Aktuelle Ausstellung

Sabine Fleckenstein, „Madonnenwonnen und Rosenposen“, 26.07.2017 - 25.09.2017

Die LAUDA FabrikGalerie startet am 26. Juli 2017 um 17 Uhr mit einer neuen Ausstellung in der Reihe „Art After Work“ und lädt zu inspirierenden Gesprächen mit der Künstlerin Sabine Fleckenstein ein. Unter dem Motto „Madonnenwonnen und Rosenposen“ können Besucher bis zum 25. September 2017 nach Anmeldung (E-Mail: fabrikgalerie@lauda.de, Telefon 09343 503-0) die Gemälde erleben. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

Als Sabine Fleckenstein von ihrer Reise aus Kuba zurückkehrt, hat sie im Gepäck: eine Zigarre, ein Tabakblatt und etwas Erde. Ihre Souvenirs hat die Malerin aus Prosselsheim im Landkreis Würzburg – wie so oft nach Reisen – zur Kunst geadelt. „Cuba Libre“ heißt das großformatige Gemälde, das mit Variationen von Che Guevara spielt. Es ist Teil der Ausstellung „Madonnenwonnen und Rosenposen“ in der LAUDA FabrikGalerie, deren Bilder – wie nahezu alle Gemälde von Sabine Fleckenstein – eine überbordende Collage aus Farbe und Form sind, aus Naturmaterialien, Sinn und Sinnlichkeit.

Zwölf Werke ihrer Serie, die der Ausstellung ihren Namen gegeben hat, zeigt die gebürtige Offenbacherin dort, alle im Format 1,40 Meter mal einen Meter. Entstanden sind die Arbeiten über einen Zeitraum von etwa drei Jahren, drei hat die Künstlerin eigens für die LAUDA FabrikGalerie geschaffen. Da sie noch einen Brotberuf habe, komme sie nur in ihrer Freizeit zum Malen, sagt sie fast schon entschuldigend. Dafür aber ist die Liste ihrer Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, die sie schon weit über ihre Heimat hinaus bis nach Italien, Belgien und in die Schweiz geführt haben, beeindruckend lang. „Die Kunst ist für mich ein wichtiger Ausgleich zum beruflichen Alltag als Krankenschwester“, sagt Sabine Fleckenstein. Krankheit, Leid und Tod auf der einen Seite, pralle Lebensfülle auf der anderen Seite: Sabine Fleckensteins Arbeiten sind eine Entdeckungsreise. Das passt zu ihr, reist sie doch gern – und lässt sich inspirieren von dem, was sie unterwegs sieht und fühlt und hört. Die Gemälde zeigen aber auch eine vielschichtige Welt, die mitunter skurrile Details entfaltet. In der Serie „Madonnenwonnen und Rosentosen“ finden sich schöne Frauen, tolle Autos, aber auch Reminiszenzen an Märchen und Comics – die Künstlerin spannt einen Bogen vom täglichen Wahnsinn in eine Traumwelt voller Sehnsüchte und Genuss, aber auch Gier und Macht. Das darf man wirken lassen. Oder, wie sie sagt: „Es gibt nichts Schlimmeres als den Versuch, Kunst bis zum letzten Pinselstrich zu entschlüsseln.“