FAQ

Das Geräusch ist normal, da Komponenten des Kältekreislaufes bei jedem Einschalten automatisch justiert werden.

In den Geräten ist Öl im Kältekreislauf, welches dann aus dem Kompressor in den Kältekreis laufen kann. Dadurch ist dann beim Einschalten die Schmierung unzureichend und der Kompressor kann beschädigt werden. (Sollte es doch notwenig sein, das Gerät liegend zu transportieren, notfalls das Gerät 24 Stunden aufrecht stehen lassen und erst danach einschalten.)
Außerdem könnten sich bei einem anderen als aufrechtem Transport, auch die Schwingungshalterungen des Kompressors aushängen, was sich durch scheppernde Geräusche bemerkbar macht und ebenfalls einen Austausch des Kompressors erzwingt.

Das SmartCool System liefert mehr Kälteleistung, tiefere Temperaturen und höchste Präzision. LAUDA Proline Kältethermostate
haben ein mikroprozessorgesteuertes Kältemanagement, das in dieser Klasse einzigartig ist. Die intelligente Kältesteuerung verstärkt oder reduziert die Kühlung in perfekter Übereinstimmung mit dem geforderten Betriebszustand. Darüber hinaus schaltet die Kompressorautomatik den Kompressor nur dann ein, wenn er wirklich gebraucht wird.

Im Aufheizbereich arbeitet die VarioFlex Pumpe bis zu Viskositäten von 150 mm²/s. Im Regelbetrieb sollten 50 mm²/s nicht überschritten werden. Ab 30 mm²/s ist die Temperaturregelung optimal.

Ja, mit den Einstellungen von T ih und T iL kann die Temperatureingabe an die Betriebsgrenzen der Temperierflüssigkeit angepasst werden.

Silikonöle lösen Silikonkautschuk, was nach einiger Zeit zu Dichtheitsproblemen führt.

Thermostate ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen können eine Gefahr für Personen und Gegenstände darstellen. Denkt man nur daran, daß Temperaturen außerhalb des Wasserbereiches eine meist brennbare Temperierflüssigkeit erfordern, kann man sich die entstehenden Gefahren leicht ausmalen. LAUDA war die erste Firma, die spezielle Sicherheitseinrichtungen im Thermostat vorsah, und zwar einen Übertemperaturschutz und einen Unterniveauschutz. Zum erstenmal wurden 1979 die Sicherheitseinrichtungen für Thermostate in der Norm DIN 12879 definiert. Es wurden Sicherheitsklassen eingeführt, die abhängig von der Temperierflüssigkeit bestimmte Sicherheitseinrichtungen festlegten.
Im Rahmen der internationalen Normung wurde die DIN 12879 durch die Europanormen EN 61010-1 und 61010-2-010 abgelöst. Thermostate müssen, entsprechend der Brennbarkeit der Badflüssigkeiten, unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen besitzen.
Die EN-Norm gibt weder eine Klassenaufteilung noch eine entsprechende Kennzeichnung vor. Deshalb wurden in der DIN 12876-1 entsprechende Vorgaben gemacht: Geräte der Klasse I sind nur für nichtbrennbare Flüssigkeiten zugelassen und bei LAUDA zusätzlich mit "NFL" gekennzeichnet. Diese Geräte sind durch einen Überhitzungschutz gesichert. Laborthermostate der Klasse III sind für brennbare Flüssigkeiten ausgelegt und bei LAUDA zusätzlich mit "FL" gekennzeichnet. Zur Anwendung kommt ein Unterniveauschutz und ein einstellbarer Übertemperaturschutz.
NFL = non-flammable liquid/nicht brennbare Flüssigkeiten
FL = flammable liquid/brennbare Flüssigkeiten

Bei höheren Temperaturen riecht jede Temperierflüssigkeit mehr oder weniger stark. Der Temperaturbereich der LAUDA Badflüssigkeiten ist derart begrenzt, dass keine zu starke Belästigung auftritt.
Besonders stark ist die Geruchsentwicklung dann, wenn bei höheren Temperaturen mit offenem Bad gearbeitet wird. Es ist immer zu prüfen, ob mit einer Badabdeckung gearbeitet werden kann. Lässt sich dies nicht vermeiden, kann mit einer Absaugung an der Flüssigkeitsoberfläche die Geruchsbildung vermieden werden. Wenn möglich, sollte der ganze Thermostat unter den Abzug gestellt werden.
Wird der Thermostat ausschließlich für die Umwälzung benötigt und wird konstant bei höheren Temperaturen gearbeitet, so wird der Hochtemperaturthermostat USH 400 empfohlen, der aufgrund seiner Konstruktion jegliche externe Geruchsentwicklung verhindert.

Bei kleinen Badthermostaten (z.B. RP 845) ist Leistungsstufe 1 bis 3 sinnvoll. Bei Betrieb als Umwälzthermostat mit externem Verbraucher ist eine höhere Leistungsstufe sinnvoll, um die Temperaturdifferenz, u.a. auch bei höheren Temperaturen in Verbindung mit Ölen als Badflüssigkeiten, klein zu halten.

Der Wassergehalt wird bei den LAUDA Silikonölen Kryo 20, Kryo 60, Kryo 51 nach der Karl-Fischer-Methode geprüft. Im Anlieferungszustand beträgt der Wasseranteil max. 50 ppm. Grundsätzlich haben Silikonöle die hygroskopische Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft anzunehmen. Dies bedeutet, das der Wasseranteil mit zunehmender Einsatzdauer zunimmt.

Durch Zugabe von sogenannten Zeolith-Kügelchen (dies sind Ionen-Austauscher) kann das Wasser entfernt werden. Die Kügelchen haben einen Durchmesser von 1,5 - 2,5 mm. Die Anwendung kann z.B. mit der Teebeutel-Methode oder mit einer Zeolith-Säule realisiert werden. Die Zugabe sollte ca. 0,5 Gew% ( d.h. bei 100 kg Kryo 20 = 500gr.Zeolith) betragen. Die Kügelchen können dann in einem Trockenofen bei ca. 120°C wieder reaktiviert werden.
Alternative :

  • Aufheizen von Kryo 20 > 100°C. Der Wasseranteil verdampft.
  • Aufheizen von Kryo 51 >100°C. Der Wasseranteil verdampft.
  • Aufheizen von Kryo 60 max. 85°C. Der Wasseranteil verdunstet.

Hinweis:
Badflüssigkeiten dürfen in Laborthermostate max. bis zu 25°C unter dem Brennpunkt der jeweiligen Temperierflüssigkeit betrieben werden DIN EN 61010-1, Sicherheitsbestimmungen für elektrische Meß-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 61010-1:2001); Deutsche Fassung EN 61010-1:2001)


Beispiel:
Der Brennpunkt von Kryo 60 beträgt etwa 110°C.
Die obere Temperatureinsatzgrenze beträgt 110°C – 25°C = 85°C

Grundsätzlich muss zwischen unseren Gewährleistungsbedingungen für die Bundesrepublik Deutschland und für das Exportgeschäft unterschieden werden. Um mit letzteren zu beginnen: In der Regel werden unsere Geräte an ausländische Endverbraucher durch unsere Geschäftspartner verkauft, die ihre eigenen Gewährleistungsbedingungen haben, die von Land zu Land auch gesetzlich unterschiedlich sein können.
Für die Bundesrepublik Deutschland sind die Mängelansprüche Bestandteil unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und dort aufgeführt. Daher sollen im folgenden nur die wichtigsten Punkte erwähnt werden. Grundsätzlich können Mängelansprüche innerhalb eines Jahres ab dem Lieferdatum geltend gemacht werden. Für Thermostate und Umlaufkühler bietet LAUDA zudem eine 24monatige kostenlose Herstellergarantie an. Um in den Genuss dieser Garantie zu kommen, muss das Produkt lediglich innerhalb 4 Wochen nach Kauf bei LAUDA registiert werden. Falls Mängel auftreten sollten, bitten wir den Kunden, die Geräte zu uns ins Werk zu schicken, wo wir die Reparatur schnell und fachkundig durchführen. Kosten entstehen dabei innerhalb der Anspruchsfrist für den Kunden nicht. Die größeren Kältegeräte, Ultra-Kryomate, Prozess- und Umlaufkühler und Heiz- und Kühlsysteme, werden vor Ort beim Kunden durch unsere Servicetechniker repariert.

In der Master Version lassen sich die Solltemperatur und die Pumpenleistung sehr einfach einstellen. Auch die meisten anderen Funktionen sind in der Master Version vorhanden. Sie befinden sich in Untermenüs, die mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht gefunden werden können. Das geht mit der Command Version natürlich wesentlich einfacher, da im Grafikdisplay in diversen Sprachen "Klartext" gesprochen, und eine vom PC bekannte Bedienphilosophie verwendet wird. Hinzu kommen die Command-spezifischen Funktionen:

  • Ein Datenrecorder kann die Temperaturverläufe des internen Messfühlers und eines optionalen externen Temperaturfühlers bis zu 132 Stunden speichern und grafisch darstellen.
  • Ein Programmgeber, mit dem komplexe Temperaturverläufe mit bis zu 150 Sprüngen oder Rampen in bis zu 5 Programmen gespeichert werden können. In jedem Segment können auch die Pumpenstufe und die Relaisausgänge des Relaismoduls geändert werden.
  • Zwei Zeitschaltuhren zum Ein- und Ausschalten, mit Tages- oder Wochenprogramm.
  • Serienmäßige RS232/RS485 Schnittstelle.
  • Eine Echtzeituhr, mit deren Hilfe auch alle Warnungen, Störungen und Fehlermeldungen mit einem Zeitstempel im Fehlerspeicher abgelegt werden.
  • Online-Hilfe zu allen Funktionen.
  • Fernbedienungsmöglichkeit

In der Master Version lassen sich die Solltemperatur und die Pumpenleistung sehr einfach einstellen. Auch die meisten anderen Funktionen sind in der Master Version vorhanden. Sie befinden sich in Untermenüs, die mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht gefunden werden können. Das geht mit der Command Version natürlich wesentlich einfacher, da im Grafikdisplay in diversen Sprachen "Klartext" gesprochen, und eine vom PC bekannte Bedienphilosophie verwendet wird. Hinzu kommen die Command-spezifischen Funktionen:

  • Ein Datenrecorder kann die Temperaturverläufe des internen Messfühlers und eines optionalen externen Temperaturfühlers bis zu 132 Stunden speichern und grafisch darstellen.
  • Ein Programmgeber, mit dem komplexe Temperaturverläufe mit bis zu 150 Sprüngen oder Rampen in bis zu 5 Programmen gespeichert werden können. In jedem Segment können auch die Pumpenstufe und die Relaisausgänge des Relaismoduls geändert werden.
  • Zwei Zeitschaltuhren zum Ein- und Ausschalten, mit Tages- oder Wochenprogramm.
  • Serienmäßige RS232/RS485 Schnittstelle.
  • Eine Echtzeituhr, mit deren Hilfe auch alle Warnungen, Störungen und Fehlermeldungen mit einem Zeitstempel im Fehlerspeicher abgelegt werden.
  • Online-Hilfe zu allen Funktionen.
  • Fernbedienungsmöglichkeit

Die Regelparameter wurden optimal für den Badbetrieb ohne externen Verbraucher und für typische externe Verbraucher angepasst. Falls die Regelgüte nicht ausreicht, sollte ein erfahrener Regeltechniker eine Optimierung vornehmen. Notfalls kann aber jederzeit die Werkseinstellung gemäß Betriebsanleitung (Werkseinstellungen) wieder aktiviert werden.

Es gelingt damit jedem Benutzer, auch ohne Vorkenntnisse, einen Wert einzugeben. Da es unterschiedliche Aufgaben gibt, hat jede Eingabemöglichkeit ihre Vorteile.

Alle Geräte sind mit einer Varioflexpumpe mit 8-stufigem variablen Antrieb ausgestattet. Die Pumpenleistung kann damit der jeweiligen Aufgabe optimal angepasst werden:

  • hoher Pumpendruck, wenn z. B. lange Schläuche zu externen Verbrauchern führen oder ein großes Bad umgewälzt werden soll,
  • niedriger Druck, wenn der Wärmeeintrag in das Bad gering sein muss.

Die Varioflexpumpe ermöglicht als Druck-/Saugpumpe eine sehr wirkungsvolle Versorgung von druckempfindlichen Glasreaktoren mit minimal zulässiger Druckbeaufschlagung. Weiterhin können offene Gefäße mit konstantem Niveau betrieben werden, wenn ein Niveaukonstanter verwendet wird.

Grundsätzlich ist dann natürlich beides möglich. Sollten Sie einen Ecoline/Integral Thermostaten steuern wollen, bietet der Wintherm Plus Programmgeber gegenüber dem Thermostaten Programmgeber einige zusätzliche Features wie Toleranzbandüberwachung und Startwertvorgabe. Ansonsten empfehlen wir, vor allem bei Programmen, die über längere Zeiträume (Tage, Wochen) ablaufen sollen, diese im Thermostaten ablaufen zu lassen, denn der Thermostat wird Ihnen sicher nicht "abstürzen" wie es bei einem PC doch mal vorkommen kann und dann bleibt der zuletzt vorgegebene Solllwert aktiv.

Ja! Wintherm Plus hat einen eigenen Programmgeber mit dem Sie Rampenprogramme ablaufen lassen können.
Stellen Sie dazu im Register Programmgeber Start/Stopp die Option "Wintherm Programmgeber" ein.

In der Master Version lassen sich die Solltemperatur und die Pumpenleistung sehr einfach einstellen. Auch die meisten anderen Funktionen sind in der Master Version vorhanden. Sie befinden sich in Untermenüs, die mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht gefunden werden können. Das geht mit der Command Version natürlich wesentlich einfacher, da im Grafikdisplay in diversen Sprachen "Klartext" gesprochen, und eine vom PC bekannte Bedienphilosophie verwendet wird. Hinzu kommen die Command-spezifischen Funktionen:

  • Ein Datenrecorder kann die Temperaturverläufe des internen Messfühlers und eines optionalen externen Temperaturfühlers bis zu 132 Stunden speichern und grafisch darstellen.
  • Ein Programmgeber, mit dem komplexe Temperaturverläufe mit bis zu 150 Sprüngen oder Rampen in bis zu 5 Programmen gespeichert werden können. In jedem Segment können auch die Pumpenstufe und die Relaisausgänge des Relaismoduls geändert werden.
  • Zwei Zeitschaltuhren zum Ein- und Ausschalten, mit Tages- oder Wochenprogramm.
  • Serienmäßige RS232/RS485 Schnittstelle.
  • Eine Echtzeituhr, mit deren Hilfe auch alle Warnungen, Störungen und Fehlermeldungen mit einem Zeitstempel im Fehlerspeicher abgelegt werden.
  • Online-Hilfe zu allen Funktionen.
  • Fernbedienungsmöglichkeit

Jedes Proline Programm beginnt mit dem Segment "Start". Es legt fest, bei welcher Temperatur das nächste Segment 1 das Programm fortsetzen soll. Beim Start-Segment ist keine Zeitvorgabe möglich. Bei Wärmethermostaten muss die Start-Temperatur über der Badtemperatur, die vor dem Programmstart vorliegt, gewählt werden. Ohne das Startsegment würde das Segment 1 je nach Badtemperatur beim Programmstart unterschiedlich ausfallen.

Ein Programm stellt ein sogenanntes Temperaturprofil oder eine Temperaturkurve dar. Ein solches Profil bzw. eine solche Kurve wird dadurch festgelegt, dass man die verschiedenen Minima und Maxima durch ein Temperatur/Zeit-Paar definiert. Möchte man z. B. von Raumtemperatur auf +50 °C in 20 Minuten aufheizen und danach auf -10 °C in 2 Stunden abkühlen, so ergeben sich die entsprechenden Temperatur/Zeit-Paare (PN) wie folgt:
Die Angabe 99 Segmente besagt nun, dass ein Programm aus maximal 99 dieser Temperatur/Zeit-Paare bestehen kann; oder bei den Ecoline E 3xx Geräten, Proline oder bei Integral aus max. 150 Segmenten, die beliebig auf bis zu 5 Programme verteilt sein können, bestehen kann. Die Loopfunktion bei allen LAUDA Programmgebern ermöglichen das wahlweise mehrfache Durchlaufen eines Programmes. Die Änderfunktion erlaubt das Editieren eines Programmes. Die Pausefunktion erlaubt das Anhalten des Programmablaufs und nach beliebiger Zeit, die Fortsetzung des Programmablaufs.

Hier muss man drei Fälle unterscheiden:

  1. Mehrere Thermostate sollen miteinander vernetzt werden.
    Dieser Fall ist äußerst unwahrscheinlich, da im Moment keine Applikation bekannt ist, bei der ausschließlich Thermostate ohne einen PC miteinander verbunden werden müssen.
  2. Ein Thermostat soll mit einem PC vernetzt werden.
    In diesem Fall bieten die LAUDA Thermostate, mit RS 232 Schnittstellen alle notwendigen Anschlüsse. Über die eingebaute RS 232-Schnittstelle, können die Systeme mit einem beliebigen Rechnersystem über dessen RS 232-Schnittstelle verbunden werden.
  3. Mehrere Thermostate sollen mit einem PC vernetzt werden.
    In diesem Fall werden alle Geräte, wie unter 2. beschrieben, unter Zuhilfenahme eines RS 232-Schnittstellen-Vervielfachers (Multiplexer) an einen PC angeschlossen. Bei dieser Anwendung ist es allerdings erforderlich, dass eine auf den RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher abgestimmte Software zu dessen Steuerung eingesetzt wird. Der RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher und die notwendige Steuersoftware sind über den einschlägigen PC-Fachhandel erhältlich. Die bessere Lösung ist der Einsatz von LAUDA Thermostaten mit kombinierter RS 232/RS 485 Schnittstelle. Mit der RS 485 Schnittstelle können bei Verwendung einer RS 485-Schnittstellenkarte am PC bis zu 127 Thermostate angesteuert werden.

Dies ist leider nicht der Fall. Die Kennwerte sind die Eckwerte der sogenannten Pumpenkennlinie. Um im gewählten Beispiel des LAUDA E 4 S zu bleiben, heißt das, dass der Förderstrom von 22 l/min bei einem Gegendruck von 0 bar erreicht wird, und dass der Förderstrom auf 0 l/min bei einem Gegendruck von 0,55 bar zurückgeht. Die Zwischenwerte sind aus der Pumpenkennlinie ersichtlich.

Im Aufheizbereich arbeitet die VarioFlex Pumpe bis zu Viskositäten von 150 mm²/s. Im Regelbetrieb sollten 50 mm²/s nicht überschritten werden. Ab 30 mm²/s ist die Temperaturregelung optimal.

Alle Druckstutzen der Varioflexpumpe können ohne schädliche Wirkung für die Pumpe verschlossen werden. Dabei wird die Stellung 'intern' des Bypassreglers empfohlen.

Das Volumen im externen Kreislauf sollte 50 % des Badvolumens nicht übersteigen. Ist also z. B. ein großvolumiger, doppelmantliger Reaktor angeschlossen, ist ein Thermostat mit entsprechend großem Badvolumen zu wählen. Ist das externe Volumen relativ groß, steigt dadurch auch die Verweildauer und damit die entstehende Abkühlung im Rücklauf. Die zurückfließende Temperierflüssigkeit mischt sich mit der im Bad befindlichen und führt zu einer Mischtemperatur, die um so tiefer unter der Solltemperatur liegt, je kleiner das Badvolumen ist. Die rückfließende Temperierflüssigkeit stellt somit eine Störgröße für den Regelkreis dar und muss entsprechend ausgeregelt werden, was sich letztlich negativ auf die Temperaturkonstanz auswirkt.
Außerdem ist der Einfluss der Volumenausdehnung zu beachten. Bei einem geschlossenen Kreislauf muss der Thermostat die gesamte Volumenausdehnung der sich im Umlauf befindlichen Flüssigkeit samt der im Thermostatenbad befindlichen aufnehmen. Bei dem angegebenen Maximalverhältnis zwischen externem und internem Volumen führt dies bereits zu einer Volumenausdehnung von ca. 13 % pro 100 °C bezogen auf das Thermostatvolumen. Entsprechend größer fällt die Ausdehnung bei einem größeren Temperaturbereich aus und kann schnell das sogenannte Puffervolumen übersteigen. Dabei versteht man unter Puffervolumen die Differenz zwischen Maximal- und Minimalvolumen des Thermostaten. Thermostate mit besonders großem Puffervolumen sind z. B. K 12 KS, K 12 KP und UB 30.

Dies ist nicht möglich. Der Förderstrom wird durch den im Vergleich zur Saugpumpe größeren Förderstrom der Druckpumpe bestimmt. Eine Addition ist dagegen beim Druck möglich. Dies wirkt sich dahingehend aus, dass die Kennlinie der Pumpe "steifer" wird, d. h. dass der Förderstrom bei einem durch den Leitungswiderstand bedingten Druckabfall nicht so stark verringert wird.

Ein geschlossener Verbraucher läuft nicht leer, solange wirklich keine Luft in die Leitung eindringen kann.

Dies geschieht und hat schon oft zu Überschwemmungen im Labor geführt. Hier kann man sich nur dadurch helfen, dass man nach dem Ausschalten des Thermostaten die Schläuche "belüftet". Eleganter erhält man dies durch den Einbau einer sogenannten Rücklaufsicherung, die mit Hilfe von Magnetventilen die Leitungen an der höchsten Stelle belüftet.

Im Regelfall besitzt ein Umwälzthermostat eine Druckpumpe, die es gestattet, die temperaturkonstante Flüssigkeit durch einen geschlossenen und druckdichten Verbraucher zu befördern. Meist ist der Verbraucher ein Doppelmantelgefäß, in dessen Inneren sich das Temperiergut befindet, das mit der Temperierflüssigkeit nicht in Berührung kommt.
Bei einer Druck-/Saugpumpe (kurz: D/S) besitzt die Pumpe eine Druckstufe und eine Saugstufe, die von dem selben Motor angetrieben werden. Die Temperierflüssigkeit wird von der Druckstufe aus dem Thermostaten in den Kreislauf befördert, die Saugstufe saugt die Flüssigkeit in den Thermostaten zurück.
Eine Druck-/Saugpumpe kann ebenso wie die Druckpumpe für einen geschlossenen Kreislauf eingesetzt werden. Sie bietet gegenüber der reinen Druckpumpe den Vorteil, dass der Druck im externen Kreislauf von positiven Werten (Druck) auf negative Werte (Sog) fällt und im Verbraucher nahezu Null ist. Dadurch können auch druckempfindliche Glasgefäße temperiert werden.
Zusätzlich zum geschlossenen Verbraucher kann mit Hilfe einer Druck-/Saugpumpe auch ein offenes Bad angeschlossen werden. Dies geht mit einer reinen Druckpumpe nicht, denn diese befördert die Flüssigkeit nur in das Bad. Zur Beförderung der Flüssigkeit vom Bad zum Thermostaten zurück ist dagegen zusätzlich eine Saugstufe notwendig. Allerdings benötigt man zur Aufrechterhaltung eines konstanten Niveaus im Verbraucher zusätzlich einen sogenannten Niveaukonstanter, der dafür sorgt, dass die Leistungen beider Pumpenstufen auf den gleichen Förderstrom geregelt werden. Nur dann ist im externen Bad eine konstante Flüssigkeitshöhe möglich.
Die LAUDA Duplexpumpe ist ebenfalls eine Druck-/Saugpumpe, allerdings mit integriertem Niveaukonstanter im Thermostaten. Dadurch ist ebenfalls der Anschluss eines externen, offenen Bades neben dem geschlossenen Kreislauf möglich. Die Unterschiede zwischen Duplexpumpe und Druck-/Saugpumpe ergeben sich dann, wenn man den Einfluss der temperaturbedingten Expansion der Badflüssigkeiten beachtet. Dadurch, dass bei der Duplexpumpe das Niveau im Thermostaten konstant gehalten wird, wird die thermische Ausdehnung des Gesamtvolumens von Thermostat und externem Kreislauf an das externe Bad abgegeben, das unter Umständen überlaufen kann. Bei der Druck-/Saugpumpe mit externem Niveaukonstanter ist es umgekehrt. Hier kann der Thermostat zum Überlauf kommen. Es ist also in jedem Fall die thermische Expansion der Badflüssigkeiten zu beachten, die in der Regel ca. 8 % pro 100 °C Temperaturänderung beträgt.

Ist eine Besonderheit der LAUDA Proline. Der SelfCheck Assistent prüft vor dem eigentlichen Betriebsstart alle Parameter und insbesondere auch die Abschaltwege der Heizungsansteuerung. Als Klartextmeldungen werden auf dem Display die Alarm- oder Fehlermeldungen angezeigt. Zusätzlich meldet das System nicht nur Betriebsstörungen wie z. B. Unterniveau, sondern macht auch auf Wartungsaufgaben wie z.B. die Reinigung des Kühlgitters aufmerksam.

An der rechten Seite und an der Geräterückseite sind jeweils Ein- und Ausgangsstutzen für externe Verbraucher angebracht. So hat der Anwender die Wahl, die Schläuche je nach Aufstellungsort entweder nach hinten oder zur Seite anzuschließen. Weiterhin ergibt sich die Möglichkeit zwei externe Verbraucher direkt ohne Verteiler anzuschließen. Nicht benötigte Anschlüsse werden mit den mitgelieferten Kappen und Überwurfmuttern verschlossen. Ein Bypassventil kann den gesamten Volumenstrom variabel zwischen dem Bad (intern) und dem angeschlossenen Verbraucher (extern) aufteilen. Es ist also kein Pumpenkurzschluss erforderlich. Wenn an den Pumpenstutzen kein Verbraucher angeschlossen ist, muss das Bypassventil für optimale Badumwälzung in Stellung 'intern' stehen.

Bei kleinen Badthermostaten (z.B. RP 845) ist Leistungsstufe 1 bis 3 sinnvoll. Bei Betrieb als Umwälzthermostat mit externem Verbraucher ist eine höhere Leistungsstufe sinnvoll, um die Temperaturdifferenz, u.a. auch bei höheren Temperaturen in Verbindung mit Ölen als Badflüssigkeiten, klein zu halten.

Alle Geräte sind mit einer Varioflexpumpe mit 8-stufigem variablen Antrieb ausgestattet. Die Pumpenleistung kann damit der jeweiligen Aufgabe optimal angepasst werden:

  • hoher Pumpendruck, wenn z. B. lange Schläuche zu externen Verbrauchern führen oder ein großes Bad umgewälzt werden soll,
  • niedriger Druck, wenn der Wärmeeintrag in das Bad gering sein muss.

Die Varioflexpumpe ermöglicht als Druck-/Saugpumpe eine sehr wirkungsvolle Versorgung von druckempfindlichen Glasreaktoren mit minimal zulässiger Druckbeaufschlagung. Weiterhin können offene Gefäße mit konstantem Niveau betrieben werden, wenn ein Niveaukonstanter verwendet wird.

In den Geräten ist Öl im Kältekreislauf, welches dann aus dem Kompressor in den Kältekreis laufen kann. Dadurch ist dann beim Einschalten die Schmierung unzureichend und der Kompressor kann beschädigt werden. (Sollte es doch notwenig sein, das Gerät liegend zu transportieren, notfalls das Gerät 24 Stunden aufrecht stehen lassen und erst danach einschalten.)
Außerdem könnten sich bei einem anderen als aufrechtem Transport, auch die Schwingungshalterungen des Kompressors aushängen, was sich durch scheppernde Geräusche bemerkbar macht und ebenfalls einen Austausch des Kompressors erzwingt.

Nach DIN 12876, Teil 1 wird die Regelgenauigkeit eines Thermostaten als Temperaturkonstanz bezeichnet und definiert. Die Messung der Temperaturkonstanz und damit die entsprechenden Katalogangaben beziehen sich bei Wärmethermostaten auf eine Betriebstemperatur von 70 °C und Wasser als Temperierflüssigkeit sowie eine Umgebungstemperatur von 20 °C, bei Kältethermostaten auf eine Betriebstemperatur von -10 °C und Ethanol als Temperierflüssigkeit sowie 20 °C Umgebungstemperatur.
Bei konstanten Bedingungen kann davon ausgegangen werden, dass sich die Temperaturkonstanz im Wasser- und Ethanolbereich auch bei höheren und tieferen Temperaturen nur wenig ändert. Eine Verschlechterung erhält man in der Regel beim Übergang auf andere Badflüssigkeiten, vor allem bei höheren Betriebstemperaturen.

Im Aufheizbereich arbeitet die VarioFlex Pumpe bis zu Viskositäten von 150 mm²/s. Im Regelbetrieb sollten 50 mm²/s nicht überschritten werden. Ab 30 mm²/s ist die Temperaturregelung optimal.

Alle Druckstutzen der Varioflexpumpe können ohne schädliche Wirkung für die Pumpe verschlossen werden. Dabei wird die Stellung 'intern' des Bypassreglers empfohlen.

Für den Einsatz im Ex-Bereich sind nur hierfür speziell konstruierte Thermostate geeignet. Die notwendigen Bauteile, wie Ex-geschützter Antriebsmotor für die Umwälzpumpe, elektrische Heizung sowie Steuer- und Regelorgane, sind bezüglich ihrer Abmessungen sowie ihres Preises für den klassischen Laborthermostaten ungeeignet. Daher sind Ex-geschützte Thermostate meist wesentlich größer, dafür aber auch leistungsstärker als Laborthermostate.
Man kann sich aber auch mit Laborthermostaten behelfen, indem man sie außerhalb des Ex-Bereiches aufstellt und die Temperierflüssigkeit über Schläuche in den Ex-Bereich führt. In jedem Fall ist aber eine technische Beratung durch Sachverständige notwendig.

Das Volumen im externen Kreislauf sollte 50 % des Badvolumens nicht übersteigen. Ist also z. B. ein großvolumiger, doppelmantliger Reaktor angeschlossen, ist ein Thermostat mit entsprechend großem Badvolumen zu wählen. Ist das externe Volumen relativ groß, steigt dadurch auch die Verweildauer und damit die entstehende Abkühlung im Rücklauf. Die zurückfließende Temperierflüssigkeit mischt sich mit der im Bad befindlichen und führt zu einer Mischtemperatur, die um so tiefer unter der Solltemperatur liegt, je kleiner das Badvolumen ist. Die rückfließende Temperierflüssigkeit stellt somit eine Störgröße für den Regelkreis dar und muss entsprechend ausgeregelt werden, was sich letztlich negativ auf die Temperaturkonstanz auswirkt.
Außerdem ist der Einfluss der Volumenausdehnung zu beachten. Bei einem geschlossenen Kreislauf muss der Thermostat die gesamte Volumenausdehnung der sich im Umlauf befindlichen Flüssigkeit samt der im Thermostatenbad befindlichen aufnehmen. Bei dem angegebenen Maximalverhältnis zwischen externem und internem Volumen führt dies bereits zu einer Volumenausdehnung von ca. 13 % pro 100 °C bezogen auf das Thermostatvolumen. Entsprechend größer fällt die Ausdehnung bei einem größeren Temperaturbereich aus und kann schnell das sogenannte Puffervolumen übersteigen. Dabei versteht man unter Puffervolumen die Differenz zwischen Maximal- und Minimalvolumen des Thermostaten. Thermostate mit besonders großem Puffervolumen sind z. B. K 12 KS, K 12 KP und UB 30.

Ein geschlossener Verbraucher läuft nicht leer, solange wirklich keine Luft in die Leitung eindringen kann.

Dies geschieht und hat schon oft zu Überschwemmungen im Labor geführt. Hier kann man sich nur dadurch helfen, dass man nach dem Ausschalten des Thermostaten die Schläuche "belüftet". Eleganter erhält man dies durch den Einbau einer sogenannten Rücklaufsicherung, die mit Hilfe von Magnetventilen die Leitungen an der höchsten Stelle belüftet.

Neben den Netzen in Großbritannien (max. 15 A) und in der Schweiz (teilweise max. 10 A) kann es auch in den Ländern mit 16 A dann sinnvoll sein, den Strom zu begrenzen, wenn nur eine Steckdose zur Verfügung steht und noch ein anderes Gerät am selben Kreis angeschlossen ist.

Das Regelsystem für externe Istwerte ist zur Verbesserung des Führungsverhaltens als 2-stufiger Kaskadenregler ausgeführt. Ein "Führungsregler" ermittelt aus dem Temperatursollwert und der externen Temperatur den "internen Sollwert", der dem Folgeregler zugeführt wird. Dessen Stellgröße steuert die Heizung und Kühlung. Wenn ein Solltemperatursprung vorgegeben wird, kann es vorkommen, dass die optimale Regelung eine Badtemperatur einstellen würde, die erheblich über der am externe Gefäß gewünschten oder zulässigen Temperatur liegt. Es gibt in der Software einen Menüpunkt Korrekturgrößenbegrenzung, mit dem die maximal zugelassene Abweichung zwischen der Temperatur am externen Verbraucher und der Badflüssigkeitstemperatur begrenzt werden kann.

Die Regelparameter wurden optimal für den Badbetrieb ohne externen Verbraucher und für typische externe Verbraucher angepasst. Falls die Regelgüte nicht ausreicht, sollte ein erfahrener Regeltechniker eine Optimierung vornehmen. Notfalls kann aber jederzeit die Werkseinstellung gemäß Betriebsanleitung (Werkseinstellungen) wieder aktiviert werden.

Silikonöle lösen Silikonkautschuk, was nach einiger Zeit zu Dichtheitsproblemen führt.

Der manuelle Startmodus wurde aktiviert. Hierdurch wird erreicht, dass der Thermostat bei der Rückkehr der Netzspannung (durch Einschalten oder nach einem Netzausfall) zunächst in den Stand-by Modus geht und nicht automatisch wieder die Solltemperatur anfährt.

Der eigentliche Netzschalter befindet sich wegen der guten Zugänglichkeit auf der Vorderseite. Auf der Rückseite befindet sich ein "Circuit Breaker", der eine Schalter- und Sicherungsfunktion vereinigt und bei Überlastung automatisch ausschaltet. Hiermit ist eine ALLPOLIGE Abschaltung möglich.

Potentiometer können altern und ihren Widerstand langsam ändern. Das Proline Gerät ist voll digitalisiert, sodass ein Potentiometer nicht mehr erforderlich ist. Mit der Taste Tmax kann der Übertemperaturabschaltpunkt abgefragt und bei Bedarf geändert werden. Die Bedienung ist so gestaltet, dass allen Sicherheitsvorschriften Genüge getan wird.

Die Tastatur wurde gesperrt. Verriegelung bitte gemäß der Anleitung wieder rückgängig machen.

Die Heizleistung wird üblicherweise durch Takten der Netzspannung am Heizelement geregelt. Das verursacht Netzrückwirkungen, die als "Flicker" bezeichnet werden. In Europa dürfen elektrische Geräte nur begrenzt auf das Netz rückwirken. LAUDA ist es gelungen, mit einem patentierten Verfahren diese Störungen soweit zu begrenzen, dass die maximal aus einer normalen mit 16 A abgesicherten Steckdose verfügbare Leistung von 3600 W in 3500 W Heizleistung umgesetzt werden.

Master und Command erkennen, welche Module angeschlossen sind und blenden nur die Dialoge zu den vorhanden Modulen (auch der Kältekreis ist ein Modul) ein. Bei Command werden auch übergeordnete Einstellungen berücksichtigt, die andere Dialoge erfordern (Beispiel: Der Timer-Dialog ist bei Tages- und Wochenprogramm unterschiedlich).

In den Geräten ist Öl im Kältekreislauf, welches dann aus dem Kompressor in den Kältekreis laufen kann. Dadurch ist dann beim Einschalten die Schmierung unzureichend und der Kompressor kann beschädigt werden. (Sollte es doch notwenig sein, das Gerät liegend zu transportieren, notfalls das Gerät 24 Stunden aufrecht stehen lassen und erst danach einschalten.)
Außerdem könnten sich bei einem anderen als aufrechtem Transport, auch die Schwingungshalterungen des Kompressors aushängen, was sich durch scheppernde Geräusche bemerkbar macht und ebenfalls einen Austausch des Kompressors erzwingt.

Arbeits- und Betriebstemperaturbereich sind Begriffe, die in der Norm DIN 12876, Teil 1 festgelegt sind. Dort wird der Arbeitstemperaturbereich als der Temperaturbereich definiert, der bei der Umgebungstemperatur von 20 °C vom Thermostaten allein und unter ausschließlicher Inanspruchnahme der angegebenen Energiequellen und ohne Mitwirkung von Hilfsmitteln erreicht wird. Die Energiequelle ist in der Praxis nahezu ausschließlich die elektrische Energie.
Bei einem Wärmethermostaten beginnt der Arbeitstemperaturbereich ca. 3 °C oberhalb der sogenannten Eigentemperatur und endet meist bei der Obergrenze der Betriebstemperatur. Die Eigentemperatur entsteht bei abgeschalteter Heizung durch die eingebrachte mechanische Energie und ist abhängig von der Pumpenleistung, der Isolation des Thermostaten und der verwendeten Temperierflüssigkeit. Gehört beispielsweise der Baddeckel nicht zum serienmäßigen Zubehör, darf als Obergrenze des Arbeitstemperaturbereiches nur diejenige Betriebstemperatur angegeben werden, die ohne Baddeckel bei 20 °C Umgebungstemperatur vom Thermostaten erreicht wird.
Der Betriebstemperaturbereich ist dagegen durch die zugelassene niedrigste und höchste Betriebstemperatur begrenzt. Werden z. B. bei einem Wärmethermostaten Temperaturbereiche angegeben, die unterhalb der Eigentemperatur liegen, so handelt es sich immer um den Betriebstemperaturbereich, da hierzu ein externer Kühler notwendig ist.
Es hat sich allerdings eingebürgert, dass bei einem Wärmethermostaten mit eingebauter Kühlschlange die durch Kühlung mit Leitungswasser erreichten Temperaturen mit entsprechendem Hinweis zum Arbeitstemperaturbereich gezählt werden.
Bei einem Kältethermostaten, der von Haus aus eine eingebaute Kühlung besitzt, wird nur der Arbeitstemperaturbereich angegeben.
CC-Bereich (Active Cooling Control): nach DIN 12876 ist der Arbeitstemperaturbereich bei Betrieb mit aktiver Kältemaschine.
Ein Beispiel: Arbeitstemperaturbereich -30…150 °C, ACC-Bereich -30…100 °C. Diese Angabe besagt, dass die Kältemaschine über 100 °C nicht im Dauerbetrieb arbeiten kann. Bei allen LAUDA Geräten entspricht der Arbeitstemperaturbereich dem ACC-Bereich.

Es handelt sich hier um die halbe durchschnittliche Schwankungsbreite der Betriebstemperatur, die sich aus dem Regelvorgang selbst bei konstanten Bedingungen ergibt. Die Definition sowie die Messung wird in DIN 12876 Teil 1 und Teil 2 gegeben.
Die Temperaturkonstanz ist somit eine Angabe bezüglich der zeitlichen Veränderung an einem bestimmten Ort und sagt nichts über die räumliche Verteilung des Temperaturmittelwertes im Thermostaten aus. Je nach Bauform, verwendeter Temperierflüssigkeit sowie eingestellter Betriebstemperatur ergeben sich Unterschiede, die deutlich über der Temperaturkonstanz liegen können. Bei LAUDA Thermostaten ist in der Regel im Thermostaten eine so gute Durchmischung gegeben, dass keine gravierenden Abweichungen im Bereich der Badöffnung auftreten. Bei den sogenannten LAUDA Kalibrierthermostaten liegen die räumlichen Abweichungen im Bereich der Temperaturkonstanz.
Die Temperaturkonstanz macht außerdem keine Aussage bezüglich der absoluten Temperaturgenauigkeit, d. h. inwieweit die angezeigte Temperatur am Display mit einem absolut genauen Thermometer übereinstimmt. Diese Genauigkeit liegt bei LAUDA Thermostaten von 0 bis 100 °C im Zehntelgradbereich. Die exakten Angaben sind in den Betriebsanleitungen der einzelnen Geräte enthalten.

Thermostate ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen können eine Gefahr für Personen und Gegenstände darstellen. Denkt man nur daran, daß Temperaturen außerhalb des Wasserbereiches eine meist brennbare Temperierflüssigkeit erfordern, kann man sich die entstehenden Gefahren leicht ausmalen. LAUDA war die erste Firma, die spezielle Sicherheitseinrichtungen im Thermostat vorsah, und zwar einen Übertemperaturschutz und einen Unterniveauschutz. Zum erstenmal wurden 1979 die Sicherheitseinrichtungen für Thermostate in der Norm DIN 12879 definiert. Es wurden Sicherheitsklassen eingeführt, die abhängig von der Temperierflüssigkeit bestimmte Sicherheitseinrichtungen festlegten.
Im Rahmen der internationalen Normung wurde die DIN 12879 durch die Europanormen EN 61010-1 und 61010-2-010 abgelöst. Thermostate müssen, entsprechend der Brennbarkeit der Badflüssigkeiten, unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen besitzen.
Die EN-Norm gibt weder eine Klassenaufteilung noch eine entsprechende Kennzeichnung vor. Deshalb wurden in der DIN 12876-1 entsprechende Vorgaben gemacht: Geräte der Klasse I sind nur für nichtbrennbare Flüssigkeiten zugelassen und bei LAUDA zusätzlich mit "NFL" gekennzeichnet. Diese Geräte sind durch einen Überhitzungschutz gesichert. Laborthermostate der Klasse III sind für brennbare Flüssigkeiten ausgelegt und bei LAUDA zusätzlich mit "FL" gekennzeichnet. Zur Anwendung kommt ein Unterniveauschutz und ein einstellbarer Übertemperaturschutz.
NFL = non-flammable liquid/nicht brennbare Flüssigkeiten
FL = flammable liquid/brennbare Flüssigkeiten

Viele Thermostate haben neben dem im Thermostaten befindlichen Temperaturfühler zur Messwerterfassung die Möglichkeit, einen externen Temperaturfühler anzuschließen, der die Temperatur im externen Temperiergut misst. Je nach Typ kann die Temperaturanzeige des Thermostaten von der internen auf die externe Temperatur umgeschaltet oder aber auch permanent angezeigt werden.
Viel weitgehender ist der Begriff der Externregelung. Die Externregelung benötigt zwar auch die externe Temperaturmessung als Voraussetzung, sie beaufschlagt aber die Temperaturregelung des Thermostaten im Sinne eines Kaskadenreglers. Der Grund hierfür ist folgender: Je nach Betriebstemperatur und Leitungslänge zwischen Thermostat und externem Verbraucher entsteht eine Temperaturdifferenz, die außerdem durch schwankende Umgebungstemperatur und variablen Wärmebedarf im Verbraucher beeinflusst wird. Will man aber im Verbraucher eine konstante Temperatur erreichen, so muss der Thermostat nach dessen Wärmebedarf geregelt werden. Durch die LAUDA Externregelung wird die Temperatur am gewünschten Ort auf die eingestellte Solltemperatur gebracht. Voraussetzung ist eine ausreichende thermische Kopplung zwischen Thermostatflüssigkeit und externer Messstelle.

Ist eine Besonderheit der LAUDA Proline. Der SelfCheck Assistent prüft vor dem eigentlichen Betriebsstart alle Parameter und insbesondere auch die Abschaltwege der Heizungsansteuerung. Als Klartextmeldungen werden auf dem Display die Alarm- oder Fehlermeldungen angezeigt. Zusätzlich meldet das System nicht nur Betriebsstörungen wie z. B. Unterniveau, sondern macht auch auf Wartungsaufgaben wie z.B. die Reinigung des Kühlgitters aufmerksam.

Die in dieser Frage genannten Begriffe "schnell" und "exakt" schließen sich aus. Entweder können die benötigten Heiz- und Kühlleistungen überschlagsmäßig schnell berechnet werden, oder aber es ist eine exakte und zeitaufwendige Berechnung vorzunehmen. Bei der Leistungsberechnung sind verschiedene Fälle zu unterscheiden. Oft liegt die Problemstellung so, dass der Thermostat zur Kühlung eines externen Verbrauchers benutzt wird, von dem eine bestimmte Leistung abzuführen ist. Ist diese Leistung bekannt, muss der Thermostat bei der entsprechenden Betriebstemperatur mindestens die benötigte Kühlleistung zur Verfügung haben.

Jeder Thermostat enthält eine Umwälzpumpe, die sowohl für die gute Durchmischung der Temperierflüssigkeit innerhalb des Bades sorgt als auch dafür, die Temperierflüssigkeit durch einen externen Kreislauf zu pumpen. Die vom Antriebsmotor abgenommene elektrische Energie wird teilweise als Wärmeenergie in die Flüssigkeit eingebracht und sorgt dafür, dass sich der Thermostat bis zur sogenannten Eigentemperatur allmählich aufwärmt. Die Eigentemperatur ist abhängig von der Pumpenleistung, der Isolation des Thermostaten und der verwendeten Temperierflüssigkeit . Nicht selten beträgt die Eigentemperatur eines Wärmethermostaten 70 °C und darüber. Bei den LAUDA Ecoline-Thermostaten liegt die Eigentemperatur nur wenig über der Umgebungstemperatur, wenn von den fünf einstellbaren Leistungsstufen der Förderpumpe eine der unteren Stufen gewählt wird. Ohne Kühlung kann der Thermostat erst oberhalb der Eigentemperatur betrieben werden. Die Prospektangaben beziehen sich ausschließlich auf Wasser als Temperierflüssigkeit und eine Umgebungstemperatur von 20 °C. Bei höherviskosen Temperierflüssigkeiten und höheren Umgebungstemperaturen können auch deutlich höhere Eigentemperaturen auftreten, sodass der angegebene Arbeitstemperaturbereich verkürzt wird.

Ein Alarm schaltet immer die Heizung und die Pumpe aus. Nach einem Alarmfall kann das Gerät nur durch 'Reset' der Alarmfunktion wieder in Gang gesetzt werden (Beispiel: Übertemperatur, Netzspannung zu niedrig, Badunterniveau...).
Warnungen können durch Betätigung der Eingabetaste ohne Unterbrechung aufgehoben werden (Beispiel: Badüberniveau, Verflüssiger ist verschmutzt, usw.), wenn die Ursache nicht beseitigt wurde kommt die Warnung aber nach einigen Sekunden erneut. Man kann Warnungen ignorieren indem man am Master mit einer der Pfeiltasten auf die interne oder externe Temperaturanzeige weiter scrollt oder am Command den "Screen" Softkey betätigt. Die Meldung bleibt aber im Hintergrund erhalten. Sie kann am Master mit den Pfeiltasten und am Command mit dem "Screen" Softkey wieder in die Anzeige gescrollt werden.

  1. Prüfen Sie, ob der Button "Aktualisieren" (blauer Pfeil nach rechts) gedrückt ist. Die automatische Aktualisierung deaktiviert sich beim Zoomen oder manuellen Ändern der Zeitachse.
  2. Prüfen Sie, ob Sie wirklich die zur Zeit aktuelle Messdatei geöffnet haben. In der Titelleiste steht der Name der Datei und dahinter gegebenenfalls die Information "Archiv", wenn es sich um eine schon abgeschlossene Messung handelt. Dies kommt häufig vor, wenn Sie eine Aufzeichnung beendet haben und danach erneut starten und somit eine neue Messdatei angelegt wird, aber die alte Messdatei noch geöffnet ist.

Wintherm Plus zeichnet in der Standardeinstellung alle 10 Sekunden einen Messwert auf. Um die Anzahl der Messwerte "überschaubar" zu halten, überprüfen Sie bitte, ob Sie das Aufzeichnungsintervall nicht vergrößern können. Sie können diese Zeit unter Start -->Erfassungsintervall anpassen.

Die Messdateien sind schon in einem von Microsoft Excel lesbaren Format (Dbase *.dbf) abgelegt. Somit können Sie die Datei direkt mit Excel öffnen und eigene Grafiken erzeugen.

Mit einem externen RS 232 auf RS 485-Umsetzer können Sie bis zu 128 Thermostate an eine serielle Schnittstelle anschließen.

Das geht leider nicht, weil aus technischen Gründen ein LAUDA-eigenes Protokoll benutzt werden muss.

Sie können Ihren PC/Laptop ganz einfach mit einem USB auf RS 232-Umsetzer aufrüsten. Diese sind in jedem Computerhandel sehr günstig verfügbar. Wollen Sie mehrere Thermostate an Ihren PC/Laptop anschließen, können Sie Schnittstellenkarten etc. verwenden. Bei der Auswahl sind wir Ihnen gerne behilflich.

Grundsätzlich ist dann natürlich beides möglich. Sollten Sie einen Ecoline/Integral Thermostaten steuern wollen, bietet der Wintherm Plus Programmgeber gegenüber dem Thermostaten Programmgeber einige zusätzliche Features wie Toleranzbandüberwachung und Startwertvorgabe. Ansonsten empfehlen wir, vor allem bei Programmen, die über längere Zeiträume (Tage, Wochen) ablaufen sollen, diese im Thermostaten ablaufen zu lassen, denn der Thermostat wird Ihnen sicher nicht "abstürzen" wie es bei einem PC doch mal vorkommen kann und dann bleibt der zuletzt vorgegebene Solllwert aktiv.

Ja! Wintherm Plus hat einen eigenen Programmgeber mit dem Sie Rampenprogramme ablaufen lassen können.
Stellen Sie dazu im Register Programmgeber Start/Stopp die Option "Wintherm Programmgeber" ein.

Das Regelsystem für externe Istwerte ist zur Verbesserung des Führungsverhaltens als 2-stufiger Kaskadenregler ausgeführt. Ein "Führungsregler" ermittelt aus dem Temperatursollwert und der externen Temperatur den "internen Sollwert", der dem Folgeregler zugeführt wird. Dessen Stellgröße steuert die Heizung und Kühlung. Wenn ein Solltemperatursprung vorgegeben wird, kann es vorkommen, dass die optimale Regelung eine Badtemperatur einstellen würde, die erheblich über der am externe Gefäß gewünschten oder zulässigen Temperatur liegt. Es gibt in der Software einen Menüpunkt Korrekturgrößenbegrenzung, mit dem die maximal zugelassene Abweichung zwischen der Temperatur am externen Verbraucher und der Badflüssigkeitstemperatur begrenzt werden kann.

Die Regelparameter wurden optimal für den Badbetrieb ohne externen Verbraucher und für typische externe Verbraucher angepasst. Falls die Regelgüte nicht ausreicht, sollte ein erfahrener Regeltechniker eine Optimierung vornehmen. Notfalls kann aber jederzeit die Werkseinstellung gemäß Betriebsanleitung (Werkseinstellungen) wieder aktiviert werden.

Es gelingt damit jedem Benutzer, auch ohne Vorkenntnisse, einen Wert einzugeben. Da es unterschiedliche Aufgaben gibt, hat jede Eingabemöglichkeit ihre Vorteile.

Jedes Proline Programm beginnt mit dem Segment "Start". Es legt fest, bei welcher Temperatur das nächste Segment 1 das Programm fortsetzen soll. Beim Start-Segment ist keine Zeitvorgabe möglich. Bei Wärmethermostaten muss die Start-Temperatur über der Badtemperatur, die vor dem Programmstart vorliegt, gewählt werden. Ohne das Startsegment würde das Segment 1 je nach Badtemperatur beim Programmstart unterschiedlich ausfallen.

Die Tastatur wurde gesperrt. Verriegelung bitte gemäß der Anleitung wieder rückgängig machen.

Master und Command erkennen, welche Module angeschlossen sind und blenden nur die Dialoge zu den vorhanden Modulen (auch der Kältekreis ist ein Modul) ein. Bei Command werden auch übergeordnete Einstellungen berücksichtigt, die andere Dialoge erfordern (Beispiel: Der Timer-Dialog ist bei Tages- und Wochenprogramm unterschiedlich).

Ein Programm stellt ein sogenanntes Temperaturprofil oder eine Temperaturkurve dar. Ein solches Profil bzw. eine solche Kurve wird dadurch festgelegt, dass man die verschiedenen Minima und Maxima durch ein Temperatur/Zeit-Paar definiert. Möchte man z. B. von Raumtemperatur auf +50 °C in 20 Minuten aufheizen und danach auf -10 °C in 2 Stunden abkühlen, so ergeben sich die entsprechenden Temperatur/Zeit-Paare (PN) wie folgt:
Die Angabe 99 Segmente besagt nun, dass ein Programm aus maximal 99 dieser Temperatur/Zeit-Paare bestehen kann; oder bei den Ecoline E 3xx Geräten, Proline oder bei Integral aus max. 150 Segmenten, die beliebig auf bis zu 5 Programme verteilt sein können, bestehen kann. Die Loopfunktion bei allen LAUDA Programmgebern ermöglichen das wahlweise mehrfache Durchlaufen eines Programmes. Die Änderfunktion erlaubt das Editieren eines Programmes. Die Pausefunktion erlaubt das Anhalten des Programmablaufs und nach beliebiger Zeit, die Fortsetzung des Programmablaufs.

Ist eine Besonderheit der LAUDA Proline. Der SelfCheck Assistent prüft vor dem eigentlichen Betriebsstart alle Parameter und insbesondere auch die Abschaltwege der Heizungsansteuerung. Als Klartextmeldungen werden auf dem Display die Alarm- oder Fehlermeldungen angezeigt. Zusätzlich meldet das System nicht nur Betriebsstörungen wie z. B. Unterniveau, sondern macht auch auf Wartungsaufgaben wie z.B. die Reinigung des Kühlgitters aufmerksam.

Neben dem eingebauten Pt 100, das die Badtemperatur misst, kann ein externes Pt 100 angeschlossen werden. Aber auch über die Analog- oder Digitalmodule lassen sich Istwerte einschleifen.

Hier muss man drei Fälle unterscheiden:

  1. Mehrere Thermostate sollen miteinander vernetzt werden.
    Dieser Fall ist äußerst unwahrscheinlich, da im Moment keine Applikation bekannt ist, bei der ausschließlich Thermostate ohne einen PC miteinander verbunden werden müssen.
  2. 2. Ein Thermostat soll mit einem PC vernetzt werden
    In diesem Fall bieten die LAUDA Thermostate, mit RS 232 Schnittstellen alle notwendigen Anschlüsse. Über die eingebaute RS 232-Schnittstelle, können die Systeme mit einem beliebigen Rechnersystem über dessen RS 232-Schnittstelle verbunden werden.
  3. Mehrere Thermostate sollen mit einem PC vernetzt werden.
    In diesem Fall werden alle Geräte, wie unter 2. beschrieben, unter Zuhilfenahme eines
    RS 232-Schnittstellen-Vervielfachers (Multiplexer) an einen PC angeschlossen.
    Bei dieser Anwendung ist es allerdings erforderlich, dass eine auf den RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher abgestimmte Software zu dessen Steuerung eingesetzt wird. Der RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher und die notwendige Steuersoftware sind über den einschlägigen PC-Fachhandel erhältlich. Die bessere Lösung ist der Einsatz von LAUDA Thermostaten mit kombinierter RS 232/RS 485 Schnittstelle. Mit der RS 485 Schnittstelle können bei Verwendung einer RS 485-Schnittstellenkarte am PC bis zu 127 Thermostate angesteuert werden.

Ein Alarm schaltet immer die Heizung und die Pumpe aus. Nach einem Alarmfall kann das Gerät nur durch 'Reset' der Alarmfunktion wieder in Gang gesetzt werden (Beispiel: Übertemperatur, Netzspannung zu niedrig, Badunterniveau...).
Warnungen können durch Betätigung der Eingabetaste ohne Unterbrechung aufgehoben werden (Beispiel: Badüberniveau, Verflüssiger ist verschmutzt, usw.), wenn die Ursache nicht beseitigt wurde kommt die Warnung aber nach einigen Sekunden erneut. Man kann Warnungen ignorieren indem man am Master mit einer der Pfeiltasten auf die interne oder externe Temperaturanzeige weiter scrollt oder am Command den "Screen" Softkey betätigt. Die Meldung bleibt aber im Hintergrund erhalten. Sie kann am Master mit den Pfeiltasten und am Command mit dem "Screen" Softkey wieder in die Anzeige gescrollt werden.

Nach DIN 12876, Teil 1 wird die Regelgenauigkeit eines Thermostaten als Temperaturkonstanz bezeichnet und definiert. Die Messung der Temperaturkonstanz und damit die entsprechenden Katalogangaben beziehen sich bei Wärmethermostaten auf eine Betriebstemperatur von 70 °C und Wasser als Temperierflüssigkeit sowie eine Umgebungstemperatur von 20 °C, bei Kältethermostaten auf eine Betriebstemperatur von -10 °C und Ethanol als Temperierflüssigkeit sowie 20 °C Umgebungstemperatur.
Bei konstanten Bedingungen kann davon ausgegangen werden, dass sich die Temperaturkonstanz im Wasser- und Ethanolbereich auch bei höheren und tieferen Temperaturen nur wenig ändert. Eine Verschlechterung erhält man in der Regel beim Übergang auf andere Badflüssigkeiten, vor allem bei höheren Betriebstemperaturen.

Für den Einsatz im Ex-Bereich sind nur hierfür speziell konstruierte Thermostate geeignet. Die notwendigen Bauteile, wie Ex-geschützter Antriebsmotor für die Umwälzpumpe, elektrische Heizung sowie Steuer- und Regelorgane, sind bezüglich ihrer Abmessungen sowie ihres Preises für den klassischen Laborthermostaten ungeeignet. Daher sind Ex-geschützte Thermostate meist wesentlich größer, dafür aber auch leistungsstärker als Laborthermostate.
Man kann sich aber auch mit Laborthermostaten behelfen, indem man sie außerhalb des Ex-Bereiches aufstellt und die Temperierflüssigkeit über Schläuche in den Ex-Bereich führt. In jedem Fall ist aber eine technische Beratung durch Sachverständige notwendig.

Ja, mit der "Sollwert-Offset" Betriebsart folgt das Bad einem Wert, der von einer externen Sollwertquelle kommen kann (Pt 100, Schnittstellen) direkt oder um eine feste Temperatur versetzt.

Ja, mit den Einstellungen von T ih und T iL kann die Temperatureingabe an die Betriebsgrenzen der Temperierflüssigkeit angepasst werden.

Das Regelsystem für externe Istwerte ist zur Verbesserung des Führungsverhaltens als 2-stufiger Kaskadenregler ausgeführt. Ein "Führungsregler" ermittelt aus dem Temperatursollwert und der externen Temperatur den "internen Sollwert", der dem Folgeregler zugeführt wird. Dessen Stellgröße steuert die Heizung und Kühlung. Wenn ein Solltemperatursprung vorgegeben wird, kann es vorkommen, dass die optimale Regelung eine Badtemperatur einstellen würde, die erheblich über der am externe Gefäß gewünschten oder zulässigen Temperatur liegt. Es gibt in der Software einen Menüpunkt Korrekturgrößenbegrenzung, mit dem die maximal zugelassene Abweichung zwischen der Temperatur am externen Verbraucher und der Badflüssigkeitstemperatur begrenzt werden kann.

Potentiometer können altern und ihren Widerstand langsam ändern. Das Proline Gerät ist voll digitalisiert, sodass ein Potentiometer nicht mehr erforderlich ist. Mit der Taste Tmax kann der Übertemperaturabschaltpunkt abgefragt und bei Bedarf geändert werden. Die Bedienung ist so gestaltet, dass allen Sicherheitsvorschriften Genüge getan wird.

Arbeits- und Betriebstemperaturbereich sind Begriffe, die in der Norm DIN 12876, Teil 1 festgelegt sind. Dort wird der Arbeitstemperaturbereich als der Temperaturbereich definiert, der bei der Umgebungstemperatur von 20 °C vom Thermostaten allein und unter ausschließlicher Inanspruchnahme der angegebenen Energiequellen und ohne Mitwirkung von Hilfsmitteln erreicht wird. Die Energiequelle ist in der Praxis nahezu ausschließlich die elektrische Energie.
Bei einem Wärmethermostaten beginnt der Arbeitstemperaturbereich ca. 3 °C oberhalb der sogenannten Eigentemperatur und endet meist bei der Obergrenze der Betriebstemperatur. Die Eigentemperatur entsteht bei abgeschalteter Heizung durch die eingebrachte mechanische Energie und ist abhängig von der Pumpenleistung, der Isolation des Thermostaten und der verwendeten Temperierflüssigkeit. Gehört beispielsweise der Baddeckel nicht zum serienmäßigen Zubehör, darf als Obergrenze des Arbeitstemperaturbereiches nur diejenige Betriebstemperatur angegeben werden, die ohne Baddeckel bei 20 °C Umgebungstemperatur vom Thermostaten erreicht wird.
Der Betriebstemperaturbereich ist dagegen durch die zugelassene niedrigste und höchste Betriebstemperatur begrenzt. Werden z. B. bei einem Wärmethermostaten Temperaturbereiche angegeben, die unterhalb der Eigentemperatur liegen, so handelt es sich immer um den Betriebstemperaturbereich, da hierzu ein externer Kühler notwendig ist.
Es hat sich allerdings eingebürgert, dass bei einem Wärmethermostaten mit eingebauter Kühlschlange die durch Kühlung mit Leitungswasser erreichten Temperaturen mit entsprechendem Hinweis zum Arbeitstemperaturbereich gezählt werden.
Bei einem Kältethermostaten, der von Haus aus eine eingebaute Kühlung besitzt, wird nur der Arbeitstemperaturbereich angegeben.
CC-Bereich (Active Cooling Control): nach DIN 12876 ist der Arbeitstemperaturbereich bei Betrieb mit aktiver Kältemaschine.
Ein Beispiel: Arbeitstemperaturbereich -30…150 °C, ACC-Bereich -30…100 °C. Diese Angabe besagt, dass die Kältemaschine über 100 °C nicht im Dauerbetrieb arbeiten kann. Bei allen LAUDA Geräten entspricht der Arbeitstemperaturbereich dem ACC-Bereich.

Es handelt sich hier um die halbe durchschnittliche Schwankungsbreite der Betriebstemperatur, die sich aus dem Regelvorgang selbst bei konstanten Bedingungen ergibt. Die Definition sowie die Messung wird in DIN 12876 Teil 1 und Teil 2 gegeben.
Die Temperaturkonstanz ist somit eine Angabe bezüglich der zeitlichen Veränderung an einem bestimmten Ort und sagt nichts über die räumliche Verteilung des Temperaturmittelwertes im Thermostaten aus. Je nach Bauform, verwendeter Temperierflüssigkeit sowie eingestellter Betriebstemperatur ergeben sich Unterschiede, die deutlich über der Temperaturkonstanz liegen können. Bei LAUDA Thermostaten ist in der Regel im Thermostaten eine so gute Durchmischung gegeben, dass keine gravierenden Abweichungen im Bereich der Badöffnung auftreten. Bei den sogenannten LAUDA Kalibrierthermostaten liegen die räumlichen Abweichungen im Bereich der Temperaturkonstanz.
Die Temperaturkonstanz macht außerdem keine Aussage bezüglich der absoluten Temperaturgenauigkeit, d. h. inwieweit die angezeigte Temperatur am Display mit einem absolut genauen Thermometer übereinstimmt. Diese Genauigkeit liegt bei LAUDA Thermostaten von 0 bis 100 °C im Zehntelgradbereich. Die exakten Angaben sind in den Betriebsanleitungen der einzelnen Geräte enthalten.

Viele Thermostate haben neben dem im Thermostaten befindlichen Temperaturfühler zur Messwerterfassung die Möglichkeit, einen externen Temperaturfühler anzuschließen, der die Temperatur im externen Temperiergut misst. Je nach Typ kann die Temperaturanzeige des Thermostaten von der internen auf die externe Temperatur umgeschaltet oder aber auch permanent angezeigt werden.
Viel weitgehender ist der Begriff der Externregelung. Die Externregelung benötigt zwar auch die externe Temperaturmessung als Voraussetzung, sie beaufschlagt aber die Temperaturregelung des Thermostaten im Sinne eines Kaskadenreglers. Der Grund hierfür ist folgender: Je nach Betriebstemperatur und Leitungslänge zwischen Thermostat und externem Verbraucher entsteht eine Temperaturdifferenz, die außerdem durch schwankende Umgebungstemperatur und variablen Wärmebedarf im Verbraucher beeinflusst wird. Will man aber im Verbraucher eine konstante Temperatur erreichen, so muss der Thermostat nach dessen Wärmebedarf geregelt werden. Durch die LAUDA Externregelung wird die Temperatur am gewünschten Ort auf die eingestellte Solltemperatur gebracht. Voraussetzung ist eine ausreichende thermische Kopplung zwischen Thermostatflüssigkeit und externer Messstelle.

Ist eine Besonderheit der LAUDA Proline. Der SelfCheck Assistent prüft vor dem eigentlichen Betriebsstart alle Parameter und insbesondere auch die Abschaltwege der Heizungsansteuerung. Als Klartextmeldungen werden auf dem Display die Alarm- oder Fehlermeldungen angezeigt. Zusätzlich meldet das System nicht nur Betriebsstörungen wie z. B. Unterniveau, sondern macht auch auf Wartungsaufgaben wie z.B. die Reinigung des Kühlgitters aufmerksam.

Das SmartCool System liefert mehr Kälteleistung, tiefere Temperaturen und höchste Präzision. LAUDA Proline Kältethermostate haben ein mikroprozessorgesteuertes Kältemanagement, das in dieser Klasse einzigartig ist. Die intelligente Kältesteuerung verstärkt oder reduziert die Kühlung in perfekter Übereinstimmung mit dem geforderten Betriebszustand. Darüber hinaus schaltet die Kompressorautomatik den Kompressor nur dann ein, wenn er wirklich gebraucht wird.

Neben dem eingebauten Pt 100, das die Badtemperatur misst, kann ein externes Pt 100 angeschlossen werden. Aber auch über die Analog- oder Digitalmodule lassen sich Istwerte einschleifen.

Die in dieser Frage genannten Begriffe "schnell" und "exakt" schließen sich aus. Entweder können die benötigten Heiz- und Kühlleistungen überschlagsmäßig schnell berechnet werden, oder aber es ist eine exakte und zeitaufwendige Berechnung vorzunehmen. Bei der Leistungsberechnung sind verschiedene Fälle zu unterscheiden. Oft liegt die Problemstellung so, dass der Thermostat zur Kühlung eines externen Verbrauchers benutzt wird, von dem eine bestimmte Leistung abzuführen ist. Ist diese Leistung bekannt, muss der Thermostat bei der entsprechenden Betriebstemperatur mindestens die benötigte Kühlleistung zur Verfügung haben.
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Jeder Thermostat enthält eine Umwälzpumpe, die sowohl für die gute Durchmischung der Temperierflüssigkeit innerhalb des Bades sorgt als auch dafür, die Temperierflüssigkeit durch einen externen Kreislauf zu pumpen. Die vom Antriebsmotor abgenommene elektrische Energie wird teilweise als Wärmeenergie in die Flüssigkeit eingebracht und sorgt dafür, dass sich der Thermostat bis zur sogenannten Eigentemperatur allmählich aufwärmt. Die Eigentemperatur ist abhängig von der Pumpenleistung, der Isolation des Thermostaten und der verwendeten Temperierflüssigkeit . Nicht selten beträgt die Eigentemperatur eines Wärmethermostaten 70 °C und darüber. Bei den LAUDA Ecoline-Thermostaten liegt die Eigentemperatur nur wenig über der Umgebungstemperatur, wenn von den fünf einstellbaren Leistungsstufen der Förderpumpe eine der unteren Stufen gewählt wird. Ohne Kühlung kann der Thermostat erst oberhalb der Eigentemperatur betrieben werden. Die Prospektangaben beziehen sich ausschließlich auf Wasser als Temperierflüssigkeit und eine Umgebungstemperatur von 20 °C. Bei höherviskosen Temperierflüssigkeiten und höheren Umgebungstemperaturen können auch deutlich höhere Eigentemperaturen auftreten, sodass der angegebene Arbeitstemperaturbereich verkürzt wird.

Ja, mit der "Sollwert-Offset" Betriebsart folgt das Bad einem Wert, der von einer externen Sollwertquelle kommen kann (Pt 100, Schnittstellen) direkt oder um eine feste Temperatur versetzt.

Das geht leider nicht, weil aus technischen Gründen ein LAUDA-eigenes Protokoll benutzt werden muss.

Ja, denn verschiedene Modulfunktionen machen kombiniert, wenig Sinn, z.B. ein Digitalmodul und Analogmodul zusammen mit dem Kontaktmodul. Falls doch, kann man auch auf die serielle Schnittstelle im Command Modul zugreifen.

Neben den Netzen in Großbritannien (max. 15 A) und in der Schweiz (teilweise max. 10 A) kann es auch in den Ländern mit 16 A dann sinnvoll sein, den Strom zu begrenzen, wenn nur eine Steckdose zur Verfügung steht und noch ein anderes Gerät am selben Kreis angeschlossen ist.

In der Master Version lassen sich die Solltemperatur und die Pumpenleistung sehr einfach einstellen. Auch die meisten anderen Funktionen sind in der Master Version vorhanden. Sie befinden sich in Untermenüs, die mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht gefunden werden können. Das geht mit der Command Version natürlich wesentlich einfacher, da im Grafikdisplay in diversen Sprachen "Klartext" gesprochen, und eine vom PC bekannte Bedienphilosophie verwendet wird. Hinzu kommen die Command-spezifischen Funktionen:

  • Ein Datenrecorder kann die Temperaturverläufe des internen Messfühlers und eines optionalen externen Temperaturfühlers bis zu 132 Stunden speichern und grafisch darstellen.
  • Ein Programmgeber, mit dem komplexe Temperaturverläufe mit bis zu 150 Sprüngen oder Rampen in bis zu 5 Programmen gespeichert werden können. In jedem Segment können auch die Pumpenstufe und die Relaisausgänge des Relaismoduls geändert werden.
  • Zwei Zeitschaltuhren zum Ein- und Ausschalten, mit Tages- oder Wochenprogramm.
  • Serienmäßige RS232/RS485 Schnittstelle.
  • Eine Echtzeituhr, mit deren Hilfe auch alle Warnungen, Störungen und Fehlermeldungen mit einem Zeitstempel im Fehlerspeicher abgelegt werden.
  • Online-Hilfe zu allen Funktionen.
  • Fernbedienungsmöglichkeit

Ein Programm stellt ein sogenanntes Temperaturprofil oder eine Temperaturkurve dar. Ein solches Profil bzw. eine solche Kurve wird dadurch festgelegt, dass man die verschiedenen Minima und Maxima durch ein Temperatur/Zeit-Paar definiert. Möchte man z. B. von Raumtemperatur auf +50 °C in 20 Minuten aufheizen und danach auf -10 °C in 2 Stunden abkühlen, so ergeben sich die entsprechenden Temperatur/Zeit-Paare (PN) wie folgt:
Die Angabe 99 Segmente besagt nun, dass ein Programm aus maximal 99 dieser Temperatur/Zeit-Paare bestehen kann; oder bei den Ecoline E 3xx Geräten, Proline oder bei Integral aus max. 150 Segmenten, die beliebig auf bis zu 5 Programme verteilt sein können, bestehen kann. Die Loopfunktion bei allen LAUDA Programmgebern ermöglichen das wahlweise mehrfache Durchlaufen eines Programmes. Die Änderfunktion erlaubt das Editieren eines Programmes. Die Pausefunktion erlaubt das Anhalten des Programmablaufs und nach beliebiger Zeit, die Fortsetzung des Programmablaufs.

Neben dem eingebauten Pt 100, das die Badtemperatur misst, kann ein externes Pt 100 angeschlossen werden. Aber auch über die Analog- oder Digitalmodule lassen sich Istwerte einschleifen.

Hier muss man drei Fälle unterscheiden:

  1. Mehrere Thermostate sollen miteinander vernetzt werden.
    Dieser Fall ist äußerst unwahrscheinlich, da im Moment keine Applikation bekannt ist, bei der ausschließlich Thermostate ohne einen PC miteinander verbunden werden müssen.
  2. Ein Thermostat soll mit einem PC vernetzt werden
    In diesem Fall bieten die LAUDA Thermostate, mit RS 232 Schnittstellen alle notwendigen Anschlüsse. Über die eingebaute RS 232-Schnittstelle, können die Systeme mit einem beliebigen Rechnersystem über dessen RS 232-Schnittstelle verbunden werden.
  3. Mehrere Thermostate sollen mit einem PC vernetzt werden.
    In diesem Fall werden alle Geräte, wie unter 2. beschrieben, unter Zuhilfenahme eines RS 232-Schnittstellen-Vervielfachers (Multiplexer) an einen PC angeschlossen. Bei dieser Anwendung ist es allerdings erforderlich, dass eine auf den RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher abgestimmte Software zu dessen Steuerung eingesetzt wird. Der RS 232-Schnittstellen-Vervielfacher und die notwendige Steuersoftware sind über den einschlägigen PC-Fachhandel erhältlich. Die bessere Lösung ist der Einsatz von LAUDA Thermostaten mit kombinierter RS 232/RS 485 Schnittstelle. Mit der RS 485 Schnittstelle können bei Verwendung einer RS 485-Schnittstellenkarte am PC bis zu 127 Thermostate angesteuert werden.

„Das Ziel dieser Verordnung ist der Umweltschutz durch Minderung der Emissionen von fluorierten Treibhausgasen (u.a. Kältemitteln). Dementsprechend werden in dieser Verordnung:

a)Regeln für die Emissionsbegrenzung, Verwendung, Rückgewinnung und Zerstörung von fluorierten Treibhausgasen und damit verbundene zusätzliche Maßnahmen festgelegt;
b)Auflagen für das Inverkehrbringen bestimmter Erzeugnisse und Einrichtungen, die fluorierte Treibhausgase enthalten oder zu ihrem Funktionieren benötigen, festgelegt,
c)Auflagen für bestimmte Verwendungen von fluorierten Treibhausgasen festgelegt, und
d)Mengenbegrenzungen für das Inverkehrbringen von teilfluorierten Kohlenwasserstoffen festgelegt.“

Quelle: Verordnung (EU) 517/2014, Kapitel 1, Artikel 1.

Die Verordnung (EU) 517/2014 über fluorierte Treibhausgase, kurz F-Gase Verordnung genannt, ist seit 01. Januar 2015 in Kraft. Sie wurde am 20. Mai 2014 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die bisherige Verordnung (EG) 842/2006 wird von der Verordnung (EU) 517/2014 mit Einführung zum 01. Januar 2015 abgelöst.

Bei dem Phase-Down handelt es sich um eine schrittweise Verringerung  der in Verkehr gebrachten Mengen an fluorierten Treibhausgase (Kältemittel), ausgedrückt in CO2-Äquivalent. Ziel ist es, den Verbrauch  bis 2030 um 79 % zu reduzieren. Um dies zur erreichen, teilt die Europäische Kommission Herstellern von fluorierten Treibhausgasen (Kältemittel) und Einführern Quoten zu. Das bedeutet, dass Industrie und Anwender auf Kältemittel mit niedrigerem GWP-Wert umsteigen müssen.

Der Phase-Down hat folgende Auswirkungen auf die Betreiber: Er führt dazu, dass weniger fluorierte Treibhausgase (Kältemittel) auf dem Markt verfügbar sein werden, was aller Voraussicht nach höhere Preise zur Folge haben wird. Dies ist besonders im Hinblick auf künftige Instandhaltung und Wartung wichtig. Es ist auch zu erwarten, dass der Einsatz alternativer Kältemittel zunehmen wird, besonders in solchen Anwendungen, in denen Verbote ab einem bestimmten Zeitpunkt ausgesprochen wurden. Dabei ist zu beachten, dass viele Alternativen brennbar sind und/oder spezielle Eigenschaften haben, die für den sicheren, effizienten und konformen Umgang mit den Kältemitteln unbedingt zu berücksichtigen sind.

Die F-Gase Verordnung bezieht sich auf die sogenannten fluorierten Treibhausgase: teilfluorierte Kohlenwasserstoffe ("HFKW"), perfluorierte Kohlenwasserstoffe ("FKW"), Schwefelhexafluorid ("SF6) und alle anderen Treibhausgase, die Fluor enthalten, oder Gemische, die einen dieser Stoffe enthalten. Für LAUDA bedeutet das: R134a (GWP = 1430), R407C (GWP = 1770), R407F (GWP = 1820), R449A (GWP = 1400), R404A (GWP = 3920), R507 (GWP = 3990), R410A (GWP = 2090), R508A (GWP = 13200), R23 (GWP = 14800), R14 (GWP = 7390).

GWP ist die Abkürzung für Global Warming Potential und bedeutet übersetzt Treibhauspotential einer chemischen Verbindung. Es ist eine Maßzahl für den relativen Effekt des Beitrages zum Treibhauseffekt. Als Vergleichswert dient Kohlenstoffdioxid mit GWP=1. Der Wert beschreibt die Treibhauswirkung über einen Zeitraum von (typischerweise) 100 Jahren. Ist der GWP-Wert einer chemischen Verbindung beispielsweise 20, so bedeutet, dass ein Kilogramm dieser Verbindung innerhalb der ersten 100 Jahre nach Freisetzung 20-mal so stark zum Treibhauseffekt beiträgt wie ein Kilogramm CO2.

Das CO2-Äquivalent ist ein Vergleichswert um die verschiedenen Treibhausgase vergleichbar zu machen. Hierdurch wird das Treibhauspotential einer chemischen Verbindung in Relation zum Treibhauspotential von CO2 gestellt. Ausgedrückt wird dieser Zusammenhang durch das Global Warming Potential (GWP). Das CO2-Äquivalent berechnet sich aus dem Produkt von GWP und Füllmenge, so hat z.B. 1 kg R134a (GWP = 1430) ein CO2-Äquivalent von 1,43 t. Das bedeutet, dass 1 kg des in die Atmosphäre entwichenen Kältemittels R134a umgerechnet 1340 kg CO2 entspricht.

ODP ist die Abkürzung für Ozone Depletion Potential und bedeutet übersetzt Ozonabbaupotential einer chemischen Verbindung. Es ist eine Maßzahl für den relativen Effekt des Abbaus der Ozonschicht. Ozon abbauende Stoffe werden nicht durch die F-Gase Verordnung geregelt; sie  sind durch das Montrealer Protokoll aus dem Jahr 1989 erfasst und unterliegen den dort beschlossenen  Produktions- und Verwendungsbeschränkungen). Das Montral-Protokoll hat für das Kältemittel Trichlorfluormethan (R11) einen ODP-Wert von 1 definiert. Die ODP-Werte anderer Kältemittel stehen hierzu in Relation.

Ab 2017 muss laut neuer Verordnung die Kennzeichnung des Gerätes bzw. der Anlage (das Typenschild) Angaben des GWP-Wertes enthalten und in allen Amtssprachen der EU übersetzt werden. Neu ist die Tatsache, dass zur Angabe der Kältemittelmenge (in kg) ab 2017 auch das CO2-Äquivalent aufgeführt werden muss.

Messgeräte, Wärmethermostate, Kältethermostate mit natürlichen Kältemitteln und Peltier-Geräte fallen nicht unter die F-Gase Verordnung.

"Phase-Down-Szenario" (Quelle: www.westfalen-ag.de)
Basis sind die in den Jahren 2009 bis 2012 in der EU hergestellten und in die EU eingeführten durchschnittlichen Gesamtmengen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten.

Verwendungsverbot:
Verwendung von R22 zur Wartung oder Instandhaltung von Kälteanlagen.

Verbote des Inverkehrbringens:
Kühl- und Gefriergeräte für den gewerblichen Gebrauch (hermetisch geschlossen) die fluorierte Treibhausgase (Kältemittel) mit einem GWP ≥ 2500 enthalten.
Ortsfeste Kälteanlagen (das sind alle LAUDA Kältegeräte), die fluorierte Treibhausgase (Kältemittel) mit einem GWP ≥ 2500 enthalten. Eine Ausnahme stellen dabei Anlagen zur Kühlung von Produkten auf unter -50 °C dar.

Verwendungsverbot:
Verwendung von fluorierten Treibhausgasen (Kältemitteln) als Frischware mit einem GWP ≥ 2500 zur Wartung oder Instandhaltung von Kälteanlagen mit einer Füllmenge ≥ 40 Tonnen CO2-Äquivalent (Beispiel R404A: 40 Tonnen CO2-Äquivalent entsprechen 10,2 kg). Eine Ausnahme stellen dabei Anlagen zur Kühlung von Produkten auf unter -50 °C dar. Es dürfen aber aufgearbeitete oder recycelte fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert über 2500 weiterhin eingesetzt werden. Für  fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert unter 2500 gelten keine Beschränkungen für Wartung und Instandhaltung.

Explizit gibt es keine Auswirkungen auf LAUDA-Produkte.
Verbote des Inverkehrbringens gelten lediglich für "gewerbliche Anwendungen" (z.B. im Lebensmittelbereich).

Verwendungsverbot:
Verwendung von fluorierten Treibhausgasen (Kältemitteln) mit einem GWP ≥ 2500 zur Wartung oder Instandhaltung von Kälteanlagen mit einer Füllmenge ≥ 40 Tonnen CO2-Äquivalent (Beispiel R404A: 40 Tonnen CO2-Äquivalent entsprechen 10,2 kg).
Eine Ausnahme stellen dabei Anlagen zur Kühlung von Produkten auf unter -50 °C dar.

Nein. Es müssen keine LAUDA Produkte stillgelegt werden. Die F-Gase Verordnung sieht kein explizites Betriebsverbot vor.

Zusätzliche Aufgaben für die Betreiber wurden bereits in der abgelösten F-Gase Verordnung in ähnlicher Weise formuliert. Betreiber sind für die turnusmäßigen Dichtheitskontrollen zuständig. Außerdem ist das Führen von Aufzeichnungen jeder einzelnen Anlage erforderlich. Der Inhalt der Aufzeichnungen wurde präzisiert (siehe nachfolgende Frage).
Neu ist die Aufbewahrungspflicht der Unterlagen für mindestens fünf Jahre durch den Betreiber und des Wartungsunternehmens (falls vorhanden). Betreiber von Anlagen die fluorierte Treibhausgase (Kältemittel) enthalten, treffen Vorkehrungen, um eine Leckage zu verhindern. Sie ergreifen alle technisch und wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen, um Leckagen fluorierter Treibhausgase auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Wird eine Leckage fluorierter Treibhausgase entdeckt, stellt der Betreiber sicher, dass die Anlage unverzüglich repariert wird.

a) Menge und Art der enthaltenen fluorierten Treibhausgase (Kältemittel);
b) Menge der fluorierten Treibhausgase, die bei der Installation, Instandhaltung oder Wartung oder aufgrund einer Leckage hinzugefügt wurde;
c) Angaben dazu, ob die eingesetzten fluorierten Treibhausgase recycelt oder aufgearbeitet wurden, einschließlich des Namens und der Anschrift der Recycling- oder Aufarbeitungsanlage und gegebenenfalls deren Zertifizierungsnummer;
d) Menge der rückgewonnenen fluorierten Treibhausgase;
e) Angaben zum Unternehmen, das die Anlagen installiert, gewartet, instand gehalten und, wenn zutreffend, repariert oder stillgelegt hat, einschließlich gegebenenfalls der Nummer seines Zertifikats;
f) Zeitpunkte und Ergebnisse der nach Artikel 4 Absätze 1 bis 3 durchgeführten Kontrollen;
g) Maßnahmen zur Rückgewinnung und Entsorgung der fluorierten Treibhausgase, falls die Anlagen stillgelegt wurde.


Quelle: Verordnung (EU) 517/2014, Kapitel 1, Artikel 6.

Ja, aber es gelten verschiedene Einschränkungen. Ab 2020 ist der Einsatz von fluorierten Treibhausgasen (Kältemittel) als Frischware mit GWP-Wert über 2500 für die Instandhaltung und Wartung bestehender Kälteanlagen mit einer Füllmenge ≥ 40 Tonnen CO2-Äquivalent untersagt. Dieses Verbot gilt nicht für Anlagen die für Anwendungen zur Kühlung von Produkten auf unter -50°C bestimmt sind. Bis 2030 dürfen aufgearbeitete oder recycelte  fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert über 2500 weiterhin für die Wartung und Instandhaltung bestehender Kälteanlagen eingesetzt werden. Für  fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert unter 2500 gelten keine Beschränkungen für Wartung und Instandhaltung.

Nein. Es gibt Anlagen die von Dichtheitskontrollen ausgenommen sind, z. B.:

  • Anlagen mit einer Füllmenge von weniger als 5 Tonnen CO2-Äquivalent; sowie Anlagen, die als hermetisch geschlossen gekennzeichnet sind und eine Füllmenge von weniger als 10 Tonnen CO2-Äquivalent enthalten. Das trifft für die meisten LAUDA Thermostate zu.
  • Bis zum 31. Dezember 2016, alle LAUDA Thermostate  mit einer Füllmenge von weniger als 3 kg fluorierten Treibhausgasen oder hermetisch geschlossene und als solche gekennzeichnete Anlagen, mit einer Füllmenge von weniger als 6 kg fluorierten Treibhausgasen.

Unser LAUDA Service Team berät Sie hier gerne weiter.

Das hängt vom Anlagentyp ab. Sie sind nicht zwingend vorgeschrieben für Anlagen mit einer Füllmenge von weniger als 500 Tonnen CO2-Äquivalent. Ist ein Leckage-Erkennungssystem installiert, sinkt die Anzahl der vorgeschriebenen Dichtheitskontrollen. Lediglich bei HKS Anlagen mit sehr großen Füllmengen können solche Systeme relevant sein.

Das LAUDA Servicenetzwerk hat die Fachkenntnisse und Berechtigungen die Dichtheitsprüfungen durchzuführen. Wir empfehlen dies im Rahmen einer Wartung zu tun. Sie erfüllen damit die gesetzlichen Vorgaben und stellen durch eine regelmäßige Wartung die Funktionsfähigkeit der Geräte sicher. Unser Service unterbreitet Ihnen gerne ein Angebot.

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Es werden je nach Gerätelinie Alternativ-Kältemittel wie R290 als Ersatz für R404A, und R170 als Ersatz für R508A bei neuen Produktlinien eingesetzt. Außerdem gibt es bei LAUDA bereits seit vielen Jahren Bestrebungen, auch unabhängig von der neuen Verordnung, den Anteil an CO2-Äquivalenten bei LAUDA Produkten zu reduzieren. Seit 2011 konnte das CO2-Äquivalent insgesamt um annährend die Hälfte verringert werden, unter anderem auch durch Optimierungen im Kältekreislauf neuer Produktlinien, wodurch insgesamt weniger fluorierte Kältemittel benötigt werden. Darüber hinaus wird bei bestimmten Produkten die kältemittelfreie Peltier Technik eingesetzt. Insgesamt konnte bereits ein großer Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffektes geleistet werden.

Fluorierte Treibhausgase werden auch zukünftig ein wichtiger Arbeitsstoff in Kälteanlagen bleiben. Bei den fluorierten Treibhausgasen handelt es sich um sogenannte Sicherheits-Kältemittel. Der Einsatz dieser Kältemittel ist über viele Jahrzehnte erprobt und garantiert einen zuverlässigen Betrieb der Kältesysteme. Die von LAUDA verwendeten fluorierten Kältemittel sind nicht brennbar. Die Geräte werden sorgfältig auf Ihre Dichtheit geprüft, somit stellt ein Austreten von Kältemittel eine seltene Ausnahme dar. Gemäß der neuen F-Gase Verordnung (EU) 517/2014 kann auch in Zukunft ein Einsatz von fluorierten Treibhausgasen in LAUDA Produkten durchaus verantwortet werden.

Die F-Gase Verordnung geht vom aktuellen Gesetztesstatus aus, der auch für die Automobilindustrie gilt

Bei Themen des Umweltschutzes können die einzelnen Länder bestimmte Anforderungen härter formulieren, als dies in der Verordnung der Fall ist. Beispiele sind eine explizite Steuer für fluorierte Kältemittel in Spanien und verschärfte Verbote in Dänemark.