstitel tragen.

Im Rahmen einer Vernissage wurde die Ausstellung "In den inneren Garten gehen" von Professor Mario Urlaß in der LAUDA FabrikGalerie durch den Hausherrn und Geschäftsführenden Gesellschafter, Dr. Gerhard Wobser, vor rund 140 Gästen eröffnet. Der Künstler selbst wurde von Norbert Gleich, dem Vorsitzenden des Kunstkreises Lauda-Königshofen, vorgestellt. Wie schon in den zurückliegenden Jahren, durften sich die Besucher an außergewöhnlichen Klängen erfreuen; ein exzellentes Programm mit modernen Kompositionen von Frank Kroll aus Böblingen, vorgetragen auf Sopransaxophon und Bassklarinette, setzte musikalische Glanzpunkte. Mario Urlaß, Jahrgang 1966, wurde in Zwickau geboren. Bereits mit 14 Jahren wurde er Mitglied im Förderstudio für Malerei und Grafik in seiner Heimatstadt. Von 1982 bis 1986 studierte er am Institut für Lehrerbildung in Auerbach, wo er auch von 1988 bis 1992 unterrichtete. Noch während dieser Zeit absolvierte er ein Studium der Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Seit 2003 ist Urlaß Professor für Kunst und Didaktik an der Universität Heidelberg. Die Maxime von Mario Urlaß lautet: "Erst muss man die Form beherrschen, ehe man sie zerbrechen kann". Seine vielschichtigen und immer etwas rätselhaften Bilder entstehen in einem oft länger währendem Prozess ständiger Neubewertung und Überarbeitung. So wie sich der Mensch entwickelt, verändern sich auch Form und Inhalte. Die Arbeiten von Professor Mario Urlaß schmücken inzwischen Räume im Kultusministerium von Thüringen, in Sachsen bei der Justizbehörde und dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Auch Banken in Zwickau und Greiz haben Urlaß-Werke erworben. Eine Auswahl seiner Arbeiten unter dem Titel "Innerer Garten" ist nun bis Ende Januar 2005 in der LAUDA FabrikGalerie während der üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen.

Weitere Informationen zu Mario Urlaß erhalten Sie unter diesem Link: http://www.art-sixx.de/urlass.html

Die neue Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG fällt, das muss man schon sagen, etwas aus dem Rahmen. Dort sind nämlich einmal nicht dem Trend der Zeit folgend anheimelnde Landschaften, symbolträchtige Rate-Konstrukte oder das Auge fesselnde Farb- und Formspiele zu sehen. Nein, bei Berthold Dietz, dem Lichtentanner Bildhauer und Grafiker, steht noch der Mensch im Mittelpunkt. Berthold Dietz wurde 1935 in Zwickau geboren und absolvierte von 1949 bis 1955 eine Steinmetz-und Bildhauerlehre. Von 1952 bis 1955 besuchte er die Zwickauer Mal- und Zeichenschule bei Prof. Carl Michel. Im Anschluss nahm Dietz ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden auf. 1960 beendete er bei Prof. W. Arnold das Studium als Diplom-Bildhauer. Seit dieser Zeit lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Lichtentanne. Dietz gehört mittlerweile zum Urgestein bildkünstlerisch Schaffender im ostdeutschen Kultur- und Kunstraum. Seit über fünf Jahrzehnten ist er schöpferisch tätig. In scheinbarer Stille und Zurückgezogenheit hat er ein künstlerisches Werk geschaffen, in einer Fülle und Vielfalt und Qualität ohne spektakuläre und vordergründigen Szenarien. Dietz ist bekennender Christ und hält damit in seiner Kunst nicht hinter dem Berg. Christliches Ethos, handwerkliche Gediegenheit, Optimismus und Lebensbejahung und der Hang zum Lyrischen bestimmen das Schaffen des Künstlers. Sein Anspruch auf Lebenshilfe ist auch Credo seiner Kunst. Nicht der Kunst willen Kunst machen – sondern Kunst zum Nachdenken, zum Hinterfragen, zur Freude und zur Erbauung, menschliche Werte und Würde zeigen und auch Freude sichtbar werden lassen. Archaische Formen und Figuren entstehen unter seinen Händen, voller Kraft, spannungsvoller Dynamik und auch statischer Ruhe, grazil erscheinend und auch raumergreifend in den Himmel stossend. Er entwickelt Formen, die der Natur in Ehrfurcht nahe sind. Die lesbar bleiben und durch Kenntnis und Erfahrungen von Leiden und Freuden des menschlichen Daseins zeugen, Lebensfreude, Trauer und Mitgefühl ausdrücken und so zu monumentalen Spiegelbildern unserer Gesellschaft werden können. In zahlreichen Personalausstellungen konnte Berthold Dietz seine plastischen und bildhauerischen Arbeiten präsentieren. Mit Werken nahm er an verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen u. a. in Dresden, Magdeburg, Rostock, Moskau, Prag, Sofia, Paris, Amsterdam, Oslo und Montpellier teil. Viele Arbeiten befinden sich im öffentlichen Bereich, so unter anderem in Zwickau, Chemnitz, Erfurt, Plauen, Gera und Hoyerswerda. Eine der größten Herausforderungen der vergangenen Jahre stellte für den überzeugten Christen mit Sicherheit die Teilnahme am Wettbewerb für das Berliner Holocaust-Denkmal dar. Sein Entwurf sah eine Plattform mit einer Seitenlänge von 65 Metern vor, in die reliefartig eine Landkarte von Europa eingearbeitet war. Im Zentrum sollte ein elf Meter hoher Pavillon stehen. Unter dessen Dach, dem er die Form eines Davidsstern gab, wollte Dietz eine Gruppe von sieben Juden platzieren. Zu seinem Bedauern fand dieser Vorschlag bei der Jury keine Mehrheit. Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie zeigt einen kleinen, aber eindrucksvollen Querschnitt seines umfangreichen Schaffens. Kleinplastiken und Entwürfe für monumentale Skulpturen, farbige Handzeichnungen von figürlichen Gruppenkompositionen und sehenswerte Aquarelle von seinen Studienreisen. Unser Foto zeigt den Diplom-Plastiker Berthold Dietz in der LAUDA FabrikGalerie an der Terrakottaplastik "Kleine Nachdenkende", an der Bronzeplastik "Schulterwurf" sowie an seiner Plastik aus "Weissem italienischem Mamor". Die Darstellung zeigt "Mose mit den Gesetztafeln".

Seit Anfang Juni 2004 sind in der LAUDA FabrikGalerie über zwei Dutzend Bilder von der 1952 in Würzburg geborenen Eva Okrslar-Benninger ausgestellt. Eva Okrslar absolvierte von 1968 bis 1971 an der ehemaligen Würzburger Werkkunstschule ihr Studium bei dem Maler Wolfgang Lenz und war danach als Kunstpädagogin tätig. Nach längerem Aufenthalt in Slowenien lebt und arbeitet sie heute als freischaffende Künstlerin im oberbayerischen Ohlstadt bei Murnau am Staffelsee. Das künstlerische Werk der Malerin Eva Okrslar – Ölbilder, Hinterglasbilder, Objekte – lädt den Betrachter dazu ein, sich Zeit zu nehmen, einzutauchen in ein ungewöhnliches visuelles Angebot. Virtuos beherrscht die Malerin transparente, zarte Farbenspiele wie auch expressive Farbenklänge. Geordnete Strukturen, Ausgewogenheit, Symmetrie, eine zuweilen ornamentale Komposition sind allen Bildwerken der Malerin zu Eigen. Es ist eine abstrakte Malerei im eigentlichen Sinne. Immer wieder wird der Betrachter auf identifizierbare Motive und Sujets verwiesen, die allerdings nicht abgebildet werden, sondern auf weitere Bedeutungsebenen verweisen. Es ist ein Naturalismus des Transzendenten, des Phantastischen, der Eva Okrslar mit den Surrealisten verbindet. Oder anders ausgedrückt: die Suche nach den vielfältigen Erscheinungsformen unsichtbarer Welten, die Absicht, dem Formlosen Gestalt zu geben. Scheinbar Geringes, einfache Formen des Lebens, Wimperntierchen, Moose mit all den ihnen immanenten Möglichkeiten des Werdens und Vergehens finden Eingang in die Bilderwelt der Malerin. Gerade die mythischen und spirituellen Ikonen uralter Frömmigkeit sind wichtige Sujets der Malerin. Jede Biographie hinterlässt Spuren im Oeuvre eines Künstlers. So setzt sich auch Eva Okrslar mit der sie umgebenden Kulturlandschaft kreativ auseinander. Gleichzeitig ist sie eine sensible Sammlerin zeitgenössischer Volkskunst, deren Motive immer wieder in das künstlerische Werk einfließen. Die magische Kraft der ausgestellten Hinterglasbilder kommt dem Gestaltungswillen der Künstlerin entgegen. Diese anspruchsvolle Technik ist nicht zuletzt ein Reflex auf den Lebensraum Murnau, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon Künstler wie Kandinsky und Gabriele Münter zum Experimentieren mit der Hinterglasmalerei angeregt hat. Unser Foto zeigt die Künstlerin Eva Okrslar (rechts außen) mit interessierten Besuchern vor dem Bild mit dem Titel "Opfer" gemalt in der Technik Öl auf Leinwand aus dem Jahre 2000.

Doris Rudolph, im Jahre 1967 in Eichstädt geboren widmete sich bereits in ihrer Jugend, die sie in Ingolstadt an der Donau erlebte, der Malerei. Die Tätigkeit behielt sie auch während und nach ihrem Studium der Innenarchitektur an der Fachhochschule Rosenheim bei. Die Künstlerin lebt und arbeitet heute in Bettingen am Main. In der LAUDA FabrikGalerie ist in den Monaten April und Mai 2004 ein repräsentativer Querschnitt ihrer kreativen Farbportraits für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Werke von Doris Rudolph bestechen durch eine meist kräftige und kontrastreiche Farbigkeit, die den Einfluss expressionistischer Vorreiter wie Franz Marc oder August Macke nicht verleugnen kann. Die Themenwahl dreht sich stets um den Menschen und sein Umfeld, wobei letzteres oft eine mehr oder minder starke Abstraktion erfährt. Besonderes Augenmerk legt die Künstlerin auf das menschliche Gesicht, dessen Züge und Ausdrucksmöglichkeit eine besondere Herausforderung in der Darstellung bieten. Gesichter bleiben in ihren Gemälden meist relativ realistisch, wobei die Farbigkeit dem stärker ausgeprägten Hintergrund angepasst ist. Die Körper hingegen laufen ins Skizzenhafte aus oder sind in geometrische, segmentförmige Teilbereiche "zerschnitten". Ideen für die Bilder liefert der diplomierten Innenarchitektin die Natur selbst, die Grundlagen ihrer Figuren sind realistische Personen, die während der Bildentstehung nach und nach Teile ihrer Identität verlieren. Somit wird eine Spannung erzeugt, die den Betrachter in eine emotionale und phantasievolle Atmosphäre entführt. Auch Auftragsarbeiten wie Wandgemälde für Gastronomie- und Wellnessbereiche oder großformatige Bilder zu bestimmten Anlässen sowie Portraits auf Kundenwunsch, trugen zur Weiterentwicklung des eigenen Malstils bei. Als Material wird in der Hauptsache Acryl oder Dispersionsfarbe auf Leinwand verwendet. Die Bilder von Doris Rudolph sprechen nicht nur speziell kunstinteressierte Menschen an, sondern beeindrucken auch den "Mann von der Straße".

In den Monaten Februar und März 2004 sind in der LAUDA FabrikGalerie Arbeiten des Künstlers Michael Blümel zu sehen. Der gebürtige Bad Mergentheimer, Jahrgang 1967, der Kunstgeschichte, Philosophie sowie Visuelle Kommunikaton und Grafik-Design studiert hat, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Leipzig. Der Großteil seiner Arbeiten ist das Illustrieren von Texten. Er arbeitet mit Verlagen und verschiedenen Literaturschriften zusammen. Regelmäßig macht Michael Blümel Ausstellungen im In- und Ausland: Der Künstler ist Frankreich-Liebhaber und lebt teilweise in Cahors, im Süden von Frankreich. Die aktuelle Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie hat den Titel “Figurenstrukturen”. Schon der Titel deutet an: Figuren und Strukturen hängen zusammen, sind miteinander verbunden, und bilden das zentrale Thema seiner Arbeit. Auf nahezu allen seiner Bilder und Grafiken sind Menschen als Masse, als Struktur, dargestellt. Tusche, Öl, Acryl sind die Materialien, die der Künstler vorzugsweise einsetzt. Aber auch auf Mischtechniken greift er gerne zurück. Die Botschaft, die er in seinen Arbeiten vermitteln will, bildet eigentlich die Literatur. Bücher und Bilder sind für Michael Blümel untrennbar miteinander verknüpft. Der Betrachter muss keine literarischen Vorkenntnisse haben, um Zugang zu den ausgestellten Bildern zu bekommen. “Entweder es gefällt jemanden oder nicht”, sagt der Künstler. Er "verlangt" von dem Betrachter, dass er sich Zeit nimmt und sich mit dem Werk, vor dem er gerade steht, beschäftigt. Und er weiß, als Künstler kann man nie alle Leute erreichen.

Virtuos und mitreißend schön spielte Christian Reichert seine Gitarre: Ob nun Variationen über ein Thema von Mozart oder Paganini, eine Sonate oder ein Tango von Roland Dyens – der ”Teufelsgitarrist” begeisterte und setzte bei der Vernissage in der FabrikGalerie musikalisch den Kontrapunkt zu der außergewöhnlichen und bemerkenswerten Ausstellung ”con form” mit Bildern von Renate Jung und Plastiken von Hilde Würtheim. Den Abend ließen das ”Miteinander” der drei Künstler und ein kongeniales Zusammenspiel von Farbe, Form und Musik zum Erlebnis werden. Die LAUDA FabrikGalerie ist längst zu einer festen Institution für die Kunstszene in der Region und weit darüber hinaus geworden. Die ursprüngliche Idee von Firmenchef und Initiator Dr. Gerhard Wobser, ”Kunst an den Arbeitsplatz zu bringen”, hat nicht nur unter den Mitarbeitern Interesse gefunden, sondern den Blick vieler Kunstfreunde aus allen Teilen Deutschlands und aus vielen Ländern der Erde geöffnet. Blickfang in den beiden nächsten Monaten werden in der FabrikGalerie die Bilder von Renate Jung aus Würzburg sein. Bis auf die zwölf kleineren Radierungen ”Mit Renate Jung durch das Jahr”, sind sie durchweg großformatig und ungemein vielfältig in ihren Themen, ihrer Aussage, ihrer Farbigkeit. Unweigerlich verhält der Besucher den Schritt, wird ganz schnell vom Betrachter zum Gesprächspartner der Bilder, lässt sich von der großzügigen, klaren und festen, manchmal strengen Komposition der Gesichter und Figurenlandschaften in den Bann ziehen. Zwischen den Bildern stehen, hocken und kauern die Tonplastiken von Hilde Würtheim. Vertraut in ihrer Vereinfachung, der Natur und Natürlichkeit verbunden, selbstverständlich in ihrer Würde und Anmut, lebendig in ihrem Charme, geradezu fröhlich in der Farbfreude und originell wie humorvoll mit dem sie begleitenden Beiwerk. Dabei mischt sich Fiktives mit echten Vorbildern, erfindet die Künstlerin ihre Plastiken oder bildet Originale nach, wie den fränkischen Heimatdichter Willi Schwappacher oder die Eheleute Monika und Karl, Bürger der Gemeinde Eschenau. Hilde Würtheim baut ihre Plastiken frei auf, was bedeutet, dass das Tonmaterial frei modelliert und danach gebrannt wird. Das setzt Materialsicherheit im Umgang mit Ton voraus. ”Ihr Ziel ist es dabei, ein hohes Maß an Reduzierung zu erreichen und die markanten Details so auszuarbeiten, dass die Erkennbarkeit des Portraits sichbar wird. Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Gunther Wobser, der den Künstlern Blumen und Geschenke überreichte, brachte auf den Punkt, was viele Gäste der Vernissage empfunden haben: ”Die Gründung der LAUDA FabrikGalerie war eine grandiose Idee meines Vaters.”

Für einige Tage waren die Arbeiten von vier Künstlern aus Neschwitz/Sachsen im Rahmen der Königshöfer Messe im dortigen Rathaussaal ausgestellt. Nun ist diese hervorragende Kunst aus der Lausitz (übrigens ganz in der Nähe der früheren Heimat der Familie Wobser) bis Ende November in der FabrikGalerie der Firma LAUDA DR. R. WOBSER zu sehen. Mit Keramiken, Ölbildern und Aquarellen ist Ino Jänichen-Kucharska vertreten. Aus ihrem Vornamen Ingerose hat sie sich drei Buchstaben "herausgepickt", die den Namen der griechischen Schutzgöttin für in Seenot geratene Schiffe ergeben. Die Vita dieses Multitalents liest sich wie ein Roman – Maurerlehre – Architekturstudium – Tätigkeit als Lehrerin, Architektin, Gartengestalterin, Malerin, Keramikerin, Dichterin, Musikerin ... Ihre Fantasie und Kreativität scheinen unerschöpflich und die ausgestellten Exponate zeigen einen kleinen Ausschnitt aus der riesigen künstlerischen Palette. "Textile Unikate" hinter Glas zeigt Rosemarie Köster. Die filigranen Kunstwerke waren bereits unter anderem bei Ausstellungen in Berlin, Bremen, Dresden, Freiburg, Heidelberg und Krefeld zu bewundern; bei internationalen Wettbewerben fanden sie große Beachtung und auch für öffentliche Gebäude wurden schon einige davon erworben. Von Michael Kaczmar sind in der Ausstellung schmiedeeiserne Leuchter, fantasievoll in Form und Oberfläche gestaltete Schalen und verschiedene andere Objekte zu sehen. Der exzellente Kunstschmied erlernte das Schmiedehandwerk in der elterlichen Werkstatt, absolvierte seinen Meisterkurs und widmete sich nach der Ausbildung zum "Restaurator im Handwerk" intensiv der Denkmalpflege. Die Handwerkskammer Kassel zeichnete ihn als "Anerkannten Restaurator im Schmiedehandwerk" aus. Nach Auslandsstudien in den USA übernahm er als Meister den elterlichen Betrieb und lehrte an der "Bundesfachschule Metallhandwerk Rosswein" Stilkunde, Metallgestaltung und Denkmalschutz. Michael Voglers künstlerisch gestaltete Fotografien zeigen ungewohnte Bildausschnitte und Perspektiven; reizvolle Makro-Aufnahmen fesseln den Betrachter. Auch Vogler legte einen weiten Weg zurück vom Abitur über eine abgebrochene Jagdfliegerausbildung und das 1975 abgeschlossene Studium der Landwirtschaft an der Ingenieurschule für Gartenbau, die Tätigkeit als Maltherapeut und restauratorische Mitarbeit an Kirchen bis zu seiner freischaffenden künstlerischen Tätigkeit als Fotograf.

Die aktuelle Doppelausstellung des Vogtländer Künstlerehepaars Regina und Wolfgang Blechschmidt in der FabrikGalerie der Firma LAUDA DR. R. WOBSER weist mit abstrakten Stilmitteln auf aktuelle Themen hin.Mit unterschiedlichen Mitteln arbeiten die beiden Künstler das Thema Licht auf. Bei Regina Blechschmidt finden wir das Licht in der Raumtiefe. Ein Netz von Linien, die räumlich gestaffelt sind, versperren uns den Zugang. Wir ahnen das Licht im Unendlichen. Bei Wolfgang Blechschmidt befindet sich Licht auf der Oberfläche. Kleine und kleinste Strukturen nehmen Licht auf und reflektieren es. Bei den Künstlern gibt es viele Gemeinsamkeiten. Trotzdem sind die Ausdrucksweisen individuell. Auffallend ist die Ästhetik, eine starke Zurückhaltung, was Farben und Kontraste betrifft, die sich auch auf die Auswahl der Rahmen erstreckt. Jedes Motiv verlangt den spezifischen Rahmen - eine Eigenheit, die oft wenig Beachtung findet und in dieser Ausstellung perfekt und glücklich gehandhabt wird. Wolfgang Blechschmidt hat ein Faible für zarte Farben. Es dominiert ein warmes, vornehmes Grau - zumeist bis zum Weiß gesteigert. Mit einer einzigen Ausnahme, es handelt sich um das Bild “Krieg”. Es ist ein extremes Hochformat in den Farben Gelb über Orange, Rot bis zu einem bedrückenden Rostrot. Es beginnt mit einer in sich ruhenden homogenen Gelbfläche, die im oberen Bereich durch zwei übergedruckte, rechteckige Formen eine Nuance dunkleres Gelb besitzt. Darüber folgt das schwefelgelbe Zentrum. Es ist wie im Kernpunkt einer Explosion, alles drängt nach außen. Darüber gelagert, bedrohlich, unheimlich, unheilverkündend ein Rauchpilz, welcher das Format im oberen Bereich sprengt. Wolfgang Blechschmidts weitere Suche nach Lebensspuren sehen wir täglich an alten Häuserfassaden. Zumeist werden diese Relikte aus alter Zeit geflissentlich als Schandflecke in unserer immer schöner werdenden Umgebung angesehen und neu verputzt. Blechschmidt macht uns nun auf den ästhetischen Reichtum aufmerksam: Ganze Generationen haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Schichten, die er wie mit einem Seziermesser bloßlegt, rückt er so wieder in unser Bewusstsein. Nicht, dass er die Putz- und Mauerreste konserviert und uns in einem Rahmen präsentiert, sondern indem er die Situation nachstellt, erfindet er die Strukturen neu und kommt so zu einem abstrakten Realismus. Bei Regina Blechschmidt finden sakrale Elemente, wie zum Beispiel Kirchenportale, Glasfenster oder Klostergänge, Eingang in ihre Bilder. So kommt das Kreuz als Sinnbild des Leidens in mehreren Varianten vor. Es erscheint meist hellgelb in der symmetrischen Mitte. Die Dunkelheit befindet sich mehr in den Randzonen des Bildes, durch viele Linien überlagert. Diese Strukturen sind mit äußerster Vehemenz formuliert. Man spürt das Tempo, die Kraft und Leidenschaft in diesen Linien. Sie haben innere Spannung, weil sie zumeist gegenläufig sind. Sie treffen in einem Winkel von 90Grad aufeinander und bilden somit wieder viele Kreuze. Auch Ihre Plastiken zeigen die Wechselbeziehung zwischen Licht und Schatten auf. Dabei werden auch hier sakrale Themen ebenso wie menschliche Empfindungen in abstrakter Weise umgesetzt. So fühlt der Betrachter der “Madonna” die Geborgenheit des ausgebreiteten Mantels, doch auch spürt man ebenso eine große Verlassenheit. Die verschlungenen Wege der Keramiken“Bindungen” lassen den Kampf und die Harmonie erahnen. Auch der Schmerz des gepeinigten “Königs” wird beim Betrachten sichtbar. Das in Falkenstein im Vogtland geborene und jetzt wieder beheimatete Künstlerehepaar hat einen wechselvollen Weg hinter sich. Regina Blechschmidt war, als gelernte Textilzeichnerin und mit dem Studium “Angewandte Kunst” in Schneeberg, als Designerin in der VEB Plauen tätig. Nach dem Umzug nach Baden-Württemberg 1989 unterrichtete sie in der Jugendkunstschule Offenburg. Nach der Gründung ihres eigenen Keramikateliers im Jahr 1997 in Falkenstein ist sie seit drei Jahren freischaffend.Wolfgang Blechschmidt beschäftigte sich schon seit 1963 mit Malerei und Grafik. Der seit 1982 freischaffende Künstler schloss sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ab. Nach dem Umzug nach Baden-Württemberg war er Dozent an der Jugendkunstschule Offenburg sowie an der VHS Offenburg im Bereich Malerei und Grafik für Erwachsene. Trotz des Wohnortswechsels nach Falkenstein im Jahr 1998 blieb er Offenburg als Dozent an der dortigen Kunstschule im Bereich Malerei und Grafik erhalten.

Petra Goldschmitt aus Külsheim hat neben dem Beruf – sie ist gelernte Technische Zeichnerin - Hausfrau und Mutter, die Initiative zur kreativen Entfaltung ergriffen. Malen ist für sie wie ein Traum, das Abtauchen aus dem Alltag, Träumen in Farbe. Für sie ist Malen das was sie sieht und empfindet. Sie ist immer wieder von der Aquarellmalerei fasziniert, weil sie spontane Entscheidungen abverlangt, die in ihrer Wirkung kaum mehr zu korrigieren sind. Schnelles Reagieren auf Verläufe und Strukturen und das disziplinierte Abwarten, bis die Farbe getrocknet ist, um weiterarbeiten zu können sind für sie immer wieder eine neue Herausforderung. Ihre Aquarelle sprechen eine eigene Sprache und sollen den Betrachter ansprechen – was ihr mit dieser Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie auch gelungen ist. Stimmen aus der Belegschaft, aber auch die vielen Geschäftsbesuche bestätigen dies tagtäglich. Ihre Arbeiten zeigen in zarten Pastelltönen bunte Pflanzen, eigenwillige Bauwerke in verschiedenartigen Strukturen, malerische Winkel und verträumte Landschaften. Ihre Leidenschaft am Malen hat die Künstlerin bereits in der Schulzeit entdeckt, als sie den ersten Leistungskurs im Malen belegt hat. Mit Besuch von Kursen für Aquarellmalerei, Portraitzeichnen und Tuschzeichnen sowie in Wochenendseminare und Kurse der Weiterbildung, habe sie die Kunst und Technik des Malens erlernt. Mitlerweile selbst aktives Mitglied im Kunstkreis Külsheim und Lauda, gibt die Künstlerin Seminare für Kunstinteressierte aller Altersstufen. Petra Goldschmitt selbst macht nicht allzu viele Worte zu ihren Bildern, denn diese sprechen alle für sich. Aber gerne erzählt Frau Goldschmitt von der persönlichen inneren Befriedigung beim Malen, dem Abtauchen ins Träumen, Entfliehen aus dem Alltag und dem Sich-vergessen im Bild, bis es wirklich fertig ist. In der Tat “entlassen” kann sie aber ihr Werk erst, wenn es – mit genügend zeitlichem Abstand – ihrem kritischen Auge standhält. Und dies kann es ganz gewiss, schließlich kann man sich bei einem Rundgang durch die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie von der hervorragenden Qualität ihrer Arbeiten überzeugen. Eher monochron oder in lebendiger Farbigkeit, in traditionellen oder modernen Ausdrucksformen zaubert sie Pflanzen, in zarter Duftigkeit, träumerische Landschaften verschiedener Stimmungen, stille Winkel voll Atmosphäre, Bauwerke in eigenwilliger Struktur – überall spürt man den sicheren Strich, den Sinn für die Farbe, das Gespür für die Form und das gute Auge für eine ausgewogene Komposition. Gesteigert wird die Bildwirkung zusätzlich durch eine geglückte Rahmung, die den Inhalt ihrer Aquarelle noch zu intensivieren und zu unterstreichen weiß.

Seit Anfang April sind in der LAUDA FabrikGalerie farbenfrohe Öl- und Acrylbilder von der in Schollbrunn lebenden Künstlerin Rut Fischer-Stege zu besichtigen. Rut Fischer-Stege wurde 1940 in Darmstadt geboren. Nach einem Musikstudium in Kassel studierte sie von 1968 bis 1973 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach Malerei und Grafikdesign. Sie kam nach verschiedenen Tätigkeiten über Grafikdesign, Werbung, Verlagsgrafik und Illustration schließlich zur freien Malerei. Die Künstlerin ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Frankfurt und in “Das Rad”, ein Zusammenschluss christlicher Künstler. Seitdem hat sie in vielen Städten im In- und Ausland erfolgreich ihre Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Zahlreiche Arbeiten befinden sich mittlerweile im öffentlichen, privaten und kirchlichen Besitz. Ihre ausgestellten Werke bewegen sich im Spannungsfeld von “Gegeneinander und Miteinander zwischen Ratio und Emotion”. Ist einerseits das gestische Fließenlassen der Farbe, so ist es andererseits das Konstruktive, das berechnete Flächenelement als auch die bewusst eingesetzte Linie. Mischtechnik, Collagen sowie die aquarellartig behandelten Ausdruckswerte sind Elemente ihrer Acrylmalerei. Die vielen Blumenmotive, die sie als Symbol für das Leben sieht, gebunden in kontrastierte grafische Farbflächen, ergeben ein spannungsvolles Ganzes. Die ausgestellten Bildkompositionen wirken auf den Betrachter als eine neue Art, Kontraste wirkungsvoll in Szene zu setzen. Metallisch glänzende Gold- und Silberelemente, kräftiges Rot und leuchtendes Gelb setzen Akzente in dominierenden Grün- und Blauflächen. Dabei wird Acrylfarbe teils satt und pastös aufgetragen und teils bis zur ”Aquarellfarbe” verdünnt und verfremdet. In nahezu allen ihrer Bilder wird eine positive und fröhliche Farbstimmung vermittelt, die ihre Werke unverwechselbar macht.

 
 

In der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER ist in den Monaten Februar und März 2003 ein repräsentativer Querschnitt des vielseitigen Schaffens von Adam Lude Döring ausgestellt. In arbeitsreichen Jahrzehnten ging Lude Döring seinen Weg, der in Sachsen begann und nach dem Krieg und entbehrungsreichen Anfängen im Westen konsequent zur künstlerischen Selbstfindung und Befreiung fand. Lude Döring lebt und arbeitet seit 1978 in Sachsenheim-Häfnerhaslach nahe Bietigheim-Bissingen. Neben erfolgreichen Ausstellungen in Stuttgart und der Region hatte der Künstler auch Ausstellungen in Berlin, München und Paris. Das Markenzeichen Lude Dörings sind seine Hundertfeldkompositionen; Der Bildfläche wird systematisch ein Raster unterlegt, das aus 100 gleichmäßigen Quadraten besteht. Auf diesem geteilten Feld vollzieht sich spontan das Spiel der Linien, Figuren, Formen und Farben. Einzelne Leitmotive sind Frakmente, Figuren, Hände, Gesichter, Profile, Finger, Gesten, Gelenke werden geometrisch gegliedert und verschränkt durch Segmente, Kurven, Raster, Gitter, Netze, Streifen, Stäbe, Schrägen, Instrumente, Accessoires, Assoziationen, die zur Methamorphose beitragen. Momentane Augenblicksskizzen aus Ballettsaal, Alltag, Spiel und Sport gehören zu den Kostbarkeiten dieser schwerelosen und doch gesetzmäßigen Kunst. Adam Lude Döring hat in den sechziger Jahren mit Köpfen angefangen und er hat das Thema beibehalten, obwohl ihn ein alter Kunstprofessor davon abhalten wollte: “Das wird doch nichts”. Immer gerieten die Augen und die Augenbrauen zu groß. “Schuld” daran war wohl auch Picasso. Die von innen heraus entstehende Form ist für ihn das Stabile, nicht die Farbe. Und dennoch halten auch die meist klaren Farben die Bilder zusammen, der charakteristische Dreiklang gelb-schwarz-rot etwa oder das durchscheinende, typische Blau. In der Quadratform ist alles möglich. Da stößt die lebendige Linie an die geometrische Form und der Künstler beobachtet, wer mehr Macht hat. So wird aus der Geometrie Poesie. Das Formale des Bildaufbaues, ist eine Folge der Arbeit, nicht ihre Voraussetzung. Von außen, sagt der Künstler, könne er nichts aufbauen. “Ich arbeite von innen heraus. Wenn ich formal arbeite, werde ich schlecht”. Die hochinteressante Doppelausstellung ist im Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim und in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER zeitgleich zu sehen.

Ausstellungseröffnung mit einer "Charme-Offensive” Chinesische Kunst in der ,,FabrikGalerie” der Firma Lauda / Einblick in fernöstliche Kalligraphie Lauda. China ist ein wichtiger kommender Markt für die deutsche Wirtschaft. Da liegt es nahe, dass sich ein Unternehmen wie LAUDA Dr. R. Wobser, das seit mehr als zehn Jahren mit Partnerfirmen im "Reich der Mitte" präsent ist, auch für die Kultur des fernöstlichen Landes interessiert und mit einer Ausstellung "Zwischen Tradition und Moderne” chinesische Kunst in der FabrikGalerie ausstellt: Bilder und Skulpturen, fremd und exotisch und in ihrer Einfachheit, Ästhetik und Poesie wohltuend für die Sinne des Betrachters. Die 25 Objekte der acht chinesischen Künstler, die alle zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, zeigen, wie stark sie fast alle im traditionellen Verständnis von Kunst und Techniken verwurzelt sind. Wie sehr sich China lange Zeit fremden Einflüssen verschlossen hat und wie wenig die Malerei verschiedener Epochen Eingang gefunden haben in das Kunstleben Chinas. So ist in dieser Ausstellung eindringlich zu sehen, wie Tradition, Philosophie, Gelehrsamkeit und Weisheit Asiens Charakter und Gefühlswelt eines Künstlers beeinflussen und formen können und in sein Werk einfließen. Die Chinesin Kexin Ju, die als selbstständige Wirtschaftsberaterin geschäftliche Beziehungen zwischen deutschen und chinesischen Firmen vermittelt, als Dolmetscherin und Übersetzerin tätig ist und darüber hinaus zwischen beiden Ländern kulturell Brücken bauen will, hat “ihre” Ausstellung auch in die “FabrikGalerie” nach Lauda gebracht. Lebhaft und engagiert sprach Kexin Ju bei der Eröffnung über die Kunst, die außer Gefühlen und Empfindungen auch “ganz andere menschliche Aspekte zum Ausdruck” bringe und “Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung, des Zeitgeistes und gemeinsamer Gefühle der Menschen ist - egal welcher Herkunft und Kultur”. "Hohes traditionelles Bewusstsein und sozialkritischer Geist" zeichne die Vertreter unterschiedlicher Kunstschulen Chinas aus und mache ihre Philosophie deutlich, die auf dem Taoismus basiere. Die Leere, vor allem in der chinesischen Tuschmalerei - das Fehlen eines Hintergrundes, weiße Stellen und der Blick ohne Perspektive - bedeute das Loslassen von allen Belastungen der irdischen Welt und die Verinnerlichung von Geschautem und Erlebtem. Dieses Verschmelzen von realen und inneren Bildern leite die Denkweise von Künstlern, Dichtern und Philosophen Chinas und zeige sich besonders deutlich in der Kunst der Kalligraphie. In der Art der Schriftzüge, in der Beherrschung des Pinsels bekundete der Schreiber "seine hohe Gesinnung, die Lauterkeit seines Charakters und den Grad seiner Bildung" warum im alten China die Beherrschung der Kalligraphie Voraussetzung für den Zugang zu allen hohen Staatsämtern gewesen sei. So werde auch heute noch von Schülern erwartet, seinen individuellen Ausdruck zurück zu halten, sich an großen Vorbildern zu schulen und erst mit der Zeit seinen persönlichen Duktus zu entwickeln. Liebenswürdig erklärte Kexin Ju das vielfältige Handwerkszeug der Kalligraphen und Maler und machte an Beispielen einzelner Bilder die "Handschrift” der Künstler sichtbar. Ihr klares einwandfreies Deutsch überraschte die Besucher der Ausstellungseröffnung. Die Spur einer Erklärung führt nach Lauda, denn Kexin Ju war einige Jahre Schülerin des Sinologen Dr. Hans-Joachim Wolf, der in Lauda lebte und aufwuchs und der fünf Jahre lang an der Universität in Chonquing in der Provinz Setschuan Deutsch lehrte. Hier wurde ihre Neugier auf Deutschland und ihre Liebe zur deutschen Sprache geweckt. So verließ sie schon 1985 China, studierte an den Universitäten in Würzburg und Erlangen-Nürnberg Germanistik und Betriebswirtschaftslehre, heiratete einen deutschen Mann und lebt heute in Neustadt an der Weinstraße. Auf wunderbare Weise wurde ihr feines Sprachempfinden ergänzt durch die Musik der Chinesin Pan Jing, die kraftvoll und anmutig zugleich der Pipa, einem alten chinesischen Saiteninstrument fremdartig-vertraute Klänge entlockte. Anmutig, elegant und ungemein virtuos war ihr 

Spiel, wenn sie auf dem, einer Laute ähnlichen, Instrument mit zarten Fingern die Saiten zupfte, schlug, manchmal nur betupfte, leicht zum Klingen brachte oder kräftig hinein griff oder das Holz sachte trommelte. Und so entsandten sehr poetische Klangbilder, leicht wie das Rauschen eines Sommerregens, geheimnisvoll wie das Öffnen einer Blüte, das Gemälde einer Eisblume am Fenster, eine "Mondnacht im Frühling”, so hieß das letzte Lied ihrer Zugabe, die sich ein begeistertes Publikum erklatschte. "So, mit einer geballten Charme-Offensive, kam China nach Lauda”, wie Dr. Gerhard Wobser mit einem großen Herzen für die Kunst und sein ehrgeiziges Projekt, die "FabrikGalerie” anmerkte. Die achte Vernissage seit Entstehung der Galerie im Jahre 1995, beschließt das Ausstellungsjahr 2002, das im Wechsel wieder mehrere Künstler präsentiert hat. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunstkreis Lauda-Königshofen sei es das Ziel der "FabrikGalerie”, so Dr. Wobser, besonders auch Künstlern dieser Region ein Forum zu bieten, durch das sie ihre Arbeit darstellen können. Mit einem Teil dieser Arbeiten wird auch der Kunstkalender gestaltet, den die Firma LAUDA jetzt zum vierten Mal herausgibt und dessen Verkaufserlös dem Verein "Hilfe für Kinder in Not” Lauda zugute kommt. Da es eines der Unternehmensziele von LAUDA Dr. R. Wobser ist, mit China als künftigem Markt und starkem Handelspartner die Kontakte enger zu knüpfen, sei es ihm Anliegen und besondere Freude gewesen, als Höhepunkt 2002 die Bandbreite zeitgenössischer chinesischer Kunst vorzustellen und damit ein Land ins Blickfeld zu rücken, mit dem man in Deutschland immer häufiger in Berührung kommen wird, sagte Dr. Wobser. Vor allem die Belegschaft des Unternehmens, aber auch die Galeriebesucher der Region könnten sich so einem Land und seiner Kultur annähern, das noch immer zu den geheimnisvollen Entdeckungen Asiens gehöre.

Seit Mitte Oktober sind in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER die neuesten Werke des Künstlers und Verlegers Elmar Hauck für die Öffentlichkeit zugänglich. Elmar Hauck hat sich unter seinem Künstlernamen Matani einen beachtlichen Ruf erworben. Veröffentlichungen in Kalendern, Zeitschriften und anderen internationalen Publikationen belegen dies. Wer Elmar Hauck aus früheren Zeiten näher kennt, weiß dass er inspiriert von fernöstlicher Kultur ist. Denkt man an asiatische Kunst, fallen einem vor allem die vielfältig gestalteten Schriftzeichen ein. Die Kalligrafie genießt in ganz Asien hohes Ansehen. Schrift wird dort nicht nur als Mittel zum Zweck betrachtet. Das einzelne Schriftzeichen selbst, hat durch seine anspruchsvolle Ästhetik über die Wortbedeutung hinaus Ausdruckskraft. Die enge Verbindung zwischen Gehalt und Gestalt, wie sie beispielsweise in der chinesischen Kalligrafie zum Ausdruck kommt, hat viele Künstler inspiriert. Kalligrafie ist im eigentlichen Sinne ein abstraktes Bild, das auf den Betrachter wirkt. Matani versteht Zeichen als Signaturen. Die zeichenhaft-abstrakten Bildkompositionen von Matani atmen eine feierliche Stille – andererseits zeugen sie von dynamischer Bewegung. Spiel und Ernst, Chaos und Ordnung korrespondieren zwanglos – in aller Freiheit! Schweres wird mühelos zur Schwebe gebracht. Formal sind die Bilder auf das Wesentliche reduziert. Doch diese Sparsamkeit der Mittel wird durch eine überaus subtile Bildgestaltung zu höchstmöglichem Effekt gesteigert. Diese ureigene Bildsprache Matanis ist unverwechselbar – und doch weist der Künstler noch auf ein anderes, wesentliches Element seiner Signaturen”: ...in einem Bild muss etwas sein, dass nicht hineingemalt wurde!” Sein Malstil ist in jedem Falle einzigartig im zeitgenössischen Kunstgeschehen. Nach Aussagen von Matani ist: “Kunst heute das einzig verbliebene Mittel, das in seiner Freiheit, in seiner Innigkeit und seinem visionären Charakter dem Menschen noch etwas zu geben vermag, wo inzwischen alle anderen Systeme versagt haben. Nämlich: Frieden als Seelennahrung und neue Impulse als Zukunftsgestaltung. ”Diese Philosophie überträgt Elmar Hauck als Geschäftsführer und Ideen-Finder überzeugend auf seine Aktivitäten im Aquarell-Verlag. Dort in Königshofen werden unter dem Pseudonym “Matani” Kalender zu Kultobjekten, zu sogenannten “Zeit-Zeichen” gestylt. Aus der LAUDA FabrikGalerie geht solch ein “Kunst-Zeit-Zeichen” in alle Welt – eben in Form eines wunderschönen Kalenders. So haben führende Unternehmen längst erkannt, dass die Kunst geradezu prädestiniert ist, positive Werbe-Signale auszusenden. Von Matani erscheinen jährlich etwa sieben verschiedene Kalender, die von ihm selbst gemalt, fotografiert und auch getextet werden. Wer als Kunstkenner tiefer in den “Konstruktivismus seiner eigenen Art” einsteigen möchte, der sollte bis Ende November während der Geschäftszeiten die FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER besuchen.

“Ansichten” nennt der Langenfelder Textildesigner Horst Eczko seine Arbeiten, die seit Anfang September in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER ausgestellt sind. Horst Eczkos Arbeiten sind geprägt von der ganz persönlichen Bildsprache, die einerseits aus seiner langjährigen Tätigkeit als Textildesigner, andererseits aus einer Lehrtätigkeit in der Abteilung Textildesign der Ingenieurschule Reichenbach resultieren. Die ausgewählten Malereien, Grafiken und Collagen kann man als gemeinsamen Nenner mit dem Begriff gegenstandsloser Kunst bezeichnen. Horst Eczko, Jahrgang 1937, lernte Musterzeichner bei Professor Georg Schauer in Reichenbach. Das war nach Aussage des Künstlers, in künstlerischer Hinsicht die wichtigste Zeit in seinem Leben. Hier konnte er sich die Grundlagen aneignen, genau zu sehen und zu zeichnen. Er arbeitete im Zentralen Musterbüro in Lengenfeld, absolvierte nach dem Abitur von 1960 bis 1962 ein Fernstudium an der Mal- und Zeichenschule bei Professor Carl Michel in Zwickau und erlangte im Jahre 1965 das Diplom für Textilgestaltung. Als Designer begann er seine berufliche Laufbahn in der Textilindustrie. Der heute für verschiedene Firmen tätige Designer kann mit Stilmustern der verschiedenen Zeitepochen, mit geometrischem Form- und Linienspiel der Bauhauskunst, mit naturalistischen Blumen- und Blattdekors und mit zeitgemäßen gegenstandslosen Designs aufwarten. “Man muss alles einmal gemacht haben, und selbst dann verlangt der Beruf immer wieder neue Herausforderungen”, kommentiert Eczko den Kundenwunsch eines orientalischen Scheichs, der für die Bestuhlung seines Palastes einen stilgerechten Möbelbezugsstoff in Auftrag gab. Immer wieder bringt Eczko seine individuellen Eindrücke mit den gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit in Einklang. Er macht Lebensmut und Freude ebenso sichtbar, wie Schmerz und Ausweglosigkeit. Titel wie “Formenspiel”, “Überlagerung” und “Alle in Bewunderung” lassen genug Raum für die eigene Interpretation. In seinem Lengenfelder Atelier entstehen die vielfältigsten Entwürfe, die neben Kreativität auch viel Fleißarbeit abverlangen. Zum Ausgleich widmet sich Eczko der bildenden Kunst. Bei vielen Ausstellungsbeteiligungen, so zum Beispiel in Warschau, Prag, Bonn und Dresden, konnte er immer wieder neue Anregungen sammeln.

"Nie soll ein Kunstwerk langweilig wirken." Das ist ein Grundsatz der Eschauer Künstlerin. Mit ihrem Faible für ungewöhnliche Strukturen und ausgefallene Kompositionen hat sie die Ausstellung unter ein ungewöhnliches Motto gestellt: Baumstrukturen kontra Frauenbild. Ihre Bilder und Skulpturen regen zum Nachdenken an. Dabei fällt auf, dass ihre Bilder einen klaren Aufbau zeigen und trotzdem eine Spannung und Dynamik ausdrücken. So werden alltägliche Dinge durch die Brille der Künstlerin mit kubistischen Formen in den Vordergrund gerückt. Mit ausgefallenen Techniken werden Bäume auf der Leinwand plastisch erlebbar. Ihre Skulpturen kann man am besten mit dem Begriff "Kopfarbeit" umschreiben. Unwillkürlich verwickeln diese lebendigen Gesichter den Betrachter in einen stille Dialog. Die Liebe zur Kunst ist bei Eleonore Meyer schon seit ihrer Kindheit vorhanden. Der Plan, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen, scheiterte allerdings am damaligen Widerstand ihrer Familie. Die gelernte Bekleidungsdirectrice startete ihre Karriere als Künstlerin erst, nachdem ihre Kinder aus dem Haus waren. Als Mitglied der Künstlervereinigung "Offene Gruppe" entwickelte sie ihr Talent in verschiedenen Seminaren. Im Jahre 1988 begann die Künstlerin eine weitere Ausbildung zur Ikonenmalerin bei Peter Bauer. Seit über zehn Jahren ist sie Dozentin für Ikonenmalerei und bietet eigene Seminare an, so beispielsweise auch im November dieses Jahres im Kloster Leidersbach. Den Organisatoren der FabrikGalerie ist es erneut gelungen, die lokale Kunstszene um eine thematisch und künstlerisch bemerkenswerte Attraktion zu bereichern.

Mehr Infos zur Künstlerin und Ihren Werken finden Sie unter www.eleonore-meyer.de

Kolorierte Alufolie als Kunstwerk? In der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER sind zwei Werke mit diesem ausgefallenen Material zu bewundern, doch dies ist nur ein Mosaiksteinchen in der vielschichtigen Palette der ausgestellten Arbeiten. Die Künstlerin verarbeitet neben Acryl und Öl auch Materialien, wie Marmorsand oder auch Schamotte, mit denen sie Bildern Plastizität und Struktur verleiht. Der dreiteilige Zyklus "Veränderung in Gold" zeigt eine frappierende Farbintensität auch in den ausgesprochen stumpfen Oberflächen. Serien liebt sie, zeigt damit Veränderungen der Formen und die Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln. Intuition gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, die Doris Tuma für ihre Arbeiten braucht; in der Wechselwirkung hierzu schafft die künstlerische Betätigung wiederum bei ihrer "Suche nach der seelischen Mitte" Frieden und Harmonie. Dies gilt natürlich nicht nur für das Malen, sondern insbesondere für die plastischen Arbeiten mit Steatit, allgemein besser bekannt als Speckstein. Die Sicherheit "Das ist mein Material" signalisierte ihr Bewusstsein bereits bei der ersten Berührung des ersten Specksteines vor vielen Jahren – und seither gelingt es Doris Tuma immer wieder, jedem dieser Steine "sein Geheimnis zu entlocken". Bereits im Rohling sucht und findet sie die endgültige Form des Kunstwerkes, schafft Kontraste durch verschiedene Arten der Verarbeitung. Bild- und Skulpturentitel wie "Harmonie", "Geborgenheit", "Zweisamkeit" und "Balance" zeigen die Umsetzung ihrer Sehnsucht nach Frieden und Ausgeglichenheit. Die Künstlerin, seit 1994 Mitglied im Kunstkreis Lauda-Königshofen, belegte im gleichen Jahr im Kloster Windberg erste Aquarellstudien bei Professor Losert, von 1995 an folgte der Besuch verschiedener Sommerakademien, unter anderem in Trier und Bad Reichenhall. Ausstellungen in der Galerie des Kunstkreises Lauda-Königshofen "das auge", im früheren Bahnhof Edelfingen, der musikalischen Bildungsstätte Weikersheim, dem "Falkenhaus" in Würzburg und dem "Romschlössle" in Creglingen zeigten ihre stete Weiterentwicklung im Lauf der Jahre.

Die Abiturienten des Leistungskurses Kunst vom Martin-Schleyer-Gymnasium in Lauda zeigen seit Anfang Februar in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens. Unter fachkundiger Anleitung der Kunsterzieherin Andrea Wegner-Krispin wurde eine Ausstellung vorbereitet und eröffnet, die bei Betriebsangehörigen und Besuchern große Anerkennung findet. Die gezeigten Exponate spiegeln ein hohes Niveau des Leistungskurses wider. Die Ausstellung in der FabrikGalerie wurde im Rahmen einer Vernissage von den beiden Geschäftsführenden Gesellschaftern Dr. Gerhard Wobser und Karlheinz Wobser eröffnet. Im Beisein von Oberstudiendirektor Wolfgang Goericke, der Kunsterzieherin Andrea Wegner-Krispin, den Teilnehmern des Leistungskurses, deren Eltern und Angehörigen sowie einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbei-tern der Firma LAUDA skizzierte Dr. Gerhard Wobser in kurzen Worten die Entwicklung der FabrikGalerie. Mit insgesamt sechs Ausstellungen pro Jahr und bereits im siebten Jahr in Folge bietet die FabrikGalerie kunstinteressierten Betriebsangehörigen, Besuchern aus aller Welt, aber auch der Bevölkerung von Lauda-Königshofen ein sehr abwechslungsreiches und anspruchsvolles Ausstellungsprogramm. Mittlerweile habe sich die FabrikGalerie als ideale Plattform nicht nur für Hobbykünstler, sondern auch für Profis etabliert. Er freue sich besonders, dass auch der Leistungskurs des Martin-Schleyer-Gymnasiums das Angebot angenommen habe, die entstandenen Arbeiten der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die eigentliche Idee, die Ausstellung in der FabrikGalerie zu inszenieren, stammt von dem Kursteilnehmer Maximilian Koschker, einem Neffen der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter. Oberstudiendirektor Wolfgang Goericke bedankte sich in einer kurzen Ansprache bei den Hausherren und brachte zum Ausdruck, dass die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler in den Räumen der Galerie erst richtig zur Geltung kommen. Die geschaffenen Werke einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, bedürfe einer Portion an Mut und Selbstvertrauen. Die Auseinandersetzung und Kommunikation zwischen dem Objekt, dem Künstler sowie dem Betrachter berge nicht nur Lob und Anerkennung in sich, sondern auch die Gefahr, eine gewisse "Portion an Kritik" zu erfahren. Letztendlich versteht jedes Individuum unter dem weiten Begriff der Kunst etwas anderes. Kunstkreisvorsitzender Norbert Gleich forderte die begabten Nachwuchstalente in einem Grußwort auf, sich zukünftig im Kunstkreis Lauda-Königshofen zu engagieren und bot eine Kooperation an. Die verantwortliche Kunsterzieherin des Leistungskurses kommentierte anschließend die ausge-stellten Werke und gab einen kurzen Einblick in den Lehr-plan. So war es zu Beginn der zwölften Klasse für die 14 Schüler sicherlich keine leichte Entscheidung, da dieser Kurs am Martin-Schleyer-Gymnasium erstmalig angeboten wurde. Nach eingehenden Studien im Bereich der Malerei, wurden der Maler Beckmann sowie aus dem Bereich der Plastik Michelangelo näher studiert. Im Rahmen einer Studienfahrt in die Toskana im Herbst letzten Jahres hatten die Kursteilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Kunstwerke in Florenz zu besichtigen und auch eigene praktische Übungen vor Ort durchzuführen. Dass auch die Ausstellungsvorbereitung einer Konzeption und künstlerischen Auseinandersetzung bedarf, erfuhr die Gruppe in der FabrikGalerie beim Aufhängen der Exponate unter der bewährten Federführung des LAUDA Werbeleiters Franz-Heinrich Prinz. Bei der Berücksichtigung der Themen, der unterschiedlichsten Maltechniken und Bildformate und in Kombination mit den geschaffenen Plastiken und Skulpturen, ist es der Gruppe gelungen, die ausgestellten Werke zu einer homogenen Ausstellung zu vereinen. Die ausgestellten Bilder und Skulpturen wurden von nachfolgenden Kursteilnehmern geschaffen: Steffi Baumann, Luise Breitenstein, Gudrun Haggemüller, Julia Häußler, Myriam Hummel, Carina Kraus, Maximilian Koschker, Verena Löffler, Maren Neumann, Nadine Seeberger, Sabrina Strobel und Judith Rödel. Jeder Kursteilnehmer erhielt von Andrea Wegner-

Kristin als Abschiedsgeschenk eine weiße Rose. Für die beliebte Kunsterzieherin war diese Ausstellungseröffnung nach mehrjährigem Wirken im Lieblichen Taubertal auch zugleich eine Abschiedsvorstellung, denn es zieht sie aus privaten Gründen wieder in ihren Heimatort Bad Malente bei Hamburg zurück. Bei einem Glas Orangensaft oder Sekt und den angebotenen Appetithäppchen wurde vor den ausgestellten Werken noch lange diskutiert und geplaudert.

Der Holzschnitt ist eine Nische, auf die sich einige Künstler spezialisiert haben, weit entfernt von modernen Kunstrichtungen von den jungen Wilden über die Concept Art zur Postmoderne. Ihnen ist nicht mehr die Reproduzierbarkeit wichtig – schließlich wurde der Holzschnitt im 14. Jahr-hundert zum Vervielfältigen von Heiligenbildern in Europa eingeführt und zur Zeit der Reformation diente er der Herstellung von agitatorischen Plakaten. Die Expressionisten waren es Anfang des 20. Jahrhunderts, die den Holzschnitt als Medium ihres Ausdruckwillens neu entdeckten. Dresden wurde zur neuen Heimat des Holzschnitts mit Ernst Ludwig Kirchner und seinen Brücke-Freunden. Die groben Schnitte, die scharfen Konturen, die starke Abstraktion ließen Menschen und Landschaften in aufrüttelnder Tragik und eindruckvoller Klarheit entstehen. Der deutsche Expressionismus begegnet uns auf Schritt und Tritt, nicht nur im Holzschnitt, der hier nach wie vor blüht, während er bei uns zu einer Spezialität von Max Grieshabers geschrumpft ist. Leipzig mit seiner Hochschule für Grafik und Buchkunst war richtungweisend und kann auch heute auf besonders viele Holzschneider blicken: Wolfram Ebersbach, Karl Georg Hirsch, Rolf Kuhrt, Michael Müller und Frank Wahle. Peter Zaumseil, erfuhr seine künstlerische Ausbildung (Spezialschule Malerei/Grafik in Rudolfstadt) und Entwicklung in der ehemaligen DDR. Seine Anregungen holte er sich in Leipzig bei den dortigen Holzschneidern. Ihm kommt die Technik sehr entgegen. Hier findet er die Reduktion der Form, die ihm die Malerei in dieser Weise nicht bietet, die Klarheit der Geste, die Stilisierung und witzige Übertreibung bis zur Karikatur. Körpersprache, Körpergeste ist sein inhaltliches Thema. Dabei greift auch er auf Formen, "primitiver" Kulturen zurück, wie die berühmten Vorgänger um die Jahrhundertwende, etwa Paul Gauguin, dessen erste Reise nach Tahiti den Ausschlag gab für gewollt vereinfachte Holzschnitte. Peter Zaumseil experimentiert viel, hat noch viel vor, sprüht vor Schaffenskraft. Kleine farbige Bilder dienen ihm als Skizzen für die großen Holzschnitte, weich, malerisch, begehrenswert, Aphorismen, dem Augenblick entsprungen. Die Ausführung als Holzschnitt bedeutet dann Reduktion, Abstraktion, Präzisierung, eine andere Bedeutungsebene wird durch die Größe, die intensive Arbeit erreicht. Das autonome Holzschnittbild entsteht. Zaumseil bleibt in seiner Arbeit kommunikativ. Sehr gern arbeitet er mit anderen Künstlern zusammen, wie beim gemeinsamen Druck von Künstlerbüchern, aber genauso vermag er seine Persönlichkeit so stark in seine Arbeiten einzubringen, dass der Betrachter hinter der Kunst den Künstler sucht. Die Sicherheit, Hemdsärmeligkeit, ja Unverfrorenheit, mit der hier ein relativ junger Künstler eine uralte Technik für sich entdeckt hat und diese gleichgültig gegenüber der Kunstgeschichte und aktueller Kunstströmungen voller Ideen und mit größtem Vergnügen bearbeitet, lässt beim Betrachter Neugierde aufkommen. Einfache Piktogramme, bekannte Gesten, klare Kompositionen, sichere Farbführung, uralte Erfahrungen, die schon in steinzeitlichen Höhlen gesammelt wurden, treten uns in modernen Alurahmen mit einem Lächeln entgegen. Und für dieses Lächeln sind wir Peter Zaumseil dankbar und lieben seine ruppigen Strichmännchen.

Der 1964 in Magdeburg geborene Knut Vogel wohnte mit seinen Eltern mehrere Jahre in Großröhrsdorf und besuchte von 1970 bis 1974 die Rammenauer Schule, bevor die Familie nach Dresden umzog. Knut Vogel erlernte den Beruf des Kunstschlossers und Metallrestaurators für Denkmalpflege, studierte Baustilkunde und erwarb in Berlin den Meisterbrief im Metallbauerhandwerk. In den von Professor Rosso Majores geleiteten Zirkeln in Bischofswerda und Dresden bildete er sich beim Mal- und Zeichenstudium weiter. Derzeit arbeitet Knut Vogel als Metallgestalter und Metallrestaurator in der Schönbrunner Kunstschmiede Aurin, jedoch "mit vielen Freiheiten", wie er sagt. Bei der Restaurierung der Kronleuchter im Spiegelsaal des Barockschlosses Rammenau hinterließ er seine künstle-rischen Spuren bereits ebenso wie bei der Anfertigung neuer Zaunanlagen nach historischem Vorbild an der Brühlschen Terrasse in Dresden. In der Ausstellung, die jetzt in der FabrikGalerie LAUDA zu sehen ist, stellt Knut Vogel über 30 Exponate vor allem in der Öltechnik sowie mehrere von ihm gestaltete Metallstelen aus. "Viele Ideen für die künstlerische Umsetzung resultieren aus Träumen", be-merkt Knut Vogel. Jedoch schreibe er viele Gedanken auf, um sie später auf die Leinwand zu bringen. Auffallend dabei sind die klare Linienführung sowie die Wirkung der verwendeten Farben auf den Betrachter. Die Bewegung des Surrealismus erwuchs um 1920 aus der Pariser Gruppe der Dada. Der Surrealismus verwertet Traumerlebnisse als Quelle der künstlerischen Eingebung, verschafft Zutritt zu nie erreichbaren Dimensionen und bringt mit seinen "ausgemalten Fantasien" einen unverwechselbaren Hauch der Realität. Seine Stilrichtung schwankt dabei zwischen Surrealismus und Impressionismus. Titel wie "Traum und Alptraum", Kubistischer Horizont, Black und White zeugen davon. Recht kräftige Farben sind in all seinen Werken vorherrschend. Dabei fällt besonders auf, wie Vogel Probleme dieser Welt hinterfragt, Antworten sucht und diese künstlerisch umsetzt. Bemerkenswert sind die gezeigten handwerklich vorzüglich gefertigten Kunstschmiedearbeiten, insbesondere die Arbeiten "Baum der Weisheit" sowie die "Kaminhexe".

Manfred Riedls künstlerischer Schaffensweg begann im Alter von 14 Jahren mit einer Textilzeichnerlehre in Auerbach im Vogtland, dem folgten ein Kunstschulbesuch in Plauen mit anschließender Entwerfertätigkeit in der Plauener Spitzenindustrie. Von 1952 bis 1957 absolvierte Riedl ein Malereistudium an der Kunsthochschule für bildende Künste Dresden bei Prof. Fraaß und Prof. Bergander. Seit 1957 war er Mitglied des Verbandes bildender Künstler der ehemaligen DDR. Er war freischaffend tätig und stellte seine Werke in vielen sächsischen Städten aus. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. der Kunstpreis des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, wurden ihm verliehen. Als Dozent übermittelte er seine künstlerischen Fähigkeiten an der Fachhochschule für angewandte Kunst Schneeberg. Sein Schaffen ist allgegenwärtig. Manfred Riedl, Jahrgang 1924, verstarb am 3. Juni 1999 kurz vor Vollendung seines 75. Geburtstages an seiner Wohn- und Arbeitsstätte in Auerbach im Vogtland. Auffällig und bemerkenswert an der künstlerischen Ent-wicklung von Manfred Riedl ist, dass er bereits ein halbes Jahrzehnt nach Abschluss seines Hochschulstudiums seine eigene unverwechselbare Handschrift gefunden hatte und diese beharrlich weiter ausbaute und kultivierte. Sein Hauptthema war von Beginn an die Landschaft seiner Vogtländischen Heimat und des benachbarten Erzgebirges, der er sich bis zum Lebensende voll verbunden fühlte. Manfred Riedl durchstreifte zu allen Jahreszeiten, ob bei beginnender Schneeschmelze oder bei Einbruch kälterer Witterungszeiten, die bewaldeten Höhen, bis er interessante bildwürdige Einblicke auf Täler und Dörfer oder spannungsvolle Fernblicke auf Höhenzüge fand. Ohne zu skizzieren, hielt er seine Motive, die er mit künstlerischen Augen empfand und erlebte, gleich auf kleinen oder mittleren Formatflächen fest. Hierbei bemühte er sich, durch Vereinfachung der Formen bis hin zu geometrisch wirkenden Flächen und durch eine begrenzte Palette jenen Form- und Farbzusammenhang zu erzielen, der eine ausdrucksstarke Bildeinheit ermöglichte. Gebogene und zum Teil spiralförmig verlaufende Feldbegrenzungen, Wege oder Straßen führen die Augen des Betrachters ins Bild. Büsche, Bäume, Gebäude, Masten oder Schornsteine als raumbildende Elemente oder Akzente lassen uns die Weite und Tiefe der Landschaft erleben. Freie oder bewaldete Hänge in ihrer abfallenden oder ansteigenden Linienführung begrenzen die Bildkomposition. Das bevorzugte Farbenpaar ist Blau oder Grün zu Orange oder Umbra mit gelegentlichen Rotakzenten. Hinzu kommt das fleckhafte Weiß, das auch zum Aufhellen und Brechen der Farben Verwendung findet. Die Ölmalerei mit einem pastosen Farbauftrag als Primamalerei kam der Eigenart des Künstlers entgegen, die Motive aus kontrastierenden Formen und farbigen Flächen zu bauen. Die großzügige Malweise hatte ihn auch folgerichtig zu Aquarell geführt. Seine lockere, bewegte und sichere Pinselführung sowie die Souveränität in der Bildgestaltung sind bewundernswert. Ein Beweis dieser Verbundenheit und Liebe zur Natur sind die farbenprächtigen Aquarelle von Blumen und Pflanzen, die in der FabrikGalerie ausgestellt sind. Man entdeckt und erkennt beim Betrachten, wie er die Formen und Farben aufgespürt hat, sie in ihrer Kontrastfreudigkeit auf die Bildfläche gemalt, gespachtelt und getupft hat und damit uns ihre Fülle, ihren Reichtum und ihre Pracht vor Augen führt. Manfred Riedl besaß ein eigenes Vokabular von persönlich erarbeiteten Gestaltungsmitteln, einen individuellen Form- und Farbkanon sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten, damit schöpferisch umzugehen und hierbei immer wieder neue kompositorische Varianten zu ent-decken. Seine Bilder betrachtete er als eine Art Botschaft, den Mitmenschen die Welt in ihrer farbigen Poesie zu zeigen. Kraftquell für ihn war die Natur in ihrer einzigartigen Vielfalt, in ihrer ständigen Veränderung als unverzichtbares, ästhetisch-künstlerisches Erlebnis. Riedl war von seiner Mission zutiefst erfüllt, mit wachen Augen sensibel um sich zu schauen, sich an der Natur zu erfreuen und die seltenen Augenblicke von faszinierenden einmaligen Stimmungen zu entdecken und diese mit seinem persönlichen Farbempfinden zu malen.

Die aus Niedersachsen stammende Künstlerin Ute Ammermann wurde 1941 in Bad Salzuflen geboren. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine Lehre als Goldschmiedin. Seit 1965 lebt sie in Seckach nahe dem Jugenddorf Klinge. Ab dieser Zeit entwirft und schneidert sie Ihre eigenen Kollektionen aus Baumwolle, Seide und Wolle. Bereits 1982 gründete sie das Haus "Mode und Kunst", eine Adresse, die mittlerweile vielen Leuten nicht nur in Seckach bekannt ist. Zur Malerei kam Ute Ammermann über den in Osterburken lebenden Maler und Graphiker Bernd Scheubert, bei dem sie mehrere Malkurse Ende der achtziger Jahre absolviert hat. Diese Tatsache allein erklärt aber noch lange nicht den Erfolg, den sie mittlerweile mit Ihrer Kunst hat. Die richtige Technik ist zwar wichtig für ein gelungenes Bild, das dazu nötige Talent kann man allerdings nicht lernen. Man muss schon ein Auge dafür haben, welchen Farbton man an welche Stelle setzt und ob man auf Leinwand oder Span-platte arbeiten muss, erklärt die Künstlerin. Während einer Urlaubsreise in Tunesien hat sie zum ersten Male Sandbilder gesehen. Ein tunesischer Maler erklärte ihr damals, wie kompliziert diese Technik sei, denn es ist schwer, den Sand auf Papier oder Leinwand zu fixieren. Fasziniert von dieser Technik, versuchte es Ute Ammermann auf ihre eigene Art. So entwickelte sie im Laufe der Zeit eine innovative Verbindung von Leinwand, Papier, Aquarellfarben und Sand, die dem Betrachter einen reliefartigen interessanten Eindruck gibt. Große Resonanz erfahren ihre Blumenbilder, die sie persönlich als ihre Lieblingsmotive sieht. In vielen Varianten bringt sie die kleinen Wunder der Natur zu Papier. In neuester Zeit beschäftigt sie sich auch mit der Darstellung von Menschen und Landschaften. Ute Ammermanns schöpferische Energie scheint unermüdlich. Sie verbringt tagtäglich mehrere Stunden vor der Staffelei, inspiriert von stimmungsvollen Klavierklängen ihres Lebensgefährten und Musikprofessors Kalman Irmai. Auf mehreren Ausstellungen hat sie ihre Werke schon gezeigt, darunter in Städten wie Frankfurt, Zürich und Stuttgart.

"Egal was ich anfange, es gibt doch immer einen Kopf ", bekennt Maria Ambach aus Lauda. Köpfe, Gesichter und Augen sind die beherrschenden Motive ihrer Arbeiten, die ernst blicken, zumeist sogar traurig wirken, zum Anschauen zwingen - aussagestark und nicht ohne Hoffnung. Maria Ambach, einst Schülerin von Richard Rother und Wolfgang Lenz an der Kunst- und Handwerkerschule Würzburg, zählt seit Gründung des Kunstkreises Lauda-Königshofen mit über sechzig Gemeinschaftsausstellungen zu den aktivsten Mitgliedern. Beeindruckend bei den künstlerischen Arbeiten von Frau Ambach ist nicht nur die Eindringlichkeit der Themengestaltung, sondern auch die meisterliche Beherrschung der unterschiedlichsten Techniken. Ölbilder, Aquarelle, Rötelzeichnungen, Wachsfarben und Mischtechniken gehören unter anderem zu ihrem Repertoire. Ein wesentlicher Teil ihrer Bilder und Zeichnungen beschäftige sich mit dem Menschen, und was sie besonders auf diesem Gebiet erreicht habe, sei überaus eindrucksvoll und sehenswert. "Ich geh einfach dran, wenn es mich packt", sagt Maria Ambach. Sie will darstellen, was sie empfindet, und so entstehen sehr viele Bilder vor ernstem Hintergrund. Oft kommt etwas ganz anderes dabei heraus, als sie eigentlich will und immer wieder ist da plötzlich doch ein Kopf entstanden. Ihre Skulpturen à miniature, so Ambach, sind zum Anfassen und Berühren. Als Werkstoff verwendet sie mit Vorliebe Alabaster und Speckstein. Die Werke leben vom vorhandenen Material, der Maserung, seiner Form und der Farbe. Die Künstlerin entwickelt erst beim Bearbeiten des vorgegebenen Rohlings schrittweise die Gestaltung und den Ausdruck des späteren Kunstobjektes, dabei ist jeder einzelne Stein aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit eine besondere Herausforderung. Unzählige Stunden sind notwendig, bis die Künstlerin endlich mit ihrem Werk zufrieden ist. Erst vor kurzer Zeit konnte Maria Ambach bei nationalen und internationalen Wettbewerben durch Teilnahme an verschiedenen Ausschreibungen mit hervorragenden Auszeichnungen und Preisen abschließen. So wurden ihre Speckstein-Skulpturen "innige Bande" und "Theresas Zeit" in Landshut und Paris ausgezeichnet. Maria Ambach lässt sich keiner festen Stilrichtung zuordnen. Sie male, wenn sie sich dazu getrieben fühle, beginne meist ohne klares Ziel vor sich zu haben und gestalte ein Thema oft in verschiedenen Techniken. Jede Arbeit ist eine von Thema und Stimmung beeinflusste individuelle Schöpfung; detaillierte, realistische Zeichnungen hängen somit neben großzügigen, abstrakten Schöpfungen, Ölbilder in leuchtenden Farben neben reizvollen, geheimnisumwitterten Mischarbeiten.

Peter Kunkel wurde 1949 in Darmstadt-Arheiligen geboren, wo er auch heute noch lebt. In der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER zeigt er in den Monaten Juni und Juli einen Querschnitt seines kreativen Schaffens. Kunkel selbst bezeichnet sich als "kritischen Realisten", sein ungestümer, vitaler und energischer Stil kann aber durchaus als expressionistisch gesehen werden. In seinen Exponaten behandelt der Künstler sehr unterschiedliche Themen aus nahezu allen Lebensphasen. Peter Kunkel ist, obwohl er ein festes Wertgerüst besitzt, kein "moralischer Maler", der eine ideologische Aussage verbreiten will. Er ist auch kein Auftragsmaler mit vorgegebenem Thema. Seine Werke sind deshalb wohltuend frei von intellektuellen Überzeichnungen. Die Schaffenskraft des Autodidakten, der neben seiner Kunst als Logistikfachmann arbeitet, manifestiert sich in unzähligen Bildern und Skulpturen und weist auf eine enorme innere Spannung hin. Die kontrastreiche und energiegeladene Farbwahl gelb, orange, rot und blau offenbart ein inneres Feuer. Die Werke von Peter Kunkel entstehen aus einem starken inneren Drang heraus und bahnen sich mit enormer Kraft einen Weg nach außen. Der Künstler will, dass der Betrachter über die Bilder und Skulpturen in Kontakt mit seinen inneren Gefühlen, Empfindungen und Gedanken tritt, ganz gleich, ob die Werke Zustimmung, Gefallen oder heftige Ablehnung erfahren. Seine Arbeiten erinnern an indianische und afrikanische Stammeskunst. Sie beschäftigen sich mit mythischen, archaischen Themen und tragen Titel wie "Squaw", "Indianer", "Goldauge", "Urwald" oder "Jagdszenen". Seit 1990 beschäftigt sich Kunkel immer wieder mit dem Thema Jagd in allen möglichen Varianten. Jagd reize ihn als Thema, weil es so weit gefächert sei. Jagd auf Tier und Mensch, Jagd nach Anerkennung und Geld, Jagd nach dem anderen Geschlecht, um nur einige der vielen vordergründigen und hintergründigen Facetten zu nennen. Weit mehr als 60 der insgesamt über 3000 Bilder beschäftigen sich mit diesem Thema. Für ihn ist der Mensch zugleich Jäger und Gejagter, das Opfer seiner inneren und äußeren Zwänge. Was an Kunkels Kunst immer wieder fasziniert sind seine farbenfrohen Mischtechniken. So kann man neben Wachsmalkreide auf Packpapier, Collagen auf Strukturtapeten auch mit Öl und Kreide übermalte Blätter, Aquarelle sowie mit Ölfarben übermalte Fotos auf Leinwand entdecken. Kunkel reizt es, gerade solche Materialien zu verwenden, die gemeinhin in den Bildern nichts zu suchen haben. Dadurch erzielt er eine verblüffende Wirkung und gibt den Arbeiten eine ganz neue Dimension. Bei den Skulpturen verwendet Peter Kunkel meist Holz von abgebrochenen Häusern, Reste von Baumfällaktionen oder Funde, die an den Stränden von Rhein und Main angespült werden. "Ich verwende nie gekaufte Holzstücke" verrät Kunkel und lacht. "Alles ist gefunden oder erbettelt." Viele seiner indianischen Holzplastiken sind koloriert, andere abgeflammt, so dass ihre Oberfläche eine Struktur erhält, die der von Holzkohle ähnelt. Die hochwertige Oberflächenversiegelung aller bemalten und naturbelassenen Skulpturen wird durch einen mehrmaligen Anstrich aus Leinöl erreicht.

Kraft und spannende Dynamik strahlen sie aus, die beeindruckenden Werke von Gertrude Reum. Sie ist Malerin und Objektgestalterin zugleich, Metallbildnerin könnte man sagen. Künstlerin also, eine die sich ihre Werkstoffe wählt, ganz frei, je nach zu bewältigender Aufgabe. Die 1926 in Saarbrücken geborene und heute in Buchen lebende und arbeitende Gertrude Reum wurde bereits vor über zwanzig Jahren von dem Kunstmäzen Reinhold Würth aus Künzelsau entdeckt. Der vielzitierte Satz des Heraklit von Ephesus, "Alles ist im Flusse", kann für die Arbeiten von Gertrude Reum in besonderem Maße gelten. Unerschöpflich scheint ihr Repertoire an neuen Ideen und Einfällen, die sie in nimmermüden Arbeitseifer umsetzt. Dadurch kann sie auf ein sehr fruchtbares Schaffen zurückblicken, das von einer regen Ausstellungstätigkeit begleitet ist. Ihre Arbeitsthemen wie Schöpfung, Kosmos und die sich darin befindlichen Phänomene wie Licht, Zeit, Bewegung und Raum fordern immer neu überlegte und ausgearbeitete Gestaltungsformen. Reums Formensprache ist soweit reduziert, dass ihre Werke, obwohl sich immer wieder gegenständliche Assoziationen einstellen, nie abbildhaft sind. Natureindrücke können zwar Voraussetzung sein, werden jedoch in einem künstlerischen Prozess zu einer vom Gegenstand unabhängigen Vision transformiert. Dies trifft in erster Linie auf die in den achtziger Jahren entstandenen Zellstoffarbeiten zu, die eine zerklüftete und nach innen aufgespaltene Oberfläche dem Betrachter entgegenrecken und seine Neugier quasi in das Werk hineinziehen. Hier platzen, reißen und klaffen tote Oberflächen auf, um vermutbare Verläufe oder blaue Ozeane offen zu legen. Naturgemäß zurückhaltender, doch ebenso menschenleer, präsentieren sich Aquarelle heimgesuchter, zerstörter Landschaften, "Horizonte". In ihren Werkgruppen "Verschlingen, Überschneidungen, Faltungen, Aufbrüche und Ströme" macht sie Energien anschaulich. Vor allem ihre aufwendigen Metallarbeiten aus Stahl, Messing und Aluminium offenbaren eine erstaunliche Kraft, deren Fluss sogar lebendig erscheint, wenn der Betrachter den Standpunkt wechselt. Schlangen oder wellenartige Formen finden sich auf den vielen Metallarbeiten von Gertrude Reum. Wie gebündelte, sich kreuzende Lichtspuren ziehen sie sich durch die ausgestellten Objekte. Die sich umschlingenden Bahnen erreichen durch Schliff, Ätzung und Brennlackierung nahezu die Plastizität von Hologrammen. Vor der FabrikGalerie sowie im Eingangsbereich schlängeln sich je sechs Chromnickelstahl-Rohre in die Höhe. Sie greifen ineinander als "aufstrebende Kräfte," erinnern an naturhafte Formen und entwickeln, je nach Standort der Betrachter und wechselndem Lichteinfall, ein faszinierendes Eigenleben. Besonders bei Sonnenlicht strahlt die Skulptur wie eine Lichtquelle mit eigener Energie. Hier, wie bei den meisten Objekten, besticht die kühle Ästhetik des verwandten Materials. Die Art des Materials sei ihre größte Herausforderung, bekennt die Künstlerin. Oberflächliches Betrachten, eiliges Durchschreiten, flüchtige Blicke lohnen hier kaum. Nur wer sich mit den einzelnen Werken auseinandersetzt, wer sich Zeit nimmt, wer Kontakt zu den Objekten herstellt, wer ihrem Verlauf folgt, ihrer Struktur, der kann der spannenden Mysteriensuche von Getrude Reum folgen.

Der Maler und Glasgestalter Bernhard Huber, geboren 1964 in Neresheim, studierte an der Kunstakademie in Stuttgart. Seit 1991 ist er als freier Künstler in Esslingen tätig, verfügt über ein großes Atelier, in dem er auch seine monumentalen Werke umsetzen kann. Bernhard Huber hat sich mit der Floatglasmalerei beschäftigt und zahlreiche großflächige Arbeiten im Architekturbereich mit Industrieglas angefertigt. Hubers Objekte sind auf der Spur von der Fläche zum Raum und thematisieren ein Dazwischen, eine Existenz zwischen den Bildern, die sowohl malerisch als auch skulpturale Qualitäten aufweisen. In den Werken geht es nicht um die Formbewegung allein, sondern um die Selbstverständigung unserer Sehzusammenhänge. Um die Störung unserer altbekannten Leserichtung. So können und sollen die Motive über die Bildränder fortgesetzt werden. Dabei wird der Betrachter und seine Welt direkt, ja körperlich in Hubers Arbeiten mit einbezogen. Denn je nach Blickwinkel, je nach Lichtverhältnissen spiegeln sich Raum und Betrachter, bilden ein Abbild im Bild. Es ist also eine Existenz dazwischen, die die Objekte da führen. Auch weil sie sowohl malerische und skulpturale Qualitäten aufweisen. Und dabei eine neue Art des räumlichen Denkens und des Umgangs mit der Fläche demonstrieren. Ein Umgang, der mit Fragmentierung zu tun hat, mit den Bits und Bytes der heutigen, schnelllebigen Welt. Einer Welt, in der traditionelle Weltbilder nicht mehr gefragt, schon gar nicht mehr gefestigt sind. Und so sind Hubers Raster und Linien auch Fragmente eines Netzwerks, kleine Informationskanäle, mit Computerplatten vergleichbar, die – im übertragenen Sinne - auf den sich ständig verändernden Ablauf der Denkprozesse hinweisen. So wie Huber ein Wanderer zwischen den Kunstwelten ist, einer, der nicht den Gattungen zugeordnet werden kann, so sind seine Werke letztendlich Grenzüberschreitungen, die das Irdisch-Materielle in die kreative Vorstellungskraft, in den Denkprozess umsetzen und ins Geistige, ins Unendliche transzendieren.

Vom Sommerloch keine Spur: Vom zarten Ton bis zum wahren Farbspektakel präsentierten die beiden Mitglieder des Göltzschtaler Kunstvereins e.V. aus Auerbach im Vogtland in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER einen Querschnitt ihres Schaffens. Tino Rex, Jahrgang 1967, arbeitet an einer Greizer Realschule als Kunsterzieher und widmet sich in seiner Freizeit in einem eigens hierfür eingerichteten Atelier dem künstlerischen Schaffen. Er gibt mit seinen großformatigen Tafelbildern den Auftakt der Ausstellung im Eingangsbereich der FabrikGalerie. In seinen Werken spiegelt sich eine ehrliche kritische Stellungnahme zu aktuellen Zeitproblemen wider. Provozierende Farb- und Formenspektakel schildern Szenen aus dem täglichen Leben. In nahezu mosaikartig aufgebauten Werken findet der Betrachter eine Fülle von menschlichen Zügen. Ein Linolschnitt des Rodewischer Malers und Graphikers Tino Rex mit dem Titel: "Die Weiblichkeit des Seins" entstand noch 1995 während seines Kunst- und Kunstpädagogikstudiums in Leipzig und befindet sich heute in Privatbesitz. Seine großformatigen Volltonbilder und Acrylmischtechniken auf Hartfaser, sind klar, von überraschender Vielfalt und eindrucksvoller Aussagekraft. Die schöpferische Intention des jungen Künstlers verspricht noch einiges in den nächsten Jahren seines Schaffens. Ganz anders muten die Grafiken, Aquarelle und Kohlezeichnungen des Designers Lothar Stauch an. Er widmet sich in seinem Schaffen überwiegend der Landschaftsmalerei. In seiner Darstellungsform knüpft er an Traditionen realistischer deutscher Kunst an. In verhaltenen zarten Naturtönen grafisch strukturiert, zeigt er eine Reihe südländischer Impressionen, die beim Betrachter sensible Stimmungswerte erzeugen. Obwohl bei Lothar Stauch die Naturverbundenheit dominiert, geht er in seinen Zeichnungen, Holz- und Linolschnitten zu Ausschnittsdarstellungen über, die flüchtig skizziert wirken, aber immer das Wesentliche treffen. In zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen haben die beiden Künstler bereits viele Lorbeeren eingefahren. Viele ihrer Arbeiten sind mittlerweile im Privatbesitz oder zieren Museen und öffentliche Einrichtungen. Beide Aussteller brillieren durch eindrucksvolle Bandbreite und setzen mit dieser Ausstellung markante Akzente in der Geschichte der FabrikGalerie.

Hay Yan Waldmann-Wang aus Shanghai arbeitete nach ihrem Studium als Künstlerin und Dozentin an der Forschungsakademie für Kunst beim Kultusministerium der Volksrepublik China. Im Rahmen eines Forschungsprogramms über chinesische Kunstgeschichte und Malerei erkundete sie deren Beziehung zur westlichen Kunst. In Deutschland, genauer gesagt in Niederstetten, lebt Frau Waldmann-Wang seit acht Jahren als freie Künstlerin. Dass sie gerade im Taubertal "hängen blieb", begründet sie mit der Faszination, die Landschaft, Menschen und Kultur des Taubertals von Anfang an auf sie ausübten. Ein zusätzliches Studium absolvierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Sie sieht ihre Zeichnungen als Bindeglied zwischen der traditionellen chinesischen Seidenmalerei und der modernen westlichen Malerei. Hay Yan Wang malt sowohl sehr abstrakte als auch sehr realistische, gegenständliche Bilder. Diesen scheinbaren Kontrast erklärt die Künstlerin mit den unterschiedlichen Phasen, in denen sie ihre Bilder fertigt oder eben mit den verschiedenen Impressionen, die im Alltag auf sie einwirken. Bilder, die sie zum Beispiel zwischen Frühjahr und Sommer malt, werden meist eher realistisch, vor allem dann, wenn ein Motiv aus der Natur das Bild bestimmt. Regt sie dagegen ein Konzert oder eine Fernsehsendung zum Malen an, so entstehen meist abstrakte Bilder, wobei Waldmann-Wang gleich hinzufügt, dass ihre künstlerische Sprache mehr in den abstrakten Bildern zum Ausdruck kommt. Gegenständlich zu malen sei ihr auf Dauer zu einfach, da sie bei realistischen Bildern nicht wie bei abstrakten nach der adäquaten Ausdrucksform in Farbe und Gestalt suchen muss. Sich selbst kann die Künstlerin also bei abstrakten Bildern mehr einbringen. Da spielt sie dann auch mit Formen, aber vielmehr mit Farben. Und gerade ihre Farbkombinationen sind es, welche allgemein als äußerst faszinierend empfunden werden. Die Vorliebe der Künstlerin, in ihren Gemälden auch kräftige Farben und kontrastreiche Farbkombinationen zu verwenden, wurde, als sie noch in China malte, als westlich orientiert empfunden. Die Vermischung der europäischen und chinesischen Malkunst begann also nicht erst mit ihrem Wechsel nach Deutschland, sondern war schon früh vorgezeichnet. Frau Waldmann-Wang malt zu etwa 70 Prozent auf chinesischem Papier, da dies nur aus Naturmaterialien gefertigt wird. Ihre Farbenwahl fällt nicht nur auf solche chinesischer Herkunft, sondern auch auf Seidenmalerei-, Aquarell- und Ölfarben, kurz - auf jede Farbe, die für sie sprechen kann. Ein einprägsames Beispiel für ihre Aussage ist der Zyklus "Liebliches Taubertal", in dem sie bekannte Motive, wie das viel gemalte Rothenburg, auf eine sehr eigenständige Weise darstellt. Ihre Motive nimmt sie mit den Sinnen auf, verarbeitet sie innerlich und gibt sie schließlich in einer gänzlich persönlichen Art wieder.

Ihre Liebe zum Malen entdeckte Sigrid Müller erst in dem Alter, in dem Schwaben angeblich "erst gescheit" werden. Nach mehreren Kursen an privaten Kunstakademien schwingt die Autodidaktin aus Heilbronn-Biberach nunmehr seit zehn Jahren den Pinsel. Ihre Aquarelle und Acryl-Collagen sind klar, von überraschender Vielfalt und eindrucksvoller Aussagekraft. Sigrid Müller hatte schon einen ziemlich erfüllten Lebens-abschnitt hinter sich, ehe sie zur Malerei kam. Die gelernte Industrie-Kauffrau und Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern war dreizehn Jahre lang halbtags am Therapeutikum für psychisch Kranke in Heilbronn-Sontheim beschäftigt. Zuerst in der Verwaltung, später im therapeutischen Einsatz. Das hat sie geprägt. Bereits damals, Mitte der achtziger Jahre, suchte sie einen Weg, "etwas zu schaffen, an dem Menschen ihre Freude haben". Sigrid Müller ist eine, die zupackt, Dinge angeht. Genauso hat sie auch die Welt der Farben, Motive und Darstellungsweisen für sich erschlossen. Konsequent und zielstrebig – sehr zum Erstaunen ihres familiären Umfeldes, aber auch zu deren Freude und Begeisterung. Bei einem Aufenthalt in Oberammergau im Jahre 1988 lernte sie im Aufzug einen Maler kennen. Zusammen mit zwei anderen bereitete dieser gerade eine Ausstellung in dem bayerischen Kurort vor. Er ermutigte sie, es doch auch einmal zu probieren und lieh ihr sogar seine Malutensilien aus. Von da an war sie infiziert. Der Virus hieß moderne Malerei und hatte sie gründlich befallen. Wieder zu Hause besuchte sie die angebotenen Volkshochschulkurse für Aquarell-Technik und musste feststellen, dass Landschaften und Blumenmotive nichts für sie sind. An einer privaten Kunstschule im Schwarzwald fand sie schließlich, was sie suchte: Kurse für moderne Aquarell-Malerei. Die Spätberufene entpuppte sich als eifrige und talentierte Schülerin. Sie tauchte ein in die Welt des Malens, verbrachte Stunde um Stunde, oft bis weit nach Mitternacht, an der Staffelei und tobte sich aus mit Pinsel und Farbe. Eines jedoch hatte sie sich damals noch nicht ausgemalt: dass binnen weniger Jahre ihre Bilder die Wände von Industriebetrieben, Arztpraxen, Restaurants, Banken und Gemeindehäusern zieren würden. In den letzten Jahren hat sich Sigrid Müller hauptsächlich mit dem Thema Acryl-Collagen befasst. Collagen sind plastisch, oft lebendiger und bieten vielfältige Möglichkeiten der Darstellung. Das entspricht ihrer Intention. Sie meint: "Ich möchte, dass meine Bilder bewegt sind und durch ihre Spontaneität den Betrachter individuell ansprechen". Hässliche oder bedrückende Motive sind nicht ihre Sache. Sie tendiert eher dazu, sich die Welt schön zu malen. Trotzdem bleibt sie mit ihren Bildern nicht an der Oberfläche. Offenheit, Träume und menschliche Beziehungen – all das ist in ihren Bildern zu entdecken.

Weitere Informationen: www.sigrid-mueller.de

Der ursprünglich aus Nürnberg stammende Hans Hermann Schmidt ist im Taubertal kein Unbekannter. Als langjähriger Leiter der Standortverwaltung Tauberbischofsheim, als Mitglied im Ortschaftsrat Neunkirchen und nicht zuletzt, bereits seit seiner frühen Kindheit, als passionierter Maler. Nach seiner Pensionierung widmet sich Hans Hermann Schmidt mit Hingabe ausschließlich der Malerei, quasi als Profi, obwohl er sich sein Wissen autodidaktisch über viele Jahre angeeignet und in Kursen, z. B. an der Sommer-akademie in Neuburg an der Donau, intensiviert hat. Seine bisher sechs Einzelausstellungen haben bereits große Beachtung gefunden. Einerseits durch die Tatsache, dass aufgrund zahlreicher Verkäufe viele "echte Schmidt" heimische Wohnzimmer schmücken, andererseits jedoch auch von offizieller Seite durch den dritten Preis der Freizeitkünstler-Ausstellung im letzten Jahr in Stuttgart mit seinem Werk "Sonntag in Marrakesch", das ebenfalls in der FabrikGalerie zu bewundern ist. Vorbilder sieht der Künstler in den bedeutenden Malern Picasso und Matisse. Und so sind in seinen Werken auch Elemente der beiden wiederzuerkennen, bzw. pickt sich Schmidt das heraus, was seinen eigenen Stil bereichert. Von Matisse beispielsweise könnte die Inspiration für harmonische Farbkompositionen herrühren, während einige Bilder von Picassos kubistischer Periode inspiriert sein könnten. Festlegen lässt er sich jedenfalls nicht, und so kann durchaus von einem eigenen unverwechselbaren Stil gesprochen werden. Dem Betrachter offenbaren sich die Exponate aus einer Mischung farbiger Lebensfreude und einer ordentlichen Portion Sehnsucht. Dennoch sind die Farben nicht schreiend oder aufdringlich bunt. Vielmehr sind sie sorgfältig aufeinander abgestimmt und beeinflussen ganz maßgeblich die einzelnen Stimmungen und Impressionen. Diese sind dann auch ganz international und entführen einen in südliche Landschaften, beispielsweise in die Toskana, nach Frankreich oder ins ferne Marrakesch. So verkörpern die Motive einerseits die permanent spürbare Lebensfreude und Dankbarkeit Hans Hermann Schmidts, einerseits auch Wünsche, andere an der Schönheit exotisch sommerlicher Empfindungen teilhaben zu lassen. Der schwungvoll dynamische Pinselstrich verwandelt die Leinwand in eine dreidimensionale Dynamik, welche die sehr persönlichen Empfindungen Schmidts eindrucksvoll unterstreichen. Technisch wird diese Plastizität oftmals durch Relief-Strukturen und die Verwendung weißer Flächen mitgetragen. Spontaneität geht vor Perfektion, Emotion schlägt Ratio.

Ein gutes Händchen hat der Vorsitzende des Kunstkreises Lauda-Königshofen Norbert Gleich bei der Auswahl des Bildhauers Johann Schickinger bewiesen. Als Doppelausstellung deklariert, präsentiert seit Anfang Dezember 1999 bis Ende Januar 2000 Johann Schickinger sein Schaffen der breiten Öffentlichkeit. So sind die kleinformatigen Grafiken und Skulpturen im Domizil des Kunstkreises Lauda-Königshofen, der Galerie "das auge," zu besichtigen, während die großformatigen monumentalen Skulpturen und Grafiken in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER der breiten Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Großdimensionierte Bronze- und Holzskulpturen sowie bisher ungewohnt große Bildformate lassen das lichtdurchflutete und großzügige Treppenhaus eher klein erscheinen. Die monumentalen Kunstobjekte stellen sich förmlich dem Besucher in den Weg und fordern so die Auseinandersetzung mit den Objekten – ob man will oder nicht, in welcher Art auch immer. Johann Schickinger, einst Schüler von Alfred Hrdlicka, will wie sein berühmter Lehrer mit seinen Plastiken Stellung beziehen zu jenen Themen, welche die Menschheit heute bewegen: Umwelt, Gewalt, Verletzlichkeit und Vergänglichkeit. Kunst, meint er, darf und soll eine politische Komponente haben, sie soll aufrütteln oder zumindest nachdenklich machen. Als Weltverbesserer will er nicht antreten, dafür reiche die Macht der Kunst nicht aus, "aber Anstöße geben, das können wir", meint er. Wer die Skulpturen und Bilder in der FabrikGalerie auf sich wirken lässt, erkennt die Botschaft. Ja sie schreit geradezu aus den Bildern und Skulpturen. Da stehen Fragmente, Torsos zu Stein und Metall erstarrter Schmerz, Menschen, geschundene, geschlagene, Folteropfer: Schickingers Plastiken klagen an und rühren den Betrachter am Gemüt, appellieren an seine Gefühle. Die Titel "Folter" und "Exekution" sind beide anlässlich des 50. Jahrestages des Bombenabwurfs über Hiroshima und Nagasaki entstanden. In der "Vergänglichkeit liegt die Hoffnung" wird die Verwandtschaft zu seinem Lehrer Hrdlicka besonders deutlich: Aus der Naturform des Steines wachsen die Gestalten heraus, die Mutter Gottes mit dem Leichnam Christi. Schickinger gießt seine Skulpturen in Bronze, nach aus Stein gehauenen Figuren. Sie sehen fast aus, wie aus Stein gemeißelt, was daran liegt, dass der Künstler die Oberfläche nicht nach dem Guss noch weiterbearbeitet, geschweige denn poliert. Die Gussspuren sind deutlich zu erkennen, an ihnen haften gar noch die Schamottreste. Das alles erweckt den Eindruck von verwittertem Stein. Die menschlichen Körper sind kaum noch erkennbar, als habe sie jemand im Moment des Schmerzes erstarren lassen, in Stein verwandelt. Dennoch drücken die Figuren eine intensive Spannung aus. Was sicher auch an den merkwürdigen Proportionen liegt, etwa im Vergleich zum Rest des Körpers viel zu großen Füßen. Dazu passt auch die geometrische Form eines Menschen, der in ein unnatürliches Quadrat gezwängt wurde. Der Kopf schaut nach oben, ruft förmlich nach Hilfe, doch die Figur hat keinen Hals, keinen aufrechten Gang mehr. Johann Schickinger hat sich in der Bildhauerei bundesweit einen Namen gemacht, seine Werke sind in vielen Ausstellungen vertreten. Kunstpreise hat er in Augsburg, Nürnberg und Hamburg erhalten.

Eine kleine aber feine Auswahl von Landschaftsgemälden des in Heilbronn aufgewachsenen und seit vielen Jahren im Main-Tauber-Kreis lebenden Malers Gerd Holaschke zeigt die Vielseitigkeit im Umgang mit den verschiedensten Maltechniken, die der Künstler bestechend beherrscht. Landschaften und lustige Wortspiele sind dabei seine bevorzugten Sujets und Aquarellkombinationen seine beliebteste Ausdrucksform. Dabei beherrscht er jedoch mit der gleichen Meisterschaft die Palette der Ölfarben. In allen Bildern spürt man, dass Holaschke sich mit den Inhalten nach allen Aspekten intensiv auseinander gesetzt hat. Seien das nun seine "Denkzettel" – gemalte Wortspielereien wie etwa der "Schreihals" oder "mit fünf Mark sind Sie dabei" – oder eben Landschaften. Und die Landschaften in ihrer ganzen Vielfältigkeit, ihren Stimmungen, ihren Strukturen, unterschiedlichen Blickwinkeln. Knorrige Bäume, Wege, Weite, Hügel – am liebsten die Landschaft rund ums Taubertal (Holaschke: "Das Taubertal ist einzigartig"). Und dabei immer Wasser – als Flußlauf, Gewitterstimmung, feucht glänzende Wege, Nebel, Nieselregen oder üppige Vegetation. Dabei malt er neben seinen meist zarten Aquarellen kräftige Strukturen in Öl, die teils schon in die Abstraktion übergehen und sich auf intensive Stimmungen konzentrieren. Mehr oder weniger ausgefeilte Bleistiftskizzen, die stets als Vorarbeit dienen, sind meist in der Natur – also vor Ort – entstanden und stellen allein bereits kleine Kunstwerke dar. Hinter der reinen Abbildung kann man aber noch tiefer, weiter hinter die Dinge schauen. So ist dahinter ein großer Gedanke über die Natur zu erahnen, die seine Bild-schöpfung als eine hohe Leistung erscheinen lässt.

Werner Krug wurde im Jahre 1947 in Tauberbischofsheim geboren. Als Kunsterzieher und praktizierender Künstler hat er sich schwerpunktmäßig der Malerei verschrieben. Die Themenbereiche seiner gedanklichen und malerischen Auseinandersetzung, die in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER dem Besucher in den Monaten September und Oktober 1999 gezeigt werden, sind weit gespannt. "Spiegelungen" nennt sich beispielsweise eine Serie von sieben großformatigen Bildern. Sie zeigen eine neue Art der Auseinandersetzung des Künstlers mit den vier bestimmenden Elementen unseres Daseins. Visionen von Himmel, Erde, Wasser und Licht. Wir sind Teil des Raumes zwischen Himmel und Erde und können nur in der Harmonie mit jenen leben. Die Bilder sind aus dem Bedürfnis heraus entstanden, Teil dieser Harmonie in und mit der Natur zu sein. Die Landschaft wird zum Sinnbild des Lebens. Sie spiegelt seine Zustände: Licht und Schatten, Leichtigkeit und Schwere und alles dazwischen, die Übergänge nämlich, die Zwischenräume, die Stadien des Daseins. Im Fließen vereinigen sich Himmel, Wasser und Erde zu einer imaginären Welt. In ihr spiegelt sich der innere Zustand zwischen Mensch und Natur. Beide sind darin durch immergeltende Kräfte und Gesetze verbunden, deren Beachtung Voraussetzung für das Gleichgewicht des Lebens ist. Erst in der Stille und Weite von licht- und schattengeformten Flächen lösen sich Spannungen, versöhnen sich Gegensätze. Ruhe füllt die Leere des Raumes und schafft die Harmonie, die unser Leben braucht. Technisch sind diese Arbeiten (Öl auf Tempra lasiert) das Ergebnis eines langwieriegen Prozesses, der über die Stadien des Farbfotos und erster Pastellstudien schließlich zum eindrucksvollen Endergebnis führt. Die Farbigkeit der Bilder ist sehr reduziert, fast monochrom und doch sehr lebendig. Düstere, ins Schwarze hineinspielende Blau- und Grüntöne schaffen im Zusammenspiel von stark herausgearbeiteten Helldunkel-Kontrasten eine dynamische Atmosphäre, eine Welt, in der eine Stimmung von Kälte und Verlassenheit herrscht. Der Künstler Krug lässt sich jedoch nicht nur von der Natur oder Landschaft inspirieren. Wuchtige archaische Bauwerke tauchen beispielsweise schemenhaft in den in ockergelbes Licht getauchten "Minoischen Visionen" auf, den Früchten eines Kreta-Aufenthaltes. So spiegelt sich in den Formen und Farben der ausgestellten Bilder und Plastiken die eigentlich unsichtbare Innenwelt der jeweiligen Person wider, die dieses Gebilde nach dem inneren Auge schufen. Die so sichtbar gewordenen Bilder sind daher Spiegel und Fenster zu der Gedankenwelt jedes Einzelnen. Sie stellen letztlich die subjektiven Erfahrungen und Antworten zu unserer erlebten, uns sichtbaren Welt dar und sind damit erlebte Realität. Diesen philosophischen Hintergrund verarbeitet der Künster in seiner Malerei und wird in Reiseimpressionen, Naturkompositionen oder in der Auseinandersetzung mit zeitkritischen Themen umgesetzt. Den Versuch, seine erlebten Impressionen über das Erleben der Welt in Worte zu fassen, hat er mittlerweile sehr erfolgreich in zwei Büchern niedergeschrieben, die im Frankonia Verlag erschienen sind.

Die in Niedersachsen geborene und in Rothenburg ob der Tauber lebende Autodidaktin Hildegard Kappert-Meyer begann als Hobby-Malerin im Jahre 1980 mit Malkursen an der Volkshochschule Hamburg. Sie entdeckte in den sechs Semestern ihrer Ausbildung ihr Talent und besuchte für zwei weitere Semester die Kunsthochschule in Blankenese. Zwischenzeitlich nach Rothenburg ob der Tauber umgezogen, lernte sie Rosemarie Richter kennen und gründete mit ihr den dortigen Kunstkreis. In ihren zahlreichen Ölbildern und Aquarellen kann man Landschaften, Blumen, Stillleben und Szenisches betrachten. Zu sehen sind in der aktuellen Ausstellung Interpretationen aus dem heimischen Taubertal sowie Reisebilder von der Nordsee, Mallorca, der Provence, der Toskana und anderen Gegenden Italiens. Frau Kappert-Meyer erlebt die Natur vom Eindruck her und nutzt bisweilen hauchzarte, duftige Farbtöne, um mit einer harmonischen Bildkomposition den Betrachter regelrecht zu fesseln. Ihr geschultes Auge, handwerklich solides Können und eine tiefe Liebe zur Natur schenken ihren Aquarellen intensives Leben. Stärker noch beeindrucken ihre Ölbilder, die den großzügigen Pinselstrich zeigen. Expressive Momente drängen in den Vordergrund, ziehen fast magisch an und münden in einer spürbaren Kraft der Bilder. Leichte Verfremdungen und die flächige Behandlung des Gesamtbildes machen diese Landschaften zu einer echten Auseinandersetzung mit der Natur. Die Ausstellung in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER entführt den interessierten Betrachter in eine lebendige Welt atemberaubender Landschaften.

Durch die hervorragende Unterstützung des Kunstkreises Lauda-Königshofen konnte quasi im "fliegenden Wechsel" die Architektin und Künstlerin Karin Reuter aus Weikersheim gewonnen werden. Die großzügigen räumlichen Verhältnisse im Treppenhaus der FabrikGalerie eröffnen dem Betrachter ein eindrucksvolles Bild, denn von einem erhöhten Standpunkt können nahezu alle Exponate mit einem Blick erfasst werden, was ganz im Gegensatz zu den oft verwinkelten Galerien einen ganz speziellen Reiz entfaltet und die Werke von Karin Reuter in einer eindrucksvollen Homogenität und Frische erscheinen lässt. Darüberhinaus erreicht die FabrikGalerie neben der heimischen Bevölkerung auch neue Besucherkreise. Die zahlreichen Geschäftsbesucher aus dem In- und Ausland sind bei regelmäßigen Reisen nach Lauda schon immer gespannt, wie sich der Eingangsbereich optisch darstellt. So manches Geschäftsgespräch beginnt aus diesem Grund nicht mit der Diskussion über das eigentliche Vorhaben, sondern mit einem erfrischenden Austausch über Kunst. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln durch die tägliche Konfrontation mit den wechselnden Exponaten ein Verhältnis zu künstlerischer Darstellung und diskutieren regelmäßig mit erstaunlich hohem Sachverstand feinfühlig die aktuell ausgestellten Bilder. So war auch diesmal die Resonanz sehr positiv. Fachlich bestens gerüstet durch Architekturstudium in Karlsruhe mit Schwerpunkt im Freihand-Zeichnen, zahlreiche Malkurse und fotografische Experimente, inspiriert durch einen wachen Blick für die Schönheiten der Natur, sei es im heimischen Garten oder auf Reisen, erstrahlen die in verschiedenen Techniken gestalteten Werke in frühlingsfrischem Glanz. Inbesondere die Aquarelle vermitteln das emotionale Verhältnis der Künstlerin zu landschaftlichen Stimmungen und machen Lust, selbst in die malerisch dargestellten Länder aufzubrechen, um in die intensive Atmosphäre einzutauchen. Die Bilder erscheinen oft leicht und spontan. Bei näherer Auseinandersetzung ist die dazu notwendige handwerkliche Perfektion jedoch augenscheinlich.

Jan Zwolicki, im Jahre 1967 in Swiecie an der Weichsel geboren, lebt und arbeitet heute in Bzowo im östlichen Nachbarland Polen. Sein künstlerisches Handwerk erlernte er von 1982 bis 1987 an dem in seinem Heimatland renommierten Lyzeum für Bildende Kunst in Bydgoszcz. Nach seinem Militärdienst machte er sich 1989 als freischaffender Maler selbstständig, arbeitete jedoch in den schwierigen Anfangsjahren zusätzlich in der Landwirtschaft seines Bruders. Der hochtalentierte und orginelle Künstler wurde von Mitgliedern der Miltenberger Kunstszene während eines Polenurlaubs entdeckt. So wurde Zwolicki im Jahre 1992 nach einer kleineren Ausstellung in einem Weinlokal in Klingenberg am Main im folgenden Jahr spontan zu einer sechsmonatigen Einzelpräsentation der Reihe "Kunst im Amt" des Landratsamtes Miltenberg eingeladen. Seit 1995 beteiligt sich der Künstler regelmäßig am Kunstmarkt des Neuen Aschaffenburger Kunstvereins. Im Oktober letzten Jahres zeigte Jan Zwolicki seine großformatigen Werke in der Galerie "das auge" im historischen Laudaer Rathaus, einigen bestimmt noch in lebhafter Erinnerung. Jan Zwolicki malt seine Ölbilder in farblich wie formal geradezu explosiver Gestaltung des jeweiligen Bildsujets. Thematisch reicht die Bandbreite von liebevoller Ironie, über mitunter entlarvender Satire bis hin zu schneller, dynamischer Bewegung, wie beispielsweise leicht abstrahiert in dem Werk "Alltags-Stillleben". Dieser ungewöhnlich kreative Künstler lässt sich in keine Schablone pressen, hat er doch längst seine ureigene, den Betrachter faszinierende Handschrift entwickelt.

Seit über 22 Jahren lebt das japanische Künstlerehepaar Atsuko und Kunihiko Kato in Deutschland, genauer gesagt in Fürth bei Nürnberg, und hat auch so den europäischen Kulturkreis kennengelernt. Ihre Kunst ist ein Brückenschlag zwischen Ost und West, zwischen Realität und Vision, zwischen Mensch und Natur. Letztere ist das große Thema ihrer Inspiration, wie sie sagen eine "unendliche schöpferische Quelle". Für Atsuko Kato ist die Natur als Motiv das Medium zur inneren Welt des Wesens. "Auch die Gegensätzlichkeit von realer und visionärer Welt wird eins", sagt Atsuko Kato, die selbst liebevoll Pflanzen züchtet und diese Pflanzen, überwiegend Ginkgos, oft in ihre künstlerische Arbeit integriert. Die Exaktheit und Detailiertheit, mit der sie in einer Zeit, da besonders breite Pinselstriche an der Tagesordnung sind, ihre Naturvisionen abbildet, ist nicht nur dem japanischen Erbe zuzuschreiben. Auch die von ihr vollkommen beherrschten Techniken der Ölmalerei und der Lithografie sind nicht der fernöstlichen Tradition entsprungen. Atsukos Zeichenlehrer in Japan verehrte Albrecht Dürer, ihr Kunstprofessor hatte in Deutschland studiert und so setzte sie nicht ohne Grund ihr in Japan begonnenes Kunststudium in der Dürerstadt Nürnberg fort. Bei Atsuko Kato steht die Schönheit der unberührten Natur im krassen Gegensatz zu der vom Menschen manipulierten Welt. Für die Überwindung von Dissonanzen und die Vereinigung von Gegegensätzen, seien sie real oder der Fantasie entsprungen, hat Atsuko ein markantes Symbol gefunden: Den Ginkgobaum, oder genauer, das gespaltene Ginkgoblatt, welches in einer Vielzahl ihrer Werke in einer Fülle von Varianten erscheint. Der Ginkgo, als Pflanze an sich schon ein Phänomen mit vielen Besonderheiten, um die sich unzählige asiatische Mythen ranken, steht für Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Dies wird an der Tatsache deutlich, dass die widerstandskräftige Pflanze die geballte Zerstörungswut von Hiroshima und Nagasaki überlebt hat. Der Ginkgo wird so zum Hoffnungsträger, denn wenn Menschen es schaffen, untereinander beginnen, ihren Zwist beizulegen, gelingt ihnen, so eine These der Künstlerin, womöglich in einem weiteren Schritt die Wiedervereinigung mit der Natur. Weit abstrakter als die Bilder Atsuko Katos wirken auf den ersten Blick Kunihiko Katos Skulpturen. Dennoch sind sie alle von der Natur inspiriert; ein "Lob der Erde" anderer Art, das den Betrachter erkennen läßt, in welch hohem Maße er für die ihn umgebenen Wunder blind geworden ist. Nicht nur große Panoramen werden hier erfasst, sondern einzelne, zum Teil seit Urzeiten vorhandenene Formen aus dem unerschöpflichen Reservoir der Pflanzen- und Tierwelt, vor allem der Meerestiere. Kunihiko Kato bezeichnet seine Arbeiten als "biozentrisch". Indem er seine Naturformen aus ihrer Umgebung löst, künstlerisch abwandelt und stilisiert, verleiht er ihnen eine völlig neue, geheimnisvolle Existenz. "Lebewesen" heißen daher auch seine sämtlichen Werke, und jedes einzelne von ihnen bringt Ehrfurcht vor dem Leben in all seinen Ausprägungen zum Ausdruck, lädt unaufdringlich dazu ein, inne zu halten und Achtsamkeit zu üben.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christa Nürnberger mit Psychologie, Gesprächstherapie und Entspannungstechniken. Sie gibt ihre Erfahrungen in Kursen über meditatives Malen und bei Seminaren mit Erwachsenen und auch mit krebskranken Kindern weiter. Diese Tätigkeit prägt auch ihr eigenes Schaffen ganz entscheidend. So versucht sie in ihren Werken Träume, innere Bilder und Erlebnisse durch Farben und Symbole darzustellen. Die symbolhaft-abstrakte Bildsprache ist ihre präferierte Ausdrucksweise. Unser Verstand, der so vermeintlich vernünftig wacht, wird dabei außer Kraft gesetzt, und die Botschaft kann uns dadurch direkter erreichen. Licht ist dabei das wichtigste Symbol in ihren Bildern. Formen öffnen sich nach oben hin und geben etwas frei, was quasi neu geboren an das Licht gebracht wird. Ein mystisches Blau-grün in ihren Bildern zieht den Blick des Betrachters fast magisch an und lässt die leuchtenden Flächen noch heller strahlen. Sie kom-biniert eine Vielzahl von Techniken, setzt ruhige harmonische Flächen in Kontrast zu fühlbaren Strukturen, die durch Verwendung von so ungewöhnlichen Materialien, wie Stoffetzen und Sand, entstehen. Ihre Bilder spiegeln den Prozess des Lebens wider: Altes stirbt - Neues wird. Altes wird losgelassen und versinkt im Dunkel, Neues eröffnet sich, drängt ins Licht und wird zum Leben erweckt. Wirken die Werke vordergründig abstrakt und geheimnisvoll, erschließen sie sich jedoch dem aufmerksamen Betrachter und ziehen ihn in seinen Bann. "Lichtzeichen", das ist die Intention von Christa Nürnberger mit ihren ruhigen, meditativen Bildern voller Kraft und Poesie.

Die im Jahre 1931 geborene, in Schöntal bei Künzelsau lebende und arbeitende Künstlerin beschäftigte sich zunächst mit Plastiken und kam erst sehr spät, genauer gesagt vor vier Jahren, zur Malerei. Kristin Becker sagt von sich, dass das Reich des Unbewussten bei der Entstehung ihrer Bilder eine wesentliche Rolle spielt: "Das Bild wächst und entwickelt sich aus einem ersten Impuls, der oft in zuvor Geträumtem wurzelt." In bis zu zehn Überarbeitungen wird dann schrittweise die Bildvorstellung entwickelt und ausgefeilt. Kristin Beckers Bilder zählen zur Gattung der sogenannten "konkreten Malerei" und nicht, wie leicht angenommen werden kann, zur abstrakten Kunst. Dies ist bei näherer Betrachtungsweise einleuchtend, weil sie nicht von Dingen und Gegenständen der reellen Welt abstrahiert, sondern rein aus dem Inneren des Künstlers ihre Werke entwickelt. Formal betrachtet handelt es sich um strukturierte Farbflächen, in denen Gegensatzpaare wie hell und dunkel, nah und fern oder leicht und schwerfällig sorgfältig gegeneinander ausgespielt werden.

Das Multitalent Gerda Eberle beherrscht Portrait- und Aktzeichnen ebenso wie die Aquarell- und Ölmalerei. Selbst der Übergang zum plastischen Gestalten in Ton und Stein ist Bestandteil ihrer schöpferischen Arbeit. Ihre ausgestellten Bilder zeugen von ihrem persönlichen intensiven Farbempfinden. Sie sind geprägt von strahlender Ausdruckskraft und eindringlicher Eindeutigkeit. Ihre besondere Gabe zur Beobachtung von Natur und Mensch spiegelt sich in ihren Werken wider. Darüber hinaus versteht Sie es vorzüglich, das innerste Wesen eines Menschen aufzudecken und zu übertragen, so dass viele der ausgestellten Gemälde dem Betrachter Ruhe, Geborgenheit, Wärme und Hoffnung vermitteln. Ihre künstlerischen Fähigkeiten gibt Gerda Eberle als Dozentin am Bad Mergentheimer Institut für Gesundheitsbildung weiter. Bereits seit 1992 stellt Sie ihre Werke im Rahmen von Einzel- und Gemeinschaftsausstel- lungen der breiten Öffentlichkeit vor.

Wahrlich kein Unbekannter in der hiesigen Kunstszene ist der in Tauberbischofsheim geborene und in Lauda lebende Künstler Rudolf Neugebauer. Nicht nur, dass er sich durch zahlreiche Ausstellungen einen hervorragenden Ruf erworben hat, passioniert gibt er sein Wissen in Form regelmäßiger Kurse seit vielen Jahren weiter. Thematisch bewegen wir uns vorzugsweise im Karneval in Venedig, wobei dies nicht als die vielgerühmte fünfte Jahreszeit zu sehen ist, sondern vielmehr eine eigene Symbolik und Magie entfaltet. Diese einzigartige Atmosphäre ist in den in den Techniken Öl und Aquarell gestalteten Bildern eindrucksvoll eingefangen. Geheimnisvolle Masken und farbenprächtige Kostüme lassen den Betrachter teilnehmen an der feinen und eleganten Freude des venezianischen Treibens. Dabei sind Details niemals reproduziert, sondern scheinen eher durchdrungen von der besonderen baulichen Schönheit Venedigs, von den kleinen Brücken, den engen Gassen und einem Hauch des Morbiden.

Die einst in Lauda am Martin-Schleyer-Gymnasium tätige Kunsterzieherin gestaltet ihre Aquarelle bewusst nach ästhetischen Gesichtspunkten. Dabei werden Farben und Form einander kontrastierend, aber auch ergänzend gegenüber gestellt. Eine besondere Bedeutung hat für Isolde Broedermann das Quadrat. Diese nüchterne, wie Sie meint "intellektuelle" Form wird zum tonangebenden Element in all ihren Kompositionen. Heller oder dunkler werdende Farbabstufungen zum Zentrum hin lockern die Strenge der Geometrie stets auf. In lebhaftem Rhythmus drängen sie sich zusammen, belagern sich, oder greifen ineinander. Als Gegenspieler taucht in den Bildern der Künstlerin immer auch eine amorphe, vegetabile Form auf.

Nicht nur, dass es bei dieser Ausstellung zum ersten Mal Kunst im Doppelpack gibt, auch der Einbezug der dritten Dimension setzt einen neuen Höhepunkt in der Geschichte der FabrikGalerie. Das Künstlerehepaar Hamleh stellt unter dem Motto "Bilder und Skulpturen" nicht nur einfach aus, sondern verwandelt das gesamte Treppenhaus in eine lebendige Phantasielandschaft. Da wird ein Frosch in die an sich ganz unauffällige Hydrokultur integriert, da wacht aufmerksam eine Gruppe von Störchen oder kräht ein stolzer Hahn durch das Fenster über das ihm zu Füßen liegende Taubertal. Allen Werken merkt der Betrachter die geschulten handwerklichen Fähigkeiten der beiden Künstler an, die den Beruf des Steinmetz und Steinbildhauers gelernt haben. Da werden Abfallprodukte aus Metall, wie Schrauben, Muttern oder sogar die Backen eines Schraubstocks, kunstvoll aneinandergefügt und durch Inspiration und Geschick gleichermaßen in reale Lebewesen verzaubert. Ein buntes Spektrum von der zweiten bis zur dritten Dimension, jedoch niemals eindimensional. "Die Wesenheit der Dinge durch Veränderung sichtbar machen" - nie war diese Idee so spannend wie bei dieser Ausstellung.

Von September bis Oktober stellte die im Odenwald geborene und in Lauda lebende Künstlerin Anneliese Sack-Meixner in der FabrikGalerie aus. Nach Aquarell und gegenständlichen Ölbildern reifte nach und nach die Malerei von Abstraktionen, die sie heute vorzugsweise in Acryl anfertigt und dabei Spachtel wie Pinsel gleichermaßen benutzt. Ihre Bilder enstehen, so die Künstlerin, durch Zwiesprache mit dem bewussten und unterbewussten Ich und erhalten so den meditativen, visuellen Ausdruck, der dem detailgetreuen Malen mehr und mehr seine Wichtigkeit nimmt.

Betrachtet man die sehr plakativen Bilder des in Bratislava, Slowakei lebenden Künstlers Jaro Jelenek, so erkennt man den ironischen Witz, mit dem Szenen des wahren Lebens auf humorvolle Weise in die Kunst übersetzt werden. Getreu dem Motto "Dem Volk den Spiegel vorhalten" erkennt man nach der anfänglichen Erheiterung sehr schnell, dass eben dieses Volk einen selbst mit umfasst und skurrile Erscheinungen doch zur gewohnten Realität des Alltags geworden sind. So sagt Jaro Jelenek über seine Werke: "Meine Bilder handeln von den Sehnsüchten, Bedürfnissen, Dummheiten und Verfehlungen, die das gegenwärtige Menschenbild bestimmen".

Als absolutes Novum wurde bei dieser Ausstellung Schülerinnen und Schülern des örtlichen Gymnasiums Gelegenheit gegeben, quasi frisch aus dem Zeichensaal ihre Arbeiten einem öffentlichen Publikum zu präsentieren. Dabei war sehr bemerkenswert, welch unterschiedliche Techniken die Schülerinnen und Schüler während des regulären Unterrichts lernen und in welcher Professionalität sie ihre Inspirationen visualisieren. Darüber hinaus wurde durch die Ausstellung die enge Zusammenarbeit zwischen dem Martin-Schleyer-Gymnasium und LAUDA dokumentiert, ein Beispiel, das im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen sollte.

Schon früh verspürte die in Wertheim am Main lebende Künstlerin Ruth Roth den Drang zum Malen. Sie begreift Kunst nicht nur als Mittel, Sichtbares abzubilden, sondern vor allem als Notwendigkeit, Erlebtes und Gefühltes zu verarbeiten; das auszudrücken, was nicht gesagt werden kann. Bei ihren in gewischter Aquarelltechnik gehaltenen Bildern lässt sie gerne den Zufall mitgestalten und genießt den spannenden schöpferischen Akt.

Weitere Informationen: www.ruth-roth.de

Anfänglich noch durch das Kopieren französischer und deutscher Expressionisten ihre Fertigkeiten schulend, entwickelte Dolfy Nied sehr schnell ihren eigenen Stil. Gemäß ihrem Motto "Malen ist eine ständige Herausforderung" eignete sie sich verschiedenste Maltechniken wie Öl, Collage und Aquarell an. Gerade an den kalten Wintertagen dieser eindrucksvollen Ausstellung vermittelten ihre zarten Landschaftsaquarelle und Blumenmotive eine heitere und belebende Atmosphäre.

Wiederum brachte die erfolgreiche Vermittlerrolle des Kunstkreises Lauda-Königshofen eine bemerkenswerte Künstlerin in die FabrikGalerie. Die Seidenmalerin Birgit Kraneiss nimmt ihre Inspirationen aus intensiven Gesprächen und emotionalen Erlebnissen. So schreibt die Presse über ihre Ausstellung bei LAUDA: "Die Bilder von Birgit Kraneiss sind ausdrucksstark und eindringlich. Sie begreift Kunst nicht als pure Ästhetik, sondern als eine Möglichkeit für den Künstler, außer eigenen Gedanken, Gefühlen und Eindrücken, vor allem auch das widerzuspiegeln, was die Menschen unserer Zeit bewegt und prägt."

Grafische Holzschnittarbeiten, inspiriert auch durch das Schaffen von HAP Grieshaber, sind das Markenzeichen des Laudaer Künstlers Norbert Gleich, zugleich auch Mitbegründer und Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen e.V., mit dem bei der Organisation und Auswahl der Ausstellungen eine enge Zusammenarbeit besteht. Besonders fasziniert ihn der Umgang mit dem Medium Holz und das Experimentieren mit mehreren Grundfarben und Papiersorten, was seinen Werken eine eigenständige Wirkung verleiht.

Aquarell, Aquarell-Mischtechnik, Mono-Typien und großformatige Spachtelarbeiten sind bevorzugte Techniken der in Dainbach geborenen Künstlerin Margit Müller. Besonders eindrucksvoll ist ihre Fähigkeit, erlebte Geschichten in oft nur wenigen Strichen anschaulich zu erzählen.

Anlässlich dieser Ausstellung lud LAUDA erstmalig zu einer Vernissage, die von den anwesenden Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch begeistert aufgenommen wurde. Mindestens ebenso angetan waren die Besucher von den Bildern der Künstlerin Christa Grell aus Künzelsau. Sie nutzt als eines ihrer wichtigen Grundmaterialien Gipsbinden, die sie in einem ausgeklügelten Verfahren auf die Leinwand aufbringt und nach einer bestimmten Zeit wieder entfernt. Anschließend malt sie auf der geschaffenen Fläche ihre Motive in Ölfarben.

Ebenfalls aus Lauda kommt Elmar Hauck, der unter dem Künstlernamen Matani farbige Tuschen und selbst entwickelte Collage- und Frottagetechniken anfertigt. Dabei steht die Spontaneität im Vordergrund, nicht die geringste Korrektur ist erlaubt.

Die Laudaer Meisterfotografin Karin Besserer machte den Auftakt. Künstlerisch bearbeitete Fotografien vermitteln dem Betrachter ihre "Impressionen von Venedig" und fangen den Geist und die Schönheit der im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Lagunenstadt eindrucksvoll ein.