Aktuelle Ausstellung

Ralf Claussen, „Summertime“, 21.06.2017 - 21.07.2017

Die LAUDA FabrikGalerie startet am 21. Juni 2017 um 17 Uhr mit einer neuen Ausstellung in der Reihe „Art After Work“ und lädt zu inspirierenden Gesprächen mit dem Hamburger Fotokünstler Ralf Claussen ein. Unter dem Motto „Summertime“ können Besucher bis zum 21. Juli 2017 nach Anmeldung (E-Mail: fabrikgalerie@lauda.de, Telefon 09343 503-0) die Gemälde erleben. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

Das Fenster zum Himmel steht weit offen. In der Ferne schäumt das postkartentürkisene Meer, in nächster Nähe bröckelt Schönheit in vier Dimensionen. Ein Bild für die Götter. Ralf Claussen braucht nicht den großen Überbau für seine Foto-Kunst. Mit einer Handtaschenkamera, technisch natürlich top, ist der Wahl-Hamburger unterwegs, und oft genügt ihm scheinbar simpel das Handy. Warten auf das richtige Licht, den passenden Moment, die perfekte Szenerie mit ausgeklügeltem Aufbau von Equipment: Braucht er nicht. Es ist ja immer alles da. Es will nur gesehen werden, jetzt und zu jeder Zeit. In vielen Jahren des Fotografierens hat Ralf Claussen dieses genaue Hin-Sehen perfektioniert. Er findet seine Motive nicht immer stur geradeaus, sondern auch links und rechts, oben und unten. Oder finden sie ihn? Die kleinen Details, das scheinbar Nebensächliche, Unprätentiöse. Spannende Einblicke, überraschende Durchblicke, Perspektiven, Winkel, die einen zweiten Blick verlangen - spätestens, wenn Ralf Claussen all diese Ecken und Kanten ohne Blitz, Tamtam und Nachbearbeitung zur Kunst erhoben hat.

Ralf Claussen ist gern unterwegs, daheim in Hamburg und draußen in der Welt, und immer hat er eine Kamera dabei. Eine Zeitlang stand China im Fokus seiner Werke, bis die Faszination für Kuba stärker wurde. Die verfallene, wilde Schönheit am Strand von Havanna, das Fenster zum Meer: das Bild für die Götter ist das Leitmotiv der Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie. Auf ein Motiv festlegen lassen will er sich aber nicht. Puristisch, klar, aufregend anders: Das ist es, was ihn antreibt. Hauptberuflich sind Marketing und Werbung in einem Life Science Unternehmen sein Metier, der Beruf hat seinen Blick für Wirkung und Details geschult. Seine Frau, Keramik-Künstlerin, habe ihn an die japanische Ästhetik, das sog. Wabi-Sabi, herangeführt, sagt Ralf Claussen. An deren Blick für das Unscheinbare, vermeintlich Nebensächliche. Fotografien aus der Wabi-Sabi-Serie und Momentaufnahmen mit dem Handy sind die zwei großen Themen der Ausstellung. Man sollte genau hinschauen.